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Eisenstäbe, Spulen, Magnete und Coler
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Dodes



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BeitragVerfasst am: So Apr 06, 2008 12:48 pm    Titel: Eisenstäbe, Spulen, Magnete und Coler Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe da mal ein kleines Verständnissproblem mit Spulen und Magneten. Nachdem auch mich irgendwie das Fieber an Magneten gepackt hat und mich dieses jetzt auch noch magisch anzieht, versuche ich mich zur Zeit näher mit Hans Coler zu beschäfftigen. Schuld daran ist wohl die HCRS Laborpage, jawohl ihr seid schuld, das ich jetzt schlaflose Nächte habe Very Happy
Einen Versuchsaufbau zum Magnetstromapparat gibts ja auch hier auf der Laborpage. Statt aber einfach ein Model nachzubauen, nach einer der vielen Bauanleitungen aus dem Netz, versuche ich mehr erstmal einen Effekt zu finden, über den Coler gestolpert sein könnte, als er mit Magneten und Spulen experimentiert hat.
Dazu gehört sich mit den verfügbaren Materialien auseinander zu setzen, die zur seiner Zeit verfügbar waren. Welche Stähle waren damals gängig und aus welchen Materialien wurden damals Magneten hergestellt und welchen Eigenschafften hatten diese?

Beim experimentieren mit Stahlstäben und aufgebrachten einlagen Kupferspulen ist mir vorher nichts ungewöhnliches aufgefallen, außer das es sehr beruhigend sein kann Abends nach der Arbeit in Ruhe Spulen von Hand auf einen Eisenkern zu wickeln Very Happy

Wie zu erwarten verhielten sich alle Konstruktionen mehr oder weniger wie schlechte Transformatoren mit hohen Wirbelstromverlusten, also ganz genau wie zu erwarten. Auch die Magnetisierung der Stähle brachte da nicht viel neue Erkenntnisse, außer wenn man die Stähle in die Sättigung treibt und die Verluste noch weiter erhöht. Very Happy

Ja und nun habe ich doch einen Stolperstein gefunden, alle Versuche habe ich mit Wechselspannungen durchgeführt und wie die Dinge halt so sind, dachte ich mal, nimm doch mal Gleichspannungspulse. Erst viel mir auch hier nichts ungewöhnliches auf, die Pulse kamen mehr oder weniger verbeult an der anderen Spule wieder raus. Irgendwann viel mir allerdings auf das nun die Polarität der eingespeisten Pulse eine Rolle spielt und komischerweise im Gegensatz zur Wechselspannung der Output nun auch von der Polarität abhängt!

Zum besseren Verständniss eine Zeichnung des Aufbaus Very Happy



Der Eisenstab besteht aus dem Material S235JR+AR/alt S235JRG2/St37-2 (niedrig legierter Stahl), die Spulen sind aus Kupferlackdraht d=0,65mm mit 120 Wdg. gewickelt, die Maße kann man der Zeichnung entnehmen.

Über die Klemmen an L2 (a/b) werden die Impulse von einer Kondensatorbank (400V/1880µF) über einen Schalter eingespeist. An Klemme L2(a)-Plus und L2(b)-Minus, mit U(peak) 20V.
An den Klemmen L1 (a/b) werden die Ausgangspulse abgenommen und ans Oszilloskop weitergeleitet. Dabei kann ich an L1 (a/b) 750mVp messen, wenn man aber die Polarität nun an L2 umkehrt, messe ich an L1 (a/b) 1250mVp. Kehrt man jetzt bei gleicher polarität die Magnetisierung des Kerns um, erhält man wieder 750mVp. Beim erneuten wechsel der Polarität an den Klemmen L2(a/b) (Anfangspolarität), dann wieder 1250mVp. Speist man über L2(a/b) eine Wechselspannung mit U=20Vp ein, bekommt man an L1(a/b) eine Spannung mit U=950mVp sowohl für die negative also auch für die positive Halbwelle heraus, ich konnte hier keine Differenz messen, der Output ist vollkommen symetrisch. Confused

Könnte mir evtl. jemand erklären, warum das sich so verhält und ist das die Ursache dafür sein, das Coler Elektronen für eine art Südpole gehalten halt, die von diesen abgestoßen werden???

[Nachtrag: Ich habe jetzt diverse Versuchsreihen durchgeführt, mit unterschiedlich starken Magnetisierungen und Eingangspulsen.

Ich kann die Aussage die Coler in dem Bericht gemacht haben soll voll bestätigen. Es gibt eine Vorzugsrichtung für Spulen auf einem magnetischen Kern, sofern man Gleichspannungsimpulse verwendet. Diese ist immer mit dem bestehenden Magnetfeld vom Südpol weg! Auch eine zweite Anmerkung kann ich bestätigen, für den Effekt ist die Stärke der Magnetisierung des Kerns fast unerheblich, der Effekt ist um den Nullpunkt (unmagnetisch) am stärksten, eine weitere Erhöhung der Magnetiserung bringt fast keine Steigerung des Effekts.

Weiter verhält sich der Effekt proportional zur Stärke der Eingangsimpulse, bis vor den Beginn der Kernsättigung, danach nimmt er wieder ab.

Bei einem Kern mit der Übersetzung ca. 2,4:1 habe eine Differenz von -4,75V (4,5V/-9,25V) am Ausgang bei 20V Eingangsimpulsen mit schwacher Magnetisierung erreichen können.

Stellt sich die Frage nun, ob Elektronen wirklich den Nordpol bevorzugen, oder ob Anziehungs- und Abstoßungskräfte bei Magnetfeldern doch nicht gleich sind!]

Mit bestem Dank für eure Denkanstöße im voraus.

