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gas-gesetz
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Stebinski



Anmeldedatum: 01.10.2005
Beiträge: 290

BeitragVerfasst am: Sa Jan 10, 2009 11:08 pm    Titel: gas-gesetz Antworten mit Zitat

weiß jemand, um wie viel der druck steigt, wenn ich luft in einem abgeschlossenen raum um 200 kelvin von 0° auf 200°C erhöhe?
_________________
Für das Perpetuum Mobile, ist scheinbar Paradox, der Energieerhaltungssatz nötig.
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: So Jan 11, 2009 2:25 am    Titel: Antworten mit Zitat

Kann ich jetzt auch nur raten, aber das hier sieht doch nicht schlecht aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase
Lft ist zwar kein ideales Gas, aber fürn Anfang sollte das reichen.
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Antimon



Anmeldedatum: 21.07.2008
Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: So Jan 11, 2009 10:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Schätze du wirst noch die Größe (Volumen) des Raumes brauchen um den Druck zu bestimmen Smile

A.
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Kugelblitz



Anmeldedatum: 10.08.2006
Beiträge: 179
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Mo Jan 12, 2009 8:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Such die Van der Waalsche Zustandsgleichung.
Die ist für Luft exakt.
_________________
Alles sind Schwingungen
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Stebinski



Anmeldedatum: 01.10.2005
Beiträge: 290

BeitragVerfasst am: Mi Jan 14, 2009 1:33 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja die Van der Waalsche Zustandsgleichung hatte ich auch schon am wickel aber mir fehlte da auch das volumen bzw die differenz.
Ich konnte da nur das molare volumen unterbringen aber keine Differenz, denn wenn ich eine druckdifferenz einbringe, muss ich auch in den anderen (volumen) differenz angeben. Laut meiner Physiklehrerin.
_________________
Für das Perpetuum Mobile, ist scheinbar Paradox, der Energieerhaltungssatz nötig.
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Stebinski



Anmeldedatum: 01.10.2005
Beiträge: 290

BeitragVerfasst am: Mi Jan 14, 2009 1:41 am    Titel: Antworten mit Zitat

Mir kam da heute gleich noch ne zweite Frage. Ich bin der Meinung einmal gelesen zu haben, dass man beim ausnutzen von Druck z.B. Kohlekraftwerk (Dampfturbiene) nur maximal 50% nutzen kann und sehr gute Turbienen einen Wirkungsgrad von 45% haben.
Was mich jetzt interessierte, wenn ich ein Gas z.B. mit 50 Bar habe, wieviel Druck kann ich auf ein zweites Gas ausüben mit gleichem Volumen aber nur 1 Bar. Rund 25 zu 25 Bar?
_________________
Für das Perpetuum Mobile, ist scheinbar Paradox, der Energieerhaltungssatz nötig.
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Frank



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Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: Di Jan 27, 2009 9:10 am    Titel: Antworten mit Zitat

@Stebinski

Zu Frage 1:

Für Deine Aufgabenstellung sollte das Modell des idealen Gases ausreichend sein.

pV=nRT

pV/T=nR

pV/T=konst.

Daraus folgt

p1V1/T1=p2V2/T2

bzw.

p1*(V1/V2)*(T2/T1)=p2

da lt. Deiner Vorgabe V1=V2 gilt V1/V2=1 (isochore Zustandsänderung)

also

p2=p1T2/T1

oder p2/p1=T2/T1

Temperaturen immer in Kelvin! Die Indizes bezeichnen jeweils Druck, Volumen und Temperatur vor und nach der Zustandsänderung.


Zu Frage 2:

Was den Wirkungsgrad an Wärmekraftmaschinen (Turbinen) vor allem begrenzt ist die Beschränkung durch den thermischen bzw. den isentropen Wirkungsgrad. Da die Temperatur des entspannten und abgekühlten Mediums nicht auf 0 Kelvin gesenkt werden kann, bleibt auch der
isentrope Wirkungsgrad =1-Tmin/Tmax

und damit der maximal erreichbare Wirkungsgrad unter 1.
(Bsp. Höchste Temperatur 300°C, niedrigste Temperatur 100°C
Isentroper Wirkungsgrad= 1-373K/573K und damit ca.0,35)

