forum.hcrs.at Foren-Übersicht forum.hcrs.at
Freier Gedankenaustausch zur
HCRS Home Labor Page

 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Orffyreus, und sein Perpetuum Mobile
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, ... 89, 90, 91  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    forum.hcrs.at Foren-Übersicht -> Physik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
rue



Anmeldedatum: 17.05.2004
Beiträge: 335
Wohnort: Kärnten/Österreich

BeitragVerfasst am: Fr Aug 14, 2009 12:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, nur verstehe ich den Zusammenhang menschl. Gang - Energieerzeugung nicht. Wenn ich laufe, muss ich mich immer noch dafür anstrengen Laughing
Abgesehen davon bewegen sich einige Tierarten wesentlich effektiver - nur so nebenbei.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 519
Wohnort: Bayern 91

BeitragVerfasst am: Fr Aug 14, 2009 12:36 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ rue
Du musst dich anstrengen, wenn du auf einem ebenen Boden, oder eine Steigung aufwärts gehst !

Beim Berg ab Gehen, müssen deine Muskeln die erzeugte Energie abfangen, weil du sonst immer schneller laufen würdest.

Nachtrag:

Damit es im späteren Gespräch zu keine Missverständnisse kommt, muss ich noch darauf hinweisen, das es zwei Arten von Besslerrädern gab.
Orffyreus ( Bessler ) baut vier Räder.

Die beiden ersten drehten sich nur in einer Richtung, und waren selbstanlaufend und die Drehzahl war höher, ca 50 Upm.
Diese nennen wir ab jetzt Uni - Räder ( Uni - direktional )

Das 3. und 4. Rad drehte sich in beide Richtungen, und mussten angestoßen werden, sie waren nicht selbstanlaufend.
Sie drehten sich langsamer, ca 25 Upm.
Diese nennen wir ab jetzt Bi - Räder ( Bi - direktional )

Meine gesammten Beschreibungen und Hinweise, bezogen und beziehen sich für´s erste nur auf die Uni - Räder

LG Sandro
_________________
Die Frage ist nicht ob es funktioniert, sondern wie !
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 519
Wohnort: Bayern 91

BeitragVerfasst am: Sa Aug 15, 2009 9:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Hier sind mal ein paar Zeichnungen:
http://s6.directupload.net/file/d/1887/f3d5sd7t_jpg.htm

Jede Zeichnung hat eine Nummer, 1 - 11

1)
Ein Mensch steht stabil auf beiden Beinen.

2)
Das linke Bein wird zum gehen angehoben.

3)
Der Mensch fällt nach vorne.

4)
Der linke Fuß trifft auf den Boden, und gibt an dem Druckpunkt ( DP )
die durch das fallen gewonnene kinetische Energie, ungenutzt an den Boden ab !
Hier ist erstmal schluss, mit der Energiegewinnung...

Anders ist es, wenn der Mensch an einem Gefälle steht.
5) u 6) zeigen die Phasen 1 - 4
Während ein Mensch auf dem ebenem Boden Energie benötigt, um wieder auf die Stellung 1) zu kommen, kann an einem Abhang einfach das Bein weiterschwingen 7)... ( R, rechtes Bein. L, linkes Bein ).
Und er kann ohne Kraftaufwand, das gesammte Gefälle nach unten laufen...
Wenn wir den Winkel der durchschwingenden Beine ( 40° ) beibehalten, und zu einem Kreis weiterdenken, dann erhalten wir etwas, das wie 8 ) aussieht.

9)
Hier ist das neun-Speichen-Rad, auf einer Speiche stehend ( schwarz )
und auf zwei Speichen liegend ( rot ). Und die dadurch entstehende Pendelbewegung beim abwärtsrollen zu sehen.

10)
Das Speichenrad, benötigt noch eine Masse ( ZM ), Zentralmasse.

11)
eine Schrägansicht, des Speichenrades.
Dieses Speichenrad, ist das wichtigste Bestandteil des Uni - Rades
-------------------------------------------------------------------------------------

Die ganz schlauen unter euch, werden jetzt denken, Hä.........
welchen Blödsinn redet der... eine einfache Trommel, oder ein Rad, rollen noch besser als diese komische Konstruktion... Das stimmt schon so weit. Aber vergesst nicht den Druckpunkt !
wenn ein Rad, oder eine Trommel bergabwärts rollen, dann üben sie immer den gleichen ( gleichmässigen ) Druck, auf den Boden aus. Wenn ein Mensch läuft, dann gibt er jedesmal über den Druckpunkt , mehr als sein Eigengewicht an den Boden ab !
Diese überschüssige Druckpunktenergie, fangen wir im Uni - Rad auf, und führen es dem System wieder zu...

