forum.hcrs.at Foren-Übersicht forum.hcrs.at
Freier Gedankenaustausch zur
HCRS Home Labor Page

 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Bau eines Stirlingmotors
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    forum.hcrs.at Foren-Übersicht -> Physik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
sswjs



Anmeldedatum: 21.09.2008
Beiträge: 1148

BeitragVerfasst am: Do Apr 14, 2011 11:27 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,


Zitat:
Du wirst lachen, der zweite Entwurf war dann eine offene Konstruktion. Wobei der klassische Stirling geschlossen ist, mit vorgespanntem Medium, das stets in der Maschine verbleibt.
Na ja, wenn du deinen Entwurf öffnest hast du eine normal Turbine. Dann nutzt dir die Außenerwärmung leider nichts, du musst dann die Verbrennung nach innen verlagern um die nötige Volumenänderung zu erreichen.


Der Stirling scheint mir, trotz des sehr bescheidenen Wirkungsgrades (0,1) die besserere Maschine, wenn man keine Verbrennung einsetzt. Solarwärme kann man ja fast zu Nulltarif bekommen. Ich werd mich mal durch Formeln wühlen, denn die darin angegebenen 200° Temperaturunterschied ist für einen Solar-Strirling zu hoch. Oder man benutzt dann wirklich den Parabolspiegel...


Zitat:
Der Politik zürnend
Artur
Nun ja, es sind Menschen, die Politik machen, und mit der Gehirnversion 0.9 heißt Politik nicht anderes als Lug, Betrug und Erpressung.
Aber zur allgemeinen Beruhigung, wie sind alle nicht besser (mich eingeschlossen).
Niemand begreift, das sein Handeln immer ein Rückwirkungsprozeß ist und Rückwirkungen nicht einschätzbar sind.


jetzt auch rückwirkt...
sswjs
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Stebinski



Anmeldedatum: 01.10.2005
Beiträge: 290

BeitragVerfasst am: Sa Apr 16, 2011 7:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hi !

Puhh.... ein Wirkungsgrad von 0,1 !? Das klingt zunächst echt schwach und die Frage ist, wieviel kann man denn da zumindest Theoretisch rauszuholen?
Liegt der Schlüssel vielleicht darin, dass der Sterling geschlossen arbeitet und aus einem offenem System mehr rauszuholbar sein könnte?




Gruß Stebinski
_________________
Für das Perpetuum Mobile, ist scheinbar Paradox, der Energieerhaltungssatz nötig.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Gecko



Anmeldedatum: 06.06.2010
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: Di Apr 26, 2011 8:41 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stebinski,

etwas verspätet, da ich grad viel zu tun hab. Deshalb ist die vorläufige Konstruktion auch erst zu ca. 30% fertig.

Was den Wirkungsgrad von 10% betrifft, der kommt durch die großzügige Rechnung zustande. Da der ideale Wirkungsgrad noch mit dem Faktor 0,25 reduziert wird. Ich denk mal die Wahrheit kann man da erst durch einen Test rausfinden.

Mit einem offenen System meinst du wohl die warme Luft, die im Arbeitszylinder runtergekühlt wird einfach "rauszublasen" und "frische" Luft zurückzupumpen.
Die Idee ist gut. Ich frag mich aber wie sich dass dann mit den Drücken verhält.
Dadurch dass man zumindest kurzzeitig eine großzügige Verbindung zur Umgebung hat (falls man es schaffen würde die Luft schlagartig im größten Arbeitsvollumen auszutauschen), kommt es meiner Meinung nach zu irgendwelchen Unterschieden zum herkömmlichen Druckverlauf in einem geschlossenen Stirling.
Ich weis nicht in wie weit so eine Druckänderung bemerkbar machen würde (positiv sowie negativ).

Grüße Gecko
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sswjs



Anmeldedatum: 21.09.2008
Beiträge: 1148

BeitragVerfasst am: Mi Apr 27, 2011 12:25 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Zitat:
Mit einem offenen System meinst du wohl die warme Luft, die im Arbeitszylinder runtergekühlt wird einfach "rauszublasen" und "frische" Luft zurückzupumpen.
Hier war mein erster Gedanke, so'n Blödsinn. Bei nochmaliger Betrachtung erweist sich die Idee sogar als sehr interessant.

