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Was ist ein Inertial-Triebwerk
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werner100



Anmeldedatum: 26.07.2009
Beiträge: 777

BeitragVerfasst am: So Jun 29, 2014 9:58 am    Titel: Was ist ein Inertial-Triebwerk Antworten mit Zitat

Hallo -

Angeblich soll es neuerdings sog. Inertial-Antriebe geben,
die einen "reaktionslosen" Schub erzeugen.

Das ist natürlich Unfug, denn eine dynamisch erzeugte Antriebskraft kann
nach Newton nur als Reaktion oder Gegenkraft auf eine unter
Energiezufuhr erzeugte Kraftwirkung entstehen.
Dynamisch gilt die bekannte Formel

Aktio=Reaktio

immer noch als Grundlage aller energetisch erzeugten Kraftwirkungen.
Erst im statischen Fall fällt dann die Energiezufuhr weg.

Auch bei der Rotierenden Masse am festgehaltenen Faden, die
nach Erreichen der Drehfrequenz frei gelassen wird und dann tangential
wegfliegt, musste natürlich erst unter Anwendung einer
Beschleunigungskraft die Rotation in Gang gebracht werden.
Diese Primärkraft kann man nicht unter den Tisch fallen lassen.

Man ist also gut beraten, auch beim Inertial-Antrieb das Rückstoss-Prinzip
als Grundlage der Schuberzeugung beizubehalten.

Allerdings kommt dann doch eine Neue Bedingung hinzu, die darin
besteht, dass die Stützmasse für die Antriebskraft nicht aus dem
Schwerpunktsystem des Fahrzeugs entlassen wird, sondern umkehrt und
dabei einen Gegenstoss am Gesamtschwerpunkt überträgt.

Das ist in der Tat sehr unangenehm, denn dieser Gegenstoss hebt die
vorherige Antriebskraft wieder auf oder führt zu einer periodischen
Bremsung der erreichten Fahrgeschwindigkeit, die selten über eine
Ruck-Folge hinausgeht.

An dieser Stelle ist es spätestens angebracht, dazu einmal die Impuls-
Erhaltung der Mechanik zu bemühen und zu zeigen, wie weit eigentlich
diese Gesetzmässigkeit den Inertial-Antrieb bestimmt.

Gruss
Werner
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Zuletzt bearbeitet von werner100 am Fr März 06, 2015 4:30 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Sowasaberauch



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Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Di Jul 01, 2014 1:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich ist eigentlich völlig klar, wie diese Antriebe funktionieren.

Sie beruhen darauf, dass die Reibung bzw. der Widerstand nicht linear mit der Geschwindigkeit steigt.

In der Luft ist z.B. bekannt, dass bei höheren Geschwindigkeiten der Widerstand quadratisch mit der Geschwindigkeit steigt.

Wenn ich nun eine Masse in einem Objekt so oszilliere, dass Sie sehr schnell in eine Richtung bewegt wird und nur sehr langsam in die andere, dann ist der Luftwiderstand bei der schnellen Bewegung überproportional grösser, und deshalb bewegt sich das Objekt im Schnitt in eine Richtung.
Der Effekt ist extremer, je mehr Geschwindigkeitsunterschied ich hinbekomme.

Das geht natürlich auch in anderen Medien, wie z.B. Wasser.
Und natürlich funktioniert das nicht mehr, ohne ein solches umgebende Medium. D.h. im Vakuum passiert nichts.

Ich habe ja schonmal früher hier im Forum die Hypothese aufgestellt, dass man damit theoretisch einen "UFO"-Antrieb basteln könnte.
Ob man damit aber so ein starken Auftrieb erzeugen könnte, wage ich zu bezweifeln.
Der Vorteil bei meinem "Vorschlag" von damals wäre gewesen, dass nicht das Objekt selbst die ganze Zeit so stark oszillieren muss, sondern nur eine Wolke von Ionen über und unter dem Objekt.
Denn je weniger Masse beteiligt ist, desto einfacher ist es, sehr starke Beschleunigungen zu haben, d.h. grosse Oszillationsgeschwindigkeiten zu erreichen.

