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Eisenstäbe, Spulen, Magnete und Coler
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Robert-Diart



Anmeldedatum: 12.11.2003
Beiträge: 372
Wohnort: Dremmen (Aachen)

BeitragVerfasst am: Mo Apr 28, 2008 2:54 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hy boris!
mit der "doppelten post" hat offenbar schon jemand anderes erledigt....
dein bau mit den 2 spulen auf einen langen kern liegt erst mal bei seite?
hab mir die letzten seiten mal ausgedruckt, um sie in ruhe zu lesen.
was kann ich genau unter "reinem eisen" verstehen, wirklich chemisch reines FE oder gewöhnlicher stahl (geringer kohlenstoffanteil!)
ich denke mal, magnetisch gesehen dürften zwischen baustählen (sehr wenig kohlenstoff, nicht härtbar!) und reinem eisen keine grossen unterschiede sein. oder hast du da handfeste gegenargumente?
was hast du als "pulsgenerator" genommen, ein handelsübliches gerät mit 230 V-versorgung, oder ein einfacher NE-555-bau, welcher mit deiner 12 v - batterie gefahren wird?
ich würde die NE-555-variante nehmen!
du misst also eine spannung von einigen dutzend millivolt an den polen, obwohl du sie mit 2 qmm kupfer kurzgeschlossen hast ? das wäre beachtlich!
das haben übrigens angeblich ervolgreiche "coler-replikanten" aus den USA auch geschafft! jedoch war keine nähere beschreibung auffindbar.
und du hast immer noch eine spannung von 252 volt nach vollständigem abklemmen der spule?
multimeter OK? würde mal einen geeigneten widerstand anstelle des multimeters nehmen: am besten ein passend geschnittenes stück blech, welches dem innenwiderstand deines kernes entspricht, dieses würde ich mittels indium (ebay, oä !) und einer HOLZ-zwinge, oä. auf die kernenden pressen, so ist es gut kontaktiert, weil indium sehr weich ist!
wenn das blech nun warm wird, dann hast du einen VOLLTREFFER gelandet!!
bei 5...6 watt wird man schon mit den blossen fingern deutlich was spüren und es können sich so gut wie keine fehler einschleichen * !
lg
robby
* bitte lass das ding dann NICHT in der sonne liegen.... Smile
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Mo Apr 28, 2008 11:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ robert

Nö also der Doppelpost ist noch da, fängt mit ,,Hallo ...'' an. Very Happy

Was den Magnetkern V1 angeht, nein der wird noch weiter benutzt damit ich Vergleichsmessungen anstellen kann. Was den neuen Kern angeht ist er von den Abmessungen her, wie der von Coler und er besteht aus Reineisen, was nur mit sehr sehr geringen Kohlenstoffgehalt und anderen Verunreinigungen versehen ist. Ein Datenblatt gibts >>hier<< . Wie man dem Datenblatt entnehmen kann stand dieses Eisen bereits 1927 zur Verfügung und bringt besondere magnetische und elektrische Eigenschaften mit Very Happy
Und es besteht wie man diesem Datenblatt entnehmen kann ein GROSSER Unterschied, zwischen niedrig legiertem Baustahl und diesem Reineisen, von ALNICO Magneten mal ganz abgesehen.
Als Funktionsgenerator setze ich jetzt einen Baussatz von ELV ein, der mit zwei 9V Batterien betrieben wird und daher völlig potentialfrei vom Versorgungsnetz ist, mein anderer ist ein HAMEG, der mir aber eine Einkopplung ins Versorgungsnetz beschert hat. Am wirtschaftlichsten hat sich bis jetzt eine Dreiecksspannung mit Gleichspannungsanteil herausgestellt, die den Transistorschalter treibt. Mit dem Gleichspannungsanteil, läßt sich wunderbar das Tastverhältniss anpassen. Bei dem neuen Kern liegt die Resonanzfrequenz jetzt bei ca. 63kHz, also in der Tat 1/3 von 180kHz, hier ist die Stromaufnahme gegenüber der Outputspannung am geringsten!
Ich denke aber das auch eine einfache Schaltung mit dem billigen NE555 keine Probleme bereiten sollte. Aber richte Dir mit einem Schalter 3 Frequenzbereiche ein, am besten 40-80kHz/100-140kHz/160-200kHz und ein Poti, womit Du dann in diesen Frequenzbereichen fein abstimmen kannst. Die Flanken der Pulse sollten möglichst steil sein und das Tastverhältniss geändert werden können. Ein einfacher Schalttransistor mit Imax=5A / Uce=40V und eine antiparallel geschaltete Diode dahinter und alles ist gut. Nimm als Spannungsquelle einen 12V 1,2Ah Akku der die Spule versorgt, der kann nach den Versuchen dann wieder geladen werden und man kann mit der Ladung prüfen, ob die entnommene Leistung mit den Messewerten ermittelten übereinstimmt. Außerdem ist dann alles potentialfrei Very Happy
Die Spitzenausgangsspannung am Nord-Südpol waren bis jetzt 24,75mV bei ca. 8V/160mA an Eingangspulsen. Die Spannung fällt auch kaum zusammen, wenn man mehrere 2qmm Drahtbrücken nutzt, um den Kern kurzzuschließen. Mit dem Übertrager kann ich kaum einen Abfall der Spannung feststellen. Ich bin grade bemüht mir etwas einfallen zu lassen die Kernspannung nach oben zu bekommen, z.b. durch einen Transformator, ich will versuchen damit irgendwie Glühbirnen 3V/1W zum brennen zu bekommen, vorher ist alles nur Mess- bzw. Rechentheorie!

