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Rechner und seine 100101001
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Mo Jul 24, 2006 5:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Abwarten, der erste Transistor war auch ein riesen-eumel und wohl eher zur Demonstration geeignet, heute packen wir duzende Millionen davon auf einen cm².
Wenn der klassische elektrische Rechner erst mal an die Grenzen stoßen wird (was noch ne weile dauern kann) wird der Nachfolger nicht lange auf sich warten lassen.
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smart



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Beiträge: 545

BeitragVerfasst am: Do Aug 03, 2006 1:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich werf auch nur mal was ein: Lichtdaten kann man in einem Kristall speichern. Das Prinzip hab ich aus einer erprobten Praxis hergeleitet. Man kann Hologramme auf eienen Kristall "prägen" und dann wieder durch einen Laser sichtbar machen. Genauso könnte man den Kristall unterteilen und Daten darauf schreiben. Das gute ist, man kann sehr viele Daten speichern. Man muss den Kristall nur ein kleiches bischen drehen und kann wieder die Seite voll Daten schreiben. Beschrieben wird mit Lasern.
Wie die Transistorverstärkung funzen soll ist dann wahrscheinlich höhere Theorie, aber das steht sicher auch hinter den Links zu Wikipedia etc. weiter oben.
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Es sind die Dinge hinter den Dingen die die Dinge geschehen lassen.
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fricky



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Beiträge: 51
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 11, 2006 2:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hallo zusammen,

bin erst vor kurzem auf dieses Forum gestossen, weil ich mich eigentlich für das Thema Tesla interessierte und dazu mehr Infos suchte. Ist aber auch sonst so einiges hier zu finden, das mich interessiert.

Ich weiss ja nicht, ob ich (als absoluter Neuling hier) schon so wirklich mitreden kann, aber ich denke zur Frage der 0010110010111001-en kann ich doch meinen Senf dazu geben. Jedenfalls finde ich die Thematik zumindest sehr interessant und glaube, die ein oder andere Äusserung dazu sollte schon nochmal etwas differenzierter betrachtet werden.

Beruflich bedingt habe ich mit dem Thema Computer, Datenverarbeitung, Datenübertragung und Datenspeicherung ständig zu tun.
Ich beschäftige mich allerdings nicht nur mit PC's (das ist jetzt nicht abwertend gemeint) sondern mehr mit Highendsystemen der Industrie, was den Stand der Technik betrifft. Sprich, ich bin u.a. für den Aufbau, Installation und Betrieb von Grossrechnern, Storagesystemen und Netzwerkumgebungen zuständig. Und mit Grossrechnern meine ich auch gross.

Das sind Systeme, die 1-2 to wiegen, mit bis zu mehreren Hundert Prozessoren, Parallelrechner, Gridcomputer, da ist Arbeitsspeicher drin, da wär man froh, wenn man nur einen Teil davon mal als Festplatte zuhause hätte. Es kommen Storagesysteme zum Einsatz mit Speicherkapazitäten von mittlerweile mehreren Petabyte (zum Vergleich: Gigabyte=10^9, Petabyte=10^15)

Ich will mich jetzt nicht wichtig machen, sondern nur so eine Vorstellung vermitteln, was derzeit machbar ist.

Was die Einwände betrifft, das mit Licht, womöglich noch farbigem Licht wäre so nicht zu realisieren, so kann ich dazu sagen, dass ganz konkrete Projekte bereits in der Erprobung sind. Man kann mit Licht nicht nur auf Kristallen schreiben, sie quasi mehrseitig nutzen, man kann damit auch in die Tiefe des Kristalls gehen und durch Nutzung von farbigen Lasern ganz gezielt die Daten in verschiedenen Schichten ablegen, die Daten also in einer dreidimensional geschichteten Struktur ablegen.

Aber man muss bei der ganzen Thematik deutlich unterscheiden:

Geht es darum Daten zu übermitteln, sollen sie gespeichert werden oder geht es um die Verarbeitung der Daten? Wo ist das eigentliche Nadelör?

