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Der Osmose Motor
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challenger159



Anmeldedatum: 14.08.2007
Beiträge: 135
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: Di Apr 01, 2008 8:44 am    Titel: Der Osmose Motor Antworten mit Zitat

Leute, ich habe versucht meine Suche nach Energie mit der Notwendigkeit von finanziellen Einkünften zu verknüpfen. Deshalb biete ich seit kurzer Zeit mein letztes Osmose Motor Design als Papier Modell an. Für meine wochenlangen Forschungen verlange ich ein wenig Geld, ich hoffe, die Leute respektieren es und zocken mich nicht durch Piraterie ab.

Der Motor ist langsam und schwach, aber hey, er läuft, und zwar allein mit Wasser. Seine Energie bezieht er dabei durch Kühlung der Umgebung.

Guckst du hier:
http://www.megol.ch/watermotor/

Es geht mir aber nicht darum, EUCH dieses Produkt anzudrehen. Ich wollt einfach mal auf "mein jüngstes Kind" hinweisen, nicht ohne etwas Stolz.

Ach ja, übrigens... das ist KEIN April Scherz.


Zuletzt bearbeitet von challenger159 am Sa Mai 03, 2008 9:07 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Mi Apr 02, 2008 10:57 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hi CHallenger,

das ist ein nettes Teil, gefällt mir. Ich meine, daß ich bereits durch das Bild erfasst habe, wie es funktioniert. Wenn dem so ist, dann frage ich mich aber, warum das Papier so schnell reagiert. Hätte ich nur theoretisch für machbar gehalten.

Toll!

Edit:
Können wir das Ding offen diskutieren, oder hättest Du´s lieber geheim gelassen?
_________________
Grüße, Stefan
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LordNaikon



Anmeldedatum: 01.08.2004
Beiträge: 219
Wohnort: berlin

BeitragVerfasst am: Mi Apr 02, 2008 8:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zunächst bezweifle ich mal, prinzipiell, dass jenes Gerät seine Energie aus der Abkühlung seiner Umgebung bezieht Smile

So ganz hab ich das Teil auch noch nicht Verstanden, so wie du Steve. Aber vielleicht hab ich nicht ganz gesehen wie das Ding aufgebaut ist.

Vielleicht irgendwas mit unterschiedlichen Salzlösungen, die ausgeglichen werden?

Wie dem auch sei, finds ganz interessant und gegen ne Diskussion hätte ich nichts einzuwenden (*hust*) aber das ab ich ja net zu entscheiden.

Vielleicht bestell ich's ja mal für meinen kleinen Cousin, wenn der mal wieder zu besuch ist. (Soll nicht abwertend klingen, aber ansonsten werde ich wohl nicht die Muße finden, das zu basteln)

mit freundlichen Grüßen , ich Razz
_________________
Unter einer Supersymmetrie versteht man die Invarianz eines physikalischen Modells unter einer Transformation, deren infinitesimaler Parameter ein antikommutierendes Element einer Superalgebra ist.
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Mi Apr 02, 2008 8:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, ich würd schon behaupten das der Motor vom Wasser angetrieben wird das irgendwie vom Papier aus der Dose gesaugt wird und dabei an die Umgebung abgegeben wird.
Aber was hat das mit Osmose zu tun?
So wie ich das verstanden habe läuft der Motor dank der Kapillarwirkung.
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Do Apr 03, 2008 8:11 am    Titel: Antworten mit Zitat

Schaut Euch mal die seltsamen Schaufeln an.

Ich denke, Osmose ist das falsche Wort, schon eher Be- und Entfeuchtung und deren Folgen.
_________________
Grüße, Stefan
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rue



Anmeldedatum: 17.05.2004
Beiträge: 335
Wohnort: Kärnten/Österreich

BeitragVerfasst am: Do Apr 03, 2008 8:43 am    Titel: Antworten mit Zitat

Das Teil sieht zweifellos interessant aus und nehmen wir mal an
es funktioniert wirklich. Nur über das wie bin ich mir auch unschlüssig.

Ich stelle es mir so vor:
- Das Wasser wird aus dem Plastikbehälter über die Kapillarwirkung in die hintere
Rampe gesaugt
- Dort wird es an die anliegenden Papierschaufeln abgegeben
- Die Schaufeln werden dadurch schwerer und das Rad beginnt sich zu drehen
- die Schaufeln unten angelangt, geben allmählich die Feuchtigkeit an die Umgebung ab und werden leichter

Nur:
- Das Rad müsste sich andersherum als im Video drehen
- ist mir gefühlmäßig zu schnell
- Was hat das mit Osmose zu tun?