Zumindest würde es die Beobachtung erklären, welche oft gemacht wird, dass sich die Frequenz eines solchen Objekts stark erhöht, wenn es davon fliegt.
(In Berichten wird oft erzählt, dass das Objekt im Schwebeflug, oder am Boden nur ein tiefes Brummen von sich gibt, ähnlich dem Netzbrummen. Dieses Brummen sich aber verwandelt in ein hochfrequentes Signal im KHz-Bereich, wenn sich das Objekt schnell wegbewegt)

Um aber ganz ehrlich zu sein:
Ich glaub nicht an diese Art von Antrieb, denn damit wird es nicht möglich sein hohe Geschwindigkeiten zu erreichen, da man immernoch den Luftwiderstand an sich hat. Wobei der Luftwiderstand sich dann zwischen Ionenwolke und Aussenluft abspielen würde, und nicht am Objekt selbst. Für den Gesamtwiderstand spielt das jedoch keine Rolle.
Zusätzlich hat man das Problem, dass genügend Luft jeweils Nachströmen muss. Und viel schneller als 1 Mach bewegen sich die Luftteilchen nicht...

Zudem dürfte diese Art von Antrieb extrem Laut sein...wenn man das ganze nicht in den Ultraschall-Bereich verlegt.
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werner100



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Beiträge: 777

BeitragVerfasst am: Di Jul 01, 2014 4:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo -

Mein Ansatz sollte eigentlich in Richtung der gegebenen Grundlagen gehen
und noch weiter ausgeführt werden.

Die Vermutung zu technisch höher entwickelter Flugmaschinen kann man
natürlich über die vorhandenen astronomischen Entfernungen im Weltraum
abstützen.
Damit hat man aber noch keine machbare Lösung gefunden.

Was heute an vorgeführten "Inertial-Drives" so herum kraucht und humpelt macht wenig her.

Was läuft da schief?

Ich denke, dass sich eine Verbesserung oder Steigerung der Effektivität
erst dann einstellt, wenn man methodisch an die Sache herangeht und
die Gegenstoss-Analyse im abgeschlossenen System in den Mittelpunkt
stellt.
Warum habe ich Grund zu dieser Annahme?

Stellt man 2 abgeschlossene Systeme in Form von 2 kastenförmigen
Hohlkörpern auf einer Plattform einander gegenüber, dann liessen sich
die berührenden Frontseiten öffnen und die Inneren Treib -oder
Stützkörper könnten sich dort treffen und interagieren.

Die Treibkörper würden somit zum einen in ihren Systemen verbleiben
und dort hin und her schwingen, sich andererseits aber an den geöffneten
Seiten begegnen und dort Energie und Kraftstösse austauschen.

Indem nun die geschlossenen Systeme I und II relativ zueinander
geöffnet sind, erhalten sie die Eigenschaft des Offenen Impulssystems
zurück und bleiben als kombiniertes Aggregat bezogen auf den
Gesamtschwerpunkt der Anordnung aber weiterhin nach aussen undurchlässig.

Mit dieser Konzeption steigt nicht nur die Aussicht auf eine starke
Schubkraft , sondern auch das Vermögen ohne Verlusst von Treibmasse
besonders energiesparend zu arbeiten bzw Schub zu erzeugen.

Ich denke, darin liegt der nächste Schritt der Entwicklung.

Gruss
Werner
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Zuletzt bearbeitet von werner100 am Di Jul 01, 2014 4:39 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Sowasaberauch



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Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Di Jul 01, 2014 4:38 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Vermutung zu technisch höher entwickelter Flugmaschinen kann man
natürlich über die vorhandenen astronomischen Entfernungen im Weltraum
abstützen.


Ich glaub nicht das die Dinger im Weltall fliegen können.
Die sind IMHO viel irdischer als manche Leute glauben möchten... Wink

Und wie gesagt: Diese Prinzip funktioniert sowieso nur mit einem einigermassen Dichten Medium drumrum. D.h. in grosser Höhe, oder sogar im All ist das komplett Nutzlos.

Zitat:
Damit hat man aber kein machbare Lösung gefunden.


Ist doch Kinderleicht, kleine effizientere Maschinen zu basteln, als dieser Käse den man überall sieht.
Hier scheinen die meisten Leute eben nicht begriffen zu haben, woher der Schub kommt, und denken, es ist wichtig eine Masse hin und her zu Beschleunigen, was völliger Käse ist.