Gruß Boris


Zuletzt bearbeitet von Dodes am Di Aug 05, 2008 7:32 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Do Apr 17, 2008 9:52 pm    Titel: Eisenstäbe, Spulen, Magnete und Coler (Part2) Antworten mit Zitat

Moin,

so habe mir jetzt mal den Magnetstab genauer vorgenommen und damit Messungen vorgenommen bis der Arzt kommt. Shocked

Um besser messen zu können habe ich den Stab in der Mitte eine weitere Wicklung mit 30Wdg. verpasst, über welche ich Gleichspannungsimpule mit unterschiedlichen Spannungen einspeisen konnte. An den Wicklungen L1 und L2 habe ich dann die Ausgangsimpulse über einen Tastkopf 1:10 abgenommen und an mein Ozilloskop (Hameg HM604-2) weitergeleitet.
Für jeden Ausgangsimpulswerte habe ich 10 Ausgangspulse gemittelt, um ggf. auftretende Schwankungen zu neutralisieren und die beiden Meßwerte von L1 und L2 dann erneut gemittelt um Materialunterschiede des Magnetstabes zu neutralisieren.
Um verschiedene Magnetisierungstufen (Flussdichten) messen zu können wurde der Stab, so gut wie möglich mit einer Entmagnetisierungsdrossel entmagnetisiert und anschließend für die Messungen durch an die Ende des Stabes angebrachte Neodymmagneten mit unterschiedlichen Abständen über den Messzyklus magnetisiert gehalten.
Bei den anschließenden Messungen, wurden nur die Spannungen und die Polarität der Eingangsimpulse geändert. Nach einem Durchlauf mit der selben Spannung und beiden Polaritäten, wurde die Magnetisierung erhöht und die Messreihe erneut durchgeführt. Alle Werte wurden in einer Exceltabelle erfasst und dann verarbeitet Shocked

Für die Messungen habe ich allein ca. 5 Tage gebraucht (900 Messungen), für die anschließende Ausarbeitung mit Excel ca. 2 Tage. Sad

Was raus kam:

Na das folgende Diagramm, was ich euch nicht vorenthalten will.

In dem Diagramm sind die Ausgangsimpulse bei verschiedenen Magnetisierungsstufen dargestellt (ohne/halbe/einfache/doppelte-Stärke).
Bei ohne Magnetisierung möchte ich anmerken, dass die Restmagnetisierung leicht entgegengesetzt der anschließenden Magnetisierungen ausgererichtet war und der Nullpunkt ca. 5% nach rechts vom Anfang der Graphen zu finden ist (Spannungen verhalten sich dort symetrisch)!



(Irgendwie hat sich da für -18V ein kleiner Fehler beim Messen oder mitteln eingeschlichen, am Knick zu erkennen Sad )

Das Diagramm zeigt schön, dass bei steigender Magnetisierung die Höhe der Spannung der negativen Impulse zunimmt während die positiven Spannungen abnehmen und magnetisch gesehen das um den Punkt unmagnetisch am stärksten ist.
Auch kann man erkennen das der Effekt mit zunehmender Spannung stärker ist und die positiven Impulse aber mit steigender Magnetisierung stärker abnehmen, als die negativen zunehmen, also keine symetrische Verschiebung der Impulse stattfindet, da die positiven stärker abnehmen.
Delta-U nimmt also mit steigender Magnetisierung ab, während U-negativ zunimmt. Über die Tabelle konnte ich abschätzen, dass Delta-U-negativ ca. Delta-U /2 ist. Waraus sich abschätzen läßt das U-negativ max. Delta-U/2 werden kann bei max. Magnetisierung (absolute Sättigung des Kerns). Dann müsste bei U(in) +/- 20Volt Pulsen und Übersetzung 1:1 und ohne Magnetisierung einen Output von +/- 20Volt liefern, bei voller Magnetisierung U(out+) fast 0Volt und U(out-) max. 30Volt sein. Rolling Eyes

Möchte auch anmerken das mir beim messen nicht ungewöhnliches aufgefallen ist, bis das beim umkehren der Polarität, der Magnetstab immer
,,Plong'' von sich gegeben hat. Aber nur wenn eine Reihe von gleichen Impulsen zuvor gefolgt waren, bei abwechselnden Impulsen war nichts zu hören ??? Kam mir so vor als würde im Kern irgendwas hin und her geschaltet werden ???

Ok, das werde ich mir später nochmal vornehmen Twisted Evil

Für alle die Zahlen lieben, hier noch die Exceltabelle.



Nach dieser tollen Erkenntniss, habe ich mir den Magnetstromapparat von Coler erneut angeschaut und ein eigenes Ersatzschaltbild dafür gezeichnet, dann für diese Schaltung symetrische Magnetpulse von einem Volt angenommen. Nach der neuen Erkenntniss würden bei der Schaltung an den Magnetspulen Pulse von entweder +1,25/-0,5V oder +0,5/-1,25V auftreten, wenn man die dann verrechnet der 3 Spulen je Reihe, wäre die Gesamtspannung +1,125/-0,75V, da beide Reihen invertiert sind, sollte an C1 +1,125/-0,75V zu +0,75V/-1,125V während an C2 -1,125/+0,75V zu -0,75V/+1,125V anliegen und für eine Phase Delta-U dann C1=+0,5V und C2=-0,5V anliegen. Damit müsste Delta-C1-C2 positiv dann +0,5V und Delta-C2-C1 negativ ebenfalls +0,5V sein Idea

Oder einfach ausgedrückt, man gibt Wechselspannung rein und bekommt an C1-C2 immer eine Gleichspannung raus, die mit etwa 25% leicht pulsiert!

Ich denke mal das man das gleiche Ergbniss mit einem Brückengleichrichter leichter hinbekommt Very Happy

Für weitere Ideen, wäre ich echt dankbar.

Gruß Boris


Zuletzt bearbeitet von Dodes am Di Aug 05, 2008 7:34 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Dodes



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BeitragVerfasst am: So Apr 20, 2008 3:14 pm    Titel: Eisenstäbe, Spulen, Magnete und Coler (Part3) Antworten mit Zitat