Wenn es um die Übermittlung geht, so ist Licht (auch mit Lasern unterschiedlicher Wellenlängen) längst im Einsatz. Daten werden schon heute über Glasfaserleitungen mit Lichtgeschwindigkeit mehrere Hundert Kilometer übertragen, wobei man aber auch da bereits wieder an die Grenzen stösst. Der Knackpunkt ist selbst mit Lichtgeschwindigkeit bei diesen Leitungslängen die Laufzeit der Datenpackete, was dazu geführt hat, dass man den Switches, die dazwischen sind, vereinfacht ausgedrückt sagen muss, wieviele Packete quasi in die Leitung passen, damit auch die volle Performance und Bandbreite der Leitung genutzt werden kann.

Wenn wir über Datenspeicherung reden, so sind auch hier bereits Technologien im Einsatz, die mit Licht die Daten auf Trägermaterial schreiben. Im grossen Stil, also für wirklich grosse Datenmengen im Terabyte-Bereich und darüber, setzt man allerdings nach wie vor auf herkömmlich Festplatten bzw. mittlerweile wegen der nunmehr auch höhereren Packungsdichte auch mehr und mehr auf Speicherchips, die zu grossen Storagesystemen zusammengefasst werden. Der Trend geht also weg von Systemen, die bewegliche, träge (und damit auch langsame!) Teile wie sich drehende Platten und Schreib/Leseköpfe haben.

Betrachten wir die eigentliche Verarbeitung von Daten. Das ist derzeit der Dreh-und Angelpunkt aller Bemühungen, Rechner noch schneller zu machen. Was man sehen kann ist, dass die Bauteile immer kleiner werden, immer mehr Einheiten parallel geschaltet werden, die Breite der Datenbusse sich ständig erhöht hat. Ferner werden die Systeme mit immer mehr CPU's ausgestattet, welche auch intern immer breitere Busse zum Datentransfer verwenden, immer mehr Cores werden auf die CPU's gepackt (sozusagen mehrere parallele CPU's in einem Prozessor, so haben wir derzeit Systeme im Einsatz, die mit etlichen CPU-Boards bestückt sind, von denen jedes z.B. 4 CPU's hat, welche aber eine 4-oder 8Core Architektur haben.

Zusammengefasst kann man sagen:

Alles was derzeit an Leistungssteigerung machbar ist, wird immer mit den gleichen herkömmlichen Rezepten gekocht.

-kleinere Bauteile, dadurch höhere Packungsdichte
-geringerer Stromverbrauch, weniger Abwärme
-breitere Bus-Systeme, dadurch können mehr Daten parallel verarbeitet/übertragen werden.
-höhere Taktraten, Chip-Multi-Threading, Nutzung des SubActionGap (ähnlich der Austastlücke, die für Videotext genutzt wird)
-Parallelisierung, Caching
usw....

also im Westen nichts wirklich neues, alles geht derzeit noch nach dem Motto, kleiner, mehr, schneller, effektiver, parallel.

Egal, was bisher mit Licht oder Glassfasertechnik bislang im Einsatz ist, alles steht und fällt an dem Punkt, an dem die Daten dann wieder über konventionelle Bauteile wie Festplatten, Speicherchips oder CPU's gespeichert, weitergeleitet oder verarbeitet werden müssen, dann ist der ganze Geschwindigkeitsvorteil des Lichts wieder im Eimer.

D.h. es wird in nicht allzuferner Zukunft ein Punkt erreicht sein, an dem aufgrund der Materialien nicht mehr weiter miniaturisiert werden kann, weil die Leiterbahnen und Transistoren sich dann der Molekül-bzw. Atomgrösse nähern.

Dann können vielleicht noch immer mehr Einheiten zusammengeschaltet werden (z.B. Gridcomputing, SAN, Raid...), die Leitungen könnten noch um einiges aufgeblasen werden, die Boxen werden grösser weil mehr reingepackt wird und x Virtualisierungsschichten können über das ganze noch gelegt werden, aber dann ist langsam aber sicher mal Ende.