Das Ergebnis Deiner 2. Frage hängt von verschiedenen Parametern Deines Versuchsaufbaues ab. Als erstes setze ich voraus, dass beim Druckausgleich ein Schieber (Rohr mit beweglichem Kolben) mit beidseitig gleich großen Flächen zum Einsatz kommt. Das ist nicht selbstverständlich, in der Technik gibt es sogenannte Druckübersetzer, bei denen man ein ungleiches Flächenverhältnis zur Druckerhöhung in pneumatischen und hydraulischen Anlagen benutzt. Weiterhin spielt die Frage der thermischen Isolation zwischen den Behältern und jeweils nach außen eine Rolle. Die Seite, auf der der Druck sinkt kühlt erst mal ab, auf der anderen Seite gibt es eine Erwärmung. Je nachdem ob ein thermischer Ausgleich zwischen den Behältern bzw. nach außen möglich ist, wird das Ergebnis differieren.
Da beim Druckausgleich der Schieber bewegt wird, kann man auch nicht mehr von konstantem Volumen auf jeder Seite ausgehen. Das Ergebnis hängt damit zusätzlich von den realen absoluten Werten des Volumens der Behälter ab.

Um etwaigen Unmutsäußerungen zuvorzukommen: Diese Antworten beruhen auf dem Modell des idealen Gases, mit den jeweiligen Einschränkungen. Sie spiegeln meine ganz persönliche Meinung und die Reste aus meinem Schulbuchwissen wider. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit gebe ich weder Pistole noch Gewehr.

Gegenfrage: Weiß Deine Lehrerin, dass Du Deine Hausaufgaben von anderen machen lässt?
_________________
MfG Frank
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Rolof



Anmeldedatum: 18.02.2009
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: Mi Feb 25, 2009 7:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Frank

Ich will Dir nicht zu Nahe treten und nimm es bitte nicht persönlich, aber Deine Ausführungen zu Frage 2 sind durchweg falsch.

Thermischer Wirkungsgrad:
Wenn dieses angebliche physikalische Gesetz richtig wäre, würde das auf andere Beispiele bezogen folgendes bedeuten.

Ich stehe auf der 273 ten Stufe einer Treppe und gehe einen Schritt nach unten. Da ich damit nicht den Erdboden erreichen kann, bleibt auch der Wirkungsgrad = 1-Tmin/Tmax und damit der maximal erreichbare Wirkungsgrad unter 1.
(Bsp. Höchste Treppenstufe 273, niedrigste Treppenstufe 272
Wirkungsgrad = 1-272/273 und damit ca. 0,003663)

Schon jetzt wird dem Betrachter klar, das ist bullshit.

Aber tatsächlich ist der gelehrte und als Gesetz festgeschriebene Schwachsinn noch viel viel größer:

Eigentlich muss man sogar, um das komplette Maß des Wahnsinns wiederzugeben, die Treppe verlängern und die unterste Ebene der Treppe willkürlich in den Mittelpunkt der Erde setzen und dann darauf Bezug nehmen. Das habe ich uns mal erspart, weil das Ergebnis dann vor lauter Nullen jegliche Vorstellungskraft sprengen würde.

Nun zu den Beiden gleich großen Räumen mit unterschiedlichem Inhalt:
Das ist doch eine ganz simple Frage. Die Antwort ist ebenso simpel.
Lasse ich einen Austausch der Inhalte zu, ist in den beiden Räumen danach der Gesamtinhalt der selbe wie vorher, nur eben gleichmäßig aufgeteilt. Das gilt natürlich genauso für den Druck.
An der Temperatur ändert sich nichts.


Um etwaigen Unmutsäußerungen zuvorzukommen:
Diese Ausführungen beruhen auf logischem Denken, mit den jeweiligen bauartbedingten Einschränkungen meines Gehirns. Sie spiegeln meine ganz persönliche Meinung wieder und verbannen die Reste aus meinem Schulbuchwissen dahin wo sie hingehören, in den Papierkorb.

Wer Rechtschreibfehler findet, darf Sie behalten.


Gruß Rolof
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Frank



Anmeldedatum: 22.01.2009
Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: Mi Feb 25, 2009 9:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
...nimm es bitte nicht persönlich

Zumindest darum brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen.

Zitat:
Thermischer Wirkungsgrad:
Wenn dieses angebliche physikalische Gesetz richtig wäre, würde das auf andere Beispiele bezogen folgendes bedeuten.

