forum.hcrs.at Foren-Übersicht forum.hcrs.at
Freier Gedankenaustausch zur
HCRS Home Labor Page

 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Die Gravitations-Turbine
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4 ... 13, 14, 15  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    forum.hcrs.at Foren-Übersicht -> Physik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
werner100



Anmeldedatum: 26.07.2009
Beiträge: 807

BeitragVerfasst am: Mi Apr 17, 2013 10:18 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo -

Also @Erich - alles noch mal geprüft und gerechnet - allerdingd eine Beanstandung gefunden und korrigiert -
auch das Grosse B-Rad ist jetzt rekonstruiert und baureif.
Was will man mehr - ausser sich hier nicht weiter zu verzetteln.
Konzentriere mich auf die Ovalradhebel.

Gruss
Werner


Zuletzt bearbeitet von werner100 am Sa Mai 25, 2013 12:42 am, insgesamt 2-mal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
werner100



Anmeldedatum: 26.07.2009
Beiträge: 807

BeitragVerfasst am: Di Apr 23, 2013 9:09 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo -

Mache es heute mal etwas strenger und nenne das ganze


Physik.-mathem. Modell des Bessler Rades (I)

1.0 Rahmen

Mechansich betrachtet, stellt das Innere des sog. Rad von Kassel
(nach J.E.Bessler) eine spiegelsymmetrisch verdoppelte Balkenwaage dar,
die durch Variation der Hebelarmlängen zwischen Ungleichgewicht und Waage-
Ausgleich wechselt und dabei eine periodische Fallarbeit im Schwerefeld
aufnimmt und beschleunigend an das Rad weitergibt.

Die Regeneration der Fallhöhe (etwas über 2m) erfolgt im wesentlichen
über die Mitwirkung eines Rückhebekörpers, der sich diagonal stets in
Abwärtsrichtung durch das Rad verschiebt und dabei den
rotorisch abgesunkenen Arbeitskörper auf die Anfangshöhe zurückzieht.

Die Methode der Hebellängenvariation ist relativ unüblich
und stützt sich auf Effekte, die aus

a) der Schrägstellung des Waagebalkens und
b) der radialen Verschiebung eines Gewichtes in den Balkendrehpunkt u.
c) einer Hebellängenkonstanz bei Zahnrad-Zahnstangenkopplung eines
Balkenarms
hervorgehen.

Besslers Waagebalken-Konstruktion hat darüber hinaus winkerartig
drehbare Arme mit gemeinsamem Schwerpunkt der Gewichte auf der
Rad-Diagonalen.
Dort befinden sich auch die Gegen -oder Rückhebegewichte, die ebenfalls
Teil der Doppelwaage sind.

Der Wechsel von Unwuchtlage auf Waage-Ausgleich und umgekehrt, wird
während der Rad-Rotation in den Winkelllagen 350° bis 10° bzw 170°
bis 190° mit Pendelriegeln ausgelöst und ausgeführt. (Freigabe des Rückhebers)

2.0
Vertikaler Schrägstellungs-Effekt des 2-seitigen Gewichtshebels

Bei der Normalen Balkenwaage mit starrem geraden Drehbalken greifen
nur weitgehend senkrecht gerichtete Feldkräfte an (Bild 1.a,b)
Die motorische Reaktion ihres 2-seitigen Hebels wird zum Vergleich oder
Wägen von aufgelegten Massenkörpern genutzt.

Dreht sich der Balken merklich aus der horizontalen Grundstellung heraus,
so verkürzt sich seine horizontal wirksame Länge.

Das Ruhedrehmoment eines Arms

M = m x g x r(HOR)

geht in das Moment des Drehwinkels (phi) also

M`= m x g x r x cos(phi), mit Phi ><0;

über.

Weil das für beide Arme gilt, hat es an der reibungsarmen Normalen Waage keine Auswirkungen.

Bei einseitig verdrehtem Arm (Bild 2) allerdings, gewinnt die horizontal
verbleibnde Hebelmasse ein stärkeres vertikal gerichtetes Moment...

der geknickte Drehbalken beginnt trotz gleichbleibender Armgewichte
zu rotieren und zeigt sich als elementares Maschinen-Modul einer Schwerkraft betriebenen Vorrichtung.
Die motorische Phase beschränkt sich auf das Anheben des abgwinkelten
Arms, der aber nicht "leichter" geworden ist.

