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Der Bau meiner Wimshurstmaschine...
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Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
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BeitragVerfasst am: So Sep 05, 2010 2:12 pm    Titel: Der Bau meiner Wimshurstmaschine... Antworten mit Zitat

Ich hatte schon seit längerer Zeit vor mir eine etwas größere Influ zu bauen, habe aber in Ermangelung geeigneter Scheiben nicht anfangen können Sad

Jetzt habe ich die passenden Glasscheiben gefunden. 50 cm / 0,2cm, bei einer Fundgrube für knapp 3,00€ Stk Smile ( eigentlich als Bilderrahmen gedacht )

Auch die Glaszylinder für die Leydener-Flaschen, 25cm hoch, gab es mal für 3,00€ bei einem TEDI-Markt. Und verschiedene Alu-Hohlkugeln gab es bei OBI für 2,00€ - 3,00€

Hier mal ein Bild dieser einiger zum Bau benötigten Sachen:


Die Lager mit Lagerschalen hatte ich mal aus einer alten Waschmaschine ausgebaut, also kostenlos Smile
Den alten E-Motor hatte ich von meinem Opa bekommen, auch kostenlos Smile

Dann sehen wir noch eine ( von zwei ) Plexiglasscheibe mit passendem Durchmesser zu den Lagerschalen, mit eingebohrten Gewinden, die später mittig auf die Glasscheiben geklebt werden... und an denen dann die Lagerschalen geschraubt werden.

Das teuerste war die Edelstahlkugel von Weltbild für etwa 15,00€ ( das wird die negative Entladekugel ). Damit belaufen sich die Materialkosten auf etwa 50,00€, und viel mehr wird es auch nicht, da ich die restlichen Sachen ( Alurohre, Holz, usw ) vorrätig habe Smile

Den Zusammenbau werde ich dann je nach Zeit noch genauer beschreiben, alles mit weiteren Bildern... und wenn sie fertig ist gibt es auch ein Video Wink

LG
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sswjs



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BeitragVerfasst am: So Sep 05, 2010 6:38 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Ich find das mutig von dir, nur 2mm dicke Glasscheiben zu verwenden.

Wie willst du die Lamellen befestigen und aus welchem Material sollen die bestehen?

Wenn dir Aluminium ausreicht, kann man die selbstklebende Folie benutzen.
Die kann man auf einem Schneidplotter dann auch noch korrekt ausschneiden und mit Übertragungsfolie in einem Rutsch aufkleben.


wünscht viel Erfolg...
sswjs
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Denker



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BeitragVerfasst am: So Sep 05, 2010 7:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hi sswjs,
Zitat:
Ich find das mutig von dir, nur 2mm dicke Glasscheiben zu verwenden.

naja, stärker sind sie eben nicht Rolling Eyes
Sollten sie zerbrechen, werde ich mir leider teurere aus plexi oder Acryl machen müssen.

Ausserdem kann es sein das dieses Billigglas schlecht isoliert, dann werde ich die Scheiben mit Plastikspray bearbeiten...

Auch das Glas der Billigzylinder ( Blumenvasen ) für die Leydenflaschen wird eigentlich nicht zu gebrauchen sein. Deshalb dachte ich, ich stelle einen Metallzylinder ( oder Rohr ) in den Glaszylinder, und fülle den Zwischenraum mit Öl auf. dann gibt das vermutlich erstklassige Ölkondensatoren Wink

Die Segmente werde ich aus Selbstklebender Alufolie machen, die kann man aber auch einfach mit der Schere, oder besser mit Lineal und Messer ausschneiden.

Aber jetzt erstmal Lackierarbeiten:

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sswjs



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BeitragVerfasst am: So Sep 05, 2010 7:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin.


Zitat:
Ausserdem kann es sein das dieses Billigglas schlecht isoliert, dann werde ich die Scheiben mit Plastikspray bearbeiten...
oh, da fällt mir gerade ein, wusstest du, daß Floatglas auf einem Zinnbad hergestellt wird?



Sollte es wirklich Floatglas sein, musst du die Zinnschicht runter ätzen...
sswjs
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Denker



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BeitragVerfasst am: So Sep 05, 2010 8:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Sollte es wirklich Floatglas sein, musst du die Zinnschicht runter ätzen...

Danke für den Hinweis Very Happy
Wenn es so ist, dann werde ich versuchen mit Batteriesäure ( Schwefelsäure ) zu Ätzen...
Die gibt es für wenig Geld beim KFZ Zubehör.
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sswjs



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BeitragVerfasst am: So Sep 05, 2010 9:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Zitat:
Wenn es so ist, dann werde ich versuchen mit Batteriesäure ( Schwefelsäure ) zu Ätzen...
Hm, da hab ich meine Zweifel, das Schwefelsäure mit Zinn reagiert.
Entweder du nimmst Salzsäure oder kippst Wasserstoffperoxid in die Schwefelsäure.
Nur das ist verdammt gefährlich. Die Lösung wird sofort heiß und es wird eine große Menge Sauerstoff freigesetzt. In der Sauerstoffwolke wird so ziemlich alles brennbar...

Ich ätze immer meine Leiterplatten mit 5%-iger Wasserstoffperoxid Lösung in die ich dann 10%-ige Salzsäure kippe. Vor meiner Garage!


Wieder ins Chemiebuch reinschauend...
sswjs
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Mo Sep 06, 2010 1:50 pm    Titel: Re: Der Bau meiner Wimshurstmaschine... Antworten mit Zitat

@Denker

Hat das einen tieferen Sinn ein so große Wimshurstmaschine zu bauen Question

Also die Wimshurstmaschine ist doch dafür bekannt keine große
Leistung erzeugen zu können, die wohl auch noch von der
Luftfeuchte abhängig ist.

Wäre es nicht einfacher einen großen Bandgenerator zu bauen wie
er im Physikunterricht verwendet wird, die schaffen weitaus höhere
Spannungen bei einer hohen Dauerleistung Question

Gruß Dodes
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Denker



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BeitragVerfasst am: Mo Sep 06, 2010 4:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@Dodes
Zitat:
Hat das einen tieferen Sinn ein so große Wimshurstmaschine zu bauen

Es macht mir einfach Spass, ich habe meinen ersten Influenzgenerator ( Dirod ) mit 12cm Scheibe auf der Hauptschule gebaut, und seitdem immer größere Maschinchen Cool


Zitat:
Wäre es nicht einfacher einen großen Bandgenerator zu bauen
was verstehst du unter einem großen Bandgenerator ?

Ich habe noch eine 30cm Edelstahlkugel, damit habe ich auch noch vor einen Bandgenerator zu bauen Wink
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sswjs



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BeitragVerfasst am: Mo Sep 06, 2010 5:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Zitat:
Hat das einen tieferen Sinn ein so große Wimshurstmaschine zu bauen?
Dodes, diese Frage beantwortet die Allgemeinheit immer mit NEIN!
Ich, für mein Teil, meine, es hat immer Sinn ein Projekt sich vorzunehmen und zu realisieren. Unabhängig, ob was "sinnvolles" rauskommt.

Das Scheitern gehört zum Erkenntnissgewinn dazu. Allerdings stellt sich immer die Frage, in welchem Bezug man gescheitert ist. In Bezug auf den Erkenntnisgewinn scheitert man niemals...


Also lass uns mal Denker etwas unterstützen, denn seine Erkenntnise helfen ja auch anderen hier Mr. Green


Und die Idee mit den Waschmaschinenlagern ist doch super.
sswjs
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fredho



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BeitragVerfasst am: Mo Sep 06, 2010 6:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
sswjs hat mal wieder eine tolle Idee mit zinnbelastetem Floatglas. Floatglas kühlt auf einer flüssigen Zinnschicht aus und erhält dadurch eine schlierenfreie glatte Oberfläche.
Fast wie geschlffenes Spiegelglas. Normales Fensterglas ist heute immer Floatglas. Von einer verbleibenden Zinnschicht ist absolut keine Rede. Abzuätzen ist da nichts.
Zur Wimhurst Maschine: ich würde von 2mm Glas abraten. Schon aus dem Grund, in diese Scheiben Bohrungen für die Welle einzubringen. Man kann natürlich von beiden Seiten fliegend lagern. Das ist aber konstruktiv aufwendig.Denn die Scheiben müssen sehr nahe einander parallel laufen . Bohrungen in Glas sind möglich . Auch mit einfachen Mitteln: Dazu gehören : ein Messingstab mit entsprechendem Durchmesser, Carborundumpulver Korn 80, ( Z.B.durch Verbrennen von Schleifpapier 80er Korn zu gewinnen) eine Ständerbohrmaschine nicht schneller als 300/500 Upm, Wasser, Knetgummi, viel Gefühl und Geduld. Eine Bohrung in 4mm Glas von 8mm Durchmesser dauert ca. 30 Minuten nach eigener Erfahrung.
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fredho
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Dodes



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BeitragVerfasst am: Mo Sep 06, 2010 8:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@Denker

Ah ja, wußte ich es doch Wink Der praktische Nutzen ist dann doch
ehr Nebensache, die Estetik der Wimshurstmaschine ist natürlich
unbestreitbar Very Happy


@sswjs

Zitat:
Das Scheitern gehört zum Erkenntnissgewinn dazu

Das ist noch harmlos, schlimmer ist es wenn es eben nicht scheitert,
man aber nicht versteht warum es funktioniert Confused

@fredho

Nee da muß ich sswjs in Schutz nehmen, bei Floatglas ist immer eine
Seite mit einer nicht sichtbaren Zinkschicht vorhanden. Es gibt sogar
spezielle Sensoren die automatisch diese Schicht beim Glas erkennen,
damit in weiteren Produktionsschritten die richtige Seite verwendet,
oder das Zink sogar vorab entfernt wird.

Gruß Dodes
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Denker



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BeitragVerfasst am: Di Sep 07, 2010 5:20 am    Titel: Antworten mit Zitat

@Dodes
Zitat:
bei Floatglas ist immer eine
Seite mit einer nicht sichtbaren Zinkschicht vorhanden.

Ich habe mir mal die Scheiben genauer angesehen, und beide Seiten sind leicht wellig. Also wohl doch kein Floatglas Very Happy
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fredho



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BeitragVerfasst am: Di Sep 07, 2010 9:03 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dodes
Schon wieder was gelernt.Aber da ich grundsätzlich alles hinterfrage (man macht sich nicht unbedingt Freunde damit, aber es lebt sich sich risikoloser) werde ich mit einem Mitarbeiter einer großen Glasfabrik- Saint Gobain- mit dem ich beruflich zu tun hatte , Kontakt aufnehmen und befragen. Lassen wir es erst mal so stehen. Anmerkung :
Wenn schon, dann Zinn und nicht Zink .
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fredho
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sswjs



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BeitragVerfasst am: Di Sep 07, 2010 11:11 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Zitat:
sswjs hat mal wieder eine tolle Idee mit zinnbelastetem Floatglas.
Ich hab immer tolle Ideen. Schade ist nur, daß die niemand versteht Razz

Ach ja, das mit dem Zinn hab ich von einem Halbleiterspezialisten an unserer Uni. Die sind damals immer gescheitert mit ihren Versuchen die Dünnfilmschaltkreise auf Floatglas herzustellen. Bis die das mit dem Zinn rauskriegten...


...und daß ich als Klugscheißer immer verunglimpft werde, ist normal, da ist das Forum hier keine Ausnahme.


Sein Lexikon wieder einpackend...
sswjs
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fredho



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BeitragVerfasst am: Di Sep 07, 2010 3:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
Aber aber, sjwss wer wird den gleich so empfindlich sein. Es stimmt ja, das Zinn in allergeringster Menge sich auf Floatglas ablagert. Nur, für den praktischen Gebrauch ist das belanglos. So sagen die Fachleute, die das Glas herstellen. Das die Wissenschaft ganz andere Ansprüche stellt ist nachvollziehbar. Für eine Wimhurstmaschine ist Floatglas mit Sicherheit ein akzeptabler Baustoff. Nur für den Amateur schwierig zu Handhaben.
Deshalb habe ichmich vor Jahren für Acrylglas entschieden. Was ich, trotz höherer Kosten, jedem Wimhorstmaschinenbauer empfehlen kann.
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fredho
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