Ich stehe auf der 273 ten Stufe einer Treppe und gehe einen Schritt nach unten. Da ich damit nicht den Erdboden erreichen kann, bleibt auch der Wirkungsgrad = 1-Tmin/Tmax und damit der maximal erreichbare Wirkungsgrad unter 1.
(Bsp. Höchste Treppenstufe 273, niedrigste Treppenstufe 272
Wirkungsgrad = 1-272/273 und damit ca. 0,003663)


Genau so ist der thermische Wirkungsgrad (besser der isentrope Wirkungsgrad) definiert. Das ergibt sich zwangsläufig, wenn man die Energieinhalte der Arbeitsmedien in den Wärmekraftanlagen betrachtet.
Bei Deiner Rechnung kommt dann genau so ein Ergebnis raus, und zeigt, das es wenig Sinn macht eine Wärmekraftanlage zu bauen, die bei einer Ausgangstemperatur von ca. 0°C nur 1K zur Energiegewinnung nutzt.

Dein Bild mit der verlängerten Treppe bleibt mir trotzdem rätselhaft und sprengt meine Vorstellungskraft.


Zitat:
Nun zu den Beiden gleich großen Räumen mit unterschiedlichem Inhalt:
Das ist doch eine ganz simple Frage. Die Antwort ist ebenso simpel.
Lasse ich einen Austausch der Inhalte zu, ist in den beiden Räumen danach der Gesamtinhalt der selbe wie vorher, nur eben gleichmäßig aufgeteilt. Das gilt natürlich genauso für den Druck.
An der Temperatur ändert sich nichts.


Da muss ich widersprechen. Wenn Du einfach einen Hahn zwischen den Behältern öffnest, wird das überströmende Gas abgekühlt, und auch das verbleibende restliche Gas im ehemals Hochdruckbehälter kühlt ab. Nun hängt das Endergebnis sehr wohl davon ab, ob man z.B. einen Wärmeaustausch nach außen zulässt oder nicht.

Vielleicht gräbst Du besser doch noch mal etwas von Deinem Schulbuchwissen wieder aus.
_________________
MfG Frank
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Ambassador



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BeitragVerfasst am: Mi Feb 25, 2009 10:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Was den Wirkungsgrad an Wärmekraftmaschinen (Turbinen) vor allem begrenzt ist die Beschränkung durch den thermischen bzw. den isentropen Wirkungsgrad. Da die Temperatur des entspannten und abgekühlten Mediums nicht auf 0 Kelvin gesenkt werden kann, bleibt auch der
isentrope Wirkungsgrad =1-Tmin/Tmax

und damit der maximal erreichbare Wirkungsgrad unter 1.


Damit bleibt der ISENTROPE Wirkungsgrad immer < 1. D.h. nicht, dass der Gesamtwirkungsgrad durchaus > 1 sein kann.

Ich will hier nichts doktrinieren, aber man sollte sich immer genau bewusst sein, worüber man genau redet. Zu schnell zieht man zu falsche Schlussfolgerungen, und die hindern einen am Denken. Ist leider so.

Aaron
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Rolof



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BeitragVerfasst am: Mi Feb 25, 2009 11:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die Rechnung zeigt lediglich auf, das das Gesetz nicht stimmen kann.

Stelle dir bitte vor, jede Treppenstufe ist eine Staustufe mit einer Turbine zur Stromgewinnung. Jede Staustufe ist 1 Meter hoch und wir betrachten jeweils 1 Kg fließendes Wasser.
Die richtige Betrachtung ergibt, dass jeder Turbine somit m*g*h = 10kJ potenzieller Energie zur Verfügung stehen von denen sie idealerweise auch 10kJ nutzen kann, da m*g*( h2-h1).

Auf Meereshöhe bezogen würde die Anwendung des Carnotschen Wirkungsgrades jedoch folgendes bedeuten:
erste Staustufe 1-272/273 = 0,0036630 % Wirkungsgrad
271ste Staustufe 1-2/3 = 33.33 % Wirkungsgrad
272ste Staustufe 1-1/2 = 50% Wirkungsgrad
273ste Staustufe 1-0/1 = 100 % Wirkungsgrad

Demnach hätte der mögliche Wirkungsgrad nur etwas mit dem Niveau bezogen auf den willkürlichen Bezugspunkt Meeresspiegel zu tun und bezieht sich nicht auf das wirksame Niveau zwischen h2 und h1.
Der Wirkungsgrad wäre also nicht der wirksamen Potenzialenergie zugeordnet sondern einer völlig anderen Sache.