Siehe auch folgende Abbildungen.



Soll der obige Bessler-Hebel (Bild 3) wiederholt bzw periodisch arbeiten,
so muss er nach Erreichen von Position III als ganzes gespiegeltes Aggregat um 180° gedreht werden.

(Fortsetzung kommt)

Gruss
Werner


Zuletzt bearbeitet von werner100 am Mi Jun 12, 2013 10:18 am, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Erich



Anmeldedatum: 10.11.2010
Beiträge: 257
Wohnort: 093xx

BeitragVerfasst am: Mi Apr 24, 2013 5:17 pm    Titel: Gravitationsturbine Antworten mit Zitat

Hallo Werner,
tolle Konstruktion.
Ich weiß nicht so recht, ob das Besslers "Werck" war.
Kann ein Herzog auf den ersten Blick sofort die Wirkungsweise deiner
"Flatterhebel " erfassen?
Kann ein Zimmermannslehrling so was ohne Probleme bauen?

Zitat von Bessler:
"Die innerliche Struktur des Tymponi ist von so einer Beschaffenheit/
nach welcher die mechanischen Gesetze in ihrer Bewegung ewig sind/
das ist wissenschaftlich nachweisbar.
Disponierte Gewichte /
daselben nach empfangener Rotation oder einmaliger Force unaufhörlich treiben und seine Umwältzung continuieren müssen/
solange die Struktur ihr Form behält/
ohne eine Beihilfe und Zutun äußerlicher Bewegungskräfte.
....es sind die Gewichte selbst das Per... Pet... Motu bemühen müssen/
die den wesentlichen Teil der Bemühungen in sich selbst haben/
und unendlich rotieren müssen.
Solang nämlich sie außerhalb dem Centro Gravium bleiben.
Sie sind in einem Gehäuse eingeschlossen /
und gegeneinander ausgerichtet/
das sie niemals mehr das Gleichgewicht oder einen Ruhepunkt erreichen /
sondern dies unaufhörlich suchen müssen/
in ihrer bewunderswürdigen Flucht /
nach eigner Proportion und der des Gehäuses."

Dann gibt es da noch so einen seltsamen Satz:

"Nach und nach ists mit ferner weitiger Inquisition/
auf das Principium Motus Mechanici Perpetui dahin gekommen/
daß man durchgängig davor gehalten/
es wurde solchen Suchern nicht besser/
wol aber notwendig haben/
weit schlimmer gehen/als denen /
welche die Verhältniß der Peripherie eines Cirkuls gegen ihren Diametro
mit außsprechlicher Zahl der Teile/vollkommen außzudrücken/oder/
welche das Latus und den Diagonalen Quadrati mit einerlei Maaßstab exakte zumessen:
oder welche zu den fünf 'Corribus regularibis' noch einige mehr aufzufinden/
dann und wann sich bemühet haben".

Nun Werner ,hast du fünf "Corribus regularibis" ? Very Happy

Gruß Erich
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
werner100



Anmeldedatum: 26.07.2009
Beiträge: 807

BeitragVerfasst am: Do Apr 25, 2013 1:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Erich -

Deine Historischen Anmerkungen sind wohl doch nur Mitteilungen an Aussenstehende, die damals versuchten,
durch wissenschaftliche Allgemeinplätze hinter eine spezielle, ansonsten unzugängliche, Lösung zu kommen.

Das hat nicht gereicht.
Erst in der realen Konstruktion kann man beweisen, ob man mit den
gelernten Weisheiten tatsächlich eine zusammenhängende Wahrheit
finden oder aussprechen kann.
Und die hat Bessler der Welt vorenthalten - darin liegt für mich ein
ganz wesentlicher Punkt, seiner historischen Ausnahme.
Genau genommen, ist nicht erwiesen, ob er nicht doch am Ende mit
der ganzen Wahrheit herauskommen wollte, denn er ist ja durch einen
Unfall vorzeitig zum Schweigen gebracht worden.