Der Verdrängerkolben ist der eigentliche Steuerkolben, der sogar die dann notwendigen Ventile steuern könnte. Weiterhin fallen auch die Kühlrippen weg. Was aber zum Problem werden könnte, ist die schnelle Erwärmung des frischen Gases. Allerdings würde ich eine niedrig siedende Flüssigkeit, wie Alkohol (78°C) oder Propanon (56°C) als Ersatz benutzen, so, daß man einen Zweitaktmotor nachahmt (aber ohne Verbrennung). Immer mit der Maßgabe, einen Motor mit einem so niedrig, wie möglichen, Temperaturunterschied zu konstruieren.


langsam warm werdend...
sswjs
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dodes



Anmeldedatum: 05.04.2008
Beiträge: 761
Wohnort: Dortmund Technologiezentrum

BeitragVerfasst am: Mi Apr 27, 2011 9:01 am    Titel: Antworten mit Zitat

@sswjs

Für einen Niedertemperaturstirlingmotor ist nicht ein Arbeitsmedium,
mit niedrigem Siedepunkt entscheidend, sondern eine maximale
Expansion des Mediums, bei gleichzeitig geringer Temperaturdifferenz.
Deswegen ist Helium als Arbeitsmedium, oft die erste Wahl.

Das Gas muß nur auf den richtigen Betriebsüberdruck gebracht
werden, der für die jeweilige Einsatztemperatur abgestimmt werden
muß. Beim erwärmen entsteht dann der nötige Arbeitsüberdruck und
die damit benötigte Druckdifferenz. Helium besitzt hier die besten
thermodynamischen Eigenschaften aller Gase und führt auch zu keiner
Reaktion mit den benötigten Schmier- oder Dichtstoffen.

Gruß Dodes
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sswjs



Anmeldedatum: 21.09.2008
Beiträge: 1148

BeitragVerfasst am: Mi Apr 27, 2011 9:35 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Zitat:
Deswegen ist Helium als Arbeitsmedium, oft die erste Wahl.
Eine ganz andere Idee, aber auch nicht schlecht. Hier wäre der Motor aber wieder geschlossen und wir hätten Dichtungsprobleme. Ganz davon zu schweigen, wie ein Amateurbastler das Helium mit korrektem Druck in seinen Motor bekommen sollte.

Zitat:
Für einen Niedertemperaturstirlingmotor ist nicht ein Arbeitsmedium,
mit niedrigem Siedepunkt entscheidend, sondern eine maximale
Expansion des Mediums, bei gleichzeitig geringer Temperaturdifferenz.
Ja, dieses Problem ist mir schon bewußt, deswegen ja auch mein Vorschlag mit einer Art der Flüssigkeitsverdampfung.


mal sehen, was noch für Vorschläge kommen Smile
sswjs
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dodes



Anmeldedatum: 05.04.2008
Beiträge: 761
Wohnort: Dortmund Technologiezentrum

BeitragVerfasst am: Mi Apr 27, 2011 1:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@sswjs

Ja ich weiß worauf Du hinaus willst, aber ein Aggregatszustandswechsel,
benötigt mehr Energie als über die Druckveränderung dann zur Verfügung
steht.

Z.b. bei Wasser benötigt der Wechsel von Eis nach Flüssig bei 0°C
genau so viel Energie, das man die gleiche Menge Wasser von
0°C (flüssig) auf ca. 80°C erwärmen könnte.

Daher wird die Verdampfungsenthalpie / Kondensationsenthalpie einen
ungünstigen Wirkungsgrad zur Folge haben, da mehr Energie
transportiert wird, als durch den Ausdehnungskoeffizienten im System
zur Verfügung gestellt wird. Das wird dann noch begünstigt, wenn man
durch die Druck- und Temperaturbedingungen immer um den
Siedepunkt des Mediums liegt. Die Drucküberhöhung durch die
Erwärmung, verschiebt den Kondensationspunkt ja gleichzeitig
weiter nach oben, so das dieses Arbeitsmedium frühzeitig wieder
kondensiert und die zugeführte Energie statt als Arbeitsüberdruck
als Kondensationsenthalpie abgibt.