Wenn das die richtige Überlegung wäre, müsste ein Wasserkraftwerk bei gleicher Stauhöhe des Wassers im Flachland ,um bei unserem Beispiel zu bleiben, die 27300 fache Energie erzeugen können als das identische Kraftwerk in wenigen hundert Metern Höhe.

Diese Betrachtung ist aber noch verharmlosend, weil Wasser gegenüber dem Erdmittelpunkt eine potenzielle Energie von ca. 20 MJ besitzt. Beziehe ich diese Tatsache in die Überlegung mit ein, und erkläre den Erdmittelpunkt zum Bezugspunkt, müsste ich bei der Angabe des Wirkungsgrades für alle Kraftwerke mal eben das Komma um sechs stellen nach links rücken und das Ergebnis würde noch absurder.


Nur durch die Aufrechterhaltung dieses "Gesetzes", erscheinen Wärmekraftmaschinen die sogar zwei Grad Temperaturdifferenz bei normaler Umgebungstemperatur nutzen können als würden sie keinen Sinn machen.
Energieschleudern wie Kohlekraftwerke ect. erscheinen nur durch dieses "Gesetzt" so, als könne man nicht viel mehr aus ihnen herausholen.


Nun nochmal zu dem Thema mit den zwei Behältern.

Wenn der eine Raum kälter wird, wird der andere wärmer. = Null
Sind die Behälter gegenüber der Außenwelt isoliert, stellt sich ein Gleichgewicht zwischen den Temperaturen ein. = Null
Sind sie nicht isoliert, gibt der eine Wärme an die Umgebung ab, der andere entzieht der Umgebung Wärme. = Null
Das kann mann drehen und wenden wie und so oft man will, alles eine reine Frage der Zeit, am Ende aber immer Null.

Gruß Rolof
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Ambassador



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BeitragVerfasst am: Do Feb 26, 2009 11:58 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Nur durch die Aufrechterhaltung dieses "Gesetzes", erscheinen Wärmekraftmaschinen die sogar zwei Grad Temperaturdifferenz bei normaler Umgebungstemperatur nutzen können als würden sie keinen Sinn machen.
Energieschleudern wie Kohlekraftwerke ect. erscheinen nur durch dieses "Gesetzt" so, als könne man nicht viel mehr aus ihnen herausholen.
Und darum sage ich, man soll sich bewusst sein, worüber man genau redet. Nicht das Gesetz ist falsch, sondern dessen Interpretation. Gleiches Gilt für den 2. HS der Thermodynamik.
Nicht der HS ist falsch, sondern dessen landläufige Interpretation und die daraus falsch abgeleiteten Schlussfolgerungen, und das Nichtbeachten der Randparameter, die die Gültigkeit des 2. HS einschränken.

Wenn man eine "Maschine" herumstehen, hat, die irgendeinen Wirkungsgrad von nur 1% hat, mir aber aus einer natürlichen Energiequelle kontinuierlich 5kW liefert, was kümmern mich dann der so schlecht anmutende 1% Wirkungsgrad.

Die Gesetze stimmen schon so wie sie sind, allerdings nur innerhalb der ihnen zugeteilten idealisierten Randparameter.

Aaron
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Frank



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BeitragVerfasst am: Do Feb 26, 2009 7:39 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@Rolof

Der istentrope Wirkungsgrad ist kein Gesetz, sondern eine Definition.

Die Formel zu seiner Berechnung ist aber nicht willkürlich festgelegt, sondern lässt sich aus der allgemeinen Formel für Wirkungsgrad einer Wärmekraftmaschine (= Verhältnis von verrichteter Arbeit zu zugeführter Wärme) unter den Bedingungen eines idealen Kreisprozesses direkt ableiten.

@Aaron
Zitat:
Damit bleibt der ISENTROPE Wirkungsgrad immer < 1.

Da sind wir einer Meinung.

Zitat:
D.h. nicht, dass der Gesamtwirkungsgrad durchaus > 1 sein kann.


Die derzeitigen Wärmekraftmaschinen (Turbinen, Verbrennungsmotoren, Dampfmaschinen, Stirling...) können jeweils mit einem idealen Kreisprozess verglichen werden. Dabei schneiden sie im Gesamtwirkungsgrad schlechter ab, als der idealisierte Kreisprozess.

Wenn Du also eine Maschine mit Wirkungsgrad größer 1 hast (wie auch immer Du das zustande bringst), dann handelt es sich definitiv nicht um eine der eben beschriebenen Wärmekraftmaschinen. Die ursprüngliche Frage bezog sich aber darauf.