Jetzt höre ich schon wieder die ganz schlauen...
Aber irgendwann, ist das Speichenrad am Boden angekommen, und dann ist schluss...

Dann stellt euch mal vor, ihr seid das Speichenrad, und ihr lauft eine Rolltreppe nach unten, die nach oben führt ! Dann könnt ihr so lange laufen, bis ihr vor Erschöpfung zusammenbricht ! Aber die Besslerräder erschöpfen nicht...

Im Uni - Rad, fällt oder läuft das Speichenrad nach unten, ohne an Höhe zu verlieren...

Aber jetzt ist schluss für heute. Ich kann den Text kaum noch lesen, wegen dem Rauch eurer qualmenden Köpfe Cool Laughing


LG Sandro
_________________
Die Frage ist nicht ob es funktioniert, sondern wie !
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
rue



Anmeldedatum: 17.05.2004
Beiträge: 335
Wohnort: Kärnten/Österreich

BeitragVerfasst am: So Aug 16, 2009 9:45 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Wenn ein Mensch läuft, dann gibt er jedesmal über den Druckpunkt , mehr als sein Eigengewicht an den Boden ab !
Diese überschüssige Druckpunktenergie, fangen wir im Uni - Rad auf, und führen es dem System wieder zu...

Man darf dabei aber nicht vergessen dass der Schwerpunkt des Menschen dann auch ein Stück nach unten fällt.
Diesen Verlust an potentieller Energie muss dann wieder aus der kin. Energie des Laufrades ausgeglichen werden, dh.
es wird gebremst und nicht angetrieben.

Zitat:

Dann stellt euch mal vor, ihr seid das Speichenrad, und ihr lauft eine Rolltreppe nach unten, die nach oben führt ! Dann könnt ihr so lange laufen, bis ihr vor Erschöpfung zusammenbricht !

Gleicher Trugschluss, gleiche Antwort:
Die Rolltreppe wird mit einem E-Motor angetrieben. Wenn man das auf einer abgeschalteten und ungebremsten Rolltreppe machen
würde, würde die Treppe verkehrt zu laufen beginnen und der Läufer würde irgenwann unter ankommen. Die potentielle Energie des
Läufers würde in kin. Energie (umgekehrte Laufrichtung!!) der Rolltreppe bzw. des Läufers umgewandelt werden. Wenn man stationär auf der eingeschalteten
Rolltreppe läuft wird die durch jeden Schritt entstehende Fallbewegung nach unten wieder durch den E-Motor ausgeglichen. Die Energie aus dem Stromnetz
wird sozusagen über den Läufer verheizt weil ihm dabei sicherlich warm werden wird Laughing
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 519
Wohnort: Bayern 91

BeitragVerfasst am: So Aug 16, 2009 8:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
@rue

Zitat:
Man darf dabei aber nicht vergessen dass der Schwerpunkt des Menschen dann auch ein Stück nach unten fällt.


Es läuft aber kein Mensch im Uni - Rad, sondern ein mechanisches Rad.


Zitat:
Die Rolltreppe wird mit einem E-Motor angetrieben.


Im Uni - Rad gibt es aber keine elektrisch angetriebene Rolltreppe. Diese Aufgabe übernimmt das äussere Rad, das durch die Überschussenergie des Speichenrades angetrieben wird.

LG
_________________
Die Frage ist nicht ob es funktioniert, sondern wie !
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
rue



Anmeldedatum: 17.05.2004
Beiträge: 335
Wohnort: Kärnten/Österreich

BeitragVerfasst am: Mo Aug 17, 2009 10:11 am    Titel: Antworten mit Zitat

@denker:

Na, dann sieh Dir doch mal Dein eigenes Bild Nr. 9 an. In der Position Rot ist der Schwerpunkt des Rades eindeutig
weiter unten. Wenn er durch die Ebene/Rolltreppe/Außenrad wieder nach oben befördert werden soll, geht das simpel auf
Kosten der kin. Energie im Außenrad, d.h. es wird gebremst und nicht angetrieben was zur Folge haben wird, dass das
innere Rad irgenwann unten ankommt. Durch die kin. Energie wird das innere Rad dann wieder auf der anderen Seite hinaufrollen/laufen,
und erst dadurch wieder das äußere Rad antreiben. Letztendlich kommt im Idealfall eine Pendelbwegung der beiden Räder zustande.
Wenn das Teil aber noch belastet wird, wird's irgenwann stehenbleiben.