Ausserdem bin ich ja noch gar nicht fertig - freue mich aber über Deine
Vorschusslorbeeren.
Ob die Besslersche Maschine auch eine physikalische Besonderheit
darstellt, könnte man vermuten oder auch gute Gründe dafür finden,
mir helfen sie wenig.

Warte also erstmal den nächsten Teil ab, dann wirst Du schon erkennen,
wie genau ich da mal ins Schwarze getroffen habe oder eine Neue Welt
eröffne....und am Ende war ich der letzte, der Mohikaner, die wirklich
offensiv die alten Kamellen über Bord warfen...

Gruss
Werner
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Erich



Anmeldedatum: 10.11.2010
Beiträge: 257
Wohnort: 093xx

BeitragVerfasst am: Do Apr 25, 2013 4:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Werner,
es liegt mir vollkommen fern, deine Arbeiten zu kritisieren.
Wenn du ein tragfähiges Modell hast, dann ist das dein ganz persönliches Produkt.
Wenn es den gewünschten Erfolg bringt ,um so besser.
Darüber würde ich mich sehr freuen. Very Happy

Ich habe mich nur ein klein wenig mit der Materie beschäftigt.
Ein paar winzige Sachen gebastelt.
Ich bin bei diesen Werkeleien nicht dümmer geworden.
Bessi hat bestimmt nicht geflunkert.
Die Herstellung des Rades war schon mit Aufwand verbunden.
Doch ich bin überzeugt, daß dein Aufwand wesentlich höher ist als seiner.

Das allein wollte ich dir durch seine Sätzchen ein wenig näher bringen.
Mehr nicht. Wink

Viele Grüße
Erich
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
werner100



Anmeldedatum: 26.07.2009
Beiträge: 807

BeitragVerfasst am: Fr Apr 26, 2013 12:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Erich -

Nichts gegen Deine historischen Hinweise - die sind schon angebracht -
und zeigen mir etwas mehr von seinem(Besslers) Hintergrund.

Mein Urteil über ihn fällt aber hart aus:
Er hat nicht gelogen - er hat
gemauert, was die konkrete Mechanik betrifft.
Daraus folgere ich allerdings, dass er noch etwas vor hatte und dies aus
geschäftlichen Gründen tat.

In einem späteren Vermächtnis hätte er vielleicht ein Testament seiner
Idee hinterlassen und sie der Nachwelt, vielleicht in Form einer verschlüsselten Botschaft -zugänglich gemacht.

Ich denke - er war nicht der Typ, der sein lebenslanges Schaffen einfach
in der Versenkung verschwinden lassen wollte.
Dazu war er zu eitel und auf gesellschaftliches Ansehen bedacht.

Es ist auch nicht so, dass ich ihn unbedingt falsifizieren wollte - denn ich habe mich schon lange vor Kenntnis seiner geschichtlichen Existenz
mit dem Thema Gravitationsrad befasst.
Allerdings unter der Knute des wissenschaftlichen Standes, der sich dagegen aussprach und dies auch mit guten Argumenten stützte.

Heute ist jene Zeit des Anfangs ein Teil einer absurden Erinnerung, die ich immer weniger verstehe.

Gruss
Werner
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Erich



Anmeldedatum: 10.11.2010
Beiträge: 257
Wohnort: 093xx

BeitragVerfasst am: Fr Apr 26, 2013 1:09 pm    Titel: Gravitationsturbine Antworten mit Zitat

Hallo Werner,
Das ist Alles richtig,was du schreibst.
Bessler war sich seiner Entdeckung wohl bewußt.
Er wollte nur in Deutschland verkaufen.
Und das an viele Städte gleichzeitig , weil, wenn einmal offengelegt, nie wieder einer zu ihm hingekommen wäre und gesagt hätte ,ich will noch Eins bei dir kaufen!
Du hast das mit viel Aufwand herausgefunden.

