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Quanteneigenschaften der Raumzeit
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Frank



Anmeldedatum: 22.01.2009
Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: Di Apr 28, 2009 2:13 pm    Titel: Quanteneigenschaften der Raumzeit Antworten mit Zitat

http://www.wissenschaft-online.de/artikel/990290&_z=859070

Was sagt ihr zu diesem Artikel? In der aktuellen Ausgabe der Spektrum (05/09) gibt es auch von diesem Autor einen weiteren Artikel zu diesem Thema.

Ich muss sagen, dass mir der Gedanke einer gequantelten Raumzeit auch schon gekommen ist. Obwohl ich mich zwar noch nicht so intensiv damit beschäftigt habe, wie der Autor, scheint mir diese Vorstellung irgendwie logisch.


Zitat:
Ich habe kein prinzipielles Problem mit dem Begriff Äther. Für mich ist dies nur ein anderer Ausdruck für die wie auch immer geartete Feinstruktur des Raumes,

(aus meinem Beitrag http://forum.hcrs.at/viewtopic.php?t=1053 vom 16.02.09)

In diesem Sinne verstehe ich auch den Begriff Äther. Nur weil Einstein ihn für die Realtivitätstheorie nicht benötigt hat, bedeutet für mich noch nicht, dass es ihn nicht gibt (bzw. dieses Denkmodell nicht bestimmte Vorgänge besser erklärt).

Dabei ergeben sich für mich noch überraschende Konsequenzen. Dazu später mehr.
_________________
MfG Frank
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Frank



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Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: Mo Mai 04, 2009 9:21 am    Titel: Antworten mit Zitat

Interessiert das hier keinen?
Ich dachte es gäbe noch ein paar Vertreter der Ätherzunft unter uns.

Ein Aspekt dieser Theorie ist auch die Möglichkeit, das Argument der PM-Befürworter zu entkräften, die im Universum vorhandene Energie sei ja auch beim Urknall aus dem Nichts entstanden.
z.B. hier:
http://forum.hcrs.at/viewtopic.php?p=5632&highlight=#5632

So wie die Sache sich nun darstellt, war die Energie dann doch auch schon vorher (immer?) da.
_________________
MfG Frank
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Stebinski



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Beiträge: 290

BeitragVerfasst am: Mi Mai 06, 2009 9:42 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja ich vertrete aber trotzdem meine Logik, dass wer (Gott) oder was auch immer das Universum erzeugt hat, ein PM sein muss oder derjenige eins gehabt haben muss. Ausser es giebt schon immer Energie und es gab nie ein Anfang, da muss ich aber erstmal genauer darüber nachdenken, wie das mit menschenverstand zu begreifen ist.
Selbst wenn unser Universum aus einem Paralleluniversum entstanden sein sollte, (was ich nicht glaube), vergrößert man das Problem der Energiefrage nur statt es zu lösen.
_________________
Für das Perpetuum Mobile, ist scheinbar Paradox, der Energieerhaltungssatz nötig.
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Frank



Anmeldedatum: 22.01.2009
Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: Mi Mai 06, 2009 5:34 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man annimmt. dass das Universum ständig schwingt, also expandiert, wieder zusammenfällt um danach wieder zu explodieren und zu expandieren entfällt die Frage nach dem Schöpfer. Es gibt dann keinen Anfang und kein Ende, wie ein Kreis keinen Anfang und kein Ende hat.

Mir gefällt die Idee, dass zwei aufeinanderfolgende Perioden zueinander symetrisch verlaufen, mit dem Urknall als Symetriepunkt.
In einer solchen Reihe würde sich also der Ablauf nach einer vollen Periode wiederholen und damit wären diese dann nicht unterscheidbar.

Durch das Quantenuniversum gibt es keine Unschärfe, sondern nur binäre Zustände, die nach festgelegten Regeln wechseln, wie ein riesiger Computer.