Was die Beschaffung des Gases angeht, es gibt direkt Ballongas in
kleinen Flaschen, welches einen hohen Anteil an Helium beinhaltet
und die 100l bei etwa €20 und 500l bei etwa €50 liegen. Also damit
lassen sich schon einige kleine Stirlingmotoren mit auffüllen Smile

Was den Druck angeht, na ja beim nächsten Sperrmüll mal nach
Kühl- oder Gefriergeräten ausschau halten, oder direkt beim
Kältefritzen mal anfragen, die kleinen 90-240Watt Rollkolben-
verdichter schaffen, locker 20Bar Betriebsüberdruck, das
sollte zum Überdruckbefüllen locker reichen Wink

Was das abdichten angeht, auf direkt ausgeführte Wellen verzichten und
durch einen Glasdeckel einfach ne Magnetkupplung verwenden,
das läßt sich der Arbeitsbereich locker dicht bekommen.

Gruß Dodes
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sswjs



Anmeldedatum: 21.09.2008
Beiträge: 1148

BeitragVerfasst am: Do Apr 28, 2011 9:43 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Zitat:
Z.b. bei Wasser ...
die Anomalie schlechthin. 2 Gase, die zusammen eine Flüssigkeit bilden.

Zitat:
Daher wird die Verdampfungsenthalpie / Kondensationsenthalpie einen
ungünstigen Wirkungsgrad zur Folge haben, da mehr Energie
transportiert wird, als durch den Ausdehnungskoeffizienten im System
zur Verfügung gestellt wird.
Ok, man sollte doch zuerst mal die Tafelwerke und die Mathematik bemühen, bevor man (ich) eine Schnellschuß loslässt.

Zitat:
Was das abdichten angeht, auf direkt ausgeführte Wellen verzichten und
durch einen Glasdeckel einfach ne Magnetkupplung verwenden,
das läßt sich der Arbeitsbereich locker dicht bekommen.
Tja, für einen Mini-Sterling könnte ich mir so etwas vorstellen. Bei den größeren Teilen bin ich am zweifeln, ob die nötigen Kräfte damit übertragen werden könnten.


wieder an Magneten klebend...
sswjs
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dodes



Anmeldedatum: 05.04.2008
Beiträge: 761
Wohnort: Dortmund Technologiezentrum

BeitragVerfasst am: Do Apr 28, 2011 10:33 am    Titel: Antworten mit Zitat

@sswjs

Zitat:
Tja, für einen Mini-Sterling könnte ich mir so etwas vorstellen. Bei den größeren Teilen bin ich am zweifeln, ob die nötigen Kräfte damit übertragen werden könnten.


Ach was, Neodym hilft hier bestimmt vor allem wenn wir Drehzahl
statt Drehmoment übertragen Smile

Ich mache mir nur sorgen über den Wärmeübergang zum Arbeitsmedium,
ein Zylinderförmiger Arbeitsraum ist bestimmt bei niedrigen Temp.diffs
nicht optimal, da ja die Übergangsgeschwindigkeit von der Temp.diff
abhängt und bei geringer Oberfläche länger dauert, weswegen eine
hohe Drehzahl schwierig werden dürfte.

Ich meine es könnte besser sein die Funktionen des Stirlings in
seine Bestandteile zu zerlegen und jeden Vorgang einzeln zu
optimieren.

1. Wärmeeintrag auf Arbeitsmedium mit einem Plattenwärmetauscher.
2. Druckdifferenzwandlung durch Freikolben oder Turbine.
3. Wärmeentzug vom Arbeitsmedium mit Plattenwärmetauscher.
4. Rückführung des Arbeitsmediums mit Turbine oder Rollkolbenverdichter.

Ich glaube das diese Vorgehensweise besser ist, als alle Schritte
in einem Gehäuse einzubauen.

Gruß Boris
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Stebinski



Anmeldedatum: 01.10.2005
Beiträge: 290

BeitragVerfasst am: Do Apr 28, 2011 9:18 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

1. Wärmeeintrag auf Arbeitsmedium mit einem Plattenwärmetauscher.
2. Druckdifferenzwandlung durch Freikolben oder Turbine.
3. Wärmeentzug vom Arbeitsmedium mit Plattenwärmetauscher.
4. Rückführung des Arbeitsmediums mit Turbine oder Rollkolbenverdichter.