Dann sind wir an dem Punkt, an dem wir über Quantencomputer, Photonenrechner und ähnliche verrückte Dinge ernsthaft nachdenken müssen, weil wir sonst nicht mehr weiterkommen. Und ich denke, das wird die Zeit sein, in der es was anderes in der Informatik geben wird, als Nullen und Einsen. Alle bedeutenden Erfindungen und Quantensprünge werden und wurden immer nur dann gemacht, wenn es nötig war, wenn es anders nicht mehr weitergegangen wäre und wenn der Leidensdruck entsprechen hoch war. So wird es auch mit der Rechnertechnologie sein.

Der Punkt ist doch der, dass wir uns das vielleicht nicht vorstellen können. Was ist denn schon Logik? Das ist das, was uns derzeit als folgerichtig erscheint. Das heisst aber gar nichts! Nur weil jetzt noch Daten nach dem Prinzip 01011001 verabeitet werden und die Dinge nach Boolscher Art in wahr und falsch unterteilt, die Bits gesetzt sind oder nicht, bedeutet das nicht, dass es nichts anderes geben kann. Es gibt z.B. jetzt bereits Chips auf denen lebendes Nervengewebe aufgebracht ist, das abhängig von anliegenden Reizen welcher Art auch immer (optisch, akkustisch, Wärme...) in Interaktion mit den Chips treten kann. Die Natur hat einiges an Biosensoren geschaffen, kennt genügend Prinzipien, wie Daten verabeitet und gespeichert werden können, das können elektrische Impulse, Licht oder auch chemische Reaktionen sein, die wiederum andere Reaktionen hervorrufen. Das werden die Dinge sein, die wir uns zu eigen machen müssen und an denen sich künftige Entwicklungen orientieren werden. Dinge wie auch die Quantentechnologie, Tunneleffekte und vieles mehr, das wir uns heute nicht mal annähernd ausmalen können.

Es gibt im richtigen Leben ja auch nicht nur wahr oder falsch, ja oder nein, schwarz oder weiss. Es gibt auch ein Vielleicht und sämtliche Wahrscheinlichkeiten dazwischen, Grauabstufungen in beliebigen Schattierungen. Warum soll das in der Informatik anders sein?

Unser bisheriges Bild von Rechnern mit Bits und Bytes, Schaltungen die nur an oder aus sein können, ja das überhaupt noch etwas schaltet in dem Sinne, dass dafür Ströme fliessen müssen, wird sich wandeln. Die Rechner der Zukunft, ob nun Quanten, Photonen, oder sonstwas, werden keine Ähnlichkeit mehr damit haben, und auch die Logik und Algorithmen dahinter müssen neu überdacht werden und das können wir mit unserem heutigen Verständnis wohl nicht erfassen.

Zitat:
hehe, dann zeig mir mal, wie Du die licht-bits speichern tust..
oder

Zitat:
Dann erzähl doch mal mit welcher Technik du die 100 Millionen Transistoren ersetzen willst, das würd ich jetzt gern noch wissen.


Mal im Ernst, diese Fragen stellen sich doch nicht wirklich.
Kaum haben wir mal ansatzweise verstanden, was ein Transistor ist und wie er funktionieren könnte, schon denken wir, es kann niemals was anderes geben.

Das ist doch eine ziemlich eingefahrene Denkweise (und ich nehm mich da bisweilen gar nicht aus), die uns niemals weiterbringt, die aber auch genau den Unterschied zwischen uns und einem Genie ausmacht. Mit der Einstellung säßen wir heute noch in den Höhlen und würden Feuer für ein Wunder halten.

Nur wenn wir alle Konventionen über Bord werfen und uns neuen Sichtweisen ganz unbefangen öffnen können, werden wir auch weiter voran kommen. Ich denke mal, es bleibt (wird) spannend.

Gruss, Fricky.
--
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Heinrich Dreier



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BeitragVerfasst am: Fr Aug 11, 2006 2:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

fricky hat Folgendes geschrieben:
hallo zusammen,


Nur wenn wir alle Konventionen über Bord werfen und uns neuen Sichtweisen ganz unbefangen öffnen können, werden wir auch weiter voran kommen. Ich denke mal, es bleibt (wird) spannend.