Was die Spannung von inzwischen 280mV zwischen Kern und Kernplatte angeht, habe dazu auch eine Theorie. Die Spannung entsteht vermutlich durch die Materialien selbst, besonders durch das Eisen und Aluminium. Ich habe ja als Isolationsmaterial Papier verwendet, dieses wird bei der Produktion mit Laugen bearbeitet, vorzugsweise Natriumhydroxid welches in der Lage ist Aluminiumoxid aufzulösen. In Kombination von Luftfeuchte könnte es gut sein das Reste des Natriumhydroxids einen alkalischen Elektrolyten bilden und daher dann ein chemisches Element entsteht, da hier Aluminium nach der elektrochemischen Spannungsreihe ein Potential von -1,66Volt und Eisen -0,04Volt hat, würden da -1,62Volt entstehen. Da das Papier aber jetzt nicht nass, sondern nur Luftfeucht ist müßte der Innenwiderstand der Zelle extrem hoch sein, so das nur eine kleinere Spannung entstehen kann. Aber man sieht das die Polaritäten hier stimmen würden, das Aluminium wäre negativ gegenüber dem Eisenkern, genauso wie ich es zur Zeit messe. Von daher wird der Gleichspannung nicht mehr weiter nachgegangen. Das diese Spannung erst nach der ersten Inbetriebnahme entstanden ist, kann so erklärt werden das über hohe Spannungspoteniale zwischen Kern und Kernplatte erstmal Metalionen ins Papier eingebracht worden sind, die jetzt die elektrische Leitfähigkeit im Gigaohmbereich ermöglichen.

Die Idee mit dem Indium finde ich ja gut, zurzeit habe ich 2 5Cent Münzen an die Enden gepresst, die dann an 2qmm Kupferleitungen angelötet sind. Und das mit dem Blechen kurzschließen gefällt mir auch, da könnte man am Blech einen Temperaturfühler befestigen und die ggf. vorhandenen Erwärmung genau Ausmessen. Jepp alle Teile dafür habe ich sogar da Very Happy

Aber Glühbirnen wären mir lieber, die haben sowas klassisches Very Happy

Gruß Boris


Zuletzt bearbeitet von Dodes am Di Aug 05, 2008 8:15 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Robert-Diart



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BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 9:41 am    Titel: Antworten mit Zitat

hy boris!
app glühbirnen:
da müsste es ein ferritkerntrafo mit dem entsprechenden übersetzungsverhältnis ja tun!
neben dem NE-555 gibt's noch den TL-494 .
der ist ein wenig aufwändiger, aber kaum teurer und er hat 1.
2 invertierte ausgänge und 2. eine PWM mit "an bord".
er geht bis ca 200 KHZ . er kann , genau wie der NE-555 o,2 A schalten.
wo bekommt man dieses reine eisen als STÜCK denn her? ich hab von einer Laborauflösung genau das selbe ARMCO-EISEN kiloweise als PULVER zu hause, hab aber nun kein bock daraus ein stab zu pressen und zu backen!
deine abmessungen von d15X100 mm, sind sie zufall, was gerade an material zu kriegen war, oder hast du sie gezielt gewählt?
sie würden ja in etwa den coler-abmessungen entsprechen.
app "batterie" : man kann ja anstelle des papiers irgend eine kunststofffolie nehmen! AlNiCo ist im gegensatz zu reineisen eisen eine legierung, klar, dass da immense unterschiede sind.
sie sind ja sogar mit dem blossen auge schon sichtbar und AlNiCo ist ja
im gegensatz zu eisen auch hartmagnetisch.
nur ST-37 hat auch nur geringen kohlenstoffanteil und. sonst aber keine weiteren (definierten) zusatzbestandteile. dh. es ist im fachjargon ein "unlegierter-stahl" . er ist, genau wie reines eisen, weichmagnetisch.
lg
robby
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 11:11 am    Titel: Antworten mit Zitat

@ Robert

Mh, ja mein Übertrager aus zwei Ferrit U-Kernen funktioniert ja wunderbar, nur müßte ein Trafo primärseitig einen unglaublich niedrigen Widerstand aufweisen, am besten kleiner als der Innenwiderstand des Magnetkerns. Aber ich denke ein paar parallel gewickelte Windungen aus 2qmm Kupferdraht sollten es zu Anfang auch tun. Sekundär dann ganz normal eine Kupferdrahtwicklung. Das Verhältniss sollte für 200kHz dann so 1:600 + 10% also etwa 1:700 sein, dann müssten 12V Output drin sein.

Ich überlege aber auch andere Methoden, die Kernspannung erstmal nach oben zu bekommen, so könnte auch ein Reihenschwingkreis aufgebaut werden, wobei dann der Magnetkern die Zuspeisequelle spielt und vor der Transformation eine Spannungsüberhöhung erreicht wird, das würde Trafomaterial sparen.