Hm...
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challenger159



Anmeldedatum: 14.08.2007
Beiträge: 135
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: Do Apr 03, 2008 7:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für euer Interesse.

Kapillarwirkung befeuchtet einen Verdunster Streifen. Der gibt Feuchtigkeit ab an die Schaufeln. Die biegen sich nach innen, wegen Osmose bzw. Semipermable Membrane / Diffusion, wie auch immer, der Schwerpunkt verschiebt sich (Hebelwirkung, nicht Gewicht durch Wasser) und das Rad dreht sich.

Der Teufel liegt im Detail. So sind einige Teile auf ausgeklügelte Weise beschichtet und ich wär froh, wenn die Leute meine Bemühungen (Wochenlange Material-Tests usw.) anerkennen. Lieber würd ich nichts dafür verlangen, aber das Amt zwingt mich nächstens, irgendwo Klos zu putzen, zu Harz4 Konditionen, wenn ich nicht etwas Geld verdiene.

Der Preis ist ev. noch etwas hoch. Aber immerhin ist es relativ einzigartig, und auch nicht so schwer wie z.B. eine Stirling Engine zu bauen.
Verglichen mit irgend einem How-To Buch liegts aber wohl noch drin.

Schliesslich ist es nicht nur ein How-To, sondern auch ein Papier-Modell.

Wie dem auch sei, hier wird vielleicht mehr interessieren, dass in diesem Modell nur 2-dimensional "geerntet" wird. Könnte man den Effekt in die dritte Dimension erweitern, so würden interessante Mengen an Energie abfallen. Überlegungen dazu - wen wunderts - gibt es bereits.

PS: "Runs by cooling the enviroment", Läuft durch Abkühlung der Umgebung... Begründung: durch die Verdunstung wird gekühlt. Eine andere Energiezufuhr gibt es nicht. Ich halte gerade diesen Aspekt für bemerkenswert. Sagt es Al Gore. Runs by Cooling...vs global warming Wink

PS2: sorry wegen dem dumpfbackig eingeflochtenen "Bose-Einstein Dingsi", das hat hier nichts verloren. Man muss auch mal einen Fehler eingestehen können.

Osmose geschieht nicht nur bei unterschiedlicher Salzkonzentration (marke reverse osmosis), sondern fast überall, wo z.B. ein Wasserhaushalt reguliert wird. Zitat:
Zitat:

Osmosis provides the primary means by which water is transported into and out of cells. The turgor pressure of a cell is largely maintained by osmosis, across the cell membrane, between the cell interior and its relatively hypotonic environment.

Von http://en.wikipedia.org/wiki/Osmosis
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Fr Apr 04, 2008 8:07 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kennen den Osmosebegriff nur von dem Thema Semipermeable Membran und Salzkonzentrationen. Insofern tue ich mich hier bei der Wasseraufnahme und Abgabe etwas schwer mit dem Wort.

Zu den Schaufeln:
die sollen ja wie ein Bimetall funktionieren, also warum nicht die eine Seite mit einem zugsteifen Klebefilm (Paketband oder so) bekleben statt aufwändig beschichten?

Ich versuche ja bei solchen Vorgängen/Apparaten immer, die Energiebilanz mitzuverfolgen. Bei aufgrund Quellung sich verbiegendem Papier komme ich aber echt ins Schleudern damit.

Nochmal, ich hätte nicht gedacht, daß das Verbiegen so schnell passiert, daß man damit ein Rad wirklich antreiben kann.
_________________
Grüße, Stefan
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challenger159



Anmeldedatum: 14.08.2007
Beiträge: 135
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: Fr Apr 04, 2008 10:15 am    Titel: Antworten mit Zitat

Nimm einen Streifen Papier und hauch ihn mal an
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Fr Apr 04, 2008 3:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Papier quillt auf wenns nass wird, damit wurde früher Stein gesprengt: Löcher reinmachen, Papier bzw. besser gesagt Holzfaserzeugs reinstopfen und nassmachen.
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DrQ_WI



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BeitragVerfasst am: Sa Apr 12, 2008 3:38 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Der Motor läuft mit altägyptischem Dynamit.

Geschenk für unseren Existenzgründer:
Flügel Hygroskopisch z.B: mit Natriumhydroxid oder Zeolith aus chemischem
Luftentfeuchter beschichten und/oder Solarspiegel zur Trocknungsbeschleunigung einsetzen.

