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Humor: Intensivkurs Drehbank für Anfänger/Fortgeschrittene

 
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schramberg



Anmeldedatum: 02.06.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: Sa Jun 03, 2006 5:58 pm    Titel: Humor: Intensivkurs Drehbank für Anfänger/Fortgeschrittene Antworten mit Zitat

Interesse?

Hier könnt ihr alles lesen, was man so nirgends liest.

Alles nicht so ernst gemeint, wie man an meiner ersten Frage schon erkennt:

Links an der Drehe sitzt der Spindelstock.

Frage 1: Was macht der?

Frage 2: Wieso sitzt der links?
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Sa Jun 03, 2006 6:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

1: Sich drehen?
2: Weil rechtsradikale Spindelköpfe in Deutschland verfassungsfeindlich wären? Wink
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schramberg



Anmeldedatum: 02.06.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: Sa Jun 03, 2006 6:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Andi hat Folgendes geschrieben:
1: Sich drehen?
2: Weil rechtsradikale Spindelköpfe in Deutschland verfassungsfeindlich wären? Wink


Frage 1: falsch

Tipp: der Spindelstock macht zwei Sachen zugleich. Welche könnten das sein? Ohne daß wir wissen, was der Spindelstock macht, können wir nicht weitermachen.

Wenn sich der Spindelstock nur drehen würde, hätten wir ein Karussel. Wink

Frage 2: Weiß ich auch nicht. Ich vermute, da die Drehbänke lange vor den Rechtsradikalen erfunden wurden: weil die meisten Leute Rechtshänder sind. Für einen Rechtshänder ist der Spindelstock links richtig.

Falls die Drehe hierzulande demnächst auch noch unter den 130er fallen sollte, möglich ist alles, hätten die Chinesen ein echtes Export-Problem. Very Happy
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Sa Jun 03, 2006 6:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, Spindelstock. Ich bin Elektriker, ich könnte höchstens raten was das jetzt genau ist. Warscheinlich das Ding auf der linken seite wo`s Futter drangedingst ist.
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schramberg



Anmeldedatum: 02.06.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: Sa Jun 03, 2006 7:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Andi hat Folgendes geschrieben:
Hm, Spindelstock. Ich bin Elektriker, ich könnte höchstens raten was das jetzt genau ist. Warscheinlich das Ding auf der linken seite wo`s Futter drangedingst ist.


Wenigstens ehrlich. Wink

Allerdings vor Elektrikern hab ich Respekt, bin Voll-Mechaniker ohne Elektrik. Wink

Antwort: der Spindelstock liefert 1.) den Antrieb und hält 2.) das Werkstück fest.

Mit anderen Worten: er hält ein Werkstück fest und dreht es rechts oder links herum.

So eine Definition wirst du in keinem Buch lesen.

Wenn du dir eine Fräse vorstellst: da ist es ja ganz anders.

Idea

Der wesentliche Unterschied ist, daß sich in einer Drehbank das Werkstück dreht und das Werkzeug still steht, während in einer Fräse das Werkstück stillsteht und das Werkzeug sich dreht.

Idea


Die nächste Frage wär dann:

Frage 3.: Wie hält der Spindelstock das Werkstück fest? Wie macht er das?

Mit deinem "Futter draufgedingst" bist du nämlich schon auf dem Holzweg. Mal allgemein denken ... Wink
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Sa Jun 03, 2006 7:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß was ne Drehbank ist, aber nicht was ein Spindelstock sein soll.
Und wenn es nicht das sich drehende Teil mit dem Loch drin ist an dem das Futter befestigt wird mit dem man das Werkstück einspannt ist dann weiß ich auch nicht was es sein soll.
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schramberg



Anmeldedatum: 02.06.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: Sa Jun 03, 2006 7:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Andi hat Folgendes geschrieben:
Ich weiß was ne Drehbank ist, aber nicht was ein Spindelstock sein soll.


Das hab ich doch gerade erklärt.

Das Werkstück wird vom Spindelstock festgehalten und gedreht.

Der Spindelstock ist das Herz von der Drehbank. Von da geht alles aus.

Alle denken erstmal an die komplette Drehbank aber rein didaktisch ist das völlig verkehrt.

Die Frage wär daher jetzt: wie schafft der Spindelstock das? Wie schafft er es, sich zu drehen, und wie schafft er es, das Werkstück festzuhalten?

Vorschläge? Wink
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schramberg



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BeitragVerfasst am: So Jun 04, 2006 12:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja,

das Interesse ist ja eher mäßig. Wink

Auf einem Mittelalter-Turnier habe ich einen Nachbau einer Maschine aus dem 12. Jhdt. gesehen, nämlich um Zinn-Becher zu drehen.

Das Ding war mit Fußantrieb (stufenlose Drehzahlregelung Wink ) und besaß als Spindelstock etwas aus Holz, wo der Zinn-Rohling irgendwie festgeklemmt wurde, und zwar so, daß man ihn mit dem Innenleben auf einen Zapfen gepreßt hat.

Die Spanabnahme erfolgte dann mit einem handgeführten Stech-Eisen, das auf einer Leiste abgestützt wurde (frühe Version des Bettschlittens), und je nach Geschicklichkeit entstand dann schon eine sehr brauchbare Oberfläche, auf dem Mittelalter-Turnier wie gesehen, sogar eine sehr brauchbare.

Innenausdrehen kannten die auch schon (im 12. Jhdt (!) ).

