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Spannungsloch überbrücken

 
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Di Sep 09, 2008 9:27 pm    Titel: Spannungsloch überbrücken Antworten mit Zitat

Ich habe grad ein praktisches Problem:

Wenn im Autoradio von CD oder SD-Chip was gespielt wird und ich dann den Wagen starte, bricht die Spannung derart zusammen, daß das Radio die Stelle vergißt, wo es gerade war. Finde ich nervig.

Jetzt hätte ich die Idee, ich kann ja der Spannungsversorgung ein paar dicke Elkos vorschalten, die zur Batterie hin am besten mit genügend vielen oder genügend starken Schottkydioden abgekoppelt sind.
Wenn ich so eine Startphase von vielleicht 5 Sekunden brücken möchte, sodaß danach sagen wir vielleicht 10 Volt übrig sind (bei einem üblich durchschnittlich leistenden Autoradio mit normaler "Zimmerlautstärke"), was sollte das dann wohl für eine Kapazität sein?

Oder gibt es noch eine elegantere Lösung der Thematik? Würde ich vielleicht sogar besser Akkus wählen?
_________________
Grüße, Stefan
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Di Sep 09, 2008 10:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab in mein Automobil eine Einschaltverzögerung eingebaut, die schaltet das Radio erst ein wenn die Bordspannung über 12,7V steigt, also wenn der Motor schon läuft.

Ansonsten würd ich eher zu nem besseren Radio raten, meins merkt sich auch bei MP3`s die Stelle wo`s aufgehört hat, die nötigen, rein aus der Schätzung heraus verdammt großen Kondensatoren dürften den gleichen, finanziellen Rahmen erreichen, sind aber ungleich sperriger.
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berti



Anmeldedatum: 12.01.2005
Beiträge: 136

BeitragVerfasst am: Di Sep 09, 2008 10:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Du kannst die Kapazität ja leicht abschätzen mit der Formel C = Q / U . Für 5s Überbrückung bei einer Spannung von 10V und bei einer Stromaufnahme von 5 A brauchst Du C = 5s * 5 A / 10 V = 2,5 F, was schon recht heftig ist. Lösung Goldcap mit 22F ,10 Stück in Reihe macht 2,2 F Spannungsfestigkeit dann 22V. Beim Hirschauer kostet ein solcher ColdCap ca. 12 EURO.

Berti
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Di Sep 09, 2008 10:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, ne, so einfach isses nu nicht, die Spannung fällt am Anfang rasant ab, nach rund 1/3 tau sollte etwa noch 80% von 12 Volt ( ~10 Volt, darunter schalten viele Radios ab) übrig sein.
1 tau muss also 15 sekunden dauern, bei 12 Volt und resultierenden 2,4 Ohm Entladewiderstand komme ich mit C =R/t auf eine benötigte Kapazität von rund 6,25 F.
Mit den Gold-Caps wären wir damit schon bei über 300 Euro.
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Mi Sep 10, 2008 10:53 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, vielen Dank für die schnellen Antworten.

Mal sehen, ob ich da nicht doch besser zu Akkus greife, wenns dann schon sein muß.

Was können denn so Goldcaps eigentlich für Ströme aushalten? 5A scheinen mir nicht gerade wenig zu sein oder täusche ich mich da?
_________________
Grüße, Stefan
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Mi Sep 10, 2008 4:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Goldcaps verhalten sich theoretisch wie normale Kondensatoren, halten also auch hohe Ströme aus.
Zumindest besitzen sie einen recht geringen Innenwiderstand, was haben nicht heissen soll das die Anschlüsse das auch aushalten.
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uli.paul



Anmeldedatum: 04.02.2006
Beiträge: 669
Wohnort: Augsburg

BeitragVerfasst am: So Sep 14, 2008 4:13 am    Titel: Antworten mit Zitat

Goldcaps sind teuer und in meinen Augen garnicht notwendig.

Ein 10Ohm Widerstand in der Versorgungsleitung sollte schon helfen. Wenn nicht, dann einen dicken (ca 10000uF) direkt parallel zu Autoradio schalten. Und wenn dass immer noch nicht hilft, dann zusätzlich eine Diode in Reihe mit dem Widerstand schalten.

Wenn das alles nicht hilft: Das Autoradio verschrotten, denn das ist das sowieso der letzte Abschaum eines solchen. Jede weitere Investition ist eine Fehl-Investition.
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Jeder Schwachkopf kann behaupten - aber nur wenige können beweisen.
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Andilux



Anmeldedatum: 22.03.2008
Beiträge: 17
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BeitragVerfasst am: So Sep 14, 2008 9:53 am    Titel: Antworten mit Zitat

Einen zweiten kleinen 12 V Akku fürs Autoradio einbauen samt Schottkydiode.

lg Andreas
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: So Sep 14, 2008 4:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Gerade hatte ich eine Autobauerzeitung in der Hand - hab den Artikel noch nicht gelesen - wo sogar eine Reihe Elkos ausreichend sein soll, einen Verbrennungsmotor anzulassen. Ich glaube, das zielt auf Hybrid und Spritspartechnologieen ab.

Mal schauen wann ich noch was dazu sagen kann.


Uli.Paul:

Was bringt ein 10 Ohm Widerstand?
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Grüße, Stefan
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Do Sep 18, 2008 5:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die Superelkos für die Anlaßfunktion sind eine Entwicklung von einem Kabelbaumhersteller. Einer der Hauptvorteile ist, daß die Cs nicht bei -35°C schlapp machen. Das Bild in dem Artikel ist übrigens so, daß man meinen könnte, die Teile sind gar nicht groß.
Eine Platine ist dargestellt mit zwölf Elkos und ansonsten eher sehr zierlichen (=SMD) Teilen. Wenn Ihr wollt, kann ich ja mal noch ein Bild machen, oder einen Scan des Artikels an Interesierte verschicken.
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Grüße, Stefan
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berti



Anmeldedatum: 12.01.2005
Beiträge: 136

BeitragVerfasst am: So Sep 21, 2008 1:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Einen zweiten kleinen 12 V Akku fürs Autoradio einbauen samt Schottkydiode.

ja stimmt , ein kleiner BleiGel Accu dürfte wohl das Einfachste sein.

Auf der andern Seite ist wohl auch die Überbrückungszeit viel zu hoch angesetzt, normalerweise springt ein Motor nach ein bis zwei Sekunden an. Du müsstest zunächst einmal die Stromaufnahme deines Radios messen, um genauer Anhaltswerte zu bekommen.

Übrigens: Bei Reichelt kostet der gleich GoldCap ca. 6 Euro !!!
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