Was Deinen NE555 oder TL494 angeht, ja wenn Du da noch eine PWM Steuerung mit einbauen möchtest, ja keine Thema, nur sehe zu das möglichst wenige kapazitive bzw. induktive Bauteile verwendet werden, die Flaken der Pulse müssen absolut steil sein (ideale Rechteckform). Und auch wenn Du damit 2A direkt treiben kannst, schalt einen Schalttransistor mit einer Freilaufdiode nach, der kostet nur 5 Cent, falls es ihn mal erwischen sollte, bleibt der Generator heil Very Happy

Den ersten Eisenkern hatte ich von unserem Hufschmied aus dem Dorf, das Reineisen stammt von www.angele-shop.com, die beliefern Schmieden und Metallkünstler. Sind sehr freundlich und machen auch Sonderkonditionen für die Zuschnitte, am besten anrufen Very Happy

Die Abmessungen, sind schon im groben Maße an Colers Magneten für den Magnetstromapparat angelehnt, bisher scheinen die Maße ja auch ideal gewesen zu sein Very Happy Es kommt mir im Augenblick auch wie eine Jagt nach verborgenden Informationen vor, so viel mir inzwischen auf das es unglaubliche Details in diesem Bericht gibt und an anderer Stelle fehlen einfache Angaben zu Material und Abmessungen, so als wären diese gezielt entfernt worden. Nur die zweimalige Erwähnung von ,,Soft Iron'' Weicheisen, brachte mich auf die Idee das es keine Magnete im klassischen Sinne sein können. Außerdem war Coler ja Kapitän der Deutschen Marine, und so dachte ich mir wenn er schon in seiner Freizeit mit Elektromagneten rumspielt, wo könnte er sein Material her haben auf einem Schiff? Aus einer Werft? Ein kurzer Anruf bei einer Werft in Emden, brachte eine Liste der verwendeten Stähle im Schiffsbau ans Licht und dann habe ich versucht das Zeug irgendwo zu beschaffen, da war der örtliche Schmied gradezu eine Fundgrube Very Happy

So, muß noch einkaufen, sonst bleibt der Kühlschrank leer und zurzeit brauche ich viel Nervennahrung Cool

Gruß Boris
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Robert-Diart



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BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 12:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

diesmal habe ich meinen text vorher KOPIERT, sonst wäre alles wieder für 'n A**** gewesen, weil ich wieder mal RAUSGEFLOGEN war!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
hallo boris!
mich wundert, dass "profane" dorfschmiede über solche materialien verfügen, wobei sich bei den "üblichen" schmiedeverfahren das material ja zwangsweise mit kohlenstoff anreichern müsste!
oder haben die schmiede heute alle einen elektroofen, bzw irgendwas wasserstoffgetriebenes?
beim "einsatzstahl" ist dieser prozess ja sogar erwünscht, und auch viele "klassische" schmiedestücke (zb waffen, werkzeuge,...) müssen ja härtbar sein ( >0,4% kohlenstoff nötig!) .
bei ebay ist zz eisen nur als pulver erhältlich.
ich denke mal, ich werd für erste versuche mal ST-37 nehmen, allein , um mir mal ein genaueres bild zu schaffen. das material habe ich zu hause.
was den coler-bau anbelangt:
da sind aber pole an den kernen bezeichnet, obwohl die spulen auch zt gegensinnig angebracht sind , bzw die spulen "gegensinnig" durchflossen werden.
darum machen die polbezeichnungen in der coler-zeichnung nur bei tatsächlichen magneten sinn.
und es ist ja auch von "magneten" die rede und weiter, dass der ganze bau von selber anläuft, also OHNE triggerung.
obwohl ich denke, dass mit einer triggerung eher ein erfolg zu erwarten sei!
letztlich wird das teil auch bei einem "selbstanlauf" irgendwie "gestartet" , sei es durch die zufällige einkopplung eines noch so kleinen EMP oder durch kleinste, unbeachtete parasitäre kapazitäten, elektromagnetische wellen und thermoelektrische effekte - möglicherweise ausgelöst durch die körperwärme und körperströme des bedieners, oder sonst irgend was.
anschliessend "schaukelt" der bau sich dann weiter "hoch" .
dies kann auch die langen wartezeiten beim "justieren" erklären - man muss neben der passenden abstimmung auch ein oben genanntes ereignis zum triggern abwarten!
deine ideen mit den reihenschwingkreisen, bzw der benötigten spannungserhöhung erklären vielleicht auch den aufbau:
das sechseck soll "einfach nur" einen geschlossenen magnetischen kreis darstellen, zusätzlich sollen durch schwingkreise und serienschaltungen mehrerer spulen die spannungen sich gegenseitig erhöhen? mit 6 spulen war es praktisch gesehen wohl am besten zu realisieren, vielleicht täten's auch mehr oder weniger spulen, bzw magnete? .....
app ferritkerntrafos:
habe mal in einem hardcore-schaltnetzteil einen ferrittrafo gesehen, da bestand die "sekundärspule" aus einem einzigen massiven gefrästen u-förmigen kupferblock welcher mit den beiden schenkeln durch den kern des trafos hindurchragte .
also genauer betrachtet war es eine einzige windung! . der trafo bestand ebenfalls aus 2- E-kernen.
die "sekundärspule" lag somit auch um die prmärspule herum, wie bei "normalen" trafos.
an den endes des "U" waren die mehr als daumendicken hochstromleitungen angeschraubt - also das ganze extrem niederohmig gehalten.
ich denke, sowas kann man auch machen.
man kann ja ein u-förmig gebogenes kupferblech nehmen und die mehrwindige spule auf 'm trafo ist dann eben die sekundärspule!
so kriegt man auch übersetzungsverhältnisse von 1:600....1:700 hin!
lg
robby[/u]
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rue



