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Eisenstäbe, Spulen, Magnete und Coler
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Dodes



Anmeldedatum: 05.04.2008
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 30, 2008 4:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ rue

Wieso immer DC, also ich sehe da sowas wie ein astreines AC am Kern:?:

Das DC kommt doch erst viel später, wenn man das AC aus dem Kern über die Spulenverschaltung mit mehreren Kernen al la Coler Magnetstromapparat verschaltet. Ich sagte doch das es meine Vermutung ist (erstes Diagram + Exceltabelle), daß beim durchleiten einer AC durch Spulen mit einem Magnetkern ein gegensinniger DC Anteil kommt,
der dann an den Kondensatoren abgegriffen werden kann. Ich mach mal gleich eine Grafik fertig, dann wird das sicher besser klar Very Happy

Im Augenblick geht es mehr darum was aus dem Kern kommt, um zu klären welchen Grund es hatte das Coler die Spulen mit dem Kern elektrisch leitend verbunden hat und wie sich das was da raus kommt verhält. Wie will man denn eine solche Schaltung mit 6 verschiebaren Magnetspulen, einer Koppelspule, zwei Kondensatoren abstimmen, wenn man garnicht weiß, worauf das abgestimmt werden muß Question Es scheint ja wohl nicht so einfach zu sein, sonst würde wohl fast jeder seine Hütte mit Nachtspeicheröfen beheizen Very Happy

Gruß Boris
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Dodes



Anmeldedatum: 05.04.2008
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 30, 2008 6:34 pm    Titel: Antworten mit Zitat

So,

mal ein paar Mißverständnisse beiseite schieben Very Happy

Zeichnung:

Über einen Generator wird eine AC Spannung erzeugt und über die Punkte a/d auf die Spulen gegeben. Da der magnetische Widerstand für eine Spule die gegen das vorhandene Magnetfeld wirkt, größer ist und der magnetische Widerstand für eine Spule die mit dem vorhandenen Magnetfeld wirkt, kleiner ist, kommt es an dem Punkt b zu einer positiven und an dem Punkt c zu einer negativen Verschiebung der Wechselspannung. Anschließend durchlaufen diese verschobenen Wechselspannung gegenpolige Magnetspulen, wodurch die positiv verschobene Spannung von Punkt b ins negative verschoben und die negative Spannung von Punkt c ins positive verschoben wird, so das an Punkt d, beide Verschiebungen wieder aufgehoben sind Exclamation Der Widerstand für jeden Strompfad (a-b-d) und (a-c-d) ist gleich, weil die effektive Anzahl von Nord-und Südpolen für jeden dieser Pfade gleich ist Exclamation Denkt mal an Colers Aussage Wink
An den Punkten b/c kann jetzt eine Gleichspannung gemessen werden, wobei b positiv gegenüber c ist.

Die roten und blauen Pfeile zeigen die Wirkrichtung für die positive Halbwelle an, bei der negativen Halbwelle sind die Pfeile genau entgegengesetzt, da der Strom ja jetzt auch entgegengesetzt durch die Pfade läuft Smile

Habe mich noch mal hingesetzt und ein Ersatzschaltbild gezeichnet.

Zeichnung:

Die Magnetspulen verhalten sich prizipell wie gegenläufige Dioden mit unterschiedlichen Widerständen für jede Polarisationsrichtung. So wie ein polarisationsabhängiger Widerstand. Im Gegensatz zum Ersatzschaltbild fehlen diesem aber die typischen 0,6V Diodenkennlinien, dieser Widerstand ist für kleinste Spannung durchlässig, auch für solch kleine Spannung die ggf. vom Magnetkern stammen. Durch das fehlen der Durchlassspannung wird eine apprupte Bedämpfung einer vorhandenen Schwingung vermieden. Für Gleichspannungen ist der PFDR gleich- und niederohmig und mit zunehmender Frequenz erhöht sich sein Widerstand und die Polarisationsabhängigkeit Very Happy (PFDR) ,,Polarisation and Frequency Dependent Resistor'' <- meine Idee Very Happy

Gruß Boris


Zuletzt bearbeitet von Dodes am Di Aug 05, 2008 7:47 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Dodes