Gruss, Fricky.
--


Hallo

diese Denkweise müssen aber erst einmal noch viele Menschen für sich erlernen, damit Jeder auch begreift, das wir alle dazu geschaffen sind, grenzenlos zu denken.
Es gibt nur die Grenzen, welche wir selbst zulassen.
Grüße
Heinrich
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Geht nicht, gibts nicht, denn alles ist möglich, Dem, der an sich glaubt.
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Andi



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BeitragVerfasst am: Fr Aug 11, 2006 6:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Früher hat es schon mal Analogrechner gegeben. Fiel der Selektion zum Opfer, das nur ganz am Rande.

Und klassische, elektronische Schaltungen wird es noch ne halbe Ewigkeit geben, man bräuchte schon nen wirklich Hammer-großen Durchbruch um den Transistor vom Thron zu stürzen und sich ein anderes System auszudenken, weg vom binären...
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fricky



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BeitragVerfasst am: Mo Aug 14, 2006 9:44 am    Titel: Antworten mit Zitat

Klassische elektronische Schaltungen und Transistoren sind ein Thema, Digitaltechnik ist ein Anderes. Das eine schliesst das andere nicht unbedingt ein. Es ist zwar richtig, dass der Grossteil der digitalen Schaltungen derzeit (noch!) über Transistoren realisiert wird, das bedeutet aber nicht, dass alle Transistorschaltungen gleichzeitig auch digital sind. Eine herkömmliche Verstärkerschaltung mit Transistoren hat überhaupt nichts mit Digitaltechnik zu tun sondern ist analog. D.h. es besteht zwar eine Relation zwischen Eingangs-und Ausgangssignal, die Signale werden aber nicht digital verarbeitet.

Was den "Hammerdurchbruch" und die "halbe Ewigkeit" betrifft, die es (vielleicht) braucht, um den Transistor zu ersetzen:

Das Binärsystem ist erst seit dem 18-ten Jhd. bekannt, so Mitte des 19-ten Jhd. hat Boole mit seiner Booleschen Algebra dann etwas daraus gemacht, was über die reine Theorie hinaus ging und in der Schaltalgebra erstmals praktische Verwendung fand und damit der Digitaltechnik den Weg ebnete. Und der erste Binärrechner wurde sogar erst Mitte des 20-ten Jhd. gebaut.

Wir wissen also immerhin schon seit ca. 60 Jahren, was ein Computer ist.....

toll!

Diese ganzen Entwicklungen waren auch "Hammerdurchbrüche", Meilensteine und völlig neue Denkansätze. Und jetzt plötzlich soll es sowas nicht mehr geben? Wir sind doch gerade erst hin zum binären, und jetzt ist was anderes schon unvorstellbar??? Weil wir uns das derzeit nicht vorstellen können?

hmmm..... Confused

Wie oft musste ich seit meiner Schulzeit mein Atommodell schon revidieren. Damals war die atomare Welt noch in Ordnung, es gab Elektronen, Protonen und gerade mal Neutronen. Da wusste man noch, wo die Elektronen rumkreisen, dachte man jedenfalls. Und das ist noch keine 30 Jahre her! Und heute? Von wegen kreisende Elektronen, wahrscheinliche Aufenthaltbereiche haben wir jetzt, Heissenbergsche Unschärfe, Neutrinos, Quarks und Quanten....

Wir haben doch noch nichtmal ansatzweise etwas verstanden und denken schon, wie schlau wir alle sind. Kaum haben wir etwas halbwegs gecheckt, schon ist es ein unumstössliches Gesetz.

Einstein und die Relativitätstheorie..., ja, schön und gut, aber eben auch nur eine Theorie von vielen anderen, die vielleicht noch nicht diese Beachtung erfahren haben.

Ich denke, der nächste Meilenstein in der Entwicklung kommt viel schneller, als wir uns das vorstellen können, und sicher auch schneller, als es manchen grossen Industriezweigen, Regierungen und Lobbyisten recht ist.