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BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 12:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Der "Magnetstromapparat" hat mich vor Jahren auch schon mal beschäftigt.
Aber gleich vorweg, ich hatte kein komplettes Gerät gebaut, sondern auch nur
an einzelnen Spulen rumexperimentiert und leider nichts ungewöhnliches
festgestellt.

Aber vielleicht sind ja einige hilfreiche Einzelheiten dabei.

Zu den Magneten:

Ich dachte in den Dreißiger Jahren waren als Dauermagete einfache
Stahlmagnte gängig. Das Material könnte am ehesten dem heute
üblichen Werkzeugstahl (C45) entsprochen haben. Diese sollte auch gehärtet
werden, da ja dann erst die permanentmagnetischen Eigenschaften des
Material hervortreten (z.B. magnetisierter Schraubenzieher - kennt jeder).
Beim Sezieren von Dauermagneten aus uralten Lautsprechern und Lichtmaschinen
war mir aufgefallen, dass das Magnetmaterial gröbkörnig-kristalline
Bruchstellen aufweist, was auf eine Beimengung von Silizium (!) ähnlich
wie bei Trafoblech schließen lässt.

Ich hatte dann aber nur Silberstahl zur Verfügung, aus denen ich gemäß
Zeichnung Kerne mit d=15mm/l=100mm fertigte.


Zu den Wicklungen:

Auf den Kern kam dann eine ca. 0,2mm dicke Papierisolation und eine
Wicklung gemäß der Zeichnung mit ca. 100 Wdg. Gemessen hatte ich dann die
L- und C-Werte mit ca. 100uH und ca. 50pF. Die Eigenresonanz mit einem
Spulenende auf den Kern geschaltet lag dann irgendwo im 5MHz-Bereich.
Mit einer einzlenen Spule kommt also mal nicht auf den erwähnten
180kHz, das wäre dann nur mit einer magn. verkoppelten Anordnung mehrerer
Spulen denkbar.


Zur Funktionsweise:

Die essentielle Frage ist, wie kann aus den Teilen Gleichstom rauskommen.
Dazu waren mir zwei Möglichkeiten eingefallen.
Die erste war, dass es durch die spezielle Stromführung durch den Magnetstab
zu einem Gleichrichteffekt (durch Silizium im Stahl?) kommen könnte. Denkbar
wäre auch, dass ich der el. Widerstand des Magnetmaterials in Abhängikeit von
der Magnetisierung ändert. Genauere Untersuchungen dazu hatte ich aber nicht gemacht.
Die zweite Möglichkeit war, dass sich Gleichspannung durch Intermodulationseffekte
ergibt. Mit Intermodulation hat man immer dann zu kämpfen, wenn Signale
an nichtlinearen Elementen (was eine Spule mit Fe-Kern im weiteren Sinn ist)
addiert werden.

Doch diese Überlegungen setzen voraus, das in dem Gebilde zu eine el. Resonanz
mit 180kHz kommen muss.

Doch nun die Frage woher die Energie? Antwort: Vielleicht von den Russen!?
Nach längerem Rumsuchen hatte ich herausgefunden, dass in den 30er Jahren
in Moskau der mit Abstand stärkste Rundfunksender der Welt stand. Dieser sendete
mit 500kW auf der Frequenz von 174kHz. Vielleicht hatte Coler ungewollt einen
Empfänger gebaut? Ich denke mal, dass es im damals schon NS-dominierten Deutschland
nur den wenigsten bekannt war auf welchen Frequenzen die Nachbarländer senden.
Für diesen Fall wäre allerdings eine Ausgangsspannung von >1mV doch sehr
beachtlich und 1V ziemlich unwahrscheinlich...Diese Erkenntnis war letztendlich
doch etwas demotivierend hat mich schließlich bewogen mit der Weiterarbeit daran
aufzuhören.

Aber die Experimente von Boris machen mich schon neugierig, wenn ich mal mehr Zeit
habe möchte ich mir das auch mal genauer ansehen.

Nur
Zitat:

Am Kern liegen bei der Direktmessung 20mV P(out) U(2)/R(Kern) = (20mV)^2/6,1*10E-5 Ohm = 6,56Watt!

halte ich mal für ein messtechnisches Problem, weil ein 100mm langes Metallteil in dem
6,56W verbraten werden so heiss werden würde, dass man sich schon die Finger verbrennen könnte.

mfG
Rüdiger
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Sowasaberauch



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Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 12:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die essentielle Frage ist, wie kann aus den Teilen Gleichstom rauskommen.