Dies führt aber zu einer zugegebenermaßen mechanistischen Weltanschauung.
_________________
MfG Frank
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Ambassador



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Beiträge: 756

BeitragVerfasst am: Do Mai 07, 2009 6:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das Universum dehnt sich nicht aus. Diese Diskussion hatten wir schonmal hier im Forum. Die Theorie der Ausdehnung beruht einzig auf dem Rot-Verschub, mit dem wir das Licht von der Erde aus vom nahezu restlichen Universum aus wahrnehmen. Dies ist jedoch eine Illusion der Gravitation...ein relativistischer Effekt.
Das am weitesten von der Erde entfernte beobachtbare Objekt soll ca. 13,1 Milliarden Lichtjahre von hier entfernt sein.
Angebliches Alter des Universums...ich beruf mich mal auf eine konventionelle Schätzung (wiki) ...13,7 Milliarden Jahre.
Wenn man nun die angebliche Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit als Grundlage nimmt, dann stimmt es einen doch nachdenklich, wie 13,7 Milliarden Jahre nach dem Urknall ein Objekt 13,1 Miliarden Lichtjahre von uns entfernt sichtbar sein kann, laut ROT-VERSCHIEBUNG...oder nicht?
Im Bereichen des Raumes, in denen die Gravitation und damit die Krümmung des Raums...oder sagen wir ÄTHERDICHTE...verhältnismäßig gering ist (ERDE) sehen wir Objekte, die in Bereichen hoher Gravitationsdichte liegen rot-verschoben, OHNE dass sie sich von uns wegbewegen müssten.
Schneid eine Zwiebel in zwei hälften, und Du siehst den Aufbau des Universums.
Das Universum ist nicht entstanden. Das Universum IST.
Leicht zu verstehen, wenn man versteht, dass all das ganze drumherum nicht mehr ist als eine doofe Theorie..und niemals Realität! Realität entsteht nur im Kopf.

Aaron
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Frank



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BeitragVerfasst am: Do Mai 07, 2009 9:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@Aaron
Schön, dass man wieder mal was von Dir hört.

Zitat:
Das Universum dehnt sich nicht aus. Diese Diskussion hatten wir schonmal hier im Forum.


Das muss ich mir erst noch mal raussuchen und in Ruhe zu Gemüte führen.

Zitat:
Im Bereichen des Raumes, in denen die Gravitation und damit die Krümmung des Raums...oder sagen wir ÄTHERDICHTE...verhältnismäßig gering ist (ERDE) sehen wir Objekte, die in Bereichen hoher Gravitationsdichte liegen rot-verschoben, OHNE dass sie sich von uns wegbewegen müssten.


Wie kommst Du darauf, das die Gravitationsdichte hier geringer sein sollte als sonst wo im Universum?

Zitat:
Das Universum ist nicht entstanden. Das Universum IST.


Da sind wir wieder einer Meinung.

Wenn ich Dich recht verstehe, siehst Du das Universum statisch?

Unabhängig von irgendwelchen wissenschaftlichen Fakten, wäre mir die Vorstellung eines schwingenden Universums sympatischer. Immerhin bildet die Schwingung ein physikalisches Grundprinzip im Universum, im Kleinen wie im Großen.
_________________
MfG Frank
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Ambassador



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BeitragVerfasst am: Fr Mai 08, 2009 10:55 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wie kommst Du darauf, das die Gravitationsdichte hier geringer sein sollte als sonst wo im Universum?
Siehe die Position der Erde innerhalb unserer Galaxie (weit aussen...weg von Massereichen Zentrum), siehe lokales Volumen, siehe Forum.

Zitat:
Wenn ich Dich recht verstehe, siehst Du das Universum statisch?
Nein, es ist Dynamik pur! Transformation, wohin man auch sieht...ewig währende Transformation, allerdings keine Ausdehnung des gesamten Universums.

Aaron
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Frank



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BeitragVerfasst am: Mi Mai 13, 2009 11:18 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hier noch ein Artikel, passend zum Thema:
http://www.spektrumdirekt.de/artikel/994373

Zitat:
Zitat:
Wenn ich Dich recht verstehe, siehst Du das Universum statisch?
Nein, es ist Dynamik pur! Transformation, wohin man auch sieht...ewig währende Transformation, allerdings keine Ausdehnung des gesamten Universums.


Ich meinte natürlich statisch nur vom Standpunkt der Expansion aus gesehen.


Zitat:
Siehe die Position der Erde innerhalb unserer Galaxie (weit aussen...weg von Massereichen Zentrum), siehe lokales Volumen, siehe Forum.


Ich verstehe diesbezüglich Deine Denkweise, wenn ich auch nicht von deren Richtigkeit überzeugt bin.

Es gab und gibt zu Rotverschiebung auch noch andere Theorien.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lichterm%C3%BCdung

Aber Du hast mich auf eine andere Idee gebracht. Wenn von der Expansion des Universums gesprochen wird, so ist auch immer von einer Periode der beschleunigten Expansion am Anfang die Rede.