Gruss, Fricky.
--
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Andi



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BeitragVerfasst am: Mo Aug 14, 2006 11:03 am    Titel: Antworten mit Zitat

Langsam reiten, Cowboy.
Flugzeuge waren vor 100 Jahren noch aus Holz und Leinen, und schon vor nicht ganz 60 Jahren erreichte die Bell X-1 Überschallgeschwindigkeit.

Und die herkömmliche Digitaltechnik braucht schon nen großen meilenstein um einfach so wieder zu verschwinden, es wurde 50 Jahre daran weiterentwickelt, sollte es irgendwann ein neues Rechner-system geben das nicht mehr auf das alte Binäre Zeugs aufbaut wird es definitiv auch die alten Programme noch benutzen können, einfach alles wegwerfen wird das niemand. Sollte das "neue System" dazu inkompatibel sein wird es niemand benutzen wollen.
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fricky



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Wohnort: Planet Erde

BeitragVerfasst am: Mo Aug 14, 2006 12:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

sorry (Cowboy??), aber ich weiss nicht, ob du wirklich verstehst, was ich eigentlich meinte.

In meinen Beiträgen habe ich das ursprüngliche Thema dieses Threads aufgegriffen, nämlich die Frage, ob die bisher auf dem Binärsystem basierende Rechnertechnologie nicht auch mit anderen Ansätzen realisiert werden kann.
In meinem ersten Beitrag versuchte ich deutlich zu machen, dass der Ansatz mit farbigem Licht und Kristallen etc. nicht soweit hergeholt ist, wie es den Anschein hat, bzw. wie einige hier einem auch Glauben machen wollen.

Dein Beispiel mit den Flugzeugen könnte man ja auch mal ganz anders sehen:

Flugzeuge waren vor 100 Jahren noch aus Holz und Leinen, und grade mal 40 Jahre später wurde erstmals die Schallmauer durchbrochen, und in den 60-er hat die x15 sogar Mach 7 geschafft.

Hättest du das damals den ersten Piloten gesagt, die hätten dich auch für verrückt erklärt. Man konnte sich das eben nicht vorstellen.
Als es dann das Automobil gab, waren Skeptiker der Meinung, Geschwindigkeiten von mehr als 25 km/h wären ohnehin für den menschlichen Organismus tödlich.

Wer sagt denn, dass die Digitaltechnik so mir nichts dir nichts verschwinden wird, natürlich muss es einen Übergang zu neuen Technologien geben. Flugzeuge gibt's ja auch noch. Die wurden mal mit Propeller angetrieben, dann mit Düsen und wer weiss, was die Zukunft bringt, vielleicht Antigravitation, wer weiss. Und vielleicht werden die Rechner der Zukunft auch nicht mehr mit Nullen und Einsen 'angetrieben'. Neue Rechnersysteme werden auch neue Programme nach sich ziehen, da kannst du sicher sein. Das ist doch heute schon so, eine gewisse Zeit lang werden neue Betriebssysteme zwar immer noch abwärtskompatibel gehalten um das alte Zeug nachzuziehen, aber irgendwann kommt dann immer ein Cut, und das alte ist einfach alt und out und es gibt dann nur noch das neue OS. Und was das Wegwerfen der alten Technik betrifft, könnte ich dir sagen, dass ein grosser Mobilfunkbetreiber erst vor einer Woche eine komplette Systemumgebung entsorgt hat, die nur 3 Jahre alt war und mehrere zig-Millionen gekostet hatte.

Wenn man glaubt, dass Rechnertechnologie ohne "das alte Binäre Zeugs" nicht denkbar ist, so ist das so, wie wenn man sagt, Flugzeuge könnten nur mit Düsentriebwerken angetrieben werden und Filmen geht nur auf Zelluloid.

Was ich zum Ausdruck bringen will ist, dass nicht die eigentliche technische Problemstellung eine Weiterentwicklung verhindert, und sei sie auch noch so komplex, sondern dass nur wir selbst es sind, die uns mit ihrer selbst auferlegten Beschränkung immer wieder im Weg stehen und so einen wirklichen Fortschritt verhindern.