Tesla hat bereits ein Patent, welches aufzeigt wie man ganz einfach mit Hilfe von Magneten gleichrichten kann.
Das Prinzip (bei Tesla) beruht darauf, dass ein Magnet ja in eine Richtung bis an die Sättigung magnetisiert ist.
(Ich denke übrigens, das ist genau der Grund, wieso bei dem ersten Versuch unterschiedliche Spannungen gemessen wurden...)
Wenn ich nun eine Spule um den Magneten wickle und Strom durch die Spule leite, so sieht die Spule unterschiedliche Induktivitäten je nach Stromrichtung. Wenn das Magnetfeld der Spule in die gleiche Richtung wie der Magnet ausgerichtet ist, dann ist es so als ob die Spule eine Luftspule wäre, da ja der Kern bereits in der Sättigung ist und so keine Feldverstärkung bewirken kann.
In die andere Richtung magnetisiert wird der Kern sich normal Verhalten und das Feld verstärken, was bedeutet, dass die Induktivität viel grösser ist.
D.h. in die eine Stromrichtung hat man jetzt eine sehr hohe Impedanz in die andere eine sehr kleine. Wenn nun die Last eine genügend kleine Impendanz aufweist, dann funktioniert das problemlos als Gleichrichter...

Das muss hier nicht der Fall sein (Coler), könnte aber, und hab's deswegen mal gepostet.

Und das mit dem russischen Sender finde ich noch interessant...
Bzgl empfangbarer Leistung (wobei es ja vällig egal ist wieviel Volt empfangen werden, sondern wieviel Watt), müsste man wissen, wie weit der Sender entfernt war. Man muss bedenken, dass man bei so tiefen Frequenzen durchaus erhebliche Empfangsverbesserungen durch Resonanz gewinnen kann, um die ganze Leistung im Umkreis von einem Viertel Wellenlänge empfangen. (siehe Thread über kapazitiven Trafo)
Die Frage wäre auch noch gewesen, wie effizient die Antenne damals beim russischen Radio war...

Nachtrag:
Hab das mal ganz grob gerechnet. Bei Annahme der Sender strahlt kugelförmig gäbe das etwa eine Empfangsleistung von 0.1-0.2W.
Wenn man annimmt, die Abstrahlung erfolgt perfekt entlang der Erdoberfläche dann wären das so 40-80W.
Also rein mit den EM-Wellen des russischen Senders kann Coler die Leistungen seines grossen Apperates (kW range) nicht gezogen haben.

Eine andere Vermutung würde dann eben dahingehen (Stichwort Meyl), dass die Antenne des russischen Senders eben nicht alles in EM-Wellen gewandelt hat. Und den Rest nur in ein oszillierendes E-Feld oder M-Feld (wobei das unwahrscheinlicher wäre). Die Leistung des oszilliernden E-Feldes kann theoretisch komplett empfangen werden. Dazu müsste dann aber der Coler Konverter sehr hohe Spannungen zum oszillieren gebracht habem was angesichts des Aufbaus nicht wahrscheinlich ist.
Ich hab an gewissen Stellen gelesen, dass Moray das Problem hatte, das mit der Umstellung der Funksender auf sauberere Sender sein Device nicht mehr annähernd die Leistung gebrahct hat wie früher. Ob das stimmt weiss ich nicht. Würde dann jedenfalls dafür sprechen, dass er einfach den nicht EM "Dreck" einer Radiostation empfangen hat...Aber ich werde definitiv Offtopic...
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Robert-Diart



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BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 2:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

...app russen und "EM-Dreck" :
das teil ist angeblich auch unter "HERMETISCHER ABSCHIRMUNG" erfolgreich betrieben worden und an VERSCHIEDENEN ORTEN.
also mit der einkopplung von fremder HF-leistung dürfte es nicht so leicht abgetan sein.
app 6,56 watt: der boris hat es ja erst mal nur hochgerechnet, er hat die leistung noch nicht aus dem teil bezogen. ich denke auch noch, das vielleicht irgendwo ein übersehener wurm drin steckt, aber das könnte man schnell eben klären.
@rue:
das AlNiCo-material bricht bei gewaltbeanspruchung genau so grobkörnig und glänzend, wie du es beschrieben hast! und es war zu colers-zeiten auch schon erhältlich.
app resonanz und 180 KHZ:
vielleicht täten es auch andere abmessungen und frequenzen, vorrausgesetzt, sie sind auf einander abgestimmt?....
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 3:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ All

Aua, immer ruhig mit den Pferden Exclamation Da, ist man mal kurz zum Einkaufen weg und hier ist Hölle los Shocked

Soviel Input muss erstmal verarbeitet werden ....

@Robert

Der Schmied bezieht die Materialen als Rohstoffe in dieser Form, Rund- und Flachstähle sind da die Standartformen und dieser niedrig legierte Stahl scheint wohl am besten für die Kunstschmiederei geeignet zu sein, genauso wie das Reineisen, die elektrischen und magnetischen Eigenschaften interessieren den Schmied weniger Very Happy

@Ruediger

Ja viele haben das Teil wohl schon gebaut, doch leider hat Niemand versucht mal alle Sachen genau zu untersuchen und die Ergbenisse offen zu legen, warum auch immer. Ich bin der Meinung, das wenn es funktioniert es der Allgmeinheit gehört und nicht einem Einzelnen, die Welt ist zu wertvoll um jetzt schon alle Rohstoffe zu verballern:)

Was die Wicklungen angeht, bin ich der Meinung die Anzahl der Windungen ist nahezu egal, was zählt ist das aufgebaute Feld, mehr Windungen dann kleiner Strom nötig,weniger Windungen dann großer Strom nötig, habe also bis jetzt immer so gewickelt ohne mir um die benötigte Anzahl sorgen zu machen.