Könnte es sein, dass diese Beschleunigung nur scheinbar stattgefunden hat, da die zusätzliche Rotverschiebung, die dadurch entstand, dass dieses sehr alte Licht aus einem damals noch "kleinerem" Universum mit viel größerer Massendichte stammt, fehlinterpretiert wurde?
(blöder Schachtelsatz Rolling Eyes )

Durch die immer größer werdenden Entfernungen und die damit verbundene Senkung der Massendichte würde dieser Effekt wie beobachtet schnell abklingen und für jüngere (nähere) Objekte nur noch eine der Entfernung proportionale Rotverschiebung zeigen.

Haben wir hier bekennende Astrophysiker unter uns, die dazu etwas sagen könnten?


Ursprünglich wollte ich hier aber eigentlich auf die Konsequenzen eines gequantelten Universums hinaus. Aber dazu vielleicht später.
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MfG Frank
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Frank



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BeitragVerfasst am: Mo Jul 27, 2009 2:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Thema Rotverschiebung, dunkle Energie:

Aaron
In der aktuellen "Spektrum der Wissenschaft" Heft 08/2009 gibt es einen Artikel dazu. Das hat mich teilweise sehr an Deine Argumentation erinnert (Position der Erde in einem Gebiet der relativen kosmischen Leere).
siehe auch:
http://www.spektrumdirekt.de/artikel/999549

Woher kennst Du diese Therorie, oder war das Deine Idee?
_________________
MfG Frank
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Ambassador



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BeitragVerfasst am: Do Jul 30, 2009 10:19 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Woher kennst Du diese Therorie, oder war das Deine Idee?
Es war nicht mehr als eine logische Herleitung aus den offensichtlichen Gegebenheiten...2 oder 3 Puzzelstuecke, die die ganze Zeit schon auf dem Tisch liegen, die aber einfach niemand zusammenstecken wollte. Das ist ganz typisch beim Vorlegen irgendwelcher Theorien. Um das Erklaeren einer neuen Theorie zu vereinfachen, wird einiges einfach nicht beachtet, was zu einer unvollstaendigen oder auch falschen Beschreibung und falschen Ableitungen fuehrt (in diesem Fall Urknall, dunkle Energie oder auch expandierendes Universum).

Aaron
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Frank



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Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: Do Jul 30, 2009 1:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
was zu einer unvollstaendigen oder auch falschen Beschreibung und falschen Ableitungen fuehrt (in diesem Fall Urknall, dunkle Energie oder auch expandierendes Universum).


Soweit würde ich noch nicht gehen, hier zu entscheiden, welche der Theorien die Realität besser beschreibt. Auch bei Deiner Version gibt es ja ein paar Knackpunkte (siehe Artikel).
Aber zumindest bist Du bei dieser Frage kein Einzelkämpfer. Wink

Wie bereits oben schon gesagt.:

Zitat:
Ich verstehe diesbezüglich Deine Denkweise, wenn ich auch nicht von deren Richtigkeit überzeugt bin.


Leider fehlen mir die Möglichkeiten, die Zeit und das nötige Grundwissen, die einzelnen Details selbst nachzuprüfen, bzw. nachzurechnen.
So kann ich mir nur ein oberflächliches Bild von diesem Thema machen.

Mich fasziniert ein anderer Gedanke.
Wenn der Raum gequantelt ist (in diesem Sinne verstehe ich auch den Äther) und das Universum geschlossen ist, dann existieren auch keine Singularitäten und genausowenig gibt es eine Unendlichkeit. Das Universum und alle physikalischen Vorgänge darin wären dann ganzzahlig, also "integer" .
Wenn man also genau genug hinschauen könnte, so würde jeder physikal Zustand durch Eigenschaften der "Raumzellen" erklärbar sein.
Diese Eigenschaft der Raumzelle ist binär, hat also nur zwei mögliche Zustände.
Ich stelle mir das nun so vor, dass die Eigenschaft einer Raumzelle von den Eigenschaften der benachbarten Raumzellen abhängig ist und sich bei jedem Takt der ebenfalls gequantelten Zeit nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten neu ergibt.