Anmeldedatum: 05.04.2008
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BeitragVerfasst am: Do Mai 01, 2008 1:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,
gibt schon wieder Probleme. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse der vergangenen Wochen und Tage, wollte ich jetzt mal wieder eine neue Magnetspule basteln. Die Abmessungen und Materialen sind wie bei Version 3, statt zwei Schichten Alufolie, wurde jetzt nur noch eine Schicht, Aluminium beschichtetes Papier in einer Lage eingebracht. Statt der ersten Papierlage auf dem Magnetkern, wurde der Magnetkern zur Isolation lackiert und nur eine Lage Papier als Auflage für die Spulenwicklung aufgebracht.
Also KERN-LACK-ALUPAPIER-PAPIER-SPULE. Cool

Der neue Aufbau, sollte ggf. vorhandene Wirbelstromverluste in der alten Alufolienversion minimieren und so die induktive Kopplung an den Magnetkern verbessern, bei gleichzeitiger kapazitiver Entkopplung des Magnetkerns. Eine Überprüfung der kapazitiven Entkopplung zeigt das die Spannung gegen den Minuspol der Batterie abgeleitet wird. Wink

Ja also, der Output am Magnetkern ist viel kleiner und wieder mal mit dieser blöden HF überlagert, bei keiner Frequenz kommt eine vernüftige Amplitude zustande, die Stromaufnahme ist wesentlich höher um überhaupt was aus dem Magnetkern zu bekommen. Sad

Insgesamt ist der Eindruck das sich die ganze Magnetspule disharmonisch verhält, obwohl die magnetische Einkopplung jetzt wesentlich besser ist, gefällt es dem Magnetkern absolut nicht Confused

Ich bin sehr darüber überrascht, wie stark sich das Verhalten der Magnetspule jetzt verändert hat, obwohl ich im ersten Augenblick meinen würde das die Veränderungen garnicht so dramatisch sind, die Messergebnisse sprechen allerdings eine deutlich andere Sprache Exclamation

Tja, also mal wieder kräftig grübeln und die liebevoll gewickelte Magnetspule demontieren (mir gehen langsam die Magnetkerne aus). Crying or Very sad

Bis denne

Boris
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Do Mai 01, 2008 7:39 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, ja, ja .....bingo!

Endlich was mega positives Very Happy Nachdem ja die letzte Magnetspulenkonstruktion V4 ein totaler Flopp war ist die neue Magnetspule V5 der Brüller!!!

Zur Erinnerung, bei V3 mit f=60kHz/43mA/8V sah das ganze so aus:

Bild1:

Kanal1: Volt/Div=5mV;Time/Div=5µs Output ca. -7mVp/6mVp

Nun die neue Magnetspule, V5 mit f=60kHz/28,1mA Exclamation /8V sieht so aus:

Bild2:

Kanal1: Volt/Div=50mV;Time/Div=5µs.

Na, sieht doch fast genau so aus wie bei der Magnetspule V3, oder Question
Nun ja, nur im unteren Bild steht der Volt/Div bei 50mV Der Output beträgt bei wesentlich weniger Input -45mVp/35mVp Exclamation

Der Aufbau von V5 ist wieder wesentlich einfacher, Magnetkern, darüber 2 Lagen Papier, dann eine Lage Alufolie, die am Ende 1mm überlappt aber mit Tesafilm, von dem daruterliegenden Anfang isoliert ist, also keine Kurzschlußwindung mehr Exclamation Darüber wieder 2 Lagen Papier und 117Wdg. als Spule.

Die Ergbenisse sind spitze, wenn man die -45mVp nimmt und durch die 0,3 Ohm von Colers Spule teilt, bekommt man einen Puls mit -150mAp hin Exclamation

Langsam bekommt man eine Vorstellung wie es doch gehen könnte, der Kern einer benachbarten Spule bzw. der eigene Kern, sattelt zu der umherlaufenden elektrischen Welle einen kleinen Strom dazu, der min. größer sein muß als die Spulen- und Leitungsverluste im System. Vor allem praktisch dabei, das die Kernspannung absolut in Phase mit dem anliegenden Magnetfeld bzw. Spannung an der Spule ist.