Nur allzu schnell werden neue und revolutionäre und womöglich unpopuläre Denkansätze mit einem müden Lächeln und einer gelangweilten Handbewegung als Nonsens abgetan oder mit pseudowissenschaftlichem Halbwissen publikumswirksam 'widerlegt' und lächerlich gemacht. Dabei ist es jede Idee wert, beachtet und ernstgenommen zu werden.

Gruss, Fricky.
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Andi



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BeitragVerfasst am: Mo Aug 14, 2006 4:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wir stehen uns selber im Weg, da liegst du schon richtig.
Das Problem an vollkommen neuen Technologien ist das sie uneingeschränkt abwärtskompatibel sein müssen, allein schon weil sich die letzten Jahre gigantische (binäre) Datenmengen angesammelt haben die dann auf einen Schlag unbrauchbar wären, das alte System das wir in den letzten 50 Jahren aufgezogen haben muss auch weiterhin laufen können.

Ums mal auf nen Punkt zu bringen:
Jede Idee hat ihre Existenzgrundlage, aber nur die wenigstens haben finanziellen/militärischen Nutzen, und der allein entscheidet über weiterführung oder fallenlassen.
Zu jeder Idee, sei sie noch so gut, gehört also immer noch eine Treibende Kraft die das ganze vorrantreibt.

Beispiel: Im zweiten Weltkrieg haben deutsche Ingenieure Raketen und Düsentriebwerke (unabhängig von den Aliierten) erfunden und mit erstaunlicher Geschwindigkeit weiterentwickelt, aber nur weil man damit Waffen bauen kann die einem einen Vorteil verschaffen. Und so makaber es klingt: damit war aber auch gleich noch Grundlage für moderne Luft- und Raumfahrt geschaffen, ohne das Kriegsgerassel zwischen '39 und '45 würde man heute nicht so komfortabel zwischen den Kontinenten wechseln können.
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Heinrich Dreier



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BeitragVerfasst am: Mo Aug 14, 2006 5:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

fricky hat Folgendes geschrieben:

Nur allzu schnell werden neue und revolutionäre und womöglich unpopuläre Denkansätze mit einem müden Lächeln und einer gelangweilten Handbewegung als Nonsens abgetan oder mit pseudowissenschaftlichem Halbwissen publikumswirksam 'widerlegt' und lächerlich gemacht. Dabei ist es jede Idee wert, beachtet und ernstgenommen zu werden.

Gruss, Fricky.
--


Leider ist es noch so, wie Andi es schreibt.
Doch bin ich auch der Meinung, das sich bei vielen Menschen das Bewustsein zum Positiven verändert, und somit auch Entwicklungen vorran getrieben werden können, ohne daraus nur einen mititärischen Nutzen zu haben.
Schauen wir uns nur mal die Entwicklungen an, die im Netz herungeistern, um die Energieprobleme der Zukunft zu verbessern.
Das was wir uns ausdenken, können wir auch bauen, auch wenn es nicht immer sofort geht.

Grüße
Heinrich
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Andi



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BeitragVerfasst am: Mo Aug 14, 2006 6:38 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Im Internet wäre ich sehr skeptisch mit angeblichen Erfindungen, denn im Internet gibts schon alles, vom Auto das mit Wasser fährt bishin zu Skalarwellen-Generatoren und unendlichen Batterien.

Im deutschen Patentamt gibts einen Beamten der nur damit beschäftigt ist Patente für ein Perpetuum Mobile abzulehnen, die Pantentanwärter sind zwar immer sehr angepisst, aber es steht jedem von ihnen frei ihre Erfindung vorzuführen. Und noch niemand ist dieser Aufforderung nachgekommen. Niemand. Und das gibt denke ich ein sehr gutes Bild wie es um die Realität gestellt ist.
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fricky



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BeitragVerfasst am: Mi Aug 16, 2006 9:14 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das Problem an vollkommen neuen Technologien ist das sie uneingeschränkt abwärtskompatibel sein müssen...