Hab das schonmal erwähnt: Mit einem einfachen Lautsprecher und einem Sägezahn kann man einiges mehr an Schub erzeugen. Speziell wenn man den Lautsprecher etwas modifiziert, sodass schneller und einfacher Luft nachströmen kann.
Aber genug Schub um damit vertikal abheben zu können, schafft man mit einem normalen Lautsprecher klar nicht.
Ist aber ein lustiges Experiment und zeigt klar, das Grundprinzip.
Wenn man ein Sinus auf den Lautsprecher legt, dann bewegt sich (fast) gar Nichts.
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werner100



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BeitragVerfasst am: Di Jul 01, 2014 4:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Verstehe -
Du glaubst nicht an die Funktion im Leeren Raum.

Das aber ist für mich das einzig sinnvolle Motiv, über den normalen
Rückstoss hinaus zu kommen.
Ich kann auch keine zwingende Bedingung erkennen, warum der Inertial-
Antrieb auf äussere Hilfskräfte angewiesen sein soll.

Solange man natürlich ein 2-Körper-System anwendet, gilt die
Impuls-Nullsumme im Geschlossenen System.
Das muss man vermeiden - indem man das System kompatibel mit
NEWTONs Grundsätzen erweitert.

Ist ja auch irgendwie widersinnig, erst einen geschlossenen Kasten
einzuführen und dann doch wieder auf Hilfskräfte von aussen angewiesen
zu sein.

Wenn Du ein Beispiel kennst, wo das zwingend erforderlich ist, dann nenne es doch mal...

Gruss
Werner
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werner100



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Beiträge: 777

BeitragVerfasst am: Mi Jul 02, 2014 8:42 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo -

Das beste mir bekannte Beispiel für einen praktisch vorgeführten Inertial-
Antrieb ist der über googeln sofort aufrufbare Titel:

Double Pendulum Drive - YouTube
von Veljko Milcovic , 1950

Dort wird ein Fahrzeug gezeigt, dass sich ausschliesslich, über innere
Kräfte angetrieben, vorwärts bewegt.

Kritiker bemängeln, dass die Umgebung für den Antrieb mit genutzt wird,
weil der Horizontal-Unwuchtrotor schräg steht und damit das
Erd-Schwerefeld in Anspruch nimmt.

Es ist zwar richtig, dass der Vortriebsstoss durch diese Schräglage
bevorzugt an der vorderen rechten Seite des fahrbaren Untersatzes
angreift, weil er in dem Sektor schneller dreht.
Diese kinetisch-potentielle Polarisierung könnte aber auch durch über
Nocken gesteuerte Federspannungen an der Welle des Rotors erreicht
werden- würde aber mehr Aufwand erfordern.

Der Erfinder des Pendulum Mobils hat allerdings die überlagerten
Pendelvorgänge in den Vordergrund gestellt und das allgemeinere Prinzip
des Doppelten Umkehrstosses nicht vertieft - sonst würde er
nicht bis heute immer noch mit schwerfälligen Schwingern hantieren.

Wie ist nun der praktische Ablauf des 1950-er Experiments?

Es gibt den Fahrbaren Untersatz ,kurz Fahrzeug genannt und darauf ein
Translatorisches Pendel in Form eines 2-ten Wagens und darauf ein
rotorisches Pendel in Form des fast horizontalen Unwuchtrotors.

Dieser wird mittels eines gegenläufig aufziebaren Doppelfederwerks
angetrieben und hat einen relativ niedrig liegenden Gesamt-Schwerpunkt
seiner beiden Gewichtsköpfe.
Ein Umkippen des Wagens wird auch dadurch verhindert, dass die
rotierende Unwucht schnell aufeinander folgende Querstösse in
engegengesetzten Richtungen auf den Tragwagen überträgt.

Durch die höhere Umlaufgeschwindigkeit des Drehpendels im rechten
Sektor zur Fahrtrichtung treibt es den Pendelwagen vorrangig nach
rechts, wo er am Anschlag den Tragwagen beschleunigt und ohne
sonstige Rückwirkung zurückfährt.
Dabei begegnet der Pendelwagen dem linken Anschlag des Tragwagens
mit stark verlangsamter Geschwindigkeit, weil er noch in Fahrtichtung
eine Restgeschwindigkeit besitzt und nun dem Kinetischen Energieanteil
nicht voll begegnet, den er zuvor in Fahrtrichtung übertragen hat -
weil die Unwucht die Richtungsumkehr des Pendelwagens unterstützt.