Schönen Sonntag zusammen Smile

Außer über Messfehler und deren Beseitigung gibt es nicht viel neues zu berichten.
Ich habe mich weiter mit der Frage beschäfftigt, was im Magnetstabkern außer Wirbelströmen noch so abgehen könnte. Ich habe aus diesem Grund ein Teil der ,,Stage'' nachgebaut und wollte wissen, ob auch hier durch den Kern eine Spannungsverschiebung verursacht werden könnte.
Beim Versuch irgendwas überhaupt zu messen traten haufenweise Probleme auf, so entstanden haufenweise Schwingungen und Potentiale, die nicht vom Versuchsaufbau her stammen konnten. Es hat sich gezeigt, das für Versuche mit gepulsten Gleichspannungen Labornetzgeräte, Laborfunktionsgeneratoren und Multimeter ungeeignet sind. Ich habe ne ganze weile gebraucht alle Stromkreise ausfindig zu die auf anhieb nicht sofort zu erkennen sind. Hiervon sind alle mit Netzspannung versorgten Geräte betroffen, die Netzteile dieser Geräte können locker eine Kopplung zum Versorgungsnetz herstellen, zum Teil sind die Kapazitäten in den Trafos schuld, oder Kapazitäten die mit dem PE Leiter des Netzes verbunden sind und bei Frequenzen um die 200KHz, sehr gut leiten Wink
Tja und am Freitag kam dann meine Lieferung Cool 2 x 12V 1,2Ah Akkus und ein Batteriebetriebener Funktionsgenratorbaussatz. 5 Stunden löten, schrauben, sägen, bohren und fertig war er Wink Der Funktionsgenerator wird mit 2x 9V Blockbatterien betrieben und steuert den Schalttransistor QM75DY-2HB von Mitsubishi (1000V/75A) an Twisted Evil
Über den Transistor geht dann die Spannung von einem 12V Akku auf die Spulen L1 und L2 des Magnetstabes, die in Reihe geschaltet sind. Über die Schaltung werden dann die Spulen mit etwa 8V/32mA Pulsen versorgt (Absolut Fremdpotentialfrei diesmal). An den Kern ist dann das Ozilloskop mit dem Tastkopf x10 angeschlossen und die Masse des Ozilloskop an die Masse des 12V Akkus.
Als Ergebniss bekomme ich fast eine Sinusspannung raus mit Ups=4V/Uns=-4,4V. Den Strom kann ich zurzeit nicht messen, da auch mein true RMS Multimeter hier nicht mehr will, laut diesem ist die Spannung nämlich 0V =/~ und der Strom auch 0A =/~ Question
Aber zwei antiparallel geschaltete LEDs rot (ca. 2,1V) leuchten hier mehr als rot auf, so das ich min. einen Strom von 25mA annehmen kann. Mit einer LED geht es übrigens nicht, die Sinusspannung verschiebt einfach nur ihr Potential (überlagerte Gleichspannung) nach einer Seite (Aufladung).
Witzig ist, das die LEDs auch leuchten, wenn ich eine Seite mit den Fingern halte und mit der anderen Seite der LEDs den Kern berühre (geschätzt max. 1mA).
Ich muß dazu anmerken das sich die gesamte Schaltung auf einer Glasplatte befindet, im Augenblick weiß ich noch nicht, wie dieser Stromkreis zustande kommt, aber ich arbeite dran.
An anderer witziger Effekt ist, wenn man nach ein paar Sekunden mit den Fingern den Kern berührt, gibt es einen starken negativen Ausschlag, so als habe sich die Schaltung insgesamt positiv (elektrostatisch) gegenüber der Umgebung aufgeladen Question Und das nächste merkwürdige ist, das ich mit den Händen um den Aufbau rumfuchteln kann wie ich will, nix passiert, wenn ich aber mit den Füssen über den Laminatboden schleife kriege ich wieder einen negativen Ausschlag von ca. 0,6 Volt, obwohl ich mich in ca. 50 cm Entfernung befinde und auf einem Bürostuhl mit Kunstoffrollen hocke. Ach ja und wenn ich danach die Glasplatte berühre reagiert die Schaltung ebenfalls. Die Spannung zwischen Spule und Kern ist irgendwie elektrostatisch empfindlich, warum auch immer.
Eine wichtige Anmerkung vieleicht noch, wenn man mit der Frequenz der Pulse rumspielt ist die größte Amplitude der Spannung bei 177,834 KHz laut Frequenzmesser Exclamation Zufall Question
Ich freue mich schon auf die kommende Woche, mit den neuen Gerätschaften läßt sich evtl. doch was neues finden.

Gruß Boris
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Denker



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BeitragVerfasst am: So Apr 20, 2008 3:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weis nicht ob die Frequenz von 177,834 Khz eine Anspielung darauf war, aber soweit ich weis hat coler behauptet, ein Magnetfeld hätte eine Frequenz von 180 Khz. Vielleicht bist du mit deinen Versuchen schon auf dem richtigen Weg zum Coler-Konverter.
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Dodes



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BeitragVerfasst am: So Apr 20, 2008 6:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Denker

Ganz ehrlich gesagt weiß ich selbst nicht was ich davon halten soll. Meine
eigene Theorie geht weniger davon aus, das Magnetfelder mit 180 kHz schwingen, als vielmehr dass das Eisen im Kern bei 180kHz eine Resonanzfrequenz besitzt. Ich versuche mir das ein bißchen als Schallwellen vorzustellen, wo die Materialhärte, Form und Länge eine eigene Resonanzfrequenz vorgibt.
Ich weiß das bei hocheffektiven Ultraschallgeneratoren ein Eisenkern zum schwingen angeregt wird, indem durch das Magnetfeld seinen Durchmesser verkleinert und dabei seine Länge vergrößert wird.
Vieleicht ist das auch eine Eigenschaft aller ferromagnetischen Stoffe, das sie eine magnetische Eigenresonanz besitzen, die beim Eisen eben eine große Güte besitzt und bei anderen Materialen eben die Güte kleiner ist und daher weniger auffällt?
Ich werde in der nächsten Zeit aber genug damit zu tun haben, alle möglichen Effekte einzeln in Versuchen zu widerlegen oder zu bestätigen und soviele Messwerttabellen und Zeichnungen anzulegen wie nur möglich, einen anderen Weg gibt es meiner Meinung nach nicht. Ohne zu wissen wo es beim Bau drauf ankommt, sind die möglichen Faktoren die abgestimmt werden müssen und mögliche Fehlerquellen einfach zu hoch.
Also Grundlagenforschung betreiben und sich einen Magnetstab erstmal vornehmen, bis alles was man daran elektrisch und magnetisch messen kann gemessen wurde. Wink