Industrieell wäre sowas zur Mehrsalzgewinnung interessant.
(Gradierwerk)

Gruß: DrQ_Wi
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Steve



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Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Mo Apr 14, 2008 11:09 am    Titel: Antworten mit Zitat

Dr Q:
Welcher Luftentfeuchter enthält Zeolith und welcher Natriumhydroxid?

Daß NaOH stark hygroskopisch ist, weiß ich, aber das Zeug faß ich selbst mit einem Handschuh nicht wirklich an.

Und Zeolith, das suche ich schon länger aus dem Augenwinkel... wie / wo wird das verbastelt?
_________________
Grüße, Stefan
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DrQ_WI



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BeitragVerfasst am: Mi Apr 16, 2008 5:24 am    Titel: PN Antworten mit Zitat

Chemische Luftentfeuchter sind diese 5€ Kisten mit Chemikalienbeutel;
vermutlich ein Hydroxid.
Ansonsten ist NaOH auch als Rohrfrei und Entwickler bekannt.
Zeolith wird als Trocknungsmittel in Fensterrahmen eingestezt, sowie
in den kleinen Säckchen mit der Aufschrift "Silica Gel", die man manchmal
in Verpackungen feuchtigkeitsempfindlicher Produkte findet.
Meine Laborchemikalien beziehe ich in Wiesbaden-Schierstein bei
A+E Fischer Chemiegroßhandel, da gibts so ziemlich alles, aber besser
mit Gewerbeschein.


Hast recht, die Sachen sind nicht unproblematisch, man müsste etwas experimentieren um eine Beschichtungssubstanz zu finden die stark Hygroskopisch und nicht toxisch/ätzend ist.
Grob gesagt gilt halt leider, je weiter man sich von Ph-neutral entfernt;
sauer oder alkalisch, desto hygroskopischer.

Andererseits sind die Mengen der Beschichtungssbstanz gering.

Meine Denkansätze befassen sich mit Anwendungen, die nach Möglichkeit
in Richtung einer konkretisierbaren Nutzung gehen.

Ein anderer Ansatz wäre es durch ein aufquellendes Arbeitsmedium größere Massen zu bewegen:
Außen Quellriemensegmente , verbunden mit je einem Gewicht, das zum
Radzentrum hin mit einem Gummiband oder Spiralfeder befestigt wird.
Größere bewegte Masse = mehr Leistung um eventuell Arbeit zu verrichten.
Mit Quellkräften kann man mehr Gewicht als mit einem Wagenheber bewegen, das sollte man nutzen.
Die Ägypter haben mit quellenden Holzkeilen die Steinblöcke für die Pyramiden gesprengt.



Übrigens wenn du für dein jetziges Produkt in größeren Stückzahlen
absetzen möchtest:
1. Gebrauchsmuster
2. Verkauf als Beilage für Wissenschaftsmagazine, YPS-Hefte,...
3. Lehrmittelvertrieb z.B. Phywe (Lehrmodelle)
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Mi Apr 16, 2008 8:14 am    Titel: Antworten mit Zitat

Also, chemische Luftentfeuchter enthalten ein Salz CaCl oder KCl (weiß nicht mehr genau, kann ich mal daheim nachsehen)
_________________
Grüße, Stefan


Zuletzt bearbeitet von Steve am Mi Apr 16, 2008 10:43 am, insgesamt einmal bearbeitet
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DrQ_WI



Anmeldedatum: 21.03.2008
Beiträge: 152
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: Mi Apr 16, 2008 9:11 am    Titel: Antworten mit Zitat

Die wasserleitenden Zellen im Holz sind die Tracheen; physikalisch betrachtet Kapillarröhrchen.

Bei gewachsenem Holz/trocken Blättern/ Hanfseilen müsste der Expansionseffekt größer sein als in Papier, da die Stabilität des Papiers auf der chaotischen Faseranornung beruht, was einer Expansion entgegen wirkt.

Haare reagieren gut auf Luftfeuchtigkeit und wurden in Hygrometern eingesetzt.
Hab gerade mein Hygrometer seziert und darin eine einseitig beschichtete
Spiralfeder gefunden, also "Hygroskopisches Bimetal".

Luftentfeuchter weißes bis blaues Granulat;
könnte auf Kupfersulfat hindeuten.
Speicherkapazität für reelle Mengen Luftfeuchtigkeit = Humbug.
Chemische Luftentfeuchtung eignet sich nur für Kleinstmengen
>1ml Wasser.
Für eimerweise Ertrag sorgen Klimaanlagen (Kondenswasser)

P.S. Hab das Thema "Osmose" auch mal ergänzt.
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