Ja genau mein reden, nur ob sich das noch Sterling nennen darf? Very Happy Ich denke nicht.
Vielleicht kann man kühlende Effekte zur Verdichtung des
Arbeitsmediums nutzen, was den Druck wiederum erhöht, wenn es erhitzt
wird.(weil mehr Gasanteile drinn sind) Das mit Wärmetauschern hatte
mich auch schon interessiert und hatte im Netz auch schon was gesehen.
Da hatte Jemand ein geschlossenen Sterling mit Plattenwärmetauscher
gebaut und laut seinen Ergebnissen, lief er effektiver.

Gruß Stebinski !
_________________
Für das Perpetuum Mobile, ist scheinbar Paradox, der Energieerhaltungssatz nötig.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sswjs



Anmeldedatum: 21.09.2008
Beiträge: 1148

BeitragVerfasst am: Fr Apr 29, 2011 12:43 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Zitat:
Ach was, Neodym hilft hier bestimmt vor allem wenn wir Drehzahl
statt Drehmoment übertragen
Dein Wort in Gottes Gehörgang...

Zitat:
Ich mache mir nur sorgen über den Wärmeübergang zum Arbeitsmedium, ...
Ja, das ist der Knackpunkt, deswegen werden wir keinen Schnelläufer hinkriegen...

Zitat:
2. Druckdifferenzwandlung durch Freikolben oder Turbine.
Bevor wir so was, wie Schaufelräder diskutieren, sollten wir uns die Funktionsweise der einzelnen Komponenten des Stirlings richtig ansehen. Haben wir mal begriffen, was es mit den Verdrängerkolben auf sich hat, ist's mit Freikolben essig Sad


aber Wärmetauscher halt ich für eine gute Idee...
sswjs
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dodes



Anmeldedatum: 05.04.2008
Beiträge: 761
Wohnort: Dortmund Technologiezentrum

BeitragVerfasst am: Fr Apr 29, 2011 8:49 am    Titel: Antworten mit Zitat

@Stebinski

Jepp genau darum geht es Effektivität vor Komplexibilität! Es ist doch
unter dem Strich völlig egal ob das noch ein Stirlingmotor ist oder nicht,
es zählt doch nur was unter dem Strich raus kommt.

Man kann es ja dann Stirlinganlage nennen, was das Prinzip und
den modularen Aufbau beschreibt Smile

@sswjs

Ach Jens, sonst würde doch kein Magnetrührer funktionieren Smile

@all

Fakt ist doch, dass bei geringer Temperaturdifferenz (Solarwärme)
Tmin ca. 25°C / Tmax ca. 80°C die Differenz max. 55°K beträgt.
Daraus folgt das eine große Menge Arbeitsmedium zum Einsatz kommen
muß, was nur in einem stetigen Kreisfluss verlustarm realisiert werden
kann. Die Strömungsgeschwindigkeit muß möglichst gering gehalten
werden, damit die Nutzwärme gut auf das Medium übertragen werden
kann und das bei möglichst großer Kontaktfläche, da kommen
nur noch Kreuzplattenwärmetauscher in frage, die im Gegenstrom
die wärme auf das Medium übertragen Smile

Bleibt noch der Teil Expansion -> mech. Arbeit Wandlung, mir
fällt da nur eine Turbine ein, bzw Rotoren die im Mediumstrom
die Energie kontinuierlich wandeln, da nur wenig Reibungsverluste
an der Lagerwelle entstehen, Kolben sind durch Reibung einfach
Energiefresser und die Pendelbewegung benötigt Schwungmasse
das ist alles Mittelaltertechnik.

Die Verdichtung kann einfach durch ein Radialgebläse erfolgen,
welches über einen Druckdifferenzregler in der Drehzahl
gesteuert wird, somit kann je nach Temperaturdifferenz bzw.
Mediumumsatz die Rückführung optimal geregelt werden.

Es muß hier ja kein irrer Druck für den Expansionsteil erzeugt
werden, sondern eine möglichst hohe homogene Ströumgs-
geschwindigkeit mit hohem Durchsatz.

Na, wie isses mit der Idee?

Gruß Dodes
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Sowasaberauch



Anmeldedatum: 09.04.2008
Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Fr Apr 29, 2011 9:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bleibt noch der Teil Expansion -> mech. Arbeit Wandlung, mir
fällt da nur eine Turbine ein, bzw Rotoren die im Mediumstrom
die Energie kontinuierlich wandeln, da nur wenig Reibungsverluste
an der Lagerwelle entstehen, Kolben sind durch Reibung einfach
Energiefresser und die Pendelbewegung benötigt Schwungmasse
das ist alles Mittelaltertechnik.