Gruß Boris
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Robert-Diart



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BeitragVerfasst am: Mo Apr 21, 2008 12:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hallo dodes!
erst mal ein FETTES KOMPLIMENT für deine arbeiten!
gut, wenn ich bedingt durch die masse an informationen auch noch nicht alles bis in die feinsten ecken verstanden habe.
aber ich finde dein vorgehen und vor allem deine GEDULD sehr gut!
zu deinem "PLONG" , bzw deinen mittels ultraschall angeregten eisenkernen:
dies wird ein und das selbe phänomen sein :
http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetostriktion
bei kompakten bauteilen sind die resonanzfrequenzen im hohen ultraschallbereich.
je nach abmessungen möglicherweise bis in den MHZ-bereich!
aber dein sehr schlanker kern könnte möglicherweise (zb durch materialinhomogenitäten) zusätzlich zu einer art niederfrequenten biegeschwingung angeregt werden, ähnlich einer stimmgabel, und dies hörst du dann!
oder du hast zusammen mit einer unbeachteten parasitären kapazität einen schwingkreis mit einer hörbaren resonanzfrequenz geschaffen,
und beim umpolen regst du das ding dann zu einer gedämpften schwingung an?
diese frequenz kriegt der eisenkern dann "einfach aufgezwungen" so liesse sich das "plong" vielleicht erklären?
ein trafo brummt ja auch - weil er mit der hörbaren netzfrequenz magnetostriktiv angeregt wird.
aber das siehst du ja dann am OSZI.
allgemein haben ja auch H&C die magnetostriktion als mögliche (mit-) ursache für die funktion ins auge gefasst, siehe dazu auch die rechnung mit der schallgeschwindigkeit in metall und die"elektrische 3-teilung" der kerne ...
ich habe mich mit dem coler-konverter übrigens auch NEBENBEI mal befasst:
vor einigen jahren erwarb ich günstig 10 AlNiCo-magnete mit durchmesser 20 mm und 100 mm länge - ein material, welches auch zu colers zeiten schon bekannt war.
so , wie ich mal "langeweile " hatte, begann ich zunächst sehr zögerlich, einen magnetstromapparat selber zu bauen.
der gesamte grundbau incl mechanik bestand sinnigerweise aus HOLZ:
-zu colers zeiten ebenfalls bekannt,
-preisgünstig in anschaffung und verarbeitung
-weder magnetisch, noch elektrisch leitend
die magnete liegen auf flachbettführungen , welche über ein seilzug-system gegeneinander bewegt werden können.
der versuch, eine 0.8mm starke nylonschnur als seile zu nehmen, scheiterte an den starken magneten. die schnur wurde schlichtweg zerrissen!
somit musste ich dort wider willens kupferdraht nehmen.
zum bewickeln der spulen hatte ich 0.65mm CUL draht verwendet, so hielt ich die 0,33 ohm ein und auch "äusserlich" entsprachen die spulen dann exakt! den zeichnungen.
als koppelspulen wurden zwei 1 - uH spulen auf papperohr erstellt .
die grösse hatte ich anhand von bildern, vorhandener und verfügbarer bauteile "gemittelt".
anstelle der kondensatoren wurden nur kleine kupferbleche angebracht, darauf kann ich dann "nach herzenslust" kondensatoren drauflöten.
der bau ist generell so ausgelegt, dass jedes teil problemlos -auch durch grössere teile- ausgetauscht werden kann.
ausser den elektrisch aktiven teilen nahm ich nur eine kleine messingwelle (durchmesser 8 mm) und kupferdrähte als "seile" für meine mechanik, ansonsten besteht alles aus holz und ein wenig kunststoff.
vor etwas mehr als einem jahr hatte ich den bau dann VOLLENDET und nun FEHLEN mir ZEIT und vor allem MUSSE, mit den versuchsreihen zu beginnen!
ich denke mal im nächsten winter?.
so lange steht das ding aus platzmangel (-ca L80XB60XH20cm ) unter meinem bett........
lg
robert
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Robert-Diart



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BeitragVerfasst am: Mo Apr 21, 2008 12:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hallo dodes!
erst mal ein FETTES KOMPLIMENT für deine arbeiten!
gut, wenn ich bedingt durch die masse an informationen auch noch nicht alles bis in die feinsten ecken verstanden habe.
aber ich finde dein vorgehen und vor allem deine GEDULD sehr gut!
zu deinem "PLONG" , bzw deinen mittels ultraschall angeregten eisenkernen:
dies wird ein und das selbe phänomen sein :
http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetostriktion
bei kompakten bauteilen sind die resonanzfrequenzen im hohen ultraschallbereich.
je nach abmessungen möglicherweise bis in den MHZ-bereich!
aber dein sehr schlanker kern könnte möglicherweise (zb durch materialinhomogenitäten) zusätzlich zu einer art niederfrequenten biegeschwingung angeregt werden, ähnlich einer stimmgabel, und dies hörst du dann!
oder du hast zusammen mit einer unbeachteten parasitären kapazität einen schwingkreis mit einer hörbaren resonanzfrequenz geschaffen,
und beim umpolen regst du das ding dann zu einer gedämpften schwingung an?
diese frequenz kriegt der eisenkern dann "einfach aufgezwungen" so liesse sich das "plong" vielleicht erklären?
ein trafo brummt ja auch - weil er mit der hörbaren netzfrequenz magnetostriktiv angeregt wird.
aber das siehst du ja dann am OSZI.
allgemein haben ja auch H&C die magnetostriktion als mögliche (mit-) ursache für die funktion ins auge gefasst, siehe dazu auch die rechnung mit der schallgeschwindigkeit in metall und die"elektrische 3-teilung" der kerne ...
ich habe mich mit dem coler-konverter übrigens auch NEBENBEI mal befasst:
vor einigen jahren erwarb ich günstig 10 AlNiCo-magnete mit durchmesser 20 mm und 100 mm länge - ein material, welches auch zu colers zeiten schon bekannt war.
so , wie ich mal "langeweile " hatte, begann ich zunächst sehr zögerlich, einen magnetstromapparat selber zu bauen.
der gesamte grundbau incl mechanik bestand sinnigerweise aus HOLZ:
-zu colers zeiten ebenfalls bekannt,
-preisgünstig in anschaffung und verarbeitung
-weder magnetisch, noch elektrisch leitend
die magnete liegen auf flachbettführungen , welche über ein seilzug-system gegeneinander bewegt werden können.
der versuch, eine 0.8mm starke nylonschnur als seile zu nehmen, scheiterte an den starken magneten. die schnur wurde schlichtweg zerrissen!
somit musste ich dort wider willens kupferdraht nehmen.
zum bewickeln der spulen hatte ich 0.65mm CUL draht verwendet, so hielt ich die 0,33 ohm ein und auch "äusserlich" entsprachen die spulen dann exakt! den zeichnungen.
als koppelspulen wurden zwei 1 - uH spulen auf papperohr erstellt .
die grösse hatte ich anhand von bildern, vorhandener und verfügbarer bauteile "gemittelt".
anstelle der kondensatoren wurden nur kleine kupferbleche angebracht, darauf kann ich dann "nach herzenslust" kondensatoren drauflöten.
der bau ist generell so ausgelegt, dass jedes teil problemlos -auch durch grössere teile- ausgetauscht werden kann.
ausser den elektrisch aktiven teilen nahm ich nur eine kleine messingwelle (durchmesser 8 mm) und kupferdrähte als "seile" für meine mechanik, ansonsten besteht alles aus holz und ein wenig kunststoff.
vor etwas mehr als einem jahr hatte ich den bau dann VOLLENDET und nun FEHLEN mir ZEIT und vor allem MUSSE, mit den versuchsreihen zu beginnen!
ich denke mal im nächsten winter?.
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lg
robert
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Di Apr 22, 2008 12:54 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Very Happy

@ Robert-Diart
Klasse, Magnetostriktion spielt also ggf. eine Rolle bei der ganzen Sache. Stellt sich nur die Frage, wie stark der Einfluss der Kernschwingung auf den magnetischen Fluss ist. Vieleicht wird hierdurch das Magnetfeld moduliert, um dann z.B. weitere Schwingungen verschiedener Frequenzen aufzunehmen, die dann die Amplitude weiter verstärken?