Das führt insgesamt nur zu einem schwachen Gegenstoss auf den
Tragwagen und weiterhin zu einer Wiederholung des stärkeren
Antriebstosses des Pendelwagens in Fahrtrichtung.

Man sieht bei etwas Übung, dass hier die beiden nach aussen
abgeschlossenen Inertilal-Systeme von Unwuchtrotor und Pendelwagen
ganz einfach durch Huckepack-Überlagerung relativ zueinander geöffnet
sind und daduch den überraschend starken Schub liefern können.

Die Abgeschlossenheit des Unwuchtrotors ist lediglich Aufwands-bedingt
vernachlässigt woren.

Gruss
Werner
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Mi Jul 02, 2014 11:10 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Cool

Sowasaberauch hat Folgendes geschrieben:

Ich glaub nicht das die Dinger im Weltall fliegen können.
Die sind IMHO viel irdischer als manche Leute glauben möchten... Wink


Die Nasa hatte das schon in den 80er untersucht ....

http://www.youtube.com/watch?v=nIt661hfr9c

Funktioniert ganz ohne eine Medium, das Problem war nur der schlechte Wirkungsgrad bzw. die zu geringe Leistungsdichte Wink

Viele Grüße,

Dodes Very Happy
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Sowasaberauch



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Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Mi Jul 02, 2014 12:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn Du ein Beispiel kennst, wo das zwingend erforderlich ist, dann nenne es doch mal...


Wenn Du mir ein Beispiel nennst, wo das Teil im Vakuum funktioniert, ohne, dass die Reibung der Lagerung benutzt wird, dann nenne es doch Mal.

Sonst macht es IMHO keinen Sinn, über etwas zu spekulieren, was mit einfachster Physik komplett erklärt werden kann.

Bzgl dem gezeigten Wägelchen:
Zitat:
Diese kinetisch-potentielle Polarisierung könnte aber auch durch über Nocken gesteuerte Federspannungen an der Welle des Rotors erreicht werden- würde aber mehr Aufwand erfordern.


Entweder man stützt sich auf dem Boden ab, um sich danach leicht nach schräg oben zu "katapultieren", oder man hat keinerlei Kraftkomponente nach unten. Wenn man sich "abstützt" ist sowieso klar, wie der Antrieb funktioniert.

Aber es würde sogar tatsächlich gehen, ohne dass man eine Kraftkomponente nach unten braucht:
Schon mal etwas gehört vom Unterschied Haftreibung <-> Gleitreibung ("Stick Slip"-Effekt).
Das ganze liesse sich problemlos sogar rein dadurch erklären.
Wobei dafür der Antrieb etwas zu flott aussieht.
Deshalb würde ich auch sagen, dass das Wägelchen im Video sich am Boden "abstützt".

Zitat:
Funktioniert ganz ohne eine Medium


Das halte ich für ein Gerücht. Hast Du irgendeine seriöse Quelle dafür? Vermutlich nicht...

Und dass irgendwelche Spinner, auch Mal bei der NASA gearbeitet haben, heisst nicht, dass die NASA daran geforscht hat...
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werner100



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BeitragVerfasst am: Mi Jul 02, 2014 2:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@Sowasaberauch

Das Impuls-Wägelchen stützt sich nicht am Boden ab, wie die Vorführung auf
geölter Bahn zeigt - der Modell-LKW kommt dort erwartungsgemäss
ins Schleudern, weil erst der sich vom Boden abstösst.

Ob einfachste Physik zur Erklärung reicht, bezweifle ich, solange einfachste
Physik auch unzulässig als Erklärung dienen kann.

Der Antrieb des Wägelchen wird mit der Drehmomenten-Arbeit des
aufgezogenen Federwerks erzeugt, da spielen Reaktionsdrehmomente
quer zur Fahrtrichtung die Hauptrolle.

