forum.hcrs.at Foren-Übersicht forum.hcrs.at
Freier Gedankenaustausch zur
HCRS Home Labor Page

 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Osmose
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    forum.hcrs.at Foren-Übersicht -> Physik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
challenger159



Anmeldedatum: 14.08.2007
Beiträge: 135
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: So Feb 17, 2008 4:51 am    Titel: Osmose Antworten mit Zitat

Leute ich hab mal ne Frage: Holz hat ja die Eigenschaft, Feuchtigkeit zu absorbieren und wieder abzugeben, je nach eigener Feuchtigkeits-Sättigung. Dies geschieht, wie man mich belehrte, durch Osmose, jedenfalls im weitesten Sinn.

Nimmt diese osmotische Eigenschaft mit de Zeit ab? Damit meine ich nicht bakteriellen Zerfall nach langer Zeit, sondern quasi ein "Verbrauchen" der Reaktionsfreudigkeit, wo durch intensive Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit des Holzes z.B. durch minütliche, kontinuierliche Klimawechsel dessen Reaktionsvermögen zunehmend reduziert wird? (Sehen wir einmal ab von Verkalkung usw.)

Oder ist Osmose in Holz völlig regenerativ?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ManuelPeh



Anmeldedatum: 04.12.2006
Beiträge: 27
Wohnort: Aix la Chappelle (Aachen)

BeitragVerfasst am: So Feb 17, 2008 12:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn mich nicht alles täuscht, beeinflußt das Alter von Holz die Osmose als solche nicht.
Generell sind alle Gase/Flüssigkeiten bestrebt, sich gleichmäßig zu verteilen und einen lokalen "Unterdruck" des eigenen Materials auszugleichen. Wasser wird also immer das Holz entsprechend der Umgebungsfeuchte be-/entfeuchten, bis die Konzentrationen ausgeglichen sind. Und Holz nimmt auch in Staubform nach wie vor Wasser auf und gibt es unter gegebenen Umständen wieder ab.
Mir ist nicht bekannt, daß sich das mit zunehmendem Alter ändert; solange das Material nach wie vor Holz ist und sich nicht durch Beeinflussung von außen verändert.
Solange Dampfmoleküle kleiner sind als die Struktur eines Materials, wird die Feuchtigkeit immer ausgeglichen werden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Mo Feb 18, 2008 12:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Daß das Holz über Osmose Feuchtigkeit abgibt oder annimmt - wäre mir neu. Könnte ich mir aber vorstellen für die Wasseraufnahme in den Wurzeln.

Ich hätte da mal an Kapillarität gedacht.

Ich kenne die genaue Def. für Osmose nicht, aber man braucht dazu immer eine Membran mit Porengröße passend zum Durchlassen der beteiligten Flüssigkeit, aber zum Sperren von z. B. gelösten Salzen.
Die Lösung auf der einen Seite der Membran enthält mehr Salze als die andere. Salz und Lösemittel binden einander sehr stark, sodaß Lösemittel durch die Membran bevorzugt in Richtung hochkonz. Salzlösung wandert.
Dadurch baut sich der osmotische Druck auf. Er hängt ab von den beteiligten Salzkonzentrationen und der Beschaffenheit der Membran.

Drum platzt die Wurscht so leicht. Tip: Wurstwasser salzen. Dann gehen die Teile nicht so arg auf.
_________________
Grüße, Stefan
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Mo Feb 18, 2008 4:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Tipp: Nicht kochen. Wasser heißmachen, Topf vom Herd, Würste rein und ziehen lassen, fertig.
Würstchen platzen mir nur weil sie zu heiß wurden, die können Stunden im Wasser liegen ohne das sie platzen.

Holz zieht nicht mehr Feuchtigkeit aus der Luft als ohnehin drin ist, es liegt kein Osmosischer Effekt vor. Darum kann/muss man Holz einfach draussen ein, zwei Jahre trocknen lassen bevor man es verheizt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Mo Feb 18, 2008 10:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Daß man traditionell Wurst nich kocht weiß ich auch, es ging mir mehr um das warum.

Oder warum sonst sollte eine Wurst platzen?
_________________
Grüße, Stefan
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Mo Feb 18, 2008 11:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, wie ich schon sagte, so ne Wurst kann schon mal stundenlang im Wasser rumliegen ohne zu platzen, scheint also vorrangig zu passieren wenns ihnen zu warm wird.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Di Feb 19, 2008 12:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Und warum sollte sie platzen wenns ihr zu warm wird - ich platze doch auch nicht wenn ich in die Sauna gehe...?

Ich meine, bei der Wurst sind es zwei gegenläufige Prozesse:
1. das osmotisch bedingte Aufquellen, begünstigt von großer Hitze.
2. das langsame Entspannen über gewisse Lecks im Wurstdarm.

Wenn man genügend langsam erhitzt, bleibt der Wurst genügend Zeit, Überdruck abzulassen ohne zu platzen.
So stell ich mir das vor.
_________________
Grüße, Stefan
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Robert-Diart



Anmeldedatum: 12.11.2003
Beiträge: 372
Wohnort: Dremmen (Aachen)

BeitragVerfasst am: Di Feb 19, 2008 2:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

...ich denke mal eher, das siedende wasser in der dichten wursthülle will bei über 100 grad einfach nur "nach draussen" und dies notfalls mit gewalt!
mehr nicht!
eine wurst platzt nämlich auch in einer kochenden SALZIGEN suppe ( wo ein gegenteiliger osmoseeffekt es eher verhindern würde!) , oder gar in der mikrowelle, da is nix mit osmose !
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Mi Feb 20, 2008 9:08 am    Titel: Antworten mit Zitat

Die Mikro laß ich nicht gelten, da ist es wirklich der Dampf. Da hast Du Recht. Aber davon rede ich ja nicht.
Aber im Topf muß das Wasser nicht sieden, die Würste platzen trotzdem; Also muß es doch was anderes sein als die Dampfblasen.