Zuerst möchte ich die Entwarnung geben, dass soweit ich es heute untersuchen konnte, keine elektrostatischen Effekte auftreten. Die Aufladung stammt vermutlich von elektrisch geladenen Luftteilchen, die von der Elektronenstrahlröhre des Oszilloskops her stammen. Ich vermute das infolge der Konvektionsströmung über den Komponenten des Versuchsaufbaus, diese Ladungen dann auf die Komponenten abgegeben werden. Da ja nun alles Potentialfrei aufgebaut wurde, kann sich das ganze nun auch elektrostatisch schön aufladen. Da der negative Pol der Spannungsquelle mit der Masse des Oszilloskops verbunden ist, der Kern aber keine elektrische Verbindung zum Stromkreis hat, kommt es hier gegenüber dem Rest der Schaltung zur Aufladung, die dann beim kontaktieren mit dem hochohmingen Messeingang abfließen kann. Als Gegenprobe habe ich ein Stück Aluminiumfolie einfach mal auf der Glasplatte liegen lassen und dann kontaktiert, der selbe Ausschlag.

Das ein Ausschlag beim berühren der Glasplatte entstand, scheint an einem dünnen Film auf der Glasplatte gelegen zu haben, der vermutlich vom Klarspüler der Geschierspülmaschine her stammte. Nach Reinigung mit Spiritus, war auch diese Erscheinung nicht mehr gegeben.

So hier dann noch die Beschaltung des Magnetstabes:



Wie man sieht ist die Beschaltung sehr einfach, so das sich möglichst wenig Meß- und Konfigurationsfehler bei den nachfolgenden Versuchsreihen einschleichen können (hoffentlich).
Leider war es mir heute bei einem kurzen Testlauf, immer noch nicht möglich den Strom, zwischen Kern und Spule zu messen. Habe 3 Multimeter ausprobiert, zusätzlich eine Glättungsbeschaltung gebaut, nix alle Multimeter zeigen nur 0A =/~ an ...... Confused
Werde mir wohl eine Schaltung einfallen lassen müssen, die über einen niederohmigen Messwiderstand und einen OP eine Gleichspannung erzeugt, welche dann als Messwert dient.
Ein Sache dann noch zum Schluß, beim Wiederaufbau der Schaltung wollte ich ein bißchen Ordnung schaffen und habe die Messleitungen aufgewickelt. Blöde Idee, da das Magnetfeld des Magnetstabes ja offen durch den Raum geht, wird jede art von Wicklung sofort genutzt um eine Spannung zu induzieren die dann das Frequenz- und Signalformverhalten beeinflusst. Nachdem alle Leitungen wieder kreuz und quer im rechten Winkel zum Magnetstab verlegt waren, war wieder alles OK.

Gruß Boris


Zuletzt bearbeitet von Dodes am Di Aug 05, 2008 7:34 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Robert-Diart



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BeitragVerfasst am: Di Apr 22, 2008 11:27 am    Titel: Antworten mit Zitat

hallo boris!
in wie weit elektrostatische phänomene einen einfluss auf die funktion haben, ist nicht bekannt, aber in anbetracht der leistungen, welche coler angeblich auch diesem magnetstromapparat entlockt hat, dürften die "alltäglichen" elektrostatische erscheinungen wohl kaum ins gewicht fallen, da würde ich mir eher sorgen um rundfunk- oder handywellen machen, welche der bau möglicherweise einkoppelt!
wenn ich deine zeichnung betrachte, dann ist es doch eigentlich "nur" ein "normaler" elektromagnet, nur statt einer windung hat er 2 räumlich getrennte, welche aber als eine einzige windung wirken, da du sie in serie und gleiche richtung geschaltet hast. . und du versuchst,eine KAPAZITIV auftretende spannung zwischen windung und kern zu messen, bzw abzugreifen?
oder hab ich was falsch verstanden?
mit'm oszi wirst du auch was finden!
sowas ähnliches habe ich mal unfreiwillig mit einem selbstgebauten HF-generator "geschafft":
als unerwartet ein lichtbogen zwischen meinen finger und dem INTAKT ISOLIERTEN ferritkern aufflammte.
im nu brannte er eine ca 5mm grosse und tiefe kallotte in meine fingerkuppe, obwohl ich ausser der hitze sonst nichts bemerkte.
( mal abgesehen davon, dass es erbärmlich stank ...)
der UNTERSCHIED zum cohler-konverter ist aber, dass die spulen DIREKT mit den kernen elektrisch verbunden sind!
ist also auch eine frage , wie weit da kapazitive effekte eine rolle spielen. 180 KHZ sind ja schliesslich auch nicht die welt!
zudem können die kerne beim coler-konverter zueinander bewegt werden und es sind magnete!
an deiner stelle würde ich mal 2 SEPARATE kerne nehmen, und wenn möglich, sogar magnete! diese kannst du dann zusätzlich zueinander bewegen!
zu deiner idee mit den impulsen, da hatte ich auch schon mal bei mir dran gedacht:
den aufbau so regelrecht zu "triggern" , dann wird man sehr wahrscheinlich eher zu einem POSITIVEN ergebnis kommen, als wenn man die schaltung "sich selbst überlässt" in der hoffnung sie "springt von selber an" .
und selbst, wenn der bau funktioniert, sehr wahrscheinlich sind dann nur MIKROVOLT, bzw MIKROAMPERE zu messen!
und wenn man dann den bau noch mit "handelsüblichen" spannungen und strömen triggert, dann tun mir die messgeräte jetzt schon bitter leid.......
das ist noch meine grosse hürde
lg
robby
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Di Apr 22, 2008 11:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Robby