Warum baust Du den Kladderatatsch nicht einfach aus Lego o.ä. Technikbaukasten und überzeugst Dich selbst?

mfG
Rüdiger
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 519
Wohnort: Bayern 91

BeitragVerfasst am: Di Aug 18, 2009 10:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@rue

Zitat:
In der Position Rot ist der Schwerpunkt des Rades eindeutig
weiter unten.


Wenn ein Mensch geht oder läuft, egal wie weit... dann ist sein Schwerpunkt am Ziel nicht einen cm weiter am Boden ,als am Anfang der Wanderung. Der Schwerpunkt bewegt sich federnd und Pendelnd auf und ab. Und das benötigt weniger Energie, als die Druckpunktenergie an den Boden ab gibt ! Auch ein bestimmter Pendeleffekt spielt eine große Rolle dabei ! dazu später mal mehr...

Zitat:
Warum baust Du den Kladderatatsch nicht einfach aus Lego o.ä. Technikbaukasten und überzeugst Dich selbst?


Nach der bisherigen Beschreibung, lässt sich noch kein funktionierendes Uni - Rad bauen. Und mit einem Lego, oder sonstigen Baukasten wird es auch gar nicht möglich sein, diesen " Kladderatatsch " wie du respektlos Evil or Very Mad das Uni - Rad bezeichnest nachzubauen Exclamation

LG
_________________
Die Frage ist nicht ob es funktioniert, sondern wie !
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
rue



Anmeldedatum: 17.05.2004
Beiträge: 335
Wohnort: Kärnten/Österreich

BeitragVerfasst am: Di Aug 18, 2009 11:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn ein Mensch geht oder läuft, egal wie weit... dann ist sein Schwerpunkt am Ziel nicht einen cm weiter am Boden ,als am Anfang der Wanderung. Der Schwerpunkt bewegt sich federnd und Pendelnd auf und ab. Und das benötigt weniger Energie, als die Druckpunktenergie an den Boden ab gibt ! Auch ein bestimmter Pendeleffekt spielt eine große Rolle dabei ! dazu später mal mehr...

Im Idealfall braucht man dazu keine Energie, egal ob ein Rad in der Waagrechten dahinrollt und dabei noch eine durch eine Feder-Masse Kombination verursachte Pendelbewegung überlagert ist, oder laufähnliche Bewegung vorliegt. Wenn Energie an den Boden abgegeben wird dann läuft sich es auch mühsamer z.B. Asphalt (nahezu keine Energie) versus Rasen (etwas Energie) versus Schnee, Schotter, Gatsch...(viel Energie).

Was verstehtst Du überhaupt unter "Druckpunktenergie"? Irgenwie ist es schon etwas mühsam zu diskutieren wenn ständig die Begriffe
"Energie", "Leistung", "Kraft",... durcheinandergebracht werden - sorry.

Zitat:
Nach der bisherigen Beschreibung, lässt sich noch kein funktionierendes Uni - Rad bauen.

Ok, da sind wir uns einig.

Zitat:
Und mit einem Lego, oder sonstigen Baukasten wird es auch gar nicht möglich sein, diesen " Kladderatatsch " wie du respektlos das Uni - Rad bezeichnest nachzubauen

Wenn es laut Bessler so einfach gewesen ist, dass es ein Zimmermannslehrling nachbauen kann, sehe ich das nicht so.

mfG
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 519
Wohnort: Bayern 91

BeitragVerfasst am: Mi Aug 19, 2009 8:17 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo rue

Zitat:
Was verstehtst Du überhaupt unter "Druckpunktenergie"?


Zeichnung 4)
Mit Druckpunktenergie, meine ich die Kraft, die beim auftreffen des Fuß auf den Boden abgegeben wird. Diese Kraft ist immer höher als das eigentliche Körpergewicht.


Zitat:
"Energie", "Leistung", "Kraft",... durcheinandergebracht werden - sorry.


"Energie", "Leistung", "Kraft", das brauchen wir alles nicht. Orffyreus hat sich die Biologie und Mechanik des Menschen angeschaut, und überlegt, und Versuche gemacht. Hätte er gerechnet, dann hätte er wohl garnicht angefangen seine Räder zu bauen Wink


Zitat:
Wenn es laut Bessler so einfach gewesen ist, dass es ein Zimmermannslehrling nachbauen kann, sehe ich das nicht so.