Gruß Boris


Zuletzt bearbeitet von Dodes am Di Aug 05, 2008 7:47 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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rue



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BeitragVerfasst am: Fr Mai 02, 2008 3:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@dodes:

Im Bezug auf das Schaltbild mit den vier Spulen hast Du da noch einen Denkfehler.

Zitat:

An den Punkten b/c kann jetzt eine Gleichspannung gemessen werden, wobei b positiv gegenüber c ist.


Zwischen den Punkten b/c kann keine Gleichspannung entstehen,
da die Pfade b-a-c bzw. b-d-c einen Kurzschluss ergeben. Rolling Eyes
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Fr Mai 02, 2008 6:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ rue

Mh, ja da muß ich Dir voll recht geben, manchmal verursachen Widerstände wirklich Kurzschlüsse wenn die sich in Luft auflösen oder plötzlich zu einer Drahtbrücke werden Cool

Von stromdurchflossenen Spule habe ich schon gehört, das man einfach gegen den vorherschenden Stromfluß in der Spule, Gegenströme durchleiten kann, ohne das die Spule was davon merkt Shocked

Und die Wheatstone-Brücke soll ja garnicht funktionieren, da sind auch lauter Kurzschlüsse drin versteckt, Dozenten haben immer einen kleinen Perlonfaden in der Hand, mit dem bewegt man dann die Nadel vom Voltmeter Wink

lg Boris
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Sa Mai 03, 2008 3:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin zusammen.

Nachdem ich jetzt mal 2 Tage einfach so mit der Magnetspule rumgespielt habe, um dahinter zu kommen was sie mag und was sie nicht mag, gibts hier erstmal den Aufbau von Magnetspule V5:



Beschreibung: Reineisenkern mit den angegebenen Maßen, 2 Lagen Papier mit 90mm Breite aus einem Collegeblock aufgebracht. 1 Lage Haushaltsalufolie 85mm Breit (glatt) mit 1mm Überlappung ohne elektrischen Kontakt Exclamation zwischen Anfang und Ende (Tesafilmstreifen als Isolator) mit Anschlußlitze aufgebracht. Dann wieder 2 Lagen Papier, anschließend 117 Wdg. Kupferlackdraht als Spule aufgebracht. (Lackdraht war nach 117Wdg, zu Ende, wollte eigentlich 120Wdg. aufbringen, vieleicht mein Glück) Wichtig: Alles muß so fest wie möglich gewickelt werden, und die Windungen müssen straff aufliegen und an den Enden gut mit Tesafilm 4-5 Lagen umwickelt werden Exclamation

Wenn die Magnetspule fertig ist kommt die etwas verbesserte Beschaltung der Magnetspule.



Der Aschluß der Magnetspulenschirmung (c) wird über den Schalter S1 mit dem Minuspol der Batterie verbunden. Der Anschluß der Magnetspule am Nordpol (a) wird wie gewohnt mit dem Pluspol der Batterie verbunden. Anschluß (b) der Spule wird wie gewohnt über den Transistorschalter mit dem Minuspol der Batterie verbunden. Zwischen die Aschlüsse (a) und (b) habe ich jetzt noch eine Diode N4007 mit Schalter S2 in Sperrichtung eingebracht, damit kann wahlweise die Spannungsüberhöhung beim Ausschaltvorgang des Transistors aufgehoben werden. An den Magnetkern wird jetzt der Nord- und Südpol mit einem Übertrager (VOGT 573 50 400 00/2x40mH/0,6A/240V~) verbunden. Das Teil ist eigentlich zur Netzentstörung gedacht und besteht aus einem Ferritring, mit zwei aufgebrachten Wicklungen in vergossener Form. Die zweite Wicklung des Übertragers wird dann mit dem Oszilloskop verbunden.

