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Kromrey Generator

 
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Pitter



Anmeldedatum: 04.11.2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Fr Nov 18, 2016 4:41 pm    Titel: Kromrey Generator Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich bin neu in diesem Forum, Ü55 und interessiere mich u.a. für alternative Energiequellen.

Im Internet bin ich auf den Schwerefeldgenerator von Raymond Kromrey gestoßen.
http://www.borderlands.de/energy.kromrey.php3
Der Generator wird von einem separaten Motor angetrieben und soll nach dem Hochfahren mehr Energie liefern als der Motor verbraucht.

Als ich las, dass es über 10 Jahre gedauert hat bis das deutsche Patent eingetragen wurde - immer wieder abgelehnt mit dem Hinweis ‚Perpetuum Mobile‘ - wurde ich neugierig.
Deutsches Patentamt Offenlegungsschrift 1 463 899 (1963)
Weitere Patente in England, Schweiz und USA.
Info: Die Patentschriften können auf der Internetseite des Deutschen Patentamtes gesichtet und als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Alle Beschreibungen liefern nur grob das Funktionsprinzip.
Zum Verständnis der genaueren Funktion bin ich nach Recherchen zu folgendem Ergebnis gekommen:
Gegeben: Die Zeichnungen in den Patentschriften oder auf ‚Borderlands‘, s.o.

Betrachtet wird erst mal nur ein Pol des Magneten (Nordpol) und eine Spule des Rotors mit Weicheisenkern.

Normale Generatorfunktion:
Bewegt man eine Spule mit angeschlossenem Verbraucher IN ein Magnetfeld (Nord), so wird in die Spule eine Spannung induziert. Der Strom in der Spule erzeugt ein Spulen-Magnetfeld das der Bewegungsrichtung entgegenwirkt, also ebenfalls Nord = Abstoßung/Bremswirkung.
Der Weicheisenkern verstärkt das Spulen-Magnetfeld enorm.

Neutrale Zone: Befindet sich die Spule komplett im Magnetfeld wird keine Spannung induziert. Es wirkt nur noch der Kern als Eisenstück = Anziehung/Bremswirkung.

Bewegt man die Spule AUS dem Magnetfeld (Nord), so wird wieder eine Spannung induziert. Der Strom erzeugt wieder ein Spulen-Magnetfeld mit Verstärkung durch den Kern das der Bewegungsrichtung entgegenwirkt, diesmal Süd = Anziehung/Bremswirkung.

Mit erheblichem Kraftaufwand wird so eine Wechselspannung erzeugt.


Kromrey-Funktion:
Die Spule mit Kern wird ohne Verbraucher in den Magnet-Nordpol bewegt.
In die Spule wird zwar auch eine Spannung induziert, durch den fehlenden Stromfluss wird aber von der Spule kein Spulen-Magnetfeld aufgebaut, somit wirkt die Spule neutral. Der Weicheisenkern wirkt wie ein Stück Eisen und wird vom Magnet-Nordpol angezogen = Anziehung/Beschleunigung.

Kurz vor dem Eintritt in die Neutrale Zone, also wenn die Induktionsspannung in der Spule das Maximum erreicht hat wird ein möglichst niederohmiger Verbraucher zugeschaltet (idealerweise ein Kurzschluss hergestellt).
Die Spule baut nun ein Spulen-Magnetfeld mit Verstärkung durch den Kern auf, das der Bewegungsrichtung entgegenwirken will.
Durch die Trägheit der bewegten Masse des Rotors und der Schubwirkung des Antriebmotors kann die erzeugte, abstoßende Wirkung aber nur in die Bewegungsrichtung des Rotors wirken = Abstoßung/Beschleunigung. Der Rotor wird durch die neutrale Zone katapultiert und beschleunigt kurzzeitig das System (die Beschleunigungswirkung wird auch in Berichten zum Generator erwähnt).
Ich vergleiche dies mit einem Benzinmotor, bei dem ja auch die Zündung kurz vor OT erfolgt.

Wichtig: Bevor die Spule die anziehende Wirkung beim Austritt aus dem Nordpol aufbauen kann, muss die Verbindung zum Verbraucher abgeschaltet werden, damit sich die Spule wieder neutral verhält.
Diese „Grundstellung“ erlaubt nun den analogen Vorgang am Südpol.
Der Generator liefert folglich hohe Spannungs- Stromimpulse.