Bessler ( Orffyreus ) machte diese Aussage nicht ! Es war Landgraf Karl

" Landgraf Karl war absoluter Herrscher und aufgeklärter Landesvater zugleich. Er hat unter seiner Regentschaft die allgemeine Schulpflicht eingeführt und den Hugenotten in größerer Zahl eine neue Heimat gegeben. Als Förderer Johann Besslers, dem er 1716 auf Schloss Weißenstein Zuflucht gewährte, war er der einzige, den der Erfinder je in sein Geheimnis einweihte. Karl hatte das Prinzip bei seiner Inaugenscheinnahme sofort verstanden und sich verwundert geäußert, dass bei seiner verblüffenden Einfachheit zuvor noch kein anderer darauf gekommen war. Ohne das ihm anvertraute Geheimnis je zu verraten, soll er bei späterer Gelegenheit gesagt haben, dass das Innere des Rades lediglich aus einer simplen Anordnung von Hebeln und Gewichten bestanden hätte. "

Und das man das Uni - Rad nicht mit einem Baukasten nachbauen kann, liegt an der Bauweise des Speichenrades...

LG
_________________
Die Frage ist nicht ob es funktioniert, sondern wie !


Zuletzt bearbeitet von Denker am Mi Aug 19, 2009 9:42 pm, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 519
Wohnort: Bayern 91

BeitragVerfasst am: Mi Aug 19, 2009 5:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

So, noch eine Zeichnung. 12 - 13
http://s5.directupload.net/file/d/1891/baykgtnf_jpg.htm

12 )
Hier sehen wir ein stehendes ( inverses ) Pendel. Aber auf zwei Beinen.
An einem Bein ist ein Seil befestigt, und beide Beine ruhen auf Federn.
Was meint ihr, wieviel Energie nötig ist, um die Zentralmasse ( ZM ) am schwingen zu halten ? Ich sage, wir brauchen nur sehr wenig Kraft dazu, wenn wir nur im richtigen Moment am Seil ziehen ( Resonanz-Effekt ). Und was meint ihr, wieviel Energie man an den Druckpunkten ( DP ) ab nehmen kann ? Mit Sicherheit, einiges mehr, als es benötigt, um das Gewicht ( Zentralmasse ) am schwingen zu halten...

13 )
Im Uni - Rad wollen wir aber kein hin und her pendelndes Gewicht. Wenn das Speichenrad erstmal im Rollen ( pendeln, schwingen... ) ist, dann verhält es sich sehr ähnlich, wie das inverse Pendel. Und es benötigt nur im richtigen Moment einen kleinen Zug oder Stoß, um sich weiter zu bewegen.

Auch die Kontaktpunkte ( Federpunkte, FP ) des Speichenrades sind gefedert.
Und es ist wichtig, das die Zentralmasse ( ZM ) möglichst " massig " und kompakt ist... während das übrige Speichenrad, möglichst leicht und gleichzeitig sehr stabil gebaut ist.

Bleiben wir beim Vergleich mit einem Menschen, dann entspricht unser Speichenrad einem großen, schweren, aber gleichzeitig sportlichen Menschen. 2m groß, 100kg schwer, vielleicht ein Schwergewichtsboxer Laughing

So ein großes, leichtes, aber doch sehr stabiles und steifes Rad, lässt sich sehr gut mit Speichen bauen ( Speichenrad ), aber nicht mit Lego oder so... Laughing
http://de.wikipedia.org/wiki/Radspeiche
Orffyreus war neben Uhrmacher auch Orgelbauer ( Instrumentenbauer ) und wusste nur zu gut, über Speichen, Saiten ( Klavier ) bescheit... Und er wusste, welche Kräfte eine gespannte Speiche, Saite vertragen kann.

Und nicht vergessen, Orffyreus war unter anderem, Uhrmacher und Instrumentenbauer, aber kein Schreiner ( Tischler ) Exclamation

LG Sandro
_________________
Die Frage ist nicht ob es funktioniert, sondern wie !


Zuletzt bearbeitet von Denker am Mi Okt 28, 2009 3:17 pm, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
rue



Anmeldedatum: 17.05.2004
Beiträge: 335
Wohnort: Kärnten/Österreich

BeitragVerfasst am: Do Aug 20, 2009 9:38 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
So ein großes, leichtes, aber doch sehr stabiles und steifes Rad, lässt sich sehr gut mit Speichen bauen ( Speichenrad ), aber nicht mit Lego oder so...