Der Gedanke der bei der neuen Beschaltung im Vordergrund stand war, das wenn eine Spannung aus dem Magnetkern kommt, diese in der Lage sein müßte eine Spule mit Ferritkern zu laden und die abgegebene Ladung, bei der Umkehr die nächste Halbwelle durch den Kern verstärken müsste. Dabei sollte eine weitere Magnetspule simuliert werden, die sich ja in Reihe geschaltet befinden müsste. Nur durch eine art Schwingkreis ließen sich die Spannungen am Magnetkern erhöhen. Quasi stellt der Magnetkern die Kapazität beim Schwingkreis da. *lol* Ein Massiver Eisenkern mit 6,1*10E-5 (0,000061) Ohm Gleichstromwiderstand als Kondensator *lol*
Ok für die Abstimmung der Schaltung auf Resonanz sollten die Schalter S1 und S2 geschlossen sein, das hilft ungemein! Die Abstimmung erfolgt über die Frequenz, das Tastverhältniss und die Amplitude der Pulse Exclamation Alle drei Werte sind unzertrennlich miteinander Verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Es ist ein unglaubliches Gefummel, den Magnetkern auf max. Amplitude mit einer harmonischen Schwingung abzustimmen Exclamation Das nächste wichtige ist, das es mehrere ,,Hotspots'' gibt, wo ein Amplitudenmaximum auftritt, allerdings sind diese um den Faktor 10-20 kleiner, es gibt immer nur einen Megahotspot Exclamation Leider weiß man vorher nicht auf welchen dieser möglichen man grade die Schaltung abstimmt, man muß einfach alle abklappern, bis man den richtigen gefunden hat, indem man die Frequenz etwas ca. 10-100Hz erhöht und die ganze Abstimmung wieder neu durchführt Exclamation Das nächste gemeine ist, das die Amplitude der Eingangspulse ebenfalls die Ausgangsamplitude beeinflusst und das in der gemeinen weise, wenn der Input zu hoch ist die Ausgangsamplitude nicht grade im Maximum, wenn man jetzt die Eingangsamplitude senkt und senkt und senkt .. plötzlich fast schlagartig schießt der Ausgangsamplitude am Kern in die Höhe und die Stromaufname am Eingang bricht schlagartig zusammen Exclamation
Es kommt mir persönlich so vor, als würde man eine mehrdimensionale Matrix durchforsten, man muß alle Türen öffnen Exclamation Und noch ein Tipp, wenn man glaubt man könnte nach erfolgreicher Abstimmung einfach alle Werte eingestellt lassen und am nächsten Tag, einfach wieder einschalten und die Abstimmung ist wieder da, vergesst es. Alleine die Temperaturtoleranzen von Funktionsgenerator, Spannungsquelle, Leitungen, Spulen reichen aus, das am nächsten Tag nach dem Einschalten der Geräte nur noch Müll da ist! Man muß einfach warten, bis alle Geräte sich wieder auf Betriebstemperatur erwärmt haben und plötzlich wie aus dem Nichts ist die Schwingung wieder da Exclamation

Ok, wenn ihr sicher seid das ihr den Hotspot gefunden habt, Schalter S2 öffnen, die Ausgangsamplitude bricht wieder ein, die Stromaufnahme allerdings auch, sie fällt auf wenige Milliampere ab, jetzt nur noch die Amplitude und das Tastverhältniss abstimmen, nicht mehr an der Frequenz rumfummeln! Ist die Amplitude wieder aufgebaut, jetzt Schalter S1 öffnen, die Amplitude schießt jetzt nach oben und die Stromaufnahme fällt weiter ab. Jetzt ultra, ultra, ultra vorsichtig Frequenz, Eingangsamplitude und Tastverhältniss nachstimmen, bis das absolute Maximum der Ausgangsamplitude am Kern erreicht ist. Fertig Very Happy

Übrigens das mit ultra vorsichtig ist wörtlich zu nehmen, die gesamte Harmonieschwingung neigt dazu, SCHLAGRTIG in disharmonie umzuschlagen, wobei der Eingangsstrom der Schaltung sprunghaft ansteigt, von 10mA auf etwa 500-900mA, das hat mich jetzt schon 5 Feinsicherungen 500mA Flink fürs Multimeter gekostet!