Sehe ich ähnlich. Wenn es um so kleine Temperaturdifferenzen geht, dann muss man viel Medium bewegen (Carnot) um ein bisschen Leistung zu erhalten. Das bedeutet aber auch, dass bei so einem Motor die Strömungsverluste und Reibungsverluste überproportional gross sind. D.h. wenn man das Ding so baut, dass man viele kleine optimierte Einzelkomponenten hat, hat das Ding IMHO zuviel Verluste. Es muss möglichst simpel aufgebaut sein: D.h. das Medium muss mit möglichst wenig Strömungsverlusten durchgehen und es sollte wenig bis gar keine beweglichen Teile haben, welche nur Reibungsverluste bedeuten (speziell Zylinder mit Ihren Dichtringen sollten da eigentlich tabu sein).

IMHO kann man hier aber eben gerade Schauberger benutzen und so ohne ein bewegliches Teil (Naja, bis auf den finalen elektrischen Generator) mechanische Kraft aus der Temperaturdifferenz gewinnen. Ich hab den zumindest theoretisch erreichbaren Wirkungsgrad bei Schaubergers Verfahren Mal berechnet. Es beträgt etwa 30% von Carnot. Das ist auf den ersten Blick nicht viel. Doch da man nur sehr wenige Verluste hat und man zudem in dieser Weise einfach viel Medium pro Zeit durchlassen kann, könnte das Ding trotz alledem insgesamt effektiver sein als ein normaler Niedertemperatursterling der gleichen Leistung. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wäre so ein Teil aber zumindest viel billiger und vor allem langlebiger...

Bei Schauberger kann man ja die beiden Funktions-Komponenten seiner Maschinen getrennt betrachten: Die eine kühlt das Medium ab in einem Verfahren, welches dem 2. HS widerspricht. Die andere Komponente benutzt dann den Temperaturunterschied um damit etwas anzutreiben. D.h. man kann die 2. Komponente benutzen, ohne die erste. Es ist dann halt kein "Selbstläufer". Und gerade Schaubergers Maschinen mussten ja auch enorme Mediumsmengen pro Zeiteinheit durchschleusen. Und selbst wenn sein Verfahren nicht optimal im Sinne Carnot's ist, um solch grosse Mengen durchzuschleusen dürfte es IMHO wohl mitunter zu den effizientesten Verfahren zählen (zumindest im Vergleich zur Baugrösse pro Leistung). Es ist schon klar, dass man eine Maschine bauen könnte mit der gleichen Leistung in der das Medium nur ganz langsam strömt und deshalb die Verluste gering wären. Das bedeutet aber automatisch auch dass diese Maschine riesig wäre (und damit auch teuer).

STELLE BITTE JEMAND DIESEN BESCHISSENEN "SECURITY ALERT" AB!!!
HALLO, IRGEND EIN ADMIN DA !!!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dodes



Anmeldedatum: 05.04.2008
Beiträge: 761
Wohnort: Dortmund Technologiezentrum

BeitragVerfasst am: Fr Apr 29, 2011 1:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@Sowasaberauch

Ja, aber bei einer diskret aufgebauenten Stirlinganlage kann man
vielfach höhere Querschnitte wählen, man muß das Medium ja nicht
durch ein 2mm2 Kupferrohr quetschen Smile

Einfache Wärmetauscher könnte man nach dem Dampfkesselprinzip
von Dampflokomotiven aufbauen, zwei sich in einem Metallzylinder
gegenüber befindliche Metallscheiben die mit Löchern versehen
wurden, durch welche man kleine Röhren einlötet. Der Gesamtquerschnitt
aller Einzelröhren, braucht dann nur dem Leitungsquerschnitt entsprechen.
Über die Länge kann dann die Kontaktzeit bestimmt werden. Der Vorteil
dieser Form liegt nämlich in der Druckfestigkeit der Kammer durch
welches das Wärmetransportmedium (Wasser/Öl) mit dem benötigten
Druck problemlos durchgeleitet werden kann. wenn ich mal den Druck
von so einer Heizungsanlage nehme, sind das so an die 2-3bar je
nach Höhe (Solllen ja Solarkollektoren die Wärme liefern).

Auch kommt dieser Wärmetauscher mit dem Druck durch das Arbeits-
medium klar, welches so schätzungsweise mit 5-8bar Betriebsüber-
druck im System eingebettet werden müßte.

Besonderer Wertschätzung gilt natürlich dem Wandler
Strömung -> mech. Bewegung ich würde ja an Rotoren wie bei
einer Windkraftanlage denken, wo ggf. 2-5 hintereinander mit
entgegengesetzer Rotationsrichtung zusammenwirken, um eine
Wirbelbildung zu unterdrücken.

Ganz abgedreht wäre vieleicht eine elektrostatische Lösung, über
Koronadrähte werden Ladungen auf das Medium übertragen, welche
dann durch die Strömung transportiert werden und damit Arbeit
verrichten. An einer Kollektorplattensammlung werden dann die
Elektronen abgestrichen und bilden so eine Hochspannungsladung
diesen, die dann transformiert werden kann Smile

Gruß Boris
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Sowasaberauch



Anmeldedatum: 09.04.2008
Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Fr Apr 29, 2011 3:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@HC: Vielen Dank für das schnelle Aufräumen des ganzen Apotheken-Spam!

@Boris:
Zitat:
Ja, aber bei einer diskret aufgebauenten Stirlinganlage kann man
vielfach höhere Querschnitte wählen, man muß das Medium ja nicht
durch ein 2mm2 Kupferrohr quetschen

Ich hab ja gesagt, man kann das schon so machen, nur wird die Anlage dann eben sehr gross für die umgesetzte Leistung. Irgendwie muss man die hohe Menge an Medium durchsetzen. Bei Schaubergers Maschinen geschieht das eben mit einer rel. hohen Geschwindigkeit und deshalb sind die Maschinen für Ihre Leistung rel klein.

Zitat:
Besonderer Wertschätzung gilt natürlich dem Wandler
Strömung -> mech. Bewegung ich würde ja an Rotoren wie bei
einer Windkraftanlage denken, wo ggf. 2-5 hintereinander mit
entgegengesetzer Rotationsrichtung zusammenwirken, um eine
Wirbelbildung zu unterdrücken.


Hier sehe ich dann aber eben gerade 3 Probleme:
1. Sehr aufwändig und teuer.
2. Benötigt viel Platz
3. Mit den vielen Rotoren holst Du Dir automatisch auch wieder Verluste rein. Schon klar weniger, als wenn Du die ganze Energie mit einem Rad gemacht hättest. Es sei denn es ist ein riesiges langsam drehendes Rad.

Aber IMHO dünkt mich eben gerade an diesem Punkt im Vergleich die Schauberger-Lösung sehr einfach. Zuerst wird das Durchflussgut durch die Dichteänderung beschleunigt und seine Rotationsgeschwindigkeit erhöht und zum Schluss in der Düse die Drehbewegung wieder in eine lineare Bewegung umgesetzt. Jegliche Reibunsgerwärmung an diesem Punkt in der Düse wird wiederum in eine Beschleunigung umgesetzt.
Da das Medium durch seine Drehung mehr der Wand entlang rollt (wie ein Autopneu über die Strasse), sind die Strömungsverluste rel. gering.

Zitat:
Ganz abgedreht wäre vieleicht eine elektrostatische Lösung, über
Koronadrähte werden Ladungen auf das Medium übertragen, welche
dann durch die Strömung transportiert werden und damit Arbeit
verrichten. An einer Kollektorplattensammlung werden dann die
Elektronen abgestrichen und bilden so eine Hochspannungsladung
diesen, die dann transformiert werden kann


Da wären Wir dann wieder bei meinem "elektrostatischen Windkraftwerk"...
Die Kollektorplatten brauchts übrigens gar nicht.
Wie gesagt: Einfach das Prinzip eines Gas-"Van de Graff"-Generators, welcher das Gas per Influenz (gratis) ionisiert und eine mechanische "Wind"-Kraft benutzt um die Ladungen entgegen dem Feld zu transportieren.
Einfach und billig.
Ich bin übrigens zurzeit dabei eine etwas grössere Variante zu bauen um genauere Aussagen zur praktischen Leistung zu bekommen. Leider hab ich zurzeit beruflich sehr viel zu tun...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    forum.hcrs.at Foren-Übersicht -> Physik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Seite 2 von 4

 
Gehe zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.


CrackerTracker © 2004 - 2018 CBACK.de

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de