Alles was wir an Materie und deren Eigenschaften kennen ergibt sich nun aus Verteilungsmustern dieser Zustände der Raumzellen in einem gewissen Gebiet, also über eine bestimmte Anzahl von Raumzellen hinweg. Auch die Ausbreitung des Lichtes würde durch entsprechende sich ändernde Verteilungsmuster erklärbar.


Ein statisches Universum (also ohne Raumexpansion) würde dabei die Vorstellung des geqantelten Raumes erleichtern, da man nun nicht zu neuen unbekannten Dimensionen Ausflucht nehmen muss um die Expansion unterzubringen.

Aber dies ist alles nur eine ganz persönliche Vorstellung.
_________________
MfG Frank
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dere



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BeitragVerfasst am: So Sep 13, 2009 10:43 am    Titel: Antworten mit Zitat

...Mich fasziniert ein anderer Gedanke.
Wenn der Raum gequantelt ist (in diesem Sinne verstehe ich auch den Äther) und das Universum geschlossen ist, dann existieren auch keine Singularitäten und genausowenig gibt es eine Unendlichkeit. Das Universum und alle physikalischen Vorgänge darin wären dann ganzzahlig, also "integer" .
Wenn man also genau genug hinschauen könnte, so würde jeder physikal Zustand durch Eigenschaften der "Raumzellen" erklärbar sein...

Hallo,
meiner Meinung nach ist die Raumzeit in genau dem Sinne gequantelt, dass es für die Strukturen jeglicher Raumzeit sowohl eine Maximalgröße als auch eine Minimalgröße gibt. Für unsere aktuell hier und heute wirkende Raumzeit bestehen die Maximalgrößen räumlich in der sogenannten Metagalaxis, die Maximalzeit ist eine Periode ihrer Ausdehnung. Die entsprechenden Minimalgrößen finden wir im Quantenbereich mit zig Stellen hnter dem Komma.

Wenn wir nur die Expansion dieser einzelnen kosmischen Blase (ab ihrem Ur- (besser wäre System-) Knall betrachten, dann könnte manes ggf. sowohl als geschlossen, als auch als endlich betrachten.

Betrachten wir aber die Ganzheit, dann stellen wir eine Undendlichkeit des kosmologischen Gesamtsystems fest, dieses ist wiederum untergliedert in eine unendliche, hierarchisch geschachtelte Strukturfolge, die unendlich sowohl in Richtung Mikrokosmos, als auch in Richtung Makrokosmos führt.
Jede dieser Hierarchieebenen ist durch besonderen physikalische Eigenschaften gekennzeichnet, z.B. könnte c die Maximalgeschwindigkeit für Materie unseres Systems sein.
M.f.G.
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Frank



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Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: So Sep 13, 2009 5:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo dere,

Zitat:
meiner Meinung nach ist die Raumzeit in genau dem Sinne gequantelt, dass es für die Strukturen jeglicher Raumzeit sowohl eine Maximalgröße als auch eine Minimalgröße gibt.

Diese Sichtweise kommt meiner schon sehr nahe.

Zitat:

Jede dieser Hierarchieebenen ist durch besonderen physikalische Eigenschaften gekennzeichnet, z.B. könnte c die Maximalgeschwindigkeit für Materie unseres Systems sein.


Allerdings ist mir bei solchen "Theorien" (wie auch die Geschichte mit dem Multiversum aus Paralleluniversen) nie ganz wohl, da diese sich von vornherein einer wissenschaftlichen Überprüfung entziehen. Sie gestatten eben keinerlei Voraussagen zu irgendwelchen beobachtbaren Ereignissen.

Insofern könnte man sie sogar einer Religion gleichsetzen, da es letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus läuft.
_________________
MfG Frank
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dere



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Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: Mi Sep 16, 2009 9:12 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Frank,
...Allerdings ist mir bei solchen "Theorien" (wie auch die Geschichte mit dem Multiversum aus Paralleluniversen) nie ganz wohl, da diese sich von vornherein einer wissenschaftlichen Überprüfung entziehen. Sie gestatten eben keinerlei Voraussagen zu irgendwelchen beobachtbaren Ereignissen.