Nun ist es vollbracht, die Schwingung steht:



Werte: Kanal1(Kernspannung) Volt/Div=200mV(DC) / Kanal2(Spulenspannung) Volt/Div=10V(DC) / Time/Div=5µs
f=173,76kHz / I(in)=2,9mA

Oben die Spannung an der Spule mit ca. 13,2V man sieht hier schön die negative Welle(Transsitor ein) und die positive Welle (Spannungsüberhöhung) beim Ausschalten der Spule, die über den Schalter S2 weggeschaltet werden kann. Tja würde man die Dämpfung der Schwingung jetzt noch reduzieren und ein Mittel von etwa 400mV erreichen, könnte man bei 6 Spulen in Reihe schon 2400mV bekommen, ohne ggf. nützliche Phasenverschiebungen und Gleichspannungsverschiebungen. Ist ja nur eine von 6 Spulen Wink

Schöne WE zusammen Very Happy

Gruß Boris


Zuletzt bearbeitet von Dodes am Di Aug 05, 2008 7:48 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Ambassador



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BeitragVerfasst am: Sa Mai 03, 2008 7:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Boris,

Du hast eine echt bemerkenswerte Weise, die Experimente anzugehen. Unvoreingenommen. Zu der von Dir gemessenen Schwingung möchte ich noch eine kleine Anmerkung anbringen. Da Du das Oszi (inklusive innerer Kapazität = C) mit einer Spule (=L) parallel geschalten hast....ist es denkbar, dass die Frequenz, die Du da auf dem Oszi siehst, simpel und einfach die Resonanzfrequenz des Schwingkreises ist (Oszi-C + Trafo-C+L)? Für mich sieht es jedenfalls schwer danach aus.

Aaron


Zuletzt bearbeitet von Ambassador am Sa Mai 03, 2008 10:33 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Ambassador



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BeitragVerfasst am: Sa Mai 03, 2008 7:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

PS: Das würde natürlich weiteren Experimenten keinen Abbruch tun.
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Dodes



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BeitragVerfasst am: So Mai 04, 2008 12:12 am    Titel: Antworten mit Zitat

@ Ambassador

Nein, das wird bestimmt keinen Abbruch geben, nicht solange bis zweifelsfrei geklärt ist, ob oder ob nicht der von Coler beschriebene Apparat funktioniert Exclamation Wenn ich heute drüber nachdenke, als ich vor ca. 3 Monaten die merkwürdigen Nadelimpulse auf meinem Oszi sah, wo eigentlich nichts sein sollte (reiner Zufall). Ich vor ca. 1 Monat noch 3000-5000mA durch Spulen knallte, um überhaupt etwas größer 1mV am Kern zu messen und jetzt mit 2,9mA einen Schwingkreis über einen Magnetkern auf 500mV spitze treibe, könnte es doch etwas länger dauern die Funktionalität von Colers Apparat zu widerlegen. Rolling Eyes

Was Deine Idee mit der Kapazität durch das Oszi angeht, ja klar hat das am Eingang eine Kapazität, für Dummis hat der Hersteller es sogar fett mit 30pF unter die Eingangsbeschriftung gedruckt. Wenn ich jetzt mal eine Induktivität dazu nehmen von 40mH komme ich auf etwa 145,29 KHz mh zu wenig, zu sehen sind ja ca. 695kHz bleibt nur die Kapazität zwischen Kern und der Spule. Wie auch immer, es geht hierbei doch zu zeigen das man einen Schwingkreis mit der Kernspannung treiben kann. In späteren Versuchen werde ich nämlich zwei Spulen miteinander verschalten und dann wirds erst richtig interessant Exclamation

Aber im Augenblick habe ich schon mit einer Spule gut zu tun und wenn ich alles darüber weiß, kommt die zweite dazu. Ansonsten passiert es das man sich ganz schnell verzettelt, das was den meisten übrigens passiert und dann geht oft nix mehr und keiner weiß warum Wink

Ich findes es auch persönlich schade, das sich anscheinend Niemand die Mühe gemacht macht, alle Details so gut wie möglich offen zu legen, sollte mir mal ein Fehler unterlaufen, können doch alle es nachvollziehen und werden diesen Fehler nicht mehr machen. Warum soll jedesmal das Rad neu erfunden werden, einmal reicht doch Question Exclamation

,,Kein Programm ist unnütz, es kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen!''