Und in der Suppe: kommt vielleicht auf den Salzgehalt an (der Suppe und der Wurst.)
_________________
Grüße, Stefan
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Mi Feb 20, 2008 2:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn die Wurst einfach nur im Wasser rumliegt platzt sie nicht, das passiert nur beim heißmachen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Do Feb 21, 2008 9:06 am    Titel: Antworten mit Zitat

Weißt was, ich mach mal wieder ein Experiment. Allerdings hab ich jetzt dieses Wochenende keine Zeit mehr dazu.
_________________
Grüße, Stefan
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
LordNaikon



Anmeldedatum: 01.08.2004
Beiträge: 219
Wohnort: berlin

BeitragVerfasst am: Do Feb 21, 2008 9:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Steve hat Folgendes geschrieben:
Weißt was, ich mach mal wieder ein Experiment. Allerdings ...


Weißt was, so nenn ich Kochen auch immer Wink
_________________
Unter einer Supersymmetrie versteht man die Invarianz eines physikalischen Modells unter einer Transformation, deren infinitesimaler Parameter ein antikommutierendes Element einer Superalgebra ist.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
challenger159



Anmeldedatum: 14.08.2007
Beiträge: 135
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: Do Feb 28, 2008 5:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aso Leute, jetzt hab ich Lust auf Würste bekommen... und das obwohl mir mein Arzt davon abrät..

Danke für die Antworten. Schätze mal, die Expansion der Würste hat weniger was mit Osmose zu tun, als mit Volumenänderungen bei Temperaturwechsel (kochen nicht nötig) einiger Inhaltstoffe.
Hier ist ein Wiki Beitrag zum Flüssigkeitstransport in Pflanzen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Xylem

Hauptsächlich wirkt hier der sogn. "Transpirationssog", aber auch die "Wurzelosmose" erledigt einen Teil der Arbeit.

Grundsätzlich könnte man also Holz als einen Mittler im Wasserkreislauf (das stetige Bedürfnis der Luft, sich mit Wasser zu sättigen) verwenden und dabei involvierte Energien abzweigen, wenn auch in kleinem Umfang.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
DrQ_WI



Anmeldedatum: 21.03.2008
Beiträge: 152
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: Mi Apr 16, 2008 7:40 am    Titel: Antworten mit Zitat

Was im Süßwasser platzt, sind Salzwasserfische.

Für die Weißwurst ist ne Opferwurst besser, damit der Geschmack nicht auslaugt.


Wurzeln nehmen Wasser durch Osmose auf, Holz leitet Wasser durch
Kapillarkraft; das heißt, es saugt und quillt wie ein Schamm und der ist regenerativ.

Beim "Osmosemotor" wird Luftfeuchtigkeit, also quasi destilliertes Wasser verwendet, so das außer der Luftverschmutzung kein Störstoffe vorhanden sind.

Generell wird als Osmose der Konzentrationsausgleich zweier verschiedenstarker Lösungen durch eine Semipermeable Membran bezeichnet, was auch als Dialyse bekannt ist.

Da Kapilarwirkung, Quellkraft und Transpirationssog den Motor antreiben
und Osmose erst mit hygroskopischer Beschichtung eine rolle Spielen
wird, schlage ich den Namen "Blumenkraftmotor" vor, denn ungefähr nach diesem Funktionsprinzip öffnen sich morgens die Blüten.

peace: DrQ_WI
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Di Okt 25, 2011 9:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also, Jungens.

Ich habe DAS Experiment gemacht.

Ich habe RICHTIG viel Salz ins Wasser gekippt (Abschätzung wie viel Salz wohl in so ein Wurstbrät reinkommt, entsprechend ins Wasser)
Suppe ist nicht salzig genug aber besser als ohne. Der Topfboden war so 3cm hoch mit Wasser bedeckt und da habe ich bestimmt an die zwei Teelöffel Salz reingekippt. (wer das als Suppe nimmt, na danke...)

Testobjekt: Wienerle. (Die sind vermutlich deutlich salziger als Weißwürste und damit muß das Kochwasser auch kräftiger gesalzen werden)

Ich habe entgegen jeder üblichen Zubereitung die Würscht kalt aufgesetzt, zum Kochen gebracht und habe sie 5 volle Minuten (!) sprudelnd kochen lassen.

Ergebnis: Sie sind wirklich nur minimal aufgequollen und erst am Ende der 5. Minute Kochen hat eine Wurst wirklich angefangen, ganz an der Spitze aufzuplatzen.

Geschmeckt haben sie ganz normal, durchaus nicht extra salzig.
Was mir aufgefallen ist, war daß sie eben nicht so richtig knackig sein wollten wie sonst. Ist ja auch logisch, wenn sie nicht quellen.

Mein Fazit: Osmose, sonst nix.


Das wäre eine Idee, wenn einer eine Party macht und nicht alle heißen Würscht auf einmal ausgeben kann. Im sehr kräftigen Salzwasser kann nicht viel passieren.
_________________
Grüße, Stefan
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    forum.hcrs.at Foren-Übersicht -> Physik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.


CrackerTracker © 2004 - 2020 CBACK.de

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de