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Messung an Elektrolysezelle

 
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UdoKessler



Anmeldedatum: 10.08.2008
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: So Aug 10, 2008 5:18 pm    Titel: Messung an Elektrolysezelle Antworten mit Zitat

Hi Leute,

heute habe ich meine Elektrolysezelle (ELZ) fertiggebaut.
Damit soll H2+O2 erzeugt werden um damit zu schweißen.

Der Aufbau ist gut und sauber geworden und funktioniert
einwandfrei.
Jedoch habe ich ein kleines Problem, bzw. sind mir Messungen u.a
bzgl. des Widerstandes ein Rätsel.


Die Zelle:
Also, die ELZ besteht aus 6 Edelstahlrohren, welche im Kreis
angeordnet (Draufsicht) durch eine Scheibe mit Bohrungen geführt und gehalten werden.
Sie sind el. miteinander verbunden(Edelstahldraht).
Diese bilden den einen Pol.

In diese 6 Rohre sind 6 weitere, kleinere Rohre gesteckt, wobei ein Spalt von ca. 1,5mm
bleibt (sonst gäbe es ja einen "kurzen").
Dies ist der andere Pol.
Auch diese sind el. verbunden.

Dieser Aufbau steht im Elektrolyt, was eigentlich Natronlauge ist, heute zum Testen
jedoch nur aus reinem Quellwasser bestand.


Beide Drähte führen also aus der Zelle nach aussen und werden nun
mit 12V DC bestromt.
Dabei tritt "Knallgas" (H2+O2) aus jedem der 6 Rohr-Paare.

Soweit, so gut..


Die Frage:

Nun habe ich vorhin (mit nem Multimeter) mehrere Messungen gemacht und
zwar immer ausserhalb der Flüssigkeit an den beiden Drähten:

Durchgangsprüfung: eine Richtung JA, Andere NEIN (??)
Widerstand: eine Richtung viele MegaOhm (ca. 10MO), Andere 0 Ohm
Diodentester (Durchlassspannung) : eine Richtung ca 0,5V, Andere ca. 0,2 V


Wie kann man das erklären?
Rein technisch ist das ganze nichts anderes als 2 Metallplatten welche sich in
Wasser gegenüberstehen...


Gruß
Udo
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Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 519
Wohnort: Bayern 91

BeitragVerfasst am: So Aug 10, 2008 7:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Udo

Was du gebaut hast, ist so etwas ähnliches wie ein Akkumulator.
Wenn Gleichstrom durch deine ELZ fliest, gibt es eine chemische Reaktion an den beiden Polen. Das ist so als ob man einen Akku auflädt. Dadurch hast du eine geringe Spannung an den beiden Polen, und das bringt die Wiederstandsmessung des Multimeters durcheinander. Wenn du den Wiederstand bestimmen möchtest, dann must du den Strom messen der bei 12 Volt fliest.Wenn du Natronlauge benutzt, dann dürfte der Effekt noch stärker sein.
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UdoKessler



Anmeldedatum: 10.08.2008
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: So Aug 10, 2008 7:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Denker hat Folgendes geschrieben:
Hallo Udo

Was du gebaut hast, ist so etwas ähnliches wie ein Akkumulator.
Wenn Gleichstrom durch deine ELZ fliest, gibt es eine chemische Reaktion an den beiden Polen. Das ist so als ob man einen Akku auflädt. Dadurch hast du eine geringe Spannung an den beiden Polen, und das bringt die Wiederstandsmessung des Multimeters durcheinander. Wenn du den Wiederstand bestimmen möchtest, dann must du den Strom messen der bei 12 Volt fliest.Wenn du Natronlauge benutzt, dann dürfte der Effekt noch stärker sein.


Hi,

danke, daran hatte ich gar nicht gedacht!

Allerdings kam ich auf ähnliche Mess-Ergebnisse, als ich die
Zelle aus dem Wasser nahm und (einigermaßen) abtrocknen ließ.

Die Ladung kann dann doch nicht mehr bestehen, oder?

Hmm, andererseits wirkt es dann ja wie ein Kondensator.

Muss ich morgen gleich mal genauer testen..

Danke Dir!

Gruß
Udo
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UdoKessler



Anmeldedatum: 10.08.2008
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: So Aug 10, 2008 7:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

..ach ja, den Strom habe ich gemessen. Lag je nach temp. zwischen 4,5A u 5A.

R=U/I -> 13,6V/4,5A-5A -> ca 2,7-3 Ohm
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Fr Aug 22, 2008 10:48 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Udo,

jetzt frag ich mich aber, wie man mit Knallgas praktikabel und sicher schweißen soll....