@Rolof
Zitat:
Stelle dir bitte vor, jede Treppenstufe ist eine Staustufe ....


Du darfst Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Dein Beispiel ist mechanischer Natur. In der Mechanik lassen sich durchaus Energieformen reversibel ineinander umformen (wenn man mal von Reibverlusten absieht).
In der Thermodynamik gibt es reversible (z.B. adiabatische Ausdehnung) und irreversible (z.B. isotherme Ausdehnung) Prozesse.
Ein Kreisprozess besteht immer zum Teil aus irreversiblen Prozessen. Deshalb passt Dein Bild von der Treppe hier nicht.



Zitat:
Wenn der eine Raum kälter wird, wird der andere wärmer. = Null
Sind die Behälter gegenüber der Außenwelt isoliert, stellt sich ein Gleichgewicht zwischen den Temperaturen ein. = Null
Sind sie nicht isoliert, gibt der eine Wärme an die Umgebung ab, der andere entzieht der Umgebung Wärme. = Null
Das kann man drehen und wenden wie und so oft man will, alles eine reine Frage der Zeit, am Ende aber immer Null.


Eigentlich wollte ich mir die Zeit sparen, darauf zu antworten. Ich bin von Aaron ein bisschen enttäuscht, dass er so was unwidersprochen lässt.
Dein Fehler wird Dir vielleicht am schnellsten bewusst, wenn Du Dir mal vorstellst, der zweite Behälter sei leer, p2 also 0 bar.


(Nur zur Sicherheit: Wir sprechen hier von Luft oder idealem Gas, ohne Berücksichtigung von Joule-Thomson-Effekt)


@Aaron
Zitat:
Und darum sage ich, man soll sich bewusst sein, worüber man genau redet. Nicht das Gesetz ist falsch, sondern dessen Interpretation. Gleiches Gilt für den 2. HS der Thermodynamik.
Nicht der HS ist falsch, sondern dessen landläufige Interpretation und die daraus falsch abgeleiteten Schlussfolgerungen, und das Nichtbeachten der Randparameter, die die Gültigkeit des 2. HS einschränken.

Wenn man eine "Maschine" herumstehen, hat, die irgendeinen Wirkungsgrad von nur 1% hat, mir aber aus einer natürlichen Energiequelle kontinuierlich 5kW liefert, was kümmern mich dann der so schlecht anmutende 1% Wirkungsgrad.

Die Gesetze stimmen schon so wie sie sind, allerdings nur innerhalb der ihnen zugeteilten idealisierten Randparameter.


Das hätte ich auch nicht besser sagen können.
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MfG Frank
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Anmeldedatum: 22.05.2007
Beiträge: 756

BeitragVerfasst am: Do Feb 26, 2009 9:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Eigentlich wollte ich mir die Zeit sparen, darauf zu antworten. Ich bin von Aaron ein bisschen enttäuscht, dass er so was unwidersprochen lässt.
Na das kann ich ja so wohl nicht auf mir sitzen lassen Wink.
Zitat:
Was mich jetzt interessierte, wenn ich ein Gas z.B. mit 50 Bar habe, wieviel Druck kann ich auf ein zweites Gas ausüben mit gleichem Volumen aber nur 1 Bar. Rund 25 zu 25 Bar?

Die Frage ist etwas merkwürdig formuliert. Ich glaube nicht, dass ich in der Lage bin die Frage korrekt zu interpretieren, was mich wiederum zu der Vermutung führt, dass ihr hier über 2 verschiedene Dinge streitet.
Allgemein zu den 2 Behältern: öffnet man ein Ventil zwischen beiden, stellt sich eine Druckverminderung auf der einen Seite und eine Druckerhöhung auf der anderen Seite ein. Der Druck wird zum Zeitpunkt des Druckausgleichs in beiden Behältern gleich sein (daher ja auch AusGLEICH), und er wird typischerweise irgendwo zwischen den vorherigen Drücken liegen. Wie hoch der Druck genau ist, hängt von mehreren Parametern ab, wie z.B. Art der Gase (Freiheitsgrade bei der Rotation), Ausgangstemperaturen, Ausgangsdrücke...und noch ein ganz wichtiger Punkt...ob das Gas beim Strömen Arbeit an etwas verrichtet oder nicht (WICHTIG, und typischerweise in den allgemeinen Formulierungen vergessen!).
Unmittelbar nach dem Druckausgleich werden die Temperaturen der Behälter VERSCHIEDEN voneinander sein. Gleiche Temperatur wäre möglich, ist dann aber entweder gerade zufällig so, oder man sorgt mit den Ausgangsparametern (Druck/Temperatur/Gas/Strömung) bereits dafür, dass es auf einen Temperaturgleichstand hinausläuft.