Das konnte ich leider nicht life verfolgen, weil mir das zu lange gedauert hätte. Der Vorführer meinte, sie hätten dann andere Spannmittel. So hätte es gehen können: eine Abstützleiste quer zum Bett gelegt, ein Vorläufer des heutigen Kreuzschlittens. Wink
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smart



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BeitragVerfasst am: Di Jun 06, 2006 1:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hab 0 Ahnung vom ganzen. Wohn im Erzgebirge, da gibt es so was öfters. Hab schon mal eine in betrieb gesehen. Mein Vater hat mal nen Pfefferstreuer und nen Salzstreuer gedrechselt. Ist das das gleiche?
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franzbrantwein



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BeitragVerfasst am: Di Jun 06, 2006 4:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

drechseln tut man eigentlich nur holz, wobei mein ehemaliger meister auch messing gedrechselt hat Rolling Eyes
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smart



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BeitragVerfasst am: Mi Jun 07, 2006 6:04 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ach so, ja. Der Salz und Pfefferstreuer war aus Holz, aber ist der Maschinenaufbau bei beidem gleich oder gibt es Unterschiede.

Ach und wegen der Fräse hab ich auch schon beeindruckende Sachen gesehen:
Beliebige Werkstücke können so kopiert werden. In eine Vorrichtung kommt das Original, was von einem Arm abgetastet wird. Über den Arm steuert es eine Fräse auf der anderen Seite, die das Werkstück bearbeitet. Bei etwas rundemwird eigentlich das Werkstück noch gedreht, also müsste es ja eingentlich doch keine Fräse sein oder?
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uli.paul



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BeitragVerfasst am: Mi Jun 14, 2006 3:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Bei den neuen Maschinen findet man häufig eine Kombination aus Fräse und Drehbank - weswegen die auch "Bearbeitungsmaschinen" genannt werden. Meist ist das Werkstück drehbar eingespannt (wie bei einer Drehbank) und die Werkzeuge sind frei beweglich, wobei sie sich selber auch drehen können (wie bei einer Fräse). Werkzeugwechsel und Umspannen des Werkstücks erfolgen automatisch.

Allerdings sind diese Maschinen recht teuer und werden damit nur für Kleinserien eingesetzt.

Um die offene Frage zu beantworten: Bei einer Drehbank wird das Werkstück im "Futter" eingespannt, gehalten von 3 oder 4 "Backen", die durch einen Vierkantschlüssel nach außen oder innen verstellt werden können. Dabei ist durch die Mechanik sichergestellt, daß sie sich absolut identisch verhalten: Nach innen gedreht treffen sie sich exakt auf der Drehachse und haben - nach außen gedreht - alle jeweils den selben Abstand von ihr.

Normalerweise verwendet man das 3-Backenfutter, einfach deswegen, weil das ein rundes Werkstück garantiert zentrisch hält und das Werkstück nicht kippeln kann, selbst wenn es wollte. Das 4-Backenfutter kommt zum Einsatz, wenn man ein Werkstück mit 4 (oder Cool Seiten bearbeiten will. Ein Beispiel hierfür wäre eine konische Vertiefung in einem Würfel oder Quader.

Ach ja, der Unterschied zwischen einer Drechselbank und einer Drehbank ist nur die Werkzeughalterung. Eine Drechselbank hat keine, sondern nur eine Leiste, auf der man das Werkzeug auflegen/abstützen kann. Für weiche Materialien und bei geringer Präzision hat das Vorteile, da man viel schneller arbeiten kann. Wenn das Material aber hart ist und eine hohe Präzision erforderlich ist, dann nimmt man eine Drehbank.
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leenders



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BeitragVerfasst am: Mi Mai 02, 2007 9:31 am    Titel: Ihr seid euch aber im klaren daß... Antworten mit Zitat

schramberg hat Folgendes geschrieben:
Andi hat Folgendes geschrieben:
Ich weiß was ne Drehbank ist, aber nicht was ein Spindelstock sein soll.


Das hab ich doch gerade erklärt.

Das Werkstück wird vom Spindelstock festgehalten und gedreht.

Der Spindelstock ist das Herz von der Drehbank. Von da geht alles aus.

Alle denken erstmal an die komplette Drehbank aber rein didaktisch ist das völlig verkehrt.

Die Frage wär daher jetzt: wie schafft der Spindelstock das? Wie schafft er es, sich zu drehen, und wie schafft er es, das Werkstück festzuhalten?

Vorschläge? Wink



Ihr seid euch aber im klaren daß, beim Futter auf der linken Seite mit dem Quersupport von rechts ran gearbeitet wird. Und dies doch meistens ordentlich, denn sonst würden viele Beschwerden kommen.

Rolf

Gut Ding will Weiler haben
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uli.paul



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BeitragVerfasst am: Do Mai 03, 2007 3:21 am    Titel: Antworten mit Zitat

Dass man auf den Spindelstock zu arbeitet, hat den einfachen Grund, dass dann das Werkzeug zum Werkstück hin gezogen wird (bei Drehrichtung, dass das Werkstück etwas unterhalb der Drehachse Kontakt zum Werkzeug hat) und der Spindelstock nur Druckkräfte aufnehmen muss. Auch alle Abweichungen müssen nur vom Spindelstock aufgenommen werden. Aber das sind eher klassische Regeln.

Hat man ein Werkzeug neuerer Bauart, dann ist es relativ egal, in welche Richtung man es bewegt, da es zwei Schneidkanten besitzt - ein klassischer Drehstahl hat nur eine! - und damit war es klar, dass man früher die eine Schneidkante in das Werkstück vorgetrieben hat.

Aber das sind bald Anachronismen, da die Werkzeugmaschinen immer ausgefeilter werden und somit den Begriff "Drehbank" oder "Fräsmaschine" eher historisch, akademisch erscheinen lassen.
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