Nun mit Lichtbögen die Löcher in Fingerkuppen brennen, kann ich leider nicht dienen, ich darf nur mit Spannung bis 12V spielen Wink
Was das mit dem einfachen Elektromagneten angeht, ja doch wenn ich einen Puls über meine 22560µF/800V Kondensatorbank einspeise und der Kern statt ,,pling'' ,,PLOFF!'' sagt und anschließend der CRT Monitor wieder mit der Entmagnetisierungsspule behandelt werden muß um die Flower Power Farben loszuwerden, der 3m weit weg steht, könnte man sagen es ist ein einfacher Elektromagnet Twisted Evil

Nun ja, 8V/25mA @ 200kHz gehen auch und schlagen nicht so auf die Stromrechnung Very Happy

Zu den heutigen Feierabendmessungen, die Magnetkernspannung beträgt an allen Punkten immer Up(in)/2 gemessen gegen Ub+ an L1. Kommen also an L2 Up(in)=8V zustande, so beträgt die Kernspannung Up(out)=4V, welches genau der Spannung an der Spulenbrücke zwischen L1/L2 entspricht. Das ganze ist nahezu frequenzunabhänig gemessen zwischen 20-300 kHz. Die Differenz zwischen Brücke und Magnetkern betrug max. 80mV. Eine Überprüfung der Phasenlage zeigte das diese 0° beträgt, also die Kernspannung weder vor- noch nacheilt. Die Spulenkapazitäten und Induktivitäten sind also immer kompensiert. Wird gegenüber dem Kern als Massepunkt gemessen, so sind die Spannungen an den Außenklemmen von L1 und L2 genau 180° Phasengedreht.
Werden die Pulse nur über die Spule L2 eingespeist (Brücke offen, Ub+ an Innenklemme L2), so ändert sich an der kapazitiven Einkopplung nichts, die Messwerte bleiben die selben.

Eine differenzierende Laufzeitverzögerung für unterschiedliche Frequenzen, wie bei einer Y-Verzögerungsleitung, konnte ich nicht feststellen. Das war ein gedachter Theoriepunkt von mir, das Frequenzen unter- bzw. oberhalb der Resonanzfrequenz die Spulen schneller bzw. langsamer durchlaufen und so zur Resonanzfrequenz amplitudenmäßig hin verschoben würden, um so die Resonanzamplitude zu verstärken. Dann hätte man einen breitbandigen Frequenzmischmasch (Rauschen) einkoppeln können und es wären halt immer 180kHz mit großer Amplitude rausgekommen.

Nun ja, neue Aufgabe für Morgen halt Cool
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Robert-Diart



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BeitragVerfasst am: Do Apr 24, 2008 11:31 am    Titel: Antworten mit Zitat

hy boris!
dein "PLOFF" ist im fachjargon auch als EMP (elektromagnetischer puls) bekannt, das "ploff " kamm dadurch, weil der kern unter den enormen magnetkräften kräftig "zusammengezuckt" ist!
hier siehst du mal, wass man mit diesem phänomen alles anstellen kann:
http://teslamania.delete.org/frames/shrinkergallery.html
kannst von grossem GLÜCK sagen, dass du deine festplatte und kreditkarte nicht nach walhalla geschickt hast!!
oder hast du sie noch nicht überprüft?
der EMP muss ja schon ganz "anständig" gewesen sein:
wenn ich mich nicht vertan habe, dann hast du rund 7,2 kilojoule auf die "arme" spule losgelassen (w=1/2 XC X U^2).
bildlich dargestellt ist das so, als wenn du einen kleinwagen aus rund 1 meter höhe auf den boden krachen lässt!
die dabei freigewordene leistung dürfte , je nach widerstand und induktivität deines aufbaus möglicherweise im MW-bereich gelegen haben!
gut, is auch interessant,
aber was hat dies mit colers arbeiten zu tun?
warum "darfst" du, wie du sagst, nur mit 12 volt "spielen" und lässt dann zugleich 800 V regelrecht "amoklaufen" ?
hat das mit deinen verwendeten bauteilen und geräten zu tun?
diese würden bei einen derartigen EMP in der nähe sowieso gleich abrauchen!
app stromrechnung: wenn dein EMP 'ne einmalige sache war, dann wirst du es an der stromrechnung nicht sehen!
der rest is eh peanuts!
ich versuche gerade deine messungen zu verstehen, hab mir deine zeichnung mal rausgeladen. aber was meinst du mit "magnetkernspannung" ?
die spannung zwischen minus und dem kern, so wie gezeichnet , oder , wie du schreibst, zwischen der brücke und dem kern?
lg
robert
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Do Apr 24, 2008 6:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Admin

Es wäre schön, das automatische User Logout mal auf 30Min. raufzusetzen!!!Wenn man mal vergißt vor dem klick auf ,,VORSCHAU'', das getippert ins Clipboard zu übernehmen und das Login Fenster erscheint ist alles futsch, wie jetzt grade eben!!!!!!!!!!!

@Robert

Nein, keine Panik als Techniker weiß ich was ich da mache Wink

Einen vollen Kurzschlußstrom der Kondensatorbank könnte ich nicht fahren, weil die Elkos nicht Impulsgeeignet sind, das Elektrolyt würde schlagartig verdampfen und die Elkos explodieren lassen! Deshalb sind diese dann auch mit 10Ohm Shunts an die Stromschienen geschraubt.

Mh, ich dachte dank der Zeichnung wären die Messvorgänge klar, nun dann ein Beispiel: Die Zeichnung zeigt eine Messung der Magnetkernspannung gegen Masse (Minuspol der Batterie). Bedeutet nur das die Masse des Oszilloskops an den Minuspol geklemmt wird und der Tastkopf an den Magnetkern gehalten wird. Bei einer Messung an L2 gegen Ub+ wird die Masse des Oszilloskops an den Pluspol der Batterie geklemmt und der Tastkopf an die Außenklemme von L2 gehalten (in der Zeichnung mit Diode und Transistor verbunden). Bei einer Messung zwischen Brücke und Magnetkern, kann die Masse des Oszilloskops mit der Brücke verbunden und der Tastkopf an Magnetkern gehalten werden, oder die Masse des Oszilloskops mit dem Magnetkern verbunden und der Tastkopf an die Brücke gehalten werden. Techniker wissen aber sofort was damit gemeint ist Wink