Eine Frage, die sich mir hier im Forum immer wieder stellt:
Wozu muss ein Testaufbau so groß sein??? Mit Sicherheit wird niemand hier daren denken sich für den Bau eines solchen Teils
eine Garage zu mieten, einige tausend Euro zu investieren und hunderte Stunden daran werkeln um festzustellen dass es nicht funktioniert.
Es muss nicht 3m groß sein und 35kg heben können, 30cm und 35g würde für eine Demonstration völlig ausreichend sein.

Zitat:
Und nicht vergessen, Orffyreus war unter anderem, Uhrmacher und Instrumentenbauer, aber kein Schreiner ( Tischler )!

Was sollen wir jetzt daraus schließen? Dass Bessler zwar in der Lage war eine Orgel zu bauen aber keinen Schrank?

Appropos Uhrmacher:
Ich halte es für durchaus schlüssig, dass im Inneren der Uni-Räder ein überdimensionales
Uhrwerk vorhanden war. Wie Denker bereits richtig bemerkt hat, kostet es zwar Energie das Rad in Bewegung zu
setzten, aber deutlich weinger es zu auf konstanter (sehr niedriger!) Drehzahl zu halten. Den Informationen
zur Folge hatten das ja auch damals schon Kritiker bemerkt, was ja Bessler dazu bewog die Bi-Räder zu konstruieren.

Eine Mutmaßung zum Versuch mit dem Bi-Rad und dem 70Pfund (~35kg) Gewicht:
Dabei wurde ein Seil um die Radachse gewickelt und ein 35kg Gewicht damit gehoben und wieder gesenkt. Es könnte sein, dass im Inneren ein
äquvalentes Gegengewicht (die Energiequelle des Uhrwerks) bereits auf der Achse hing. Mit dem Heben des äußeren Gewichtes
ist wird das innere Gewicht zwar abgesenkt, aber nach dem Absenken des äußeren Last wird es innen wieder gehoben. Dann ist die Energiebilanz wieder wie am Anfang gleich Null und das Uhrwerk läuft munter weiter - fertig ist der Trick.

Dass das Rad über längere Zeit wirklich Arbeit im Sinne von Heben, Pumpen,.. verrichtet hat, geht aus
Besslerradseite nicht hervor - oder habe ich da was überlesen?

Genauso halte ich es für möglich das Bessler Landgraf Karl ausgetrickst hat, als er ihm den Mechanismus zeigte.
Als Ablenkung wird ein augenscheinlich funkionierender (aber nicht wirklich funktionierender) Mechanismus präsentiert, von dem
Zuschauer fasziniert und somit vom eigentlichen Antrieb abgelekt ist.

Ein Pendant dazu sind die heutigen Shows von Illusionisten. Wenn man einen Trick das erste mal sieht ist man sicherlich
verblüfft und fragt sich wie das möglich sei. Wirklich draufkommen tun nur die wenigsten. Da jetzt aber in einschlägigen Fernsehsendungen nach und
nach Tricks aufgedeckt werden, sieht man dass meistens eine leicht nachvollziehbare Handlung dahinter steckt und sich
viele fragen wieso sie nicht selber drauf gekommen sind.

Zweifellos war Bessler ein genialer Handwerker und Tüftler und vielleicht auch der erste Illusionist der Geschichte,
aber wohl kein Erfinder eines PM.

mfG
Rüdiger
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 519
Wohnort: Bayern 91

BeitragVerfasst am: Do Aug 20, 2009 11:22 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wozu muss ein Testaufbau so groß sein


Wo habe ich behauptet, das es groß sein muss ? wo Question

Hier seht ihr die größen der vier gebauten Besslerräder:
http://s5.directupload.net/file/d/1892/c7moq8ft_gif.htm

Das erste Uni - Rad, war das kleinste. Es hatte einen Durchmesser von 4,6 Fuß ( ca 1,40m ) und eine Stärke von 4 Inches ( ca 10cm ).
Das ist noch kein Tischmodell, aber es zeigt, das die Räder nicht riesig sein müssen.

Zitat:
Appropos Uhrmacher:
Ich halte es für durchaus schlüssig, dass im Inneren der Uni-Räder ein überdimensionales
Uhrwerk vorhanden war. Wie Denker bereits richtig bemerkt hat, kostet es zwar Energie das Rad in Bewegung zu
setzten, aber deutlich weinger es zu auf konstanter (sehr niedriger!) Drehzahl zu halten. Den Informationen
zur Folge hatten das ja auch damals schon Kritiker bemerkt, was ja Bessler dazu bewog die Bi-Räder zu konstruieren.