...so wie z.B. die DVD-Technik, die die alte Videobandtechnik abgelöst hat, ohne dass auch nur ein Hahn danach krähte, ob, wie und womit diese alten Bänder zukünftig mal abgespielt werden können. Dann wird es eben Schnittstellen geben, womit die alten Daten in neue Formate konvertiert werden können, ich sehe darin kein grosses Problem. Ich sehe vielmehr Probleme darin, sich zu einseitig auf die Digitaltechnik zu verlassen.
Beispiel: ein altes Photo vergilbt, bei einem alten Videoband lässt die Bildqualität nach, alte Bücher nutzen sich ab und werden unansehnlich. Aber trotz Allem kann die eigentliche Information meist noch erkannt werden. Was machst du mit einer DVD oder CD oder Festplatte, auf der ein paar entscheidende Bits zerstört sind? Die wirfst du normalerweise weg, man könnte das zwar auch noch in gewissen Grenzen rekonstruieren, aber meistens ist der Aufwand zu hoch und die Daten sind dann eben futsch. Es gibt Jahrtausend alte Schriften, aber das digital gespeicherte Wissen ist eher vergänglich und sehr gefährdet. Es muss doch jetzt schon ständig alles doppelt und dreifach abgesichert werden, die Kopie von der Kopie von der Sicherungskopie des Backups gezogen werden, nur damit die Daten nicht verloren gehen. Ich könnte dir einige Beispiele bringen, wo nur wegen Kleinigkeiten riesige Datenbanken geschreddert wurden, wo die tollsten Backupkonzepte nicht mehr gegriffen haben, weil es nie einer vorher mal ausprobiert hatte, ob es überhaupt funktioniert und wo deswegen ca. 3000 Leute eine gute Woche lang in der Nase gebohrt haben, bis sie wieder halbwegs arbeiten konnten. Sei dir da mal nicht so sicher, dass die Digitaltechnik der Weissheit letzter Schluss ist. Meiner Meinung nach ist es eher eine Sackgasse. Wir setzen zuviel auf die eine Karte und werden vielleicht deswegen mal blank da stehen.

Zitat:
Zu jeder Idee, sei sie noch so gut, gehört also immer noch eine Treibende Kraft die das ganze vorrantreibt.


Da hast du leider Recht, und da die treibende Kraft meistens Geld oder militärisches Interesse ist, verstauben viele Ideen im Keller, weil sie keine Lobby und damit kein Geld für Weiterentwicklung haben.

Zitat:
Das was wir uns ausdenken, können wir auch bauen, auch wenn es nicht immer sofort geht.

Man muss es doch mal so sehen; ALLES, was uns umgibt, vom Transistor über die Dampfmaschine und die Atombombe bis hin zum ersten Klonschaf war erstmal auch nur eine Idee. Auch die Idee vom geklonten Menschen wird keine Idee bleiben. ALLES, was denkbar und machbar ist, und sei es noch so bizarr und unvorstellbar, wird früher oder später auch realisiert werden. Was der Mensch sich ausdenkt, das macht er auch irgendwann. Da führt kein Weg vorbei. Ob das immer zu seinem Nutzen ist, ist eine andere Frage.

Was die angeblichen Erfindungen angeht, die im Internet oft kursieren, da ist Skepsis natürlich schon angebracht. Klar, freie Energie, Perpetuum Mobile, Skalarwellen, Levitation, Zeitreisen etc., diese Themen klingen völlig verrückt und utopisch, viele von den 'Meldungen' sind vermutlich auch an den Haaren herbeigezogen. Trotzdem; wer von uns kann sie denn zweifelsfrei widerlegen? Ich wüsste auch nicht, wie man ein Perpetuum Mobile bauen soll, aber ich kann auch nicht beweisen, dass das nicht geht.

Man muss ja nicht alles glauben, sollte aber auch nicht alles als Spinnerei abtun was nicht ins eigene Weltbild passt, sondern zumindest ernsthaft drüber nachdenken.

Gruss, Fricky.
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BeitragVerfasst am: Do Aug 17, 2006 8:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Digitale Speichermedien haben Vor- und Nachteile.
Als Nachteile sind sicherlich erwähnenswert das ganze Datenbestände draufgehen können wenn (für die Fehlerkorrektur Zahlenmäßig zu viele) Fehler auftreten.