So, werde mir jetzt mal ein paar neue Messungen einfallen lassen und schauen was bei rumkommt Very Happy
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Robert-Diart



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BeitragVerfasst am: Fr Apr 25, 2008 12:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ok, jetzt verstehe ich das!
ich war halt verwirrt: du hattest es anders beschrieben, als es in der zeichnung stand, bzw ich habe es halt so verstanden.
ich denke, nächste woche schau ich es mir genau an. übrigens, ich "flieg hier auch regelmässig raus"
dagegen ist ein kraut gewachsen: vor dem absenden deinen text markieren und kopieren (strg-c) , falls du dann raus fliegst ,hast du ihn dann noch (strg-v) !
aber dies dann bitte nicht vergessen(wie mir schon passiert ist) !!!!
um noch mal auf die kondensatoren zu kommen:
wenn du mehr strom haben willst, dann bau VIELE einzelne MKP-oder MKT-kondis zusammen! gut um 20000uF zusammenzukriegen, musst du schon 'ne menge löten, aber die dinger gibt's günstig bei ebay!
allerdings birgt ein "unbegrenzter" strom die gefahr, dass dir auf grund exessiver magnetkräfte der ganze bau um die ohren fliegt!
und der EMP wird weit heftiger!
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Sa Apr 26, 2008 2:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Robert

Ich habe grade gesehen das Du aus versehen ein Doppelpost gemacht hast, könntest Du den einen bitte weglöschen Smile

@ All

Ja und Nein, also ich habe die letzten 3 Tage Probleme mit den Messungen mal wieder gehabt, oder so. Ich wollte jetzt endlich wissen warum Coler die Magnetkerne unter der Spule mit in den elektrischen Kreislauf eingebunden hat, indem er immer eine Seite mit dem Kern verbunden hat. wie man es sich denken kann ist das ganze nicht so einfach zu messen Rolling Eyes
Ich habe gemessen und gemessen und gemessen, aber irgendwie kam jedesmal was anderes raus. Und da ich nur bestätigen kann was sich auch reproduzieren läßt, konnte ich alle Ergebnisse wieder verwerfen, ich konnte es einfach nicht erklären warum das Ausgangssingnal immer anders aussah. Aufgrund der vorherigen Erkenntnisse mit dem Verhalten der kapazitiven Einkopplung in den Magnetkern, hab eich nach einer Kompensationsschaltung gesucht, die die kapazitive Einkopplung neutralisiert. Keine Chance Crying or Very sad
Aber dann kam mir der Gedanke einen Kondensator zwischen Wicklung und Magnetkern zu implementieren, dessen Influenzladung genau umgekehrt zur Magnetkernaufladung diese neutralisiert. Und jepp Very Happy

Ich kann jetzt duch den Magnetkern zwischen Nord- und Südpol eine Spannung messen, die ca. so ja nicht viel, aber immernhin 50mVpp beträgt und auch bei Berührung mit Masse sich nicht beieinflussen läßt, sie schwingt halt sinusförmig hin und her. Interessanterweise zwischen 0V und +50mV wenn die Spule positive Pulse erhält, wenn man die Klemmen der Spule tauscht und weiterhin positive Pulse nimmt, schwingt die Spannung im Magnetkern plötzlich zwischen 0V und -50mV, die Polarität im Magnetkern ändert sich anscheinend.

Und jetzt kommt der Hammer Exclamation Ich kann es noch nicht bestätigen das es kein FEHLER ist aber, nun ja, nachdem ich alle Anschlüsse an der Spule entfernt hatte und das Oszilloskop beobachtete sah ich wie der Strahl immer noch bei +50mV bliebt, gut dachte ich bist ausversehen an Y-Pos gekommen, Eingang gegen GND geschaltet und abgleichen, Schalter wieder auf DC ... schwupst nee wieder +50mV Question Ich habe alles abgeklemmt Tastkopf ist nur noch am Magnetkern angeschlossen und Masse des Oszilloskops an die erste Kondensatorplatte (ich habe sie inzwischen Kernplatte getauft) und schwups +50mV. OK dachte ich den 50Hz mit positiven Anteil werde ich den gar ausmachen Twisted Evil Kondensator zwischen Magnetkern und Kernplatte geglemmt 0,68µF/400V jepp Netzbrummen weg, allerdings lädt sich der Kondensator auf +48mV auf Question Also ich habe alle Aschlußleitungen entfernt und nur das Oszilloskop angeschlossen ... +50mV Exclamation Multimeter genommen, angeklemmt +52mV Exclamation
Also habe da irgendwie eine Gleichspannung jetzt am Megnetkern Question Dabei ist der Magnetkern positiv und die Kernplatte negativ Exclamation
Werde jetzt erstmal duschen und dann noch was einkaufen, vieleicht fällt mir bis dahin was ein, wo die Spannung jetzt wieder weg kommt, kann ja nicht sein, das ein Magnetfeld eine Gleichspannung erzeugt, wäre ja mehr als komisch.

[Nachtrag] Wollte eben nochmal gucken bevor ich losfahre, die Spannung steigt immer weiter, ohne das ich was gemacht habe ist sie bereits auf +260mV angestiegen, man kann die Klemmen ruhig kurzschließen, Spannung springt sofort wieder auf die +260mV hoch und sie steigt weiter an Question Am Oszilloskop sind jetzt auf einmal vereinzelt Nadelimpulse in unregelmäßigen Zeitabständen zu sehen, sowohl negative als auch positive, sehen aus wie elektrostatische Überschläge, oder wie das knacken bei einem Geigerzähler Question Ich muß los....