Du willst also ernsthaft behaupten, das die Räder von einem überdimensionalem Uhrwerk angetrieben wurden ?

" Beim 54-tägigen Dauertest in Kassel ermöglichte das Pochwerk eine rein akustische Überwachung der Funktion, ohne jedes Mal den versiegelten Raum öffnen zu müssen. "

Bei diesem Dauertest, war das 3,6m Bi - Rad ( Kassel Rad ) in Betrieb. Meinst du ernsthaft, das dieses große und dem entsprechend schwere Rad, von einem großen Uhrwerk betrieben wurde. Das Rad drehte sich zu dem auch nicht frei, es trieb auch noch gleizeitig ein Stampfwerk ( Pochwerk ) zur akustischen Kontrolle an ! Und das, fast 8 Wochen lang...

Mit einem Uhrwerk ? Laughing Rolling Eyes

LG
_________________
Die Frage ist nicht ob es funktioniert, sondern wie !
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
rue



Anmeldedatum: 17.05.2004
Beiträge: 335
Wohnort: Kärnten/Österreich

BeitragVerfasst am: Do Aug 20, 2009 12:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Du willst also ernsthaft behaupten, das die Räder von einem überdimensionalem Uhrwerk angetrieben wurden ?

Ich kann in der Angelegenheit genausowenig was behaupten wie Du, schließlich waren wir beide nicht dabei und beziehen uns auf
die gleiche Informationsquelle. Die Tatsache, dass er Urmacher war und dass die Räder alle mit konstanter Drehzahl liefen wären zumidest Indizien dafür.

Groß dimensionierte Federn können schon eine ganze Menge an Energie speichern, für eine bis zum Anschlag gespannte
LKW-Stoßdämpferfeder hab ich mal so überschlagsmäßig 100kWs ausgerechnet. Und von denen hätten selbst im kleinsten Rad
mehrere Platz. Zum Vergleich - ein 12V Motorrad-Bleiakku kann ca 200kWs speichern.

Die Funktion ist während des mehrwöchigen Tests nur akustisch überprüft worden. Genauso wie eine Uhr jede Stunde
mal Dingdong macht und um 12 Uhr einen Kuckuck schreien lässt wäre es ebenso denkbar gewesen, dass sich das
Rad nach einiger Zeit selbst abstellt und sein Fortlaufen nur akustisch simuliert. Bessler war schließlich
auch Orgelbauer und in einer Orgel wird aus wenigen mW einer Luftströmung bekanntlich ziemlich laute Musik gemacht.

Die ganzen Mutmaßungen meinerseits wären sicher eine schwierige technische Glanzleistung aber nicht unmöglich.
Jedenfalls halte ich sie für realistischer als ein mechanisches Perpetuum Mobile...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 519
Wohnort: Bayern 91

BeitragVerfasst am: Do Aug 20, 2009 7:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
in einer Orgel wird aus wenigen mW einer Luftströmung bekanntlich ziemlich laute Musik gemacht.


Wenn in einer 300 Jahre alten Orgel mit wenigen mW, laute Musik gemacht wurde. Und unsere moderne Technik Laughing ( Verstärker, Lautsprecher ) dafür viele hundert Watt benötigt, dann sieht man deutlich, das in der technischen Entwicklung etwas verdammt falsch gelaufen ist... Shocked

LG
_________________
Die Frage ist nicht ob es funktioniert, sondern wie !
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
rue



Anmeldedatum: 17.05.2004
Beiträge: 335
Wohnort: Kärnten/Österreich

BeitragVerfasst am: Fr Aug 21, 2009 7:37 am    Titel: Antworten mit Zitat

So direkt kann man das nicht vergleichen, eine Verstärker-Lautsprecher Kombination soll ja
möglichtst alle hörbaren Frequenzen gleich laut wiedergeben und Resonanzen vermeiden.
Eine Orgelpfeife ist ja durch gewollte Resonanz genau auf einen Ton optimiert.

So nebenbei: Für Zimmerlautstärke reichen etwa 1W el. Leistung am Lautsprecher, wobei dieser
nur einen Wirkungsgrad von wenigen Prozent hat. Die reine Schalleistung ist demnach bei Zimmerlautstärke nur einige -zig Milliwatt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    forum.hcrs.at Foren-Übersicht -> Physik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, ... 89, 90, 91  Weiter
Seite 2 von 91

 
Gehe zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.


CrackerTracker © 2004 - 2020 CBACK.de

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de