Die Schräglage des Unwuchtrotors führt zur Drehbeschleunigung und
umgekehrt zur Drehverzögerung des DrehSchenkels am rechten
Wendepol und damit wird Fallarbeit des Schwerefeldes herangezogen.
Dessen potentielle Energie kann auch mit Federn ersetzt werden.

Damit ist das Wägelchen nur noch wegen seines Gewichtes auf eine äussere feste Bahn angewiesen.

Das reicht als Beweis für die Unabhängigkeit von äusseren Kräften aus.
Die Reibung von Lagern ist nicht relevant, solange keine versteckten
Bremsen an den Rädern den Bodenkontakt missbrauchen.

Die Luftreibung ist im Vergleich zum Vakuum nicht besonders hilfreich -
das Wägelchen funktioniert auch im Vakuum - solange es keine Segel setzt.

Das siehst Du doch ein - oder?

Eine Masse hin und her zu beschleunigen, ist natürlich kein Käse, sondern
lediglich der normale und naheliegende Anfängerstatus zum Inertial-Antrieb.

Er soll die Beobachtungs-Ergebnisse bringen, die der betreffende
Experimentator offenbar noch nicht in jeder Einzelheit besitzt.

Er kann sich das nicht ersparen - doch braucht er für den nächsten Schritt
die richtigen Schlussfolgerungen und dazu könnte er auch etwas Theorie
gut gebrauchen...
was ja gar nicht so weit hergeholt ist - wenn sich der vollständige
Inertial-Antrieb aus einer Kombination von 2 Geschlossenen Stoss-Sytemen ergibt.

Beim Theoretiker ist die Lage meistens genau umgekehrt - er könnte
mehr Praxis gebrauchen - was er aber oft verschweigt oder anderen
überlässt.

Gruss
Werner
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werner100



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BeitragVerfasst am: Mi Jul 02, 2014 6:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Noch ein Hinweis -

Die Beschleunigungsvorgänge im reflektorsich geschlossenen 2-Körper-
System sind nicht beliebig vorhanden, sondern benötigen eine praktisch zugängliche Vorrichtung.

Hat diese nutzbare Gestalt angenommen, so wird neben der kinetischen
Aktivierung der Stossprozesse auch eine kritische Wahrnehmung der
Abläufe dazu beitragen, ob je nach persönlicher Einschätzung eine
weiterführende Theorie entsteht oder nicht.

Hier scheiden sich dann die Geister der Konvention von den Neuen Ideen.
Neu heisst natürlich nicht gleich "Zutreffend", sondern eher riskant oder
unpassend.

Ein Neuer Ansatz sieht aus, wie folgt:
Man differenziert das reflektorisch geschlossene Impuls-System
nach 2 vorrangigen Eigenschaften und unterscheidet

a) die gegenstossbedingte Abgeschlossenheit

von

b) der Treibmassen konservierenden Abgschlossenheit.

Soll nun eines der beiden Attribute verschwinden, so wird man bei der
Kombination von 2 Systemen nicht wieder automatisch
beim vollständig abgeschlossenen System landen, sondern z.B. nur die
Gegenstoss-Erhaltung verlieren, was ja technisch ein Vorteil ist.

Man erweitert also das Grundlegend vereinfachte System so weit, bis
es eine Neue Eigenschaft gewinnt - das nenne ich dann eine versteckte
Alternative sichtbar machen.

Gruss
Werner
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Mi Jul 02, 2014 7:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Rolling Eyes

Sowasaberauch hat Folgendes geschrieben:

Das halte ich für ein Gerücht. Hast Du irgendeine seriöse Quelle dafür? Vermutlich nicht...
Und dass irgendwelche Spinner, auch Mal bei der NASA gearbeitet haben, heisst nicht, dass die NASA daran geforscht hat...


Brrr, ob ich die Quelle dazu wiederfinde müsste eine Publikation des MIT gewesen sein, die ich dazu mal gelesen hatte.

Leider ist Craig Herrington (Link) schon verstorben.

Ansonsten hilft ggf. diese Seite hier weiter Dean Drive (Link).

Oder dieses Dokument aus 2006 von der NASA Responding to Mechanical Antigravity (Link) .