Die Steuerung muss also sehr sehr genau sein.
Aus den Beschreibungen zum Kromrey-Generator ist nicht ersichtlich wie die Steuerung genau erfolgt. Ich halte eine externe Steuerung für einfacher als eine über Unterbrechungen in den Schleifringen.

Ich komme immer wieder zu dem Schluss, dass der Kromrey-Generator bei richtiger Dimensionierung und Steuerung tatsächlich mehr Energie liefern kann als der Motor verbraucht.
Nach dem Hochlaufen wird der Motor doch nur noch für einen kurzen Schub benötigt.
Ein zusätzliches Schwungrad würde den Motor weiter entlasten.


Meine Fragen:
Was haltet ihr von dem Kromrey-Generator?
Könnte dieser Generator meiner Funktionsbeschreibung entsprechend funktionieren?
Hat schon jemand den Generator nachgebaut und Erfahrungen gesammelt?


Schon mal jetzt Danke für eure Antwort.
Pitter
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Frank



Anmeldedatum: 22.01.2009
Beiträge: 395

BeitragVerfasst am: Di Nov 29, 2016 3:34 pm    Titel: Antworten mit Zitat

So wie ich das sehe, könnte es sich dabei um eine Konstruktion handeln, die periodisch kurzzeitig hohe Leistungsimpulse abgibt, aber über die Zeit gemittelt nicht mehr Arbeit verrichtet, als klassisch hineingesteckt wird.

Dieser (Denk-)Fehler wird gern gemacht. Man sieht kurzzeitige Abgaben von enormen Leistungsspitzen und schließt auf hohe Dauerleistung.
_________________
MfG Frank
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Pitter



Anmeldedatum: 04.11.2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Sa Dez 10, 2016 6:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

bei meiner Funktionsbeschreibung zum Kromrey-Prinzip ich habe tatsächlich Denkfehler gemacht.
Deshalb möchte ich nun folgende Berichtigung zur Diskussion stellen (alle bisherigen Funktionsbeschreibungen bitte ignorieren - Danke).

Änderung / Berichtigung:
Gegeben die Zeichnung auf http://www.borderlands.de/energy.kromrey.php3

Die Pendelwirkung des Rotors spielt eine sehr große, sogar die wichtigste Rolle.

Die Rotor-Doppelstabanker fallen in das Schwerefeld der Stator-Magnete. Die dadurch aufgenommene kinetische Energie ist ausreichend um die Anker wieder leicht aus dem Schwerefeld herauszudrehen. Dabei werden die Stabanker dauernd magnetisch umgepolt.
Es ist also nur sehr wenig Energie erforderlich um die Rotation aufrecht zu erhalten.

In der deutschen Patentschrift 1 463 899, Ausgabetag 06.09.1973, steht dazu:
„Der erfindungsgemäße Generator und seine Ausgestaltungen zeigen folgendes Verhalten: Bei nur langsamem Lauf ist eine durch das Statorfeld hervorgerufene, sehr merkliche pulsierende Ankerhemmung wahrzunehmen, die bei Beschleunigung jedoch rasch an Stärke abnimmt, weil die Doppelstabanker nunmehr die Funktion eines Schwungrades ausüben. Eine effektive Abbremsung des Generators, die zur Selbsterwärmung führen würde, ist bei offenem Stromkreis nicht zu beobachten.“

Im Schweizer Patent 417 749, veröffentlicht am 15.02.1967, wird dies noch ausführlicher beschrieben, es enthält auch mathematische Berechnungen.
-------
Ich betrachte dazu jetzt mal ein Faden-Pendel.
Einmal angestoßen schwingt das Pendel unendlich lange hin und her, wenn ich ihm kontinuierlich eine geringe Energie zuführe, die die abbremsenden Einflüsse ausgleicht (entspricht der Rotation der Doppelstabanker).

Hypothetisch: Im untersten Bereich des Pendelweges denke ich mir einen waagerechten Schnitt. Es gelingt mir, die unterhalb des Schnitts wirkenden Kräfte auszukoppeln und zu transformieren.
Das Pendel würde weiter schwingen, nur im Bereich des Schnitts – ich nenne es mal kraft- energielos.
Das System würde Energie liefern ohne gegen das Prinzip der Energieerhaltung zu verstoßen.

Die Kraft/Energie-Auskopplung halte ich aber bei einem Pendel für unmöglich, in einem Magnetsystem durch Spulen für denkbar.
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Aus dem Schweizer Patent 417 749, veröffentlicht am 15.02.1967:
„Demnach wird erkennbar, daß die Energetik dieser Maschine hauptsächlich an die ferromagnetische Attraktion anschließt, welche ihre eigene Energiepotenziale und die ihr beigeordnete kinetische Energie bedingt.
Bei den fremderregten bekannten elektrischen Generatoren und Motoren spricht das statische Magnetfeld nicht auf Attraktion an, sondern hier beugt die einzelne Feldlinie nur das Elektron ab, eine Einwirkung, die man als Lorentz-Kraft bezeichnet.
Daraus erfolgt wieder, daß der induzierte elektrische Strom bei den üblichen Generatoren implizit die Wandlung der Erdfeldbeschleunigung 9,81 m/s² in Elektronenbeschleunigung darstellt. Deshalb auch das theoretische Verhältnis 1 Meter-Kilogramm-Sekunde = 9,81 Watt.“


Der Kromrey-Generator bezieht also die abgegebene Energie aus den sich dauernd umpolenden Magnetfeldern der Rotor-Doppelstabanker, die in dem Gravitationsfeld der Statormagnete rotieren, und dies mit geringster Energiezufuhr, vergleichbar mit der Bewegung eines Pendels im Gravitationsfeld der Erde.

Die an den Enden der Rotor-Doppelstabanker angebrachten Spulen, im richtigen Moment ein- und ausgeschaltet, neutralisieren kurzzeitig die magnetische Polung der Doppelstabanker und koppeln somit einen Teil der – ich sag mal kinetischen – Energie der Stabanker aus und transformieren diese.

Der Antriebsmotor dient nur zum Hochlaufen des Generators und dann zur Aufrechterhaltung der Pendelwirkung der Stabanker.
------
Der Kromrey-Generator ist also ein Generator, der (fast) völlig anders funktioniert wie ein üblicher Generator.

Ich hoffe, dass meine Beschreibung einigermaßen verständlich ist.
Ich bin leider kein Physiker.

LG
Pitter
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Frank



Anmeldedatum: 22.01.2009
Beiträge: 395

BeitragVerfasst am: Sa Dez 10, 2016 7:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
....Es gelingt mir, die unterhalb des Schnitts wirkenden Kräfte auszukoppeln und zu transformieren. ....


Das ist der nächste, oft und gern gemachte Denkfehler.
Man kann zwar sehr wohl Kräfte erzeugen, auskoppeln...

Aber Kräfte allein sind keine Energie.
_________________
MfG Frank
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Pitter



Anmeldedatum: 04.11.2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: So Dez 11, 2016 5:26 pm    Titel: Kromrey Generator Antworten mit Zitat

Hallo Frank,

danke für den Hinweis, du hast Recht.
Der Faktor ‚Weg‘ muss einbezogen werden, also: die wirkenden Kräfte * Weg = Arbeit ~ Energie.
Eine Wegstrecke ist bei der hypothetischen Betrachtung beim Pendel gegeben.
Bei dem Generator legen die Rotor-Doppelstabanker zwischen dem Ein- Ausschaltmoment der Spulen auch eine Wegstrecke zurück, in der sich die Magnetfelder der Stabanker ändern und eine Spannung in die Spulen induzieren.

LG
Pitter
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Pitter



Anmeldedatum: 04.11.2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Mo Dez 19, 2016 6:46 pm    Titel: Patente zum Kromrey-Generator Antworten mit Zitat

Mir wurde berichtet, dass die Patente nicht auffindbar sind.

Die Patentschriften zum Kromrey-Generator können auf der Internetseite des Deutschen Patentamtes gesichtet und als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Dazu ruft ihr diese Seite auf:
https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=einsteiger
In das Feld „Anmelder/Inhaber/Erfinder„ : „Kromrey Raymond“ eingeben.
Den Button „Recherche Starten“ drücken.
Es werden 7 Treffer angezeigt. Patente aus Deutschland, Schweiz, Frankreich, England und US.
Ein Klick auf das PDF-Icon öffnet die Datei.
Vor dem Abspeichern den Button „Volldokument laden“ anklicken, sonst wird nur eine Seite gespeichert!

LG
Pitter
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