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diamagnetische Levitation

 
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Godick



Anmeldedatum: 04.07.2005
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: Mo Jul 04, 2005 4:16 pm    Titel: diamagnetische Levitation Antworten mit Zitat

Hey Leute,

klasse Seite.

Bzgl. der diamagnetischen Levitation habe ich jedoch ein paar Anmerkungen, da stets von zwei Wismutplatten die Rede ist.

Ein Schweben ist jedoch auch mit nur einer Grundplatte möglich. Ein Ringmagnet von AD 70 ID 32 und h 10 läßt einen Neodymmagneten AD 4 und h 3 mm über Grund = Wismutpaltte schweben, (Abstand Ringmagnet - Neodym zwischen 50 und 60 mm). Man kann dabei auch kräftig gegen den Tisch hauen, er kehrt immer wieder in die Mitte zurück. Sofern man den Ringmagnete etwas felxibel anbringt kann man den Schwebemagneten auch anheben und fallen lassen, wobei die Grenzen bei ca. 1,5 mm über Grund sind. Auch zwei Magnete übereinander waren möglich, allerdings konnte die v.g. Höhe nicht erreicht werden. Auch konnte ein Blatt Papier - Teil einer Visitenkarte ca. 2 qcm dazwischen geklemmt werden. Allerdings wird die Justierung immer schwerer, die Grenzen enger.

Schiebt man den Grund weg, fällt der Magnet nach unten. Kühlt man die Platte auf ca. minus 18 Grad bildet sich Kondenswasser woran o.g. Magnet auf einer Seite "kleben" blieb. Ähnliche Situation wie bei anderen Untergründen.

Interessant wäre festzustellen, wo die Masse des Schwebemagneten zuzuschlagen wäre. Hat das schon mal jemand versucht?

MfG

Godick
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smart



Anmeldedatum: 12.06.2004
Beiträge: 545

BeitragVerfasst am: Di Jul 05, 2005 5:58 am    Titel: Antworten mit Zitat

Der Visitenkartenhalter bzw. auch der Zettelhalter ist bestimmt eine stylische Sache.

Was du beschreibst kann ich mir schon vorstellen. Da muss man aber sicher sehr genau alles justieren und vorher gut planen.

Ich hab in Werken mal einen Stifthalter gebaut. Da steht der Stift noch auf der Spitze. Nur oben wird er durch einen Magneten gehalten. Ist aber kein richtiges schweben.

Aber was hat es mit dem Kondenswasser und dem kleben bleiben auf sich?
Godick hat Folgendes geschrieben:
Interessant wäre festzustellen, wo die Masse des Schwebemagneten zuzuschlagen wäre. Hat das schon mal jemand versucht?

Wie meinst du das Question
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Robert-Diart



Anmeldedatum: 12.11.2003
Beiträge: 372
Wohnort: Dremmen (Aachen)

BeitragVerfasst am: Di Okt 30, 2007 10:10 am    Titel: Antworten mit Zitat

hallo godick!
ich habe ähnliches mal mit sehr dünnen (50 mikron) graphitplättchen mit ca 12X15mm fläche. ausprobiert . da ist der gesamte aufbau einfacher: man nimmt kleine quadratische oder rechteckige NdFeB-magnete und legt sie so nebeneinander, dass die pole auf der oberfläche abwechselnd schachbrettartig angeordnet sind. (das machen die magnete ja schon mehr oder weniger "von selber") .
wenn man nun diese dünne graphitplatte darauf legt, "huscht" sie sofort über das Schachbrett hinweg, weil wegen der mangelnden reibung schon ein sehr geringes gefälle zum "abgleiten " ausreicht. . wenn man dieses "schachbrett" genau waagerecht ausrichtet, dann kann man sehr vorsichtig das graphitplättchen ca 0.5....1mm hoch schweben lassen, interessant anzusehen, wenn man darunter durchschauen kann,und der atem lässt das plättchen langsam über die magnete hin und her "schaukeln" eine unkontrollierte bewegung, oder ein anderweitig erzeugter schwacher luftzug bringt die platte sofort aus'm gleichgewicht.
App masse:
habe die graphitplatte selber mit hilfe einer glasplatte und wachs (zum aufkleben) geschliffen, da bei dickeren platten die schwerkraft gegen den effekt überwiegt. bei ca 2 mm dicke liegt die platte dann "fest auf" .
hatte auch versuche mit graphitpulver gemacht, aber dies reagierte anscheinend nicht auf magnetfelder!
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Di Okt 30, 2007 9:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Robert,

wo bekommt man denn am einfachsten Graphitbrocken her?
_________________
Grüße, Stefan
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Robert-Diart



Anmeldedatum: 12.11.2003
Beiträge: 372
Wohnort: Dremmen (Aachen)

BeitragVerfasst am: Di Okt 30, 2007 11:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hallo steve!
ganz einfach: sämtliche alte elektromotoren, welche mechanisch kommutiert sind (staubsauger, elektrowerkzeuge,... )
oder besser noch : geb mal bei ebay "graphitblock" oder "graphitplatte" ein, dann bist du mit 10...20 euro "einsatz" gleich am ziel!!
sind gerade einigfe drin, kommen aber immer wieder!
da kannst du dann ein passendes stück herausschneiden.
das material lässt sich sehr gut spanend bearbeiten (fräsen, feilen, drehen, schleifen) macht wohl einen mords dreck!!
lg
robert
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Mi Okt 31, 2007 12:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank.

Ich habe mal in einem Video so eine schwebende Graphitscheibe gesehen. Sie wurde am Rand reflektiert und ist nicht heruntergefallen.
Ich habe noch nicht so recht verstanden, warum das so ist.

Die andere Frage ist: warum soll dünnes Graphit besser schweben als dickeres? Wird nicht mehr Graphit auch mehr abgestoßen? Klar, ab einer gewissen Dicke reicht das Magnetfeld nicht mehr so weit hoch bzw. ist nicht mehr stark genug.

Gegenfrage: wenn ich Graphitpulver auf Magnetpole streue, sehe ich dann die Flitter davonfliegen? Weichen die dem Feld aus und landen dann neben dem Magneten? Hab ich noch nie ausprobiert, wäre ein nettes Experiment.
Edit: Robert hat´s ja schon probiert. Wäre aber was zum nochmal untersuchen. Aber wenn die Abstoßung dann derart von der Geometrie abhängt (also dünne Plättchen, aber kein Pulver und keine dicken Plättchen) dann liegt die Vermutung nahe , daß Diamagnetismus vielleicht noch nicht vollständig verstanden ist (zumindest von mir)
_________________
Grüße, Stefan
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Robert-Diart



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Beiträge: 372
Wohnort: Dremmen (Aachen)

BeitragVerfasst am: Mi Okt 31, 2007 4:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hallo steve!
das habe ich eben auch nicht genau verstanden, genau so wenig, wie die "notwendigkeit" des "schachbrettaufbaus" der magnete!
ist eine möglichst hohe anzahl von polen (bzw ein-austrittsstellen der feldlinien) das ausschlaggebende kriterium?
ich habe einen "riesen-NdFeB" mit 65X65X30 mm kantenlänge, der trägt "locker" mein gewicht von 90 kilo! aber die kleine graphitplatte reagiert nicht einmal ansatzweise auf diese "rohen kräfte", egal wo ich sie platziere! , im gegensatz zu den weit schwächeren magneten in der "schachbrettanordnung"
ich denke mal, dass es auch ein oberflächeneffekt ist,bei dem nur die oberflächennahen schichten beteiligt sind.

bei dem spielt die masse dann kaum eine rolle . diese macht sich dann halt negativ als entgegenwirkende gewichtskraft bemerkbar.
. vielleicht deshalb auch das verhalten der (kompakten) graphit-pulverteilchen.
wenn ich zeit habe, werde ich eine graphitplatte von 0.01mm (10 mikron!)
anfertigen, evtl, wenn machbar, auch noch dünner!
mal schauen, was dann passiert...
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Mo Nov 05, 2007 12:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wikipedia sagt dazu:

Zitat:
Bei einem inhomogenen Feld muss man Arbeit aufbringen um einen Diamagneten in Bereiche höherer Feldstärke zu bewegen, da die kompensierenden Effekte verstärkt werden müssen.


Das spricht aber dagegen, daß die Graphitplatte reflektiert wird.
Aber es wird auch folgendes gesagt:

Zitat:
Pyrolytischer Graphit ist vertikal zur Kristallebene stark diamagnetisch. Mit starken Neodym-Magneten kann Graphit in der Schwebe gehalten werden.


Graphitbrösel können sich so drehen, daß sie nur minimal abgestoßen werden. Das würde immerhin bedeuten, daß trotzdem Kraft ausgeübt wird; sie äußert sich aber als Moment.
Das erklärt aber immer noch nicht, warum dicke Plättchen nicht so gut abgestoßen werden.

Edit:
Aber Graphit hat auch eine Vorzugsebene, in der es bricht. Wenn es so ist, daß die Flitter gedreht werden, müßte man mit dem Mikroskop vielleicht eine Ausrichtung der Partikel erkennen können, wenn sie auf einen Magneten gestreut werden. Das gilt besonders für größere Partikel, vermutlich nicht das Graphit, das man für Gleitzwecke kaufen kann
_________________
Grüße, Stefan


Zuletzt bearbeitet von Steve am Mo Nov 05, 2007 12:30 pm, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Robert-Diart



Anmeldedatum: 12.11.2003
Beiträge: 372
Wohnort: Dremmen (Aachen)

BeitragVerfasst am: Mi Nov 14, 2007 2:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

....ich habe in der tat "kommerzielles" graphitpulver genommen. ein weiterer versuch wäre, eine "funktionierende" platte zu zerpulvern, bzw den bei der herstellung anfallenden staub zu nehmen. hatte mir damals nur wenige gedanken darüber gemacht.
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