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Sicherheitskäfig für Hochspannung

 
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freecell



Anmeldedatum: 31.08.2005
Beiträge: 24
Wohnort: Hessenländle

BeitragVerfasst am: Mi Jan 30, 2008 3:59 pm    Titel: Sicherheitskäfig für Hochspannung Antworten mit Zitat

Hallo,

ich nochmal rund um Fragen zur Sicherheit beim Umgang mit Hochspannungen.

Ich habe gelesen das beim Betrieb einer Hochspannungsanlage (es sind wohl eher max 25 kV) auf einiges zu achten ist. Wie ihr ja wißt möchte ich einen großen Kondensator aufbauen.

Daher wollte ich folgende Sicherheitsvorkehrungen treffen:

1.) Faradaysche Käfig drum herum, der geerdet ist.
2.) Schalter an der Klappe der die Stromzufuhr zum Hochspannungsteil unterbricht.
3.) Notaus, der ebenfalls die Spannung zum Generator unterbricht.
4.) Da Kondensator innenliegend ist, einen Ableitungsstab der mit der Erde des Käfigs verbunden ist. Mit diesen kann ich am Ende des Versuches die Platte entladen.

Reicht das, oder habt ihr noch ein paar Tipps für mich?

Eins noch. Wie kann ich mir so einen Erdungsstab am besten selbst aufbauen? Nehme ich da Holz als Stabisolator oder doch eher Plexiglas und eingefaßt die Metallstange mit dem Erdungsanschluß?

Danke für die Auskunft und Grüße, freecell
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Mi Jan 30, 2008 8:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Holz als Material zum isolieren ist uncool, Holz enthält Feuchtigkeit.
Plexiglas oder PVC sind gut, und nicht vergessen: immer sauber halten.
Und vor allem: Abstand, abstand und noch mehr Abstand. Solange man immer weit genug weg ist passiert auch nix. Also beim Material für den Stab nicht sparen.
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Di Feb 12, 2008 12:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Bei der Hochspannungsvorführung im Deutschen Museum werden täglich Holzstäbe mit dem Stoßgenerator zur Explosion gebracht.
25kV sind zwar nicht so irre hoch, aber wenn Du so nen dicken C basteln willst, reicht unter Umständen wirklich schon ein einziger Fehler, um (D)ein Lebenslicht auszupusten.
Also Finger weg von Holzisolationen.
_________________
Grüße, Stefan
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Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 519
Wohnort: Bayern 91

BeitragVerfasst am: So März 23, 2008 11:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Du solltest auch daran denken, dass sich ein Kondensator nach einer Entladungt je nach Dielektrikum von selbst nachladen kann. Also immer Kurzgeschlossen herumhantieren oder lagern. Exclamation . Sei sehr vorsichtig dabei.
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Sowasaberauch



Anmeldedatum: 09.04.2008
Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Mi Apr 16, 2008 5:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Du solltest auch daran denken, dass sich ein Kondensator nach einer Entladungt je nach Dielektrikum von selbst nachladen kann.


Ist das Selbstaufladen eine elektrochemische Reaktion, wie bei einer Batterie? D.h. wird der Kondensator dabei abgenützt?
Dann wäre die Abnutzung sehr verstärkt, wenn man den Kondensator entladen die ganze Zeit kurzschliesst. Oder nicht?
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Denker



Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 519
Wohnort: Bayern 91

BeitragVerfasst am: Mi Apr 16, 2008 5:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt zwei grundsätzliche Arten von Kondensatoren, erstens die mit Dielektrikum, und zweitens die mit Elektrolyt, kurz Elko, diese funktionieren ähnlich wie ein Akku. Bei den Kondensatoren mit Dielektrikum passiert die wiederaufladung dadurch, daß sich das Dielektrikum polarisiert. Wie bei einem Elektret.Bei den Elkos ist es eine elektrochemische Reaktion. Die Nachladung kann etwa 10-15% der angelegten spannung erreichen.
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Mi Apr 16, 2008 6:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ist aber sehr stark zeitlich begrenzt, wenn man die Kondensatoren entläd und danach ein paar Minuten einen Entlade-Widerstand dranhängt oder sie meinetwegen auch kurzschließt passiert hinterher garnix mehr.
Wär ja noch schöner, Kondensatoren die sich von selbst aufladen.
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freecell



Anmeldedatum: 31.08.2005
Beiträge: 24
Wohnort: Hessenländle

BeitragVerfasst am: Mi Aug 06, