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Verbesserte Tesla Turbine in Deutschland erfunden?

 
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Sowasaberauch



Anmeldedatum: 09.04.2008
Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Mi Mai 26, 2010 10:50 pm    Titel: Verbesserte Tesla Turbine in Deutschland erfunden? Antworten mit Zitat

Bin im Internet, wiedermal beim Stöbern zu Schauberger und seiner Repulsine auf ein interessantes Statement gestossen:

Zitat:
"In London in 1970 or thereabouts I met an elderly woman at a meeting of the Aetherius society to which I had a chance invitation. She claimed to be the daughter of one of the scientists who originated the German flying disk program. I talked to her for about half an hour and she showed me a book in German, with pictures that illustrated a flying disk model on the ground and in flight. We talked about the mechanics of the disk and she told me that the propulsion system was based on a Tesla turbine. This turbine she explained had a central core, to which fuel was supplied. Around the central core was a stack of thin disks and the whole was surrounded by a combustion chamber that vented underneath the craft in the same way that a rocket engine vents (with venturi etc). She further explained that the central core (including the stacked disks) was spun at a very fast rate and fuel was introduced. The fuel spun outwards and exited the edge of the disks in a very fine mist. This mist was then ignited and the pressure of the explosion forced the fuel in the disk stack back towards the central core. The disk stack then accelerated. (Here I said to here that this was just like a ballet dancer pulling her leg in to spin faster, to which she replied that this was her father's exact simile). More fuel was injected and the process repeated. Thus the craft was powered by a bladeless Tesla turbine.


Etwas lang, OK.
War auf einer Seite, welche hauptsächlich auf Coanda's Entwürfe eingeht.
Nun ob man nun die Flugscheiben-Entwicklung im WW2 bei den Deutschen glauben mag oder nicht. Ich zumindest denke da ist schon was dran, aber mit eher konventionellen Antrieben, eben wie z.B. oben beschrieben. Und ich glaub nicht, dass das über ein paar Prototypen hinausging.
Aber eigentlich ist das ja egal, denn das oben erwähnte Konzept zur Benutzung einer Tesla-Turbine finde ich echt genial. Bei der Originalturbine ist das ja eben ein Problem, dass man keine hohe Kompression bekommt und die Ventile gleich bei der Brennkammer sind und deshalb problematisch.
Dieses Konzept löst beide dieser Probleme.
Vom Prinzip her eigentlich sehr sehr ähnlich einem Pulsar-Triebwerk (V1), einfach auf einer Scheibe verteilt, sodass die Explosionswirkung einfach in eine Drehbewegung umgewandelt werden kann, um einen Propeller anzutreiben und man eben zusätzlich noch eine viel höhere Kompression erreicht. Wie bei einem Pulsar-Triebwerk würde man natürlich den "Takt" in Resonanz mit den Luftdruckwellen (Schall) abstimmen.


Für alle die des Englischen nicht mächtig sind hier eine kurze Erklärung.

Es wird angenommen, dass bekannt ist wie eine Tesla-Turbine funktioniert.
Man hat also den Stapel Scheiben, welche ein Loch in der Mitte haben. Der Ganze Stapel ist in einer einzigen Brennkammer, welche auch nur zentral geöffnet ist. Diese Scheiben werden nun zu Beginn angedreht (per Anlass-Motor). Ansaugluft wird nun also von den Scheiben an die Peripherie komprimiert (Radialverdichter). Nun wird von Innen Treibstoff zwischen die Scheiben injiziert. Der Treibstoff wird durch die drehenden Scheiben natürlich feinst zerstäubt an der Peripherie landen. Dort wird nun der Treibstoff gezündet. Bei der Explosion wird nun, genau wie bei einer normalen Tesla-Turbine das Gas wieder nach innen gedrückt und treibt so die Scheibe an. Da die Luft vorher bereits einen Drehimpuls hatte (durch die Scheiben), wird die Drehgeschwindigkeit des nach Innen strömenden Heiss-Gases natürlich an Rotationsgeschwindigkeit zunehmen (Pirouetten Effekt). Die Scheibe wird also angetrieben. Zum Schluss wird das Restgas unten ausgestossen.


Ich persönlich nehme dann an, dass die Luft oben wieder angesaugt wurde. D.h. man benötigt in der Mitte zwei Ventile (oben und unten). Der Vorteil. Der Ort der Ventile ist da, wo die Explosion keinen grossen Druck mehr hat und deshalb sind die Ventile viel weniger beansprucht. Dies war eines der Hauptprobleme bei den Pulsar-Triebwerken.

Dieses Konzept dünkt mich schlüssig und würde genau in diese Zeit passen. Es könnte sogar sein, dass Tesla selbst das erfunden hat. Er sprach ja einmal ganz geheimnisvoll davon, dass er die perfekte Flugmaschine erfunden hat, welche keine Flügel oder Propeller hat. Auch sprach er davon, dass es aussehen würde wie ein "Gas-Herd". Wenn man sich die Brenner eines Gas-Herdes so ansieht, würde diese Beschreibung durchaus zutreffen.
Ich persönlich vermutete eh seit ich mich mit Tesla beschäftigt habe, dass er damit irgendeine Konstruktion mit Tesla-Turbinen meinte.
Und dieses Prinzip würde da voll reinpassen.
Wahrscheinlich wäre das Flugprinzip noch eine Tesla-Pumpe auf der Oberseite gewesen, welche dann die Luft über die obere Oberfläche bläst um so den Auftrieb zu generieren (Alles auf einer Achse).

Wie gesagt viel Spekulation. Darf man ja auch mal...
Aber dieses Prinzip zur Benutzung einer Tesla-Turbine finde ich wirklich ziemlich genial. Viel besser als das Original-Prinzip.
Klar, heutige Triebwerke sind sicherlich effizienter. Geschichtlich eingeordnet wäre es aber dazumals wohl wirklich was gewesen. Da wohl viel einfacher zu beherrschen als die ersten Jet-Triebwerke. Auch hatte man bereits massig Erfahrung in der verwandten Pulsar-Triebwerks-Technik. Auch das von damaligen wenigen "Augenzeugen" oft berichtete tieftönige Summen der Flugscheiben wäre damit erklärt.

Was eindeutig gegen diese Theorie spricht ist die Tatsache dass Sie nie eingesetzt wurden, bis eben vielleicht auf ein paar Prototypen.

Unabhängig zur Geschichte, was denkt Ihr über dieses "neue" Prinzip einer Tesla-Turbine.
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Artur_X



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BeitragVerfasst am: Do Mai 27, 2010 9:21 pm    Titel: Da hatte ich eine ähnliche Idee... Antworten mit Zitat

allerdings ging es um den Ersatz des Stirling-Motors, den man immer noch so baut, wie Pfarrer Stirling anno 1819, mit bekannten Mängeln und nebenbei äußerst kompliziert. Meine Konstruktion sah einfach eine rotierende Trommel vor, in der vorne ein Radiallüfter sitzt, der die zunächst kalte Luft anch außen wirft und vorkomprimiert. Dort stößt sie auf die heiße Wandung, denn die Beheizung erfolgt wie beim Stirling von außen. Aufgrund vieler Beobachtungen habe ich Grund zur Annahme, dass die Erhitzung eine Erhöhung der Luftgeschwindigkeit bewirkt und daher eine Erhöhung der Drehzahl. Das Gas muss nach weiter hinten in der Trommel ausweichen und wird dort von Scheiben, allerdings mit Löchern abgebremst. Dort kühlt es sich auch an der Außenwand ab, worauf es durch ein Rohr in der Mitte zurückfließt und ein neuer Zyklus beginnt.

Aus dieser Erfahrung heraus kann ich Dir auch sagen, warum die scheinbar so einfache Tesla-Turbine nicht gebaut wurde: Du musst in einem schnell drehenden Teil für einwandfreie Benzinzufuhr sorgen und das ist alles andere als einfach. Außerdem dürfte der Gaswechsel problematisch sein.

Wenn sich das Teil hingegen nicht dreht und als Rückstoßkammer genutzt werden soll, dann ist es einfacher. Das ist eine Art künstlicher Kavitation mit der man letztlich sicher unglaubliche Austrittsgeschwindigkeiten erhält. Das halte ich für möglich.

Gruß Artur
(neu hier)
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Sowasaberauch



Anmeldedatum: 09.04.2008
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BeitragVerfasst am: Do Mai 27, 2010 11:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Aus dieser Erfahrung heraus kann ich Dir auch sagen, warum die scheinbar so einfache Tesla-Turbine nicht gebaut wurde: Du musst in einem schnell drehenden Teil für einwandfreie Benzinzufuhr sorgen und das ist alles andere als einfach. Außerdem dürfte der Gaswechsel problematisch sein.


???
Die normale Tesla-Turbine hat mit der Benzinzufuhr ja keine Probleme, ist ja Aussen, beim nicht drehenden Teil. Diese hatte wohl IMHO keinen so grossen Erfolg, da Sie einfach nur schlecht (träge) in der Drehzahl dosierbar ist und nur sehr kleine optimale Drehzahlbereiche hat. Da hat der Otto-Motor definitiv die Nase vorn. Auch sind die Drehzahlbereiche für viele Anwendungen einfach nicht praktisch, weil zu hoch, was auch ein Problem für die Lagerung darstellt. Zusätzlich ist das Drehmoment unten raus, was in der Praxis oft wichtig ist, sehr schlecht.

Für diese spezielle Tesla-Turbine, von welcher ich in dieser Form ausser in diesem "schrägen" Bericht noch nie gehört habe wäre die Benzinzufuhr IMHO auch nicht sehr kritisch. Man müsste das nämlich nicht so machen wie im Bericht erwähnt, sondern könnte es so machen, wie es üblicherweise bei den Pulse-Jets gemacht wird. D.h. im Ansaugbereich befinden sich einfach eine/mehrere kleine Düse(n). Die einströmende Luft reisst dann das Benzin mit.

Mich hat einfach diese Idee von diesem neuen Design fasziniert. Dies macht die Turbine eigentlich fast noch einfacher in der Konstruktion als die Original-Variante. Prinzip bedingt dürfte die Leistung pro Volumen aber einiges kleiner sein, als bei der Original-Turbine.
Das könnte durchaus ein Projekt sein, was man rel. einfach Mal selbst realisiert. Sicherlich viel einfacher als eine normale Axial-Turbine. Wenn auch die Axial-Turbine IMHO einen grösseren Charme hat.

Zitat:
Wenn sich das Teil hingegen nicht dreht und als Rückstoßkammer genutzt werden soll, dann ist es einfacher. Das ist eine Art künstlicher Kavitation mit der man letztlich sicher unglaubliche Austrittsgeschwindigkeiten erhält. Das halte ich für möglich.


???
Nicht dreht???
Für was soll denn der Scheibenstapel sonst gut sein???
Das musst Du jetzt aber näher erklären.
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Frank



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BeitragVerfasst am: Fr Mai 28, 2010 7:14 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
D.h. im Ansaugbereich befinden sich einfach eine/mehrere kleine Düse(n). Die einströmende Luft reisst dann das Benzin mit.


Es soll ja erst außen gezündet werden. man bräuchte also dort entsprechende von der Drehzahl abhängig gepulste Zündkerzen.
Eine kontinuierliche Verbrennung kommt ja nicht in Frage, da keine Ventile vorhanden sind, die verhindern würden, dass die Flamme bis zur Einspritzdüse zurückschlägt.
Eine Alternative wäre es, die Einspritzung doch erst außen zu realisieren und die Turbine axial in zwei Bereiche aufzuteilen. der erste Teil sorgt für das zentrale Ansaugen. Die Luft wird nach außen befördert. Dort wird sie axial über spiralförmige Leitflächen in den zweiten Bereich geleitet, wobei sie ihre Rotationsgeschwindigkeit beibehält. Erst da wird außen Sprit eingespritzt und kontinuierlich verbrannt. Ab hier treibt das Verbrennungsgas die Turbine und verlässt die Turbine innen wieder axial.


Die erreichbare Komprimierung vor der Zündung dürfte eher spärlich ausfallen, was den Wirkungsgrad begrenzt. Teslaturbinen haben imho ihre Vorteile gegenüber Kolbenmaschinen eher in Bereichen, wo es um hohe Geschwindigkeiten/Durchsatz geht.
Gute Wirkungsgrade dürften erst bei sehr hohen Drehzahlen erreichbar sein.
Auch der Durchmesser der Turbine spielt eine große Rolle. Damit hat man aber auch viel bewegte Masse und große Kreiselmomente. Das macht sie für mobile Anwendungen (Auto, Flugzeug) nur bedingt einsetzbar.
_________________
MfG Frank
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Sowasaberauch



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Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Fr Mai 28, 2010 8:14 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es soll ja erst außen gezündet werden. man bräuchte also dort entsprechende von der Drehzahl abhängig gepulste Zündkerzen.
Eine kontinuierliche Verbrennung kommt ja nicht in Frage, da keine Ventile vorhanden sind, die verhindern würden, dass die Flamme bis zur Einspritzdüse zurückschlägt.


Hier sehe ich eben das Prinzip wie bei einem Pulse-Jet. Dort funktioniert das ganze auch pulsweise, ohne dass ich eine getaktete Zündkerze brauche. Zudem brauche ich die Zündkerze nur zu Beginn.
Sobald das Gemisch und die Kompression stimmt, explodiert dieses von alleine, bedingt durch die hohe Resttemperatur (ähnlich wie bei einem Diesel). Da man aber wohl nicht so hohe Kompressionen erreicht wie bei einem Diesel funktioniert das ganze erst Selbstlaufend nachdem der Endbereich eine gewisse Tempeartur erreicht hat Bis dahin benötigt man die Zündkerze. Hilfreich ist hier noch zusätzlich die akustische Resonanzwelle innerhalb.
Eines der IMHO besten Erklärungsvideos zu Pulse-Jets stammt aus dem WW2 (http://www.youtube.com/watch?v=NXWSQ4clh7k&feature=related)
Ich persönlich würde übrigens schon erwarten, dass in der Mitte für den Einlass und eventuell für den Auslass kleine Klapp-Ventile vorhanden sind, eben wie bei einem Pulse-Jet (siehe V1). Der Vorteil wäre aber eben, dass die Ventile in einem Bereich wären, wo der Druck und die Temperatur bereits viel kleiner sind, da Energie an die Scheiben abgegeben wurde.

Klar könnte man sich überlegen, dass man die Geschichte mit dem Umlenken und Co macht. Dies macht die Konstruktion jedoch wieder um einiges komplexer.
Und sicherlich ist wie ich auch erwähnt habe, der praktische Nutzen eher klein. Aber ich finde das trotz allem eine ziemlich interessante Variante einer Tesla-Turbine. Und sicherlich geeignet als Hobby-Projekt. Denn wohl nur die wenigsten haben die Möglichkeiten um eine richtige Axial-Turbine selber herstellen zu können. Von der benötigten Zeit dafür ganz zu schweigen.
Bei dieser Art von Tesla Turbine kann man für die Brennkammer einfach einen Stahlrohrabschnitt nehmen. Oben und unten eine Platte draufschrauben, oder schweissen und für die Mitte ein paar Stahlbleche Kreisrund ausschneiden und innen und aussen abdrehen. Die Scheiben noch zusammenschrauben mit Unterlagsscheiben dazwischen. Jetzt noch eine Lagerung, was wohl der komplizierteste Teil ist. Dann auswuchten. Aussen eine (nur für den Start notwendige) Zündkerze rein. Beim Einlass ein paar Metallbleche als Ventile und Ein Rohr+Schraube beim Einlass als Sprit-Ventil. Fertig.
Man könnte sich eventuell noch Überlegen nach dem Auslass nochmals über eine kleine Scheibe zu gehen, welche dafür sorgt, dass ein Zug in Richtung Ausgang herrscht. Damit man verhindert, dass zuviele verbrannte Gase wieder reingezogen werden. Man kann sich so Ventile beim Ausgang sparen.
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Artur_X



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BeitragVerfasst am: Fr Mai 28, 2010 9:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt habe ich's auch begriffen: Du brauchst ja nur Gemisch ansaugen, was beim entstehenden Druck von selbst zündet. Mal eine Abschätzung : um in einer Trommel von 20 cm Durchmesser einen Druck von 8 bar zu erzeugen (da etwa beginnt das "Klopfen" bei den Autos) musst Du sie mit 45 Umdrehungen pro Sekunde rotieren lassen. Das ist sportlich !

Rechnung: Ein kg soll auf dieser Umlaufbahn wine Beschleunigung von 8 g erhalten, also mit 80 N nach außen ziehen.

Fliehraft: mv*2/r = 1 kg v*2/0,1 m

Daraus v= 28,28 m/s, daraus n = 45,02 /s


Zitat:

Man könnte sich eventuell noch Überlegen nach dem Auslass nochmals über eine kleine Scheibe zu gehen, welche dafür sorgt, dass ein Zug in Richtung Ausgang herrscht. Damit man verhindert, dass zuviele verbrannte Gase wieder reingezogen werden. Man kann sich so Ventile beim Ausgang sparen.


Brauchst Du, glaube ich nicht. Da ist der Schwachpunkt in diesem Video: eine "Verdünnungswelle" gibt es überhaupt nicht. Das Gas hat das Rohrende verlassen und hat durch seine Massenträgheit einen Unterdruck hinterlassen. Da nun strömt irgendwann wieder Luft ein und zwar mit ziemlicher Wucht (da ist m.E. kaum Altgas dabei). Dieses prallt nun auf das während der Unterdruckphase angesaugte Gemisch. Dadurch hast Du ja schon eine gewisse Vorverdichtung, die Dir evtl. eine etwas geringere Drehzahl erlaubt.

Die Verbrannung findet ja nur in der ersten Kammer statt, das Gas sollte m.E. die Möglicchkeit haben, durch kleiner werdende Löcher in den Scheiben in die nächste Kammer überzutreten. Da hast Du die Möglichkeit, das Gas schön zu entspannen und ihm Gelegenheit gegeben, den Drehimpuls vollständig auf die Scheiben abzugeben. Wenn man schaut, wieviel kinetische und thermische Energie das Gas noch (zwangsläufig) beim Verlassen eines Kolbenmotors hat, dann ist beides hier wesentlich niedriger. Es könnte durchaus sein, dass der Wirkungsgrad besser ist als beim Kolbenmotor.

Die "Fequenz" des Motors wird ganz wesentlich gesteuert durch die Länge des hinteren Resonanzrohrs, das beim Schmidtrohr natürlich unveränderlich war. Inzwischen ließe sich das allerdings flexibel gestalten, mit Faltrohren aus Aluminium beispielsweise. Dann kannst Du "unten heraus" die Frequenz erhöhen und musst Dich nicht vom Porsche abhängen lassen. Um mal etwas in die Zukunft zu denken.

Ach ja, wenn Du so einen Apparat einmal verkäufllich hinbekommst, für mich bitte das Modell "Classic": Glühkopf statt Zündkerze.

Gruß Artur
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Artur_X



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BeitragVerfasst am: Sa Mai 29, 2010 12:45 pm    Titel: Tesla Turbine und 2. Hauptsatz Antworten mit Zitat

Wie's der Zufall will, habe ich nun Bauteile herumliegen, die dem Versuch sehr dienlich sein könnten. Aus dem Stirling-Versuch eben, den ich zunächst immer noch priorisiere. Nun ja, das Hochlaufen der Tesla-Turbine werde ich, wenn überhaupt, erst einmal rein akustisch und hinter der nächsten Hauswand verfolgen. Das Maschinchen ist nicht ungefährlich und ich bin nicht der Tapferste.

Das Beachtliche und Neue an der Konstruktion ist m.E., dass hier nun tatsächlich erstmals ein Implosionsmotor vorliegt, der diesen Namen verdient. Das Prinzip der Kavitation wurde nutzbringend nachgeahmt, wonach ich lange gesucht habe und selbst nicht darauf gekommen bin. Der Schönheitsfehler aus Schaubergers Sicht ist natürlich der, dass die Implosion durch eine vorhergehende Explosion generiert wurde und letztere lehnt er generell ab. Aber ich finde, man sollte sich von Schauberger zwar inspirieren, aber nicht einengen lassen.

Leider werden die Vorgänge bei der Kavitation viel zu wenig untersucht, verständlich einerseits, denn der Ruf der Kavitation ist denkbar schlecht, der vielen Schäden wegen, die sie anrichtet. Trotzdem, betrachten wir den Prozess einmal in Zeitlupe:

Da ist also ein Bläschen im Wasser, mit Dampf gefüllt. Um die Vorstellung zu erleichtern, dürfen wir uns auch vorstellen, es sei ganz leer, also Vakuum. Das umgebende Wasser setzt sich ergo in Bewegung, um das Vakuum zu füllen. Da Wasser inkompressibel ist, setzt sich diese Bewegung ziemlich weit um das Bläschen herum fort, selbst in größerer Entfernung muss sich das Wasser in Bewegung setzen. Nun wird das Bläschen kleiner und die äußeren Moleküle werden dadurch abgebremst. Wohin geht ihr Impuls ? Nun, den übertragen sie auf die weiter innen liegenden. Am Ende haben ganz wenige Moleküle die kinetische Energie von sehr vielen Molekülen übernommen. Will sagen, sie wurden auf eine derartige Geschwindigkeit beschleunigt, dass sie in der Lage sind, Stücke aus Metalloberflächen herauszuschlagen. Die gemessenen Drücke liegen bei 20-50.000 bar und da ist es kein Wunder, dass sich Röntgen- und gar Gammastrahlung zeigt. Die Sonolminiszenz erzeugt die Bläschen per Ultraschall und das so angeregte Wasser beginnt zu leuchten. Allerdings ist die Bläschengröße auch hier beschränkt.

Nicht zur Kenntnis genommen wird, dass sich während des Kavitationsprozesses der zweite Hauptsatz regelrecht in sein Gegenteil verkehrt wird: die Energie vieler Teilchen wurde auf ganz wenige konzentriert. Jedes Röntgenblitzchen sagt, dass hier die Entropie nicht zu- sondern abgenommen hat.

Was weitgehend folgenlos bleibt, denn nachdem es geblitzt hat, gilt der 2. HS wieder uneingeschränkt. Was aber, wenn Kavitation im großen Maßstab, ohne Beschränkung auf Wasserbläschen erzeugt wird? Da dürfen wir uns auf neue, bislang unbekannte Effekte gefasst machen, denke ich schon. Sie Sowasaberauch-Tesla Turbine ist die bisher einzige Maschine, die dazu in der Lage ist.

Gruß Artur
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Sowasaberauch



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BeitragVerfasst am: Sa Mai 29, 2010 12:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Mal eine Abschätzung : um in einer Trommel von 20 cm Durchmesser einen Druck von 8 bar zu erzeugen (da etwa beginnt das "Klopfen" bei den Autos) musst Du sie mit 45 Umdrehungen pro Sekunde rotieren lassen. Das ist sportlich !


Lol, das entspricht nur 2700RPM, das ist extrem wenig für eine Tesla Turbine. Die drehen locker im Bereich weit über 10'000RPM um überhaupt effizient zu sein. (Beste Effizienz wenn die Teilchengeschwindigkeit der Rotationsgeschwindigkeit entspricht, da es dann keine Scher-Reibung gibt)

Das Problem an dieser Rechnung ist jedoch, das Sie leider nicht korrekt ist.
Die Zentrifugalkraft ist zwar am Rand 8x höher, der Druck deswegen aber noch lange nicht!
Einfaches Beispiel: Die Luft hat hier nicht einen Druck von 1 bar weil hier genau 9.81m/s^2 Erdbeschleunigung herrscht, sondern weil sich darüber eine kilometerhohe Luftsäule befindet.
Noch einfacheres Beispiel. Man nehme 10m hohe Wasserbecken. Oben herrscht 1 bar, unten 2 bar. Aber die Erdbeschleunigung ändert sich innerhalb dieser 10m nur minimalst.
Hmm, wenn man das Mal genauer durchrechnet kommt man wohl zum Schluss, wie Frank erwähnt hat, dass die Kompression nur minimalst ist.


Zuletzt bearbeitet von Sowasaberauch am Sa Mai 29, 2010 2:16 pm, insgesamt 4-mal bearbeitet
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Sowasaberauch



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BeitragVerfasst am: Sa Mai 29, 2010 12:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die gemessenen Drücke liegen bei 20-50.000 bar und da ist es kein Wunder, dass sich Röntgen- und gar Gammastrahlung zeigt. Die Sonolminiszenz erzeugt die Bläschen per Ultraschall und das so angeregte Wasser beginnt zu leuchten. Allerdings ist die Bläschengröße auch hier beschränkt.


Vielen Dank für diesen Aspekt. Wäre aber besser, wenn wir diesen Aspekt im Schauberger Thread weiter diskutieren würden.
Aber jetzt begreif ich erst etwas, was Schauberger beschrieben hat. Er hat nämlich gesagt, dass er die Metalle bipolar macht. D.h. z.B. Zink auf Kupfer galvanisiert, sodass der Photo-Effekt grösser wird. Jetzt ist mir dank deines Hinweises klar geworden wieso. Durch die Kavitation in der Wirbelmitte wird hochfrequente Strahlung ausgegeben, das weiss man ja. Wieso hab ich da vorhin nicht dran gedacht. Wenn diese Strahlung nun auf dieses Metall trifft tritt der Foto-Effekt auf -> Elektronen werden aus dem Metall geschleudert.
Dieses Beschichten von Metallen benutzt man dazu, um den Photo-Effekt zu verstärken, sodass man weniger Energie für jedes rausgelöste Elektron benötigt. Nach Farnsworth war die beste Kombination dafür Cäsium auf Silberoxid. Aber das geht in so einer Maschine wohl eher schlecht, da diese Beschichtung nur im Vakuum stabil bleibt. Mit Wasser würde das Cäsium logischerweise gleich reagieren...
Er hat eben auch geschrieben, dass es eine elektrodynamische Komponente gibt, sodass eine Art Gewitter im Drallrohr entsteht.

BTW:
Zitat:
Da ist also ein Bläschen im Wasser, mit Dampf gefüllt. Um die Vorstellung zu erleichtern, dürfen wir uns auch vorstellen, es sei ganz leer, also Vakuum. Das umgebende Wasser setzt sich ergo in Bewegung, um das Vakuum zu füllen. Da Wasser inkompressibel ist, setzt sich diese Bewegung ziemlich weit um das Bläschen herum fort, selbst in größerer Entfernung muss sich das Wasser in Bewegung setzen. Nun wird das Bläschen kleiner und die äußeren Moleküle werden dadurch abgebremst. Wohin geht ihr Impuls ? Nun, den übertragen sie auf die weiter innen liegenden. Am Ende haben ganz wenige Moleküle die kinetische Energie von sehr vielen Molekülen übernommen. Will sagen, sie wurden auf eine derartige Geschwindigkeit beschleunigt, dass sie in der Lage sind, Stücke aus Metalloberflächen herauszuschlagen. Die gemessenen Drücke liegen bei 20-50.000 bar und da ist es kein Wunder, dass sich Röntgen- und gar Gammastrahlung zeigt. Die Sonolminiszenz erzeugt die Bläschen per Ultraschall und das so angeregte Wasser beginnt zu leuchten. Allerdings ist die Bläschengröße auch hier beschränkt.

Nicht zur Kenntnis genommen wird, dass sich während des Kavitationsprozesses der zweite Hauptsatz regelrecht in sein Gegenteil verkehrt wird: die Energie vieler Teilchen wurde auf ganz wenige konzentriert. Jedes Röntgenblitzchen sagt, dass hier die Entropie nicht zu- sondern abgenommen hat.

Auch sehr interessante Überlegung. Zumal ja noch interessant ist, dass die Kavitations-Gas-Teilchen zum Bilden der Blase auch bereits massig Wärmeenergie vom umgebenden Wasser aufgenommen haben (Verdampfungswärme)!
Aber besser wir diskutieren über das im Schauberger-Thread weiter. Ist hier etwas stark Offtopic.
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