Viele Grüße,

Dodes
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werner100



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BeitragVerfasst am: Do Jul 03, 2014 10:34 am    Titel: Antworten mit Zitat

@Sowasaberauch

Mit einem Lautsprecher kommt man nicht aus - Du solltest 2 Lautsprecher
nehmen und die Membranen mit unterschiedlichen Gewichten belasten etwa

m1/m2= 1/3 bis 1/4
(Einkleben von Metallscheibchen20g/70g in
leichtbauende Lautsprechertypen 3 bis 5W)

Dann stellst Du die Lautsprecher auf eine gemeinsame Roll-Plattform mit
den Membranen möglichst eng gegenseitig gegenüber, schraubst die
Lautsprecher fest, so dass sich ein halbwegs geschlossenes Luftkissen
zwischen den Membranen befindet.
Verbindungsgerade zwischen den Membranen gleich Rollrichtung der
Plattform.

Nun führst Du jedem Lautsprecher eine Sinuslleistung W1>W2 mit ca
f=100 bis 200Hz
zu
und kontrollierst über einen 2-Kanal-Oszillografen die Phasenlage der
beiden Wechselspannungen.
Die Verlustleistung des Lautsprechers mit der schwereren Membran ist
natürlich grösser.

Nun verstellst Du die Phase einer der zugeführten Wechselspannungen
solange, bis sich die Rollplattform in Bewegung setzt.

Als Phasenschieber fällt mir dazu nur eine Mehrstufen LC-Kombination
ein, die man sich dazu passend zusammenbaut.

Das wäre dann einen Versuch wert.

PS
Vom Frequenzbereich her sollte man, falls möglich, mit 10Hz beginnen
und dann, je nach Fortschritt auf f>100Hz steigern.
Anstelle des Luftkissens kann eine Druckfeder passender Länge und
Federkonstante hinzukommen.

Gruss
Werner

PS2
Heute gibt es schon Leistungsverstärker für Musik, die einen eingebauten
Phasenschieber 0-180° enthalten, dann braucht man nur noch einen
Tongenerator für 10 bis 500Hz vorschalten und leichte Neodym-
Lautsprecher verwenden, die dürfen dann schon 30W haben.
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Sowasaberauch



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BeitragVerfasst am: Fr Jul 04, 2014 7:54 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dodes hat Folgendes geschrieben:

Oder dieses Dokument aus 2006 von der NASA Responding to Mechanical Antigravity (Link) .


Lol, Meine Rede. Darin beschreiben Sie exakt, was ich vorher gesagt habe. Nämlich, dass diese ganzen Devices Käse sind, und im All nicht funktionieren würden.
Und Sie beschreiben auch schön, wieso es so aussieht, als ob Sie funktionieren würden. Eben genau so, wie ich das auch beschrieben habe.

Zitat:
Das reicht als Beweis für die Unabhängigkeit von äusseren Kräften aus.
Die Reibung von Lagern ist nicht relevant, solange keine versteckten
Bremsen an den Rädern den Bodenkontakt missbrauchen.


Lol, wie gesagt: Die versteckten Bremsen hast du inhärent mit dem Stick-Slip-Effekt.
Der "Beweis" ist leider völlig nutzlos.

Zitat:

Die Luftreibung ist im Vergleich zum Vakuum nicht besonders hilfreich -
das Wägelchen funktioniert auch im Vakuum - solange es keine Segel setzt.


Ich habe extra gesagt, dass es im Vakuum nicht funktioniert, wenn man nicht die Reibung der "Lagerung" als Antrieb benutzt. Genau das macht aber das Wägelchen. Deshalb ist völlig, klar, dass bei so einem System mit Bodenkontakt es keinen Unterschied macht, ob es im Vakuum ist, oder nicht.

Aber ein solches System im All, oder im freien Fall in einem Fallturm würde sich nur immer hin und her bewegen und sich insgesamt kein Stück vom Fleck bewegen.

Es ist und bleibt schlicht ein System, welches unterschiedliche Reibungskräfte ausnützt bedingt durch unterschiedliche Geschwindigkeiten. Lies das PDF der NASA, das Dodes verlinkt hat. Da wird das wunderbar erklärt!

Das lustige ist ja, wie dieses Dokument auch ein wenig die Leidensgeschichte der NASA aufzeigt, weil sie täglich mit Unmengen an Anfragen konfrontiert werden, weil eben viele Laien meinen, Sie hätten in diesem Prinzip etwas aussergewöhnliches Entdeckt.
Deshalb fühlten Sie sich wohl gezwungen dieses Dokument herauszugeben. Genützt hat es aber scheinbar nicht sonderlich...LOL...