Gruß Boris
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Dodes



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BeitragVerfasst am: So Mai 04, 2008 12:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Schönen Sonntag zusammen Very Happy

Habe heute mal die Magnetspule V3 mit der V5 verschaltet, wollts einfach mal wissen Smile Dabei habe ich den Kern von V3 mit der Spule von V5 und umgekehrt verschaltet.
Da beide Magnetspulen ganz andere Resonanzfrequenzen besitzen und V3 nicht so präzise wie V5 gearbeitet ist, sollte auch nichts zu erwarten sein.
Das Bild zeigt die Kernspannung an V3:



Das Ergebniss ist fast wie erwartet. Zuerst fällt auf, dass das ganze Rauschen welches sonst bei 5mV zu sehen ist stark minimiert ist (vgl. Bild1 weiter oben). Der Aufbau ist übrigens mit nichts verbunden, nur das Oszi hängt an einem Kern Exclamation Versuche mit einer Externen Spule etwas einzuspeisen, nen Handy was sendet bringt keine Veränderung es kommt zu keiner Schwingung. Leider kann ich heute keine weiteren Untersuchungen anstellen, erst wieder Mittwoch. Dann werde ich aber mal versuchen 2 Magnetspulen nach Bauart von V5 zu verschalten.

Genießt das schöne Wetter Very Happy

[Nachtrag: Die Quelle der Pulse ist gefunden .... schöne Grüße von Nokia aus China! Das Ladenetzteil von meinem Handy das ich gestern in die letzte freie Steckdose gesteckt hatte, verursacht diese Pulse mit knapp 73kHz in diesem Bild!

Gruß Boris


Zuletzt bearbeitet von Dodes am Di Aug 05, 2008 7:48 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Sowasaberauch



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BeitragVerfasst am: Di Mai 06, 2008 8:52 am    Titel: Respekt Antworten mit Zitat

Zuerst mal meinen Respekt Dodes. Find das wirklich super, was du machst.

Kleine Frage: Kennst du die Arbeit von Leedskalnin über Magnete?
Ist zwar etwas unkonventionell, aber sehr interessant!
Vielleicht interessiert dich das ja.
Einen Scan seines Buches kann man runterladen, habs hier gefunden:
http://www.overunity.com/index.php?action=dlattach;topic=703.0;attach=14962

Kannst ja Mal reinschauen, ob's dich interessiert...
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Di Mai 06, 2008 11:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Sowasaberauch

Suppi und ob ich was damit anfangen kann Very Happy Ich werd es wohl noch 1-2 lesen müssen, um hinter die Theorie zu kommen, aber auf die zwei unterschiedlichen ,,Magnetelektronen'' bin auch so ähnlich gekommen. Allerdings habe ich ehr die Vorstellung das es sich um Elektronen mit gegensätzlichen Spin handelt. Einfach ausgedrückt sowas wie links- und rechtsdrehende Milchsäurebakterien Wink (Elektronen), aber da muss man mal sehen Rolling Eyes

Eigentlich wollte ich ja heute nix machen, aber mir juckte es einfach in den Fingern Very Happy Ich habe mir heute mal die Abschirmung vorgenommen und wollte der Kernspannung den gar ausmachen, indem ich die Spule auf dem Magnetkern einfach voll abschirme. Ich habe über die Magnetspule V5 zwei weitere Lagen Papier und dann noch eine Lage Alufolie mit Schlitz aufgebracht Smile Die Spule steckt sozusagen eingesperrt in einer Schirmung wie auf der Zeichnung zu sehen:



Dann habe ich die Batterie, den Schalttransistor etc. in einer Keksdose untergebracht, die 2 BNC Buchsen verpasst bekommen hat. Über den einen BNC Eingang gehen jetzt die Signale vom Funktionsgenerator an den Schalttransistor (Vollschirmung). An die 2. BNC Buchse kann bei bedarf ein Amperemeter angeschlossen werden, steckt jetzt ein Kurzschlußstecker drauf. Die drei benötigten Leitungen zur Spule (Masse,Batterie+ und Transistor) wurden durch ein vollgeschirmtes Kabel ersetzt, welches aus der Keksdose kommt. Die Masse wurde direkt mit dem Minuspol der Batterie verbunden, die gleiche Masse geht jetzt zum Funktionsgenerator und zum Oszi. Der ganze Aufbau ist jetzt voll geschirmt und mit einer Masse verbunden, die mit dem PE Leiter verbunden wurde Very Happy Weiter wurde die Masse des 1. Tastkopfs mit dem Nordpol des Magnetkerns verbunden und Signal in mit dem Südpol des selben. Signal von Tastkopf 2 wurde mit dem Spulenanschluß (b) verbunden. Dann habe ich, um ggf. induktive Einkopplungen in die Messleitungen zu vermeiden, die ganze geschirmte Spulenkonstruktion in einen Ferritzylinder gepackt Cool