Was Deinen Sender angeht, ja den kann ich empfangen ist irgendwas in polnischer Sprache Very Happy Allerdings, war mir das Signal schon zu schlapp um solche Effekte auzulösen, möchte dazu anmerken das ich als R.-u.F.-Techniker mit Sicherheit, da als erstes dran gedacht habe Very Happy

Was die verbratene Leistung angeht, die kämme erst zustande, wenn der Kern kurzgeschlossen würde, solange keine Strom fließt auch keine Verlusterwärmung im Kern Very Happy

Die Sache mit dem Reineisen, ja auch Reineisen ist magnetisch halt nur schwächer und die ersten Messergbnisse wiesen darauf hin, das die Stärke des Magnetfeldes des Kerns nicht unbedingt das stärkste sein muß, ganz im Gegenteil, es darf nur leicht leicht magnetsich sein, derzeit tippe ich auf 25%-30% max. der Sättigung.

Was sie 5MHz angeht 4,832Mhz um genau zu sein, die hatte ich auch als störenden Abfall auf meiner schönen sinusförmigen Welle, aber dank der Abschirmung zum Kern ist sie nun weg und stört mich nicht mehr Very Happy

@Sowasaberauch

Gut das Tesla da ein Patent drauf hat, ich hatte schonmal den Gedanken an diesen Gleichrichtereffekt als ideale Diode ohne die lästige Durchlassspanung von 0,6Volt. Allerdings dürfte auch das nur ein Mosaikstein des ganzen sein, Coler muß sehr viel Experimente gemacht haben und sich sehr viel notiert haben bei seinen Versuchen, er sagte ja selbst Versuch und Irrtum.

Das ist genau das was ich mache, alles was aufällt notieren und dann Stück für Stück nachgehen, nur so wird es möglich sein dahinter zu kommen wo es beim Bau drauf ankommt. Und es ist übrigens sehr hilfreich sich einfach dumm zu stellen, wenn man sofort versucht das mit bekannten Elektrotechnikwissen zu erklären, könnte man auch ganz leicht in die Irre gelenkt werden.

Ich möchte auch darauf hinweisen, das ich feste davon überzeugt bin das es keine Energie aus dem ,,Nichts'' gibt, es ist immer nur die Umwandlung möglich. Ich finde daher auch die Anmerkung wichtig, das es evtl. Körperwärme ist, da Coler sagte zwischen den Abgleich müsse immer gewartet werden, das einzige was sich nur langsam ändert ist ggf. die Temperatur des Komponenten vom Aufbau!

Aber witzig, genau auf diesen Gedanken bin ich auch gekommen, ich schätze aber das noch mehr sozusagen ein magnetokalorischer Effekt eine Rolle spielt Wink

So, räume jetzt den Kühlschrank ein, sonst ider Pudding gleich flüssig Very Happy

Gruß Boris
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 7:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

So, habe jetzt mal ein bißchen Ordnung in den Magnetkern gebracht und mir mal gedacht, schiess mal ein paar Screenshots vom Oszilloskop, damit man sieht wovon ich rede. Bilder sagen halt mehr als Worte Cool

1.Foto

Zu sehen Grundeinstellung (Kalibrierung). Alle Eingänge messen DC / Time/Div = 2µs ; Kanal 1 Volts/Div = 10mV (Kernspannung) unterer Graph/Masse = Südpol/Signal = Nordpol; Kanal 2 Volts/Div = 5V (Signal Generator) oberer Graph. Die obere Punktlinie stellt den Durchgang für den Transistor da.

2.Foto

Zu sehen 60kHz, leichter DC Offset bis Transistor schaltet. Unten Kernspannung ca. 4mVp(8mVpp) Man sieht schön die negative Halbwelle beim einschalten und positive Halbwelle beim ausschalten der Spule.

3.Foto

Zu sehen 120kHz, alle anderen Parameter unverändert. Zum ersten mal die HF (ca. 5MHz) die Rüdiger angesprochen hat nur in der negativen Halbwelle.Nagative Halbwelle -15mVp/Positive Halbwelle 10mVp.

4.Foto

Zu sehen 180kHz, alle Parameter unverändert. HF jetzt durchgänig vorhanden. Negative Halbwelle -18mVp/Positive Halbwelle 14mVp.

5.Foto

Zu sehen 60kHz Time/div =10µs, alle Parameter unverändert.

6.Foto

Zu sehen DC Offset angehoben (Einschaltzeit verlängert) Negative Halbwelle nahezu unverändert/ Positive Halbwelle jetzt ca. 18mVp.

7.Foto

Zu sehen DC Offset wieder weggenommen/Kanal 1 jetzt Volt/Div = 5mV. Hier kann man schön die negative Halbwelle beim Einschaltaugenblick sehen und bei guter DC Offsettrigerung dann das saubere durchlaufen in die positive Halbwelle rein, beim ausschalten. (-7mVp/6mVp).