Ich persönlich bin der Meinung, daß Bessler es nicht mit in's Grab nahm.
Nur, er hat es in seinem Nachlaß so versteckt, daß man sich mit seiner Person und seinem Umfeld intensiv beschäftigen muß.
Nicht gleich für jeden dahergelaufenen Fuzzi auf dem Präsentierteller serviert.
Irgendwann macht es bei der Suche 'Pling'.
Der erste , brauchbare Baustein ist gefunden.
Werner baue du mal dein Ding fertig.Ich werde es nicht Nachbauen.
Ich habe meine eigenen Vorstellungen in dieser Sache.
Wenn's gelingt Werner, tun wir uns beide zusammen und fahren damit gemeinsam Reitschule. Razz

Viele Grüße
Erich
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
werner100



Anmeldedatum: 26.07.2009
Beiträge: 807

BeitragVerfasst am: Mo Mai 06, 2013 8:15 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen -

Habe bei You Tube eine Animation gefunden , die zwar mit der Goldwaage bemessen wurde -
aber vielleicht einfacher nachzubauen ist, als ich es befürchte...

Nennt sich:
Bhaskara Wheel & overbalanced Chain -

Echt einfach - aber doch nur ein minimalistischer Differenzkraft-Effekt -
als Grundlagenexperiment allerdings genau das Richtige für die ewigen
Zweifler.

Gruss
Werner
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Erich



Anmeldedatum: 10.11.2010
Beiträge: 257
Wohnort: 093xx

BeitragVerfasst am: Mo Mai 06, 2013 9:34 am    Titel: Gravitationsturbine Antworten mit Zitat

Hallo Werner ,

net schlecht die Sach'.
Hast du schon mal überrechnet, wieviel Wärmepumpe ich damit betreiben kann? Question

Viele Grüße
Erich
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Frank



Anmeldedatum: 22.01.2009
Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: Mo Mai 06, 2013 11:10 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe gestern beim Reparieren meines Fahrrades das Velo auf den Rücken gedreht. Was soll ich sagen, als ich mal das Vorderrad leicht angeschoben habe, drehte es sich wie von Geisterhand einfach weiter.

Und das ging mindestens so lange, wie die gezeigten Maschinen in den Videos. Ich war begeistert.

Leider hatte es den gleichen Fehler, wie auch die im Video gezeigten Maschinen. Es wollte sich einfach nicht von allein losdrehen und benötigt immer etwas Anschub. Und noch schlimmer ist, dass es nach einer Weile jedes mal doch stehen geblieben ist.

Zitat:
... als Grundlagenexperiment allerdings genau das Richtige für die ewigen Zweifler.


Ja, genau.
_________________
MfG Frank
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 519
Wohnort: Bayern 91

BeitragVerfasst am: Mo Mai 06, 2013 11:16 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es wollte sich einfach nicht von allein losdrehen und benötigt immer etwas Anschub. Und noch schlimmer ist, dass es nach einer Weile jedes mal doch stehen geblieben ist.

Und wenn zwei Räder parallel gebaut werden, die sich gegenseitig ständig selbst vor dem stehenbleiben neu andrehen ?
_________________
Die Frage ist nicht ob es funktioniert, sondern wie !
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Frank



Anmeldedatum: 22.01.2009
Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: Mo Mai 06, 2013 11:47 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Und wenn zwei Räder parallel gebaut werden, die sich gegenseitig ständig selbst vor dem stehenbleiben neu andrehen ?

Na klar!
Dass da noch keiner drauf gekommen ist?
_________________
MfG Frank
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
werner100



Anmeldedatum: 26.07.2009
Beiträge: 807

BeitragVerfasst am: Di Mai 07, 2013 9:25 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo -

Das Bhaskara-Rad hat verdächtig wenig Elemente.
Wer die Arbeitsfähigkeit bestreitet, muss aber nachweisen können,
dass die Drehmomenen-Arbeit über dem Winkel Phi1=Winkel zwischen
6 bis 10 UHR und der zugehörige Schwung nicht ausreichen, die Hubarbeit
zwischen ca 6 und 5Uhr = Phi2 überschüssig auszugleichen.

Auf den Nachweis darf man gespannt sein.

Nur bitte an folgendes erinnern:
Multipolräder müssen an den Polen ihre Gewichte oben vom kleineren auf den grösseren und
unten von grösseren auf den kleineren Radius anheben.
Das gleicht den Energie-Überschuss der unterschiedlichen Radien wieder aus.