Insofern könnte man sie sogar einer Religion gleichsetzen, da es letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus läuft...
...
In gewissem Sinne hast Du Recht, es ist auch eine Art "Glaubensfrage"; obwohl ich es richtiger bzw. für weniger missverständlich halte, hier von philosophischen Weltanschauungs-Systemen zu sprechen.
Unsere zeitgenössische Wissenschaft, hier insbesondere die beobachtende Astronomie, hat ja ihre praktischen Grenzen, auch wenn sich diese in jedem Jahrhundert um Meilensteine erweitern. Gegenwärtig sind die Grenzen die konventionellen 4 Wechselwirkungen der materiellen Energien. Ich vermute und hoffe, dass in späteren Jahren auch der Bereich der heute noch sehr umstrittenen und oft mit Scharlatanerie gleichgesetzten "immateriellen Energien" dazukommt, auch wenn diese mitunter als "reine Informationsenergie" ggf. eher abfällig betrachtet werden.

In der Philosophie, die ja auch eine Wissenschaft ist, ist das Prinzip der Verallgemeinerung ja ein übliches Mittel. Ebenso, dass These und Gegenthese unter genau diesem verallgemeinernden Aspekt analysiert werden. Genaugenommen stehen sich ja hier grundsätzlich 2 Alternativen gegenüber, von denen logischerweise eine falsch sein muß: Alternative 1 bedeutet, dass es innerhalb unserer Wirklichkeit nur Strukturen zwischen einem (raumzeitlichen) Minimalwert und einem Maximalwert gibt. Alles, was über diese beiden Grenzen (entlang eines gedachten "Strukturstrahls" sowohl in Richtung Mikrokosmos als auch Makrokosmos") hinausgeht, wäre dann also ein "strukturloses Etwas" (worüber keine Aussagen möglich sind). Das bedeutet in seiner Konsequenz auch, dass "unser" Strukturbereich ein "Sonderfall" der Wirklichkeit ist (und in ihm ist dann auch der "Urknall" ein Sonderfall und wurde aus unerforschlichen Gründen evtl. von einer unerforschlichen "Gottesinstanz" vor rund 15 Mrd Jahren als kurioses Einmalereigniss ausgelöst...)

Alternative 2 kennt keine derarigen Sonderfälle und ist hermetischer Natur (oben wie unten...). Konkret heißt das, dass so wie es auf unserer Struktur-Stufe raumzeitliche Ober- und Untergrenzen gibt, es auch auf den jeweiligen Nachbarstufen raumzeitliche Ober und Untergrenzen geben müßte...Natürlich können wir die Raumzeiten der Nachbarstufen nicht mit den Beobachtungsinstrumenten unserer Stufe beobachten - schließlich haben wir z.Zt. nicht die Mittel (und das Wissen) um inn die Strukturen einer "parallelen" Raumzeit einzudringen. Aber wir hätten (durch Verallgemeinerung) dennoch allen Grund anzunehmen, dass dort - auch wenn wir sie nicht sehen - andere unabhängige Raum-Zeit-Welten als unabhängige Universen existieren, die dort vor dem gleichen Kontakt- und Nachweis-Dilemma stehen (weil direkte Beobachtung nur innerhalb des Systems möglich ist)... Dabei ist es theoreitisch durchaus möglich, dass in diesen anderen Parallel-Welten (in denen ja prinzipiell "ähnliche" Gesetzmäßigkeiten herrschen sollten) die Herausbildung von Zivilisationen schon weiter ist/war und deren Wissenschaft diese Grenzen durch irgendwelche Transformationsprozesse bereits technisch meisterten.

Nun kann man dieses Thema natürlich auch als Glaubensfragen bzw. reine Spekulation deklarieren; aber dann wäre genaugenommen die halbe Wissenschaft nur eine Glaubensfrage. Wir schlußfolgern/verallgemeinern ja auch, dass auf jedem Planeten innerhalb und außerhalb des Sonnensystems die Gravitation wirkt und den Stein nach "unten" fallen lässt, auch wenn noch niemand von uns da war und es direkt beobachtet hat... Die andere Verallgemeinerung ist lediglich die einer anderen (philosophischen) Stufe. Sie geht davon aus, dass sich die Gesetzmäßigkeiten unserer Stufe in anderen Stufen gewissermaßen "spiegeln" - denn täten sie das nicht, wäre unser beobachtetes Universum philosophisch-hermetisch gesehen ein "Paradoxum" und könnte dann tatsächlich von einem noch paradoxerem Urgeist-Ungetüm irgendwie durch "Simsalabim" aus der kosmologischen Mottenkiste "gezaubert" worden sein. Gute Philosophien bauen sich aber nicht auf Zauberei, sondern auf allgemeinste Gesetzmäßigkeiten und Wahrscheinlichkeiten auf. Gute Wissenschaftler lassen m.M. nach beim "Beobachtbarkeitsaxiom" die "Kirche im Dorf" der machbaren Rahmenbedingung und fordern vor allem logische, konzeptionelle und auch philosophisch determinierte Widerspruchsfreiheit.