Hoffe die Bilder sind zu erkennen Question

Gruß Boris


Zuletzt bearbeitet von Dodes am Di Aug 05, 2008 7:46 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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rue



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BeitragVerfasst am: Mi Apr 30, 2008 1:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

nachdem ich mir jetzt mal das ganze etwas genauer angesehen habe,
hab ich gleich mal ein paar Fragen bzw. Anregungen.

Zitat:

Auf die Isolation habe ich 2 Lagen Haushaltsalufolie aufgebracht und mit einem Stück isolierter Litze verbunden.

Nur mal zu Sicherheit - hast Du da auch einen Längsschnitt in die Folie gemacht?

Zitat:

Witzig ist, das die LEDs auch leuchten, wenn ich eine Seite mit den Fingern halte...
An anderer witziger Effekt ist, wenn man nach ein paar Sekunden mit den Fingern den Kern berührt,
gibt es einen starken negativen Ausschlag...
...wenn ich aber mit den Füssen über den Laminatboden schleife kriege ich wieder einen negativen Ausschlag von ca. 0,6 Volt, ...
Ach ja und wenn ich danach die Glasplatte berühre reagiert die Schaltung ebenfalls.


Also derlei Probleme müssten schon nachhaltig beseitigt werden. Meiner Meinung nach liegt das daran, dass
Du da mehrere Stromkreise verwendest, die völlig voneinander isoliert sind. Eine Möglichkeit wäre
die Stromkreise hochohmig miteinander zu verbinden. Als Sternpunkt nimmst Du da am besten den
Schutzleiter der Steckdose und hängst da alle Kreise mit einen 1MOhm/1W R dran. Dich selber und eine
unter die Tischplatte geklebte Alufolie am besten auch noch. Smile

Zitat:

Es ist zwar nur eine kleine Spannung, aber eine Messbrücke aus 2qmm Kupferdraht, die Außen einen
Kurzschluß am Kern macht, beeindruckt die Spannung nicht im geringsten, der Strom scheint nur durch den Innenwiderstand des Kerns begrenzt zu sein

Das ist möglicherweise auch ein Folgeartefakt der isolierten Stromkreise. Es könnte nämlich sein, dass der
Oszieingang gleichtaktmäßig zugestopft wird. Das kann passieren, wenn der Testaufbau auf undefiniertem
Potential dahinfloatet. Irgenwann wird dann ein Schutzelement im Netzteil des Messgerätes leitend
und produziert eine Fehlanzeige. Du könntest ja mal mit eimem batteriebetriebenen Multimeter
GND vom Oszi und dem Kern verbinden und nachsehen ob da eine Ausgleichsstrom rinnt bzw. wieviel
Spannung vor dem Zusammenschließen anliegt.
Oder nimm mal ein A-Meter das 200kHz AC kann und mach das mal statt der Messbrücke rein.

Zitat:

Nach kurzschließen der Spannung ist diese wieder nach ca. 18 Sekunden voll da Im Mikroamperebereich läßt sich leider nichts messen,
wie auch ist ja eigentlich ein Zylinderkondensator

Deutet wohl auf einen wie o.g. elektrostatischen Effekt. Wenn wir mal 100pF für den Kondensator annehmen, dann ergäbe das
nach der Formel R = Tau/C einen Innenwiderstand für die ominöse Quelle von ca. 100 GOhm...

Zitat:

Mh, ja mein Übertrager aus zwei Ferrit U-Kernen funktioniert ja wunderbar, nur müßte ein Trafo primärseitig einen unglaublich niedrigen Widerstand aufweisen, ...

Also da verstehe ich was nicht. Es geht doch um gewonnenen Gleichstrom, wie soll denn der
über den Messtrafo rüberkommen?
Wie schaut es denn mit der primärseitigen Stromaufnahme aus? Gibt es da eine Rückwirkung wenn man
den Kern kurzschließt? Bei dieser Gleichstrommessung muss man natürlich aufpassen, dass man das Messgerät nicht mit
dem gepulsten 200kHz verwirrt, eine Drossel in der Zuleitung und ein niederohmiger
Stützkondensator direkt an der Spule wären da ein Abhilfe.
(...und die gepulsten Sröme aus der Batterie fließen auch nicht über meterlange Strippen und
produzieren irgenwo anders Unsinn...)

Zitat:

Tesla hat bereits ein Patent, welches aufzeigt wie man ganz einfach mit Hilfe von Magneten gleichrichten kann.

Also, ob Tesla da ein Patent hat weiss ich nicht, jedenfalls funkioniert es so nicht. Von einem Gleichrichter kann ich dann reden, wenn er DC in einer
Richtung schlechter leitet oder besser ganz sperrt. Nachdem eine Spule ein aufgewickeltes
Stück Draht ist, leitet es in beiden Richtungen gleich gut, unabhängig davon, ob
darin ein Dauermagnet ist oder nicht. Was die Betrachtung mit den Halbwellen betrifft, ist
das schon trügerisch. Für eine initiale kurzzeitige Betrachtung ist das schon richtig, nur länger
betrachtet wird der DC in realen Verhältnissen (R_cu>0) mit einer e-funktion gegen Null gehen.