Bleibt auch die Frage nach der verfügbaren Gasmenge, ob das reicht.
_________________
Grüße, Stefan
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Fr Aug 22, 2008 1:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Mit Knallgas lässt sich prima schweißen, eine Kohlenstofffreie aber recht heisse Flamme und man braucht nur Wasser und Strom anstatt Gasflaschen.
Mit schweißen wäre ich aber vorsichtig, ein Ersatz zur guten Autogenfunzel ist es nicht, das ist aber gut zum Löten geeignet, sowohl hart als auch weich.

Dazu gibts auch komerzielle Anlagen, die zeichnen sich vor allem durch höhere Effizienz und größere Gasmengen aus, und die haben allerlei Sicherheitsmaßnahmen wie mehrere Flammenrückschlagsicherungen usw.
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fredho



Anmeldedatum: 22.12.2007
Beiträge: 139

BeitragVerfasst am: Fr Aug 22, 2008 2:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wer lebensmüde ist, sollte so verfahren wie offensichtlich in diesem Beitrag angedacht ist: nähmlich Knallgas erzeugen und das Gasgemisch einem Brenner zuführen. Der erste Zündversuch wird unweigerlich das ganze System einschließlich Elektrolysezelle mit Gasvorrat zur Explosion bringen. Es funktioniert nur, wenn Wasserstoff und Sauerstoff getrennt aufgefangen und getrennt dem Brenner zugeführt werden.
_________________
fredho
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Fr Aug 22, 2008 6:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Hobbynachbau: Ja, wird er. Knallgas heisst ja nun mal so.
Kommerzielle Geräte trennen aber auch nix, nur sind die eben wie erwähnt vollgestopft mit Vorrichtungen die das zu verhindern wissen.
Ausserdem macht man damit keine großen Flammen, hat also nur kleine Düsen.
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uli.paul



Anmeldedatum: 04.02.2006
Beiträge: 669
Wohnort: Augsburg

BeitragVerfasst am: Mi Sep 10, 2008 5:44 am    Titel: Antworten mit Zitat

Solange die Strömungsgeschwindigkeit höher als die Geschwindigkeit der Verbrennungsreaktion ist, kann es keinen Rückschlag geben. Deswegen wird ein dünnes Rohr verwendet. Sollte sich die Flammenfront trotzdem rückwärts bewegen, dann wird sie durch ein einfaches Metallgitter wieder gestoppt. Das ist uralt und wird auch heute noch verwendet.

Der alte Schulversuch zeigt es: Über einem - bereits brennenden - Bunsenbrenner wird ein Metallgitter gehalten: Die Flamme schlägt nicht durch das Metallgitter hindurch. Jetzt hält man das Gitter an genau der gleichen Stelle und zündet erst jetzt den Brenner an (über dem Gitter). Unter dem Gitter gibt es keine Flamme, nur über ihm, obwohl auch unter ihm ein brennbares Gemisch existiert (wie der Versuch 1 gezeigt hat).

Eine Verbrennung kann nicht stattfinden, wenn ihre Medien unter der Zündtemperatur gehalten werden.
Aber Vorsicht: Man darf die Umgebung nicht vergessen! Benzin kann man mit einer Zigarette - bei Umgebungstemperatur- nicht entzünden. Man kann also jederzeit eine Kippe in eine Benzin-Lache werfen. Denn da ist die Wärmeableitung so groß - und der thermische Widerstand von Benzin so gering, dass keine Verbrennung stattfinden kann.

Aber Vorsicht! Der thermische Widerstand einer Benzin-Luft-Mischung kann durchaus so hoch sein, dass eine Zigarette eine Verbrennung entfachen kann. Obwohl eine - passiv in der Hand gehaltene - Zigarette noch keine Entzündung hervorrufen wird (dazu ist ihre Zündtemperatur zu gering) mag eine aktiv gerauchte Zigarette durchaus die beiden Bedingungen erfüllen:

- Die Zündtemperatur wird dadurch erreicht, dass die Zigarette aktiv geraucht wird.

- Die Zündtemperatur wird dadurch erreicht, dass eine aktiv gerauchte Zigarette heißer als eine glimmende ist.


Fazit: Einen Glimmstengel in eine Bezinlache zu werfen verursacht nichts weiter als dass der Glimmstengel ausgeht.

Die Show-Effekte funktionieren nicht mit Benzin.
_________________
Jeder Schwachkopf kann behaupten - aber nur wenige können beweisen.
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