Ein Temperaturausgleich würde sonst erst lange Zeit nach dem Druckausgleich durch die Brownschen Bewegungen stattfinden, sofern man das Ventil lange genug offen lässt, und man auch andere Randparameter nicht überschreitet (Beispiel: Ausgleich zweier verschiedener Gase, sehr hohe "Behälter" (dadurch Druckunterschiede innerhalb der Behälter durch Gravitation) und Separation der verschiedenen Gase durch ihre unterschiedlichen Charakteristika innerhalb EINES Behälters). Hier kann man sogar innerhalb eines Behälters 2 makroskopische Zonen unterschiedlicher Temperatur bekommen.

Zitat:
Wenn Du also eine Maschine mit Wirkungsgrad größer 1 hast (wie auch immer Du das zustande bringst), dann handelt es sich definitiv nicht um eine der eben beschriebenen Wärmekraftmaschinen.
Wenn Du von Turbinen redest, dann ist der Carnot-Prozess nur in vorsichtiger Näherung als Mittel der Beschreibung geeignet. Er mag als golden rule für typische Konfigurationen näherungsweise gelten, jedoch ist das eine Simplifizierung, mit der man bei untypischen Setups voll daneben liegen kann.
Immer wenn es PPPFFFFFFFFF macht, wäre ich vorsichtig mit dem Carnot-Prozess.

Aaron
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Rolof



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Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: Fr Feb 27, 2009 2:37 am    Titel: Antworten mit Zitat

@Frank
Irgenwie sind wir weit weg vom ursprünglichen Thema gelandet.

Die ursprünglichen Fragen waren doch recht einfach gehalten, und es wurde sogar darüber gewitzelt was denn die Lehrerin dazu sagt, dass wir hier die Hausaufgaben für jemanden erledigen.

Aus welchem Grunde müssen jetzt also künstlich irgendwelche Ventile,Schieber, Kolben mit bestimmten Durchmessern, Hähne die ich öffne, Druckübersetzer, vorhandene oder nicht vorhandene Isolierungen, Erdanziehungskraft, Anfangstemperaturen, die chemische Zusammensetzung der Gase und was weiß ich noch alles ins Feld gezogen werden ? (Bitte nicht beantworten)

Diese Parameter sind aufgrund der Fragestellung unbekannt und sicher bewusst weggelassen worden, weil es sonst eine Diplomarbeit würde. Wir befinden uns aber in der Schule.

Denke ich mir die Aufgabe aber ganz einfach, z.B. das ein Würfel durch eine Trennwand in zwei gleichgroße Hälften geteilt ist, und ich die Trennwand entferne, komme ich ganz schnell auf die einfache Antwort einer einfachen Frage. Alles andere interessiert überhaupt nicht und würde sonst bedeuten, dass die Frage nicht eindeutig zu beantworten wäre. Ergebnis: Arbeitverweigerung, 6, Setzen.


Auf der anderen Seite führst Du eine "Definition" an, die sich wiederum aus sich selbst erklären soll aber das auch nur unter Bedingungen wie sie unmöglicher nicht sein könnten.

- es gibt kein ideales Gas
- es gibt den Zustand 0 Grad Kelvin nicht.
- gäbe es 0 Grad Kelvin gäbe es dort weder Gas noch Druck
- Wärmeaustausch findet überhaupt nicht statt
- usw. usw.

Wie man daraus eine brauchbare Definition bastelt an der sich alles was es tatsächlich gibt messen lassen muss, blieb mir bislang verborgen.



Noch eine letzte Anmerkung zu:

"Eigentlich wollte ich mir die Zeit sparen, darauf zu antworten. Ich bin von Aaron ein bisschen enttäuscht, dass er so was unwidersprochen lässt."

Das ist wenig konstruktiv und sieht für mich aus wie die Suche nach Gefährten für einen Grabenkampf.
Ich denke so etwas ist für einen gesunden und regen Austausch von Gedanken und Argumenten nicht förderlich.


In der Hoffnung auf anhaltenden Frieden

Gruß Rolof
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