Eine philosophische Verallgemeinerung ist auch bezüglich des Themas Licht/Bewegung möglich. Spätestens seit Einstein wissen wir ja, dass in unserer Raumzeit Licht die Maximalgrenze der Bewegung ihrer Materie ist. Da Bewegung nun ein allgemein-philosophisches Muss in einer jeglichen, auch sonstwie exotischen Struktur sein dürfte, wäre es logisch/gesetzmäßig, dass auf einer anderen Strukturebene eine ebenfalls identische,parallele maximale Grenze (cx) die Bewegung der systemgebundenen Trägerstruktur definiert...

Eine weitere "Voraussage" die sich so ergäbe, wäre, dass ein möglicher Kontakt mit einer AI-Zivilisation uns auch Wissen über die Natur derartiger "Parallelunversen" bringen würde und ggf. technologische Möglichkeiten bezüglich der immateriellen Energien (was aber auch eine hohes Maß an Verantwortung voraussetzt- und genau das ist unser "Problem"...)

M.f.G.
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Frank



Anmeldedatum: 22.01.2009
Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: Mi Sep 16, 2009 10:10 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Genaugenommen stehen sich ja hier grundsätzlich 2 Alternativen gegenüber, von denen logischerweise eine falsch sein muß

Es könnten aber auch beide falsch sein.

Zitat:
Nun kann man dieses Thema natürlich auch als Glaubensfragen bzw. reine Spekulation deklarieren; aber dann wäre genaugenommen die halbe Wissenschaft nur eine Glaubensfrage. Wir schlußfolgern/verallgemeinern ja auch, dass auf jedem Planeten innerhalb und außerhalb des Sonnensystems die Gravitation wirkt und den Stein nach "unten" fallen lässt, auch wenn noch niemand von uns da war und es direkt beobachtet hat...

Zumindest läßt sich dies aber aus indirekten Beobachtungen schließen. Für die obigen Vieleweltentheorien gibt es aber keinerlei Möglichkeit der direkten oder indirekten Beobachtung und damit fällt dies komplett unter Spekulation oder besser Glauben.
Jede ernsthafte Wissenschaft muss sich daran messen lassen, in wieweit sie mit ihren Theorien und Modellen beobachtbare Ereignisse widerspruchsfrei erklärt (dafür reicht auch schon die Definition eines Gottes) und vor allem damit nachprüfbare Voraussagen über beobachtbare Ereignisse zuläßt (dafür reicht die Definition eines Gottes nicht). Wenn keine solchen nachprüfbaren Voraussagen gemacht werden können, ist die ganze schöne Theorie wissenschaftlich zwecklos.

Zitat:

Spätestens seit Einstein wissen wir ja, dass in unserer Raumzeit Licht die Maximalgrenze der Bewegung ihrer Materie ist.

Soweit ich weiß, beruht Einsteins Theorie auf der Annahme, dass die Lichtgeschwindigkeit die Obergrenze der Geschwindigkeit der Materie ist, da bisher alle experimentellen Ergebnisse darauf hindeuten. Er lieferte jedoch keinen Beweis dafür und dies ist auch nicht sein Ziel gewesen.

Zitat:
Eine weitere "Voraussage" die sich so ergäbe, wäre, dass ein möglicher Kontakt mit einer AI-Zivilisation uns auch Wissen über die Natur derartiger "Parallelunversen" bringen würde

Wenn es irgend einen Kontaktpunkt zu einem Paralleluniversum gäbe, dann wäre dieses automatisch per Definition Teil unseres Universums und damit kein Paralleluniversum mehr.

Es bleibt jedem unbenommen, sich Gedanken zu solchen Themen zu machen, auch ich habe da ja meinen "Glauben". Mein wichtigeres und eigentliches Ziel ist es aber, mir ein Bild von den Dingen zu machen, die ich beeinflussen oder wenigstens direkt oder indirekt beobachten kann, um wie eben beschrieben Voraussagen für entsprechende Ereignisse/ Experimente treffen zu können. Erst diese Möglichkeit beeinflusst ja mein Handeln und damit mein Leben.
_________________
MfG Frank
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