Der Vorteil: Digitale Daten lassen sich im Gegensatz zu gebundenen Büchern prima kopieren, und von der Kopie kann man auch weiter Kopien anfertigen usw.
Schon möglich das die zwischenzeitlich sehr professionell anmutende Filesharig-Sache an der rasanten Verbreitung der DVD ihre Finger mit im Spiel hatte.


Allerdings, Bücher und vor allem die alten Celluloid-Filme altern beständig, um das zu verlangsamen muss man sie in speziellen Klimakammern lagern.
Dabei ist erwähnenswert das ganz alte Bücher, aus der Zeit in der Tinte und Papier noch aufwändig von Hand erzeugt wurden, äuserst beständig sind.
Heutiges Papier wird Industriell gefertigt und natürlich intensiv chemisch behandelt, das reduziert die Haltbarkeit teilweise sehr stark bis hinunter zu nur noch bescheidenen 20 Jahren (bei normalen Klima).
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smart



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BeitragVerfasst am: Do Sep 14, 2006 10:51 am    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich hab eine Weile nicht mehr reingeschaut, aber sehe, dass es hier beträchtliche Denkansätze gibt. ALso zu CDs DVDs und auch schon der neuen BluRay und HDVD kann ich folgendes sagen:
Die Daten die darauf gespeichert werden sind nie sicher, da sie sehr kopakt sind (was ja auch das Ziel ist) Dadurch aber auch Grauzonen entsthen können. Damit meine ich dass, manchmal nur ein einziges Bit defekt sein muss und man nichts mehr lesen kann. Wers nicht glaubt, der denkt mal an die praktischen Archive zip rar und Co. Ein Fehler - alles im Arsch(tschuldigung für die Ausdrucksweise). Es gibt noch einen weiteren Nachteil. Stellen wir uns mal vor (eine Utopie) eines Tages kommen die Wissenschaftler wieder ins HAARP Forschungszentrum, doch es läuft was schief(unwahrscheinlich - aber nehmen wir mal an). Eine Elektromagnetische Welle verbreitet sich um die gesamte Erde, wobbei sie sich immer wieder an der Ionosphäre spiegelt. Alle Computer hin, die CDs nicht, aber was nützem einem die CDs, wenn man sie nicht auslesen kann. WIchtige Informationen werden deshalb auf Minifilm abfotografiert und in alten Salzbergwerken eingelagert. DOrt gibt es eine geregelte Temperatur und man kann den Film im Falle des Falles mit einer einfachen Kerze und bloßen Augen ansehen.

Zu der Filesharing Sache kann ich sagen, dass ich da eine Geschichte kenne:
Als die CD auf den Markt kam, wurden viele Releases(die Daten) trotzdem noch auf Disketten gepackt. Manchmal wurden sogar um Platz zu sparen, der ganze Sound/Musik, Demos oder Zusatzfeatures "herausgerippt". Erst mit der Zeit freundete sich die Szene mit dem neuen Medium an. Damals kannten nur sehr wenige die Szene (ich nicht) und erst ab ca. 1998 wurde Filesharing "öffentlich".
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BeitragVerfasst am: Do Sep 14, 2006 8:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

CD`s und eigentlich alle Datenträger produzieren IMMER Fehler, deshalb sind auch aufwändige Verfahren zur Fehlerkorrektur in die Laufwerke integriert, das ist auch der Grund warum eine Daten-CD effektiv weniger Daten enthält als eine Musik-CD, letztere "verschwendet" keinen Platz für die Fehlerkorrektur.
Und wie gesagt, der Digitale Abschaum lässt sich immer und immer wieder ohne Qualitätsverlust kopieren, und von den Kopien lassen sich immernoch Kopien erstellen, in gleichbleibender Qualität.
Das geht nicht mit Büchern und auch nicht mit Mikrofilm.
In Büchern lässt sicher aber wunderbar dauerhaft festhalten wie man CD`s usw. zu lesen hat, und schon hat man wieder die gewaltigen Datenmengen zur Verfügung, insofern würde ich nicht auf den großen, atomaren Holocaust pochen und moderne, ersatzlose Datenträger anprangern...
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