Tja, denkste die Kernspannung ist immer noch voll da Exclamation

Also habe ich anschließend mal die Spannung an der Spule auf 13Vpp eingemessen und bin das ganze Frequenzband von 22-200kHz in 2kHz Schritten durchgegangen. Dabei wurde die Spannung an der Spule konstant auf 13Vpp Exclamation gehalten, die ja sonst rauf und runter springt. Anschließend wurde wieder die Kernspannung gemessen und in eine Exceltabelle eingetragen. Das daraus erzeugte Diagramm sieht so aus:



Man sieht wie mit zunehmender Frequenz die Spannung am Magnetkern steigt, bei etwa 90kHz gibts nen kurzen Einbruch und dann gehts weiter nach oben. Das ist auch ungefähr was ich bis jetzt praktisch feststellen konnte, in den meisten Fällen ist um 60/120/180kHz die Spannung im Maximum, während die Stromaufnahme der Spule im Minimum liegt. Bei 90kHz ist meist der Strom im Maximum und die Spannung im Minimum. Kann mir aber im Augeblick noch immer keinen Reim auf die ganze Sache machen. Vor allem, weil ja eine elektromagnetische Welle @ 180kHz eine Länge von ca. 1,67km hätte und die beim besten Willen nicht in den 100mm Magnetstab passt Shocked

Kommt Zeit , kommt Rat.

Gruß Boris


Zuletzt bearbeitet von Dodes am Di Aug 05, 2008 7:49 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Ambassador



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BeitragVerfasst am: Mi Mai 07, 2008 11:35 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Kann mir aber im Augeblick noch immer keinen Reim auf die ganze Sache machen. Vor allem, weil ja eine elektromagnetische Welle @ 180kHz eine Länge von ca. 1,67km hätte und die beim besten Willen nicht in den 100mm Magnetstab passt.
Eine akustische Welle hätte jedoch bei 180 kHz eine einfache Wellenlänge von 3,3 cm. Die passt da so ziemlich genau 3 mal rein Wink.

Aaron
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Mi Mai 07, 2008 1:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Ambassador

Mh, grübbel .... grübbel .... Schallgeschwindigkeit Stahl ca. 5050m/s und bei Eisen ca. 5170m/s. Bei 60kHz 8,42-8,62cm; bei 90kHz 5,61-5,74cm; bei 120kHz 4,21-4,31cm und bei 180kHz 2,81-2,87cm. Ich weiß nicht, wenn ich mir die Zahlen so anschaue fällt mit erstmal nichts auf.Werde mir das mal graphisch anschauen, auf einer Länge von 100mm.
Ah, Frage: ,,Welche Ausbreitungsgeschwindigkeit haben magnetische Feldlinien, nicht elektromagnische Wellen Question

Ich habe heute noch einen Versuch zur Transformation der Kernspannung vorgenommen Very Happy Auf eine Spule mit ca. 1000 ? Windungen, habe ich 6 Wdg. 32mm2 Kupferkabel von einem LKW Überbrückungskabel aufgebracht und die Klemmen an den Magnetkern geklemmt. Twisted Evil
Jo, die Resonanzfrequenz war schnell bei ca. 90kHz gefunden und es kammen auf der Sekundärseite locker 14Vpp raus, die keine Probleme damit hatten 2 LEDs zum leuchten zu bringen Rolling Eyes Auch ein neben die Spule gestellter Kompass, zeigte mit seinem Ausschlag das vorhandensein eines Magnfeldes an. Exclamation

Wer hat hier Transformatorbau Erfahrungen? Bräuchte die Berechnung für einen Trafo mit einem Übersetzungsverhältniss von 1:200 bei f=60/90/120/180 kHz bei max. 15 Primärwindungen mit einem 32mm2 Kupferdraht, mit möglichst kleinem Innenwiderstand. Wo gibt es eine Quelle für große Ringkerne (Eisen/Ferrit)?

Ich will jetzt einfach wissen wieviel Saft da aus dem Kern kommt Confused

(krieg schon graue Haare Smile )

Gruß Boris
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