Zitat:
Mit einem Lautsprecher kommt man nicht aus


Probier es aus. Es funktioniert!

Ich denke, Du hast immernoch nicht verstanden, wie die Dinger funktionieren. Denn wie gesagt: Die Massen spielen dabei eigentlich keine Rolle. Es geht nur um die Bewegung an sich. Und das bekommt man viel einfacher mit einem Lautsprecher hin. Der Vorteil hier ist, dass der Lautsprecher fast keine Masse hat, und man deshalb ohne grosse Probleme auch höhere Frequenzen fahren kann.

Sicherlich gilt das nur für Apperaturen in einem "freien" Medium, wie Luft oder Wasser. Wenn man irgendwie Bodenkontakt hat, ist die Haft-Gleitreibung die viel bessere Art um vorwärts zu kommen, und da braucht man dann eine oszillierende Masse.

Ich hab mir übrigens zum Testen der Theorie dazumals extra bei Reichelt einen kleinen Wasserlautsprecher dafür gekauft...
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Fr Jul 04, 2014 10:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Sowasaberauch hat Folgendes geschrieben:

Ich habe extra gesagt, dass es im Vakuum nicht funktioniert, wenn man nicht die Reibung der "Lagerung" als Antrieb benutzt. Genau das macht aber das Wägelchen. Deshalb ist völlig, klar, dass bei so einem System mit Bodenkontakt es keinen Unterschied macht, ob es im Vakuum ist, oder nicht.


Mh, ...... wenn es ohne Reibung eben nicht geht, dann müsste man nur ,,künstlich'' Reibung im Vakuum erzeugen und das Problem wäre damit gelöst Wink

Viele Grüße,

Dodes Very Happy
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 05, 2014 9:01 am    Titel: Antworten mit Zitat

@Sowasaberauch

Dein Argument mit dem Vakuum und der Reibung bei Verwendung der
doppelten Verneinung kommt bei mir logisch nicht an, ohne dass ich
anfangen muss, Haare zu spalten.

Willst Du damit sagen, dass die Reibung dafür sorgt, dass das Ruckfahrzeug
auf der Bahn gehalten wird und wegen der fehlenden Reibung im allseits
Leeren Raum die Führung und ggf auch die Stütze wegfällt, die im Versuch
vorhanden sind?

Das kann schon sein, dem will ich auch nicht einfach widersprechen...denn
für die Anwendung im Leeren Raum sind noch Kräfte zu kompensieren,
die im Versuch von der Reibung "geschluckt" werden.

Ich sehe aber keine Hindernisse, diese "Störwirkungen" technisch zu
symmetrieren und damit unschädlich zu machen.

Man kann darüber hinaus die Äusseren Reibungseinflüsse weiter verringern
in dem man das Ruckfahrzeug an ein kreisförmig drehbares Seil hängt
und dort das Antriebsvermögen untersucht.

Gruss
Werner

Natürlich freut oder ärgert sich der Fachmann, wenn er Widersprüche von
Laien bekommt.
Aber die NASA ist für mich personell betrachtet, keine Garantie-Adresse,
um über neue Antriebsverfahren das richtige Urteil zu fällen.
Dafür sind die dortigen akademisch-fachlichen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten zu gross.

Ich denke - Du überschätzt die Anwesenheit der Reibungskräfte und
das geht auch anderen Leuten so - es fehlem einfach Erfahrungen mit
internen Stoss-Systemen, die reibungsfreien Kontakt mit dem Boden
haben.
In dieser Richtung bin ich evtl ein Stück weiter als der Durchschnitt...

Und natürlich kommt es auf die internen Massenverhältnisse an, wenn
sich das Fahrzeug NICHT vom Boden abstossen soll.
Nur darum geht es hier - die Ausnutzung des Bodenkontaktes für
Schwingungs-Antriebe ist ein ganz anderes Kapitel.

Geht neuerdings alles Quer in diesem Forum?
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Zuletzt bearbeitet von werner100 am Fr Dez 11, 2015 9:35 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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