Gruß Boris
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Dodes



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BeitragVerfasst am: So Apr 27, 2008 12:12 am    Titel: Antworten mit Zitat

So, hier bin ich wieder Smile

Zuerst die Zeichnung der neuen Magnetspule die ich gebaut habe und alle Details :



Der Aufbau besteht aus einem Reineisenkern mit 100mm Länge und 15mm Durchmesser. Auf diesen Magnetkern habe ich 2 Lagen Papierisolation aufgebracht (2 mal rumgewickelt), das Papier ist kariertes aus einem Collegeblock ca. 50g/m2. Auf die Isolation habe ich 2 Lagen Haushaltsalufolie aufgebracht und mit einem Stück isolierter Litze verbunden. Danach habe ich wieder 2 Lagen Papierisolation aufgebracht und darauf dann wieder 2 Lagen Alufolie mit Litze zum anschließen. Darüber dann wieder 2 Lagen Papierisolation und zum Schluß dann die Wicklung darüber. Die Alufolie ist etwas schmaler (ca. 70mm) als die Papierisolationen (ca. 80mm) und die Wicklung ist dann noch schmaler, so das die Alufoliekondensatoren zwischen Kern und Spule sind. Es darf auf keinen Fall eine kapazitive Einkopplung in den Kern geben! Rechts im Bild ist der Querschnitt des Aufbaus zu sehen, alle Maße stehen dran.
Anschluß (c) ist mit der Kernfolienwicklung verbunden und Anschluß (d) mit der Spulenfolienwicklung. Alles wird absolut fest um den Kern gewickelt, zum besseren fixieren habe ich die Anfänge immer mit etwas Tesafilm fixiert und dann unter festen Druck auf einer Glasplatte eingerollt Exclamation Die ganzen Lagen zwischen Kern und Spule sind zusammen nicht dicker als etwa 0,5mm.

Ok anschließend wird die neue Spule wie in der folgenden Abbildung verschaltet:



Die linke Anschlußklemme der Spule (a) ist mit dem positiven Pol der Batterie verbunden, die rechte Anschlußklemme der Spule (b) mit dem Transitorschalter. Die Anschlußklemme (c) ist die Alufolienwicklung die dem Kern am nächsten ist (innere) die ich im weiteren ,,Kernplatte'' nennen werde, diese wird gegen eine gute Masse (z.B. PE-Leiter) gelegt. Die Anschlußklemme (d) ist die Alufolienwicklung die unter der Spule liegt, die ich im weiteren ,,Spulenplatte'' nennen werde. Das Oszilloskop wird mit seinem Masseanschluß an den Nordpol des Magnetkernes geklemmt und der Messeingang mit den Südpol des Magnetkernes. Der Messbereich sollte bei 2mV/DIV DC liegen. Jetzt den Generator einschalten und die Spule mit Gleichspannungspulsen versorgen Very Happy

[Nachtrag] In der Zeichnung ist ein Fehler! Die Zeichnung zeigt den PE-Masseanschluß an Klemme (d) der muß aber an Klemme (c). Und Minus der Batterie ist hier an (c) zu sehen, der muß aber an Klemme (d). Also bitte aufpassen, ist in der Anschlußzeichnung verdreht Exclamation sorry

Dann mal den Schirm beobachten, je nach Polarität an den Anschlußklemmen a/b kann man im Kern etweder einen Sinus mit positiver oder negativer Halbwelle sehen im schnitt mit 12mVp. Durch abstimmen mit äußeren Magneten läßt sich das Signal noch vergrößern. Es ist zwar nur eine kleine Spannung, aber eine Messbrücke aus 2qmm Kupferdraht, die Außen einen Kurzschluß am Kern macht, beeindruckt die Spannung nicht im geringsten, der Strom scheint nur durch den Innenwiderstand des Kerns begrenzt zu sein Question

Was ist im Kern bei 100% Wirkungsgrad zu erwarten? Nun 8V Pulse mit 25mA, nicht grade viel, aber 8V/12mV*25mA = 16A! Das heißt wenn man dem Kern <16A entlocken kann ist die Welt noch in Ordnung, werden es mehr als 16A weil der Innenwiderstand des Kerns klein genug ist wirds interessant Shocked

Mh, welchen spezifischen Widerstand hat Eisen ? Ca. 0,1 Ohm*qmm/m nun der Kern hat einen Durchmesser von 15mm = 176,7 qmm Fläche und 0,1m Länge macht dann ungefähr 5,66*10-5 Ohm. Ja und bei ca. 12mV wären dann so 210Ampere drin. Question

Gut wer die Messungen dann hinter sich gebracht hat, sollte jetzt an der Magnetspule alle Anschlüsse abklemmen. Anschließend ein hochohmiges Multimeter (2MOhm) nehmen und die Masse dieses mit der Kernplatte verbinden, dann die Plusleitung mit dem Magnetkern verbinden und den mV Messbereich einschalten. ..... Ich habe immer noch konstant 252mV auf dem Meter Wink
Die erste Messung hatte ich so gegen 16.00 Uhr gemacht als mir die Gleichspannung auffiel, jetzt ist es 0:55 Uhr und die Spannung ist immer noch da, obwohl die Spule seit Stunden nicht mehr angeschlossen ist, nur noch das Multimeter hängt dran. Nach kurzschließen der Spannung ist diese wieder nach ca. 18 Sekunden voll da Exclamation Im Mikroamperebereich läßt sich leider nichts messen, wie auch ist ja eigentlich ein Zylinderkondensator Question
Zwischen Kernplatte und Spulenplatte messe ich zurzeit 103mV und zwischen Spulenplatte und Spule 40mV, wobei von innen nach außen der Kern immer positiv ist, die äußeren Platten laden sich negativ auf. Zwischen Kern und Spulenplatte sind sind es nur 145mV, komisch werde nicht schlau drauß.

Werde jetzt mal weiter messen und versuchen das Geheimniss zu lüften.

[Nachtrag] Hier sind noch ein paar Messdaten:

Bei ca. 185,8kHz liegt die Resonanzfrequenz, I(in) wird hier am größten.

Beim Input U=8V/130mA beträgt die Spannung am Magnetkern ca. 20mV. Der Kern ist hierbei mittelstark magnetisch und die Spule wirkt dem anliegenden Feld entgegen. Ich habe mir vom Hersteller die Materialdaten des Eisenkerns besorgt und danach ist R(Kern) = 6,076*10E-5 Ohm. Die Eigangsleistung P(in) der Schaltung beträgt im schlimmsten Fall 12V*130mA = 1,56Watt! Am Kern liegen bei der Direktmessung 20mV P(out) U(2)/R(Kern) = (20mV)^2/6,1*10E-5 Ohm = 6,56Watt!

Dann habe ich mir einen Überträger aus 2qmm Kupferdraht auf zwei H-Kernen gebaut, das Übersetzungsverhältniss beträgt bei 200kHz 1:4. Die Messung ergab bei I(in)=152mA, U(out)=18,75mV. P(in) wäre dann im schlimmsten Fall 12V*152mA = 1,824Watt; P(out) läge dann bei 18,75mV^2/6,1*10E-5 Ohm = 5,76Watt!

In beiden Fällen liegt der Output höher als der Input Question


Gruß Boris


Zuletzt bearbeitet von Dodes am Di Aug 05, 2008 7:36 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
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