Zitat:

6. Foto - Zu sehen DC Offset angehoben (Einschaltzeit verlängert) Negative Halbwelle nahezu unverändert/ Positive Halbwelle jetzt ca. 18mVp.

Hm, ich seh' da keinen DC-Anteil. Klar, die Peak-werte sind unsymmetrisch, aber das Integral (Fläche unter den Halbwellen)
über die Zeit sieht mir eher nach Null aus.

Also viel Erfolg beim weiteren Experimentieren Wink



Zuletzt bearbeitet von rue am Mi Apr 30, 2008 2:13 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Robert-Diart



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BeitragVerfasst am: Mi Apr 30, 2008 2:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ rue:
mit der " Alufolie längsseitig schlitzen " meinst du damit auch die vermeidung einer "kurzschlusswindung"?
dies war mir eben gerade auch mal eingefallen, und als ich noch mal nachschauen wollte, hatte ich genau deine worte gelesen!
mann kann auch an der stelle, wo sich das alu überlappt , ebenfalls eine isolierende folie darunter legen, dann ist das problem vorerst bei seite, allerdings hat man dann irgendwie immer wieder einen PARASITÄREN SCHWINGKREIS zwischen der "windung" aus der alufolie und der "kapazität", welche aus der unterbrechung der folie hervorgeht, egal, ob geschlitzt, oder überlappt:
beim schlitzen kann möglicherweise durch die öffnung hindurch eine zusätzliche kapazität zwischen kern und oberen alufolie entstehen, beim überlappen bildet die überlappung selber eine kapazität.
und somit ist jedes folienstück dann ein eigener schwingkreis.
möglicher weise mit ähnlicher resonanzfrequenz, je nach abmessungen der folien halt...
ich weiss ja nicht, ob diese schwingkreise stören?.......
@dodes: hast du die beiden aliufolien denn wirklich jeweils GESCHLOSSEN auf den kern gewickelt?
app reines eisen:
gut, das material ist sehr weich und duktil, es ist kaum härter als kupfer, ist aber ähnlich gut formbar und ähnlich schwer zerspanbar.
lg
robby
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Mi Apr 30, 2008 2:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

jepp 2 x volle Kurzschlußwindungen aus Alufolie, also kein Schlitz!

Aber bei der nächsten Spule könnte ich ja mal einen Schlitz und zwei Halbschalen einführen, evtl. verbessert das aufheben der Kurzschlußwindung, die induktive Einkopplung in den Kern.

Bin aber auch schon so besser geworden .... 40mA Input / Output -60mVp/+35mVp vieleicht schaffe ich heute noch die 100mV Marke Smile

Gruß Boris
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Sowasaberauch



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BeitragVerfasst am: Mi Apr 30, 2008 2:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Also, ob Tesla da ein Patent hat weiss ich nicht


Teslas Patent Nr 413353: Method of obtaining Direct from alternating currents (kannste bei www.pat2pdf.org runterladen)

Zitat:
Nachdem eine Spule ein aufgewickeltes
Stück Draht ist, leitet es in beiden Richtungen gleich gut, unabhängig davon, ob
darin ein Dauermagnet ist oder nicht.


Der reale Widerstand ist sicherlich gleich. Nur ist der Input eben ein Wechselstrom und die Impedanz der Spule eben nicht in beide Richtungen dieselbe.

Zitat:
Von einem Gleichrichter kann ich dann reden, wenn er DC in einer
Richtung schlechter leitet oder besser ganz sperrt.


Das ist nicht die Definition eines Gleichrichters wie ich sie machen würde. Was du da schreibt ist die Definition einer Diode! Ein Gleichrichter muss ein Wechselstrom so umwandeln, dass eine Last nur noch Stromanteile in einer Richtung sieht (Gleichstrom).

Zitat:
Für eine initiale kurzzeitige Betrachtung ist das schon richtig, nur länger
betrachtet wird der DC in realen Verhältnissen (R_cu>0) mit einer e-funktion gegen Null gehen.


Das ist ja eben der Witz: Der Eingang bei einem Gleichrichter ist ja gerade ein Wechselstrom und nicht DC!!!
Die Induktivitäten müssen natürlich so designt sein, dass sie in Sperrrichtung bei Arbeitsfrequenz nicht bereits zu früh zu gut leiten...

Klar hat diese Methode einige Nachteile, aber es ging hier ja nur drum, zu erwähnen wie man ganz einfach mit Magneten gleichrichten kann...
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rue



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BeitragVerfasst am: Mi Apr 30, 2008 4:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@sowasaberauch:

Ok jetzt versteh ich was Du meinst, ich hab mir das Patent angesehen, Du meinst
wahrscheinlich die Variante in Fig.6. Die setzt aber voraus, dass die beiden
DC-Pfade gleich belastet werden, sonst gibt es gegenseitige
Rückwirkungen.

Wenn man jetzt grundlegende Versuche wie Boris macht, sollte man das
auch bedenken, mit einer Spule allein wird man - zumindest nach diesem
Prinzip - keinen DC rauskriegen!
Vorallem auch weil den Coler-Geräten auch immer eine paarweise Verschaltung zugrunde liegen scheint Idea
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