Nur solche MP-Räder laufen, die beim oberen und unteren Übergang mit
den Gewichten in der Horizontalen bleiben oder einen Faden vorschicken
(Somerset), alle anderen MP-Räder laufen nicht.
Bei Bhaskara wird der obere Übergang in der Horizontalen gehalten, weil
das Hg-Medium fluidisch in der Ebene bleibt - das reicht immerhin aus, um
die Gleitreibung zu überwinden und nach dem Anstoss ohne Ende weiter
zu drehen.

Gruss
Werner
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Fefferl



Anmeldedatum: 24.01.2010
Beiträge: 254

BeitragVerfasst am: Di Mai 07, 2013 11:18 am    Titel: Antworten mit Zitat

Mal so den Gedankengang, warum ich an der Technik zweifle:
Auf der linken Seite wird das Rad von Hand abgesenkt. Dadurch läuft die Flüssigkeit im obersten Behälter nach links, verlagert den Schwerpunkt weg vom Drehpunkt und übt ein größeres Moment aus. Bis hier her alles okay. Im unteren Bereich entsteht dann der Übergang, bei dem die Flüssigkeit wieder zurückläuft. Dieses Zurücklaufen verlagert zum Einen der Schwerpunkt wieder weiter nach links, als er vorher war und zudem verschlingt das Rüberlaufen Energie sowie es beim Reinschwappen in die Endlage aus der Bewegungsenergie der fließenden Flüssigkeit einen Impuls gegen die Laufrichtung des Rades erzeugt.
Auch wenn das Rad im ersten Moment so aussieht, als ob es funktioniert, sind alle auftretenden Momente auf das Rad wieder Null und somit wird es von selber stehen bleiben. Würde man das Rad so aufbauen und testen, dann müsste folgendes zu sehen sein, wenn man es startet: Nach ganz wenig Drehwinkel, ohne Schwung auf das Rad auszuüben, müsste sich das Ungleichgewicht einstellen und das Rad selbstsändig beschleunigen, wenn auch auf eine geringe Geschwindigkeit, aber es müsste selber schneller werden. Dieses tut es aber meines Erachtens nicht!!

Das selbe gilt für die Kette, die da gezeigt wird. Ja, sie läft schön so vor sich hin, doch da verwette ich mein letztes Hemd, dass auch diese Vorrichtung nach endlicher Zeit selber zum Stillstand kommen wird.

Woher soll bitte auch die Logig kommen, man müsse diese Räder erst anstoßen, dass sie sich drehen? Wenn sie tatsächlich selbstständig drehen würden, müsste es einen statischen Punkt geben, bei dem das Rad selbständig versuchen will, in Drehung zu kommen. Nur die Überlegung, ich beschleunige es auf die Drehzahl n und dann hält es diese, ist mit keiner Argumentation zu begründen, bzw fordert automatisch den umgekehrten Gedanken, dass es einen Punkt geben muss, an dem es selber drehen will! Tut es das nicht, widerspricht es jeglichem Gedanke des Selbstläufers!

Gruß Stefan
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Frank



Anmeldedatum: 22.01.2009
Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: Di Mai 07, 2013 11:56 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wer die Arbeitsfähigkeit bestreitet, muss aber nachweisen können,
dass die Drehmomenen-Arbeit über dem Winkel Phi1=Winkel zwischen
6 bis 10 UHR und der zugehörige Schwung nicht ausreichen, die Hubarbeit
zwischen ca 6 und 5Uhr = Phi2 überschüssig auszugleichen


Irrtum, die Beweislast für die Funktionsfähigkeit liegt beim "Erfinder".

Zitat:
das reicht immerhin aus, um
die Gleitreibung zu überwinden und nach dem Anstoss ohne Ende weiter
zu drehen.

Die Reibung ist im vorliegenden Fall sicher gering, was eine recht erstaunliche Nachlaufzeit erzeugt. Ein entsprechend gut gelagertes einfaches Rad schafft das aber auch. Bei theoret. Reibung Null würde das Rad ganz im Rahmen des EES auch quasi ewig weiterlaufen, leider aber ohne OU.
_________________
MfG Frank
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    forum.hcrs.at Foren-Übersicht -> Physik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4 ... 13, 14, 15  Weiter
Seite 3 von 15

 
Gehe zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.


CrackerTracker © 2004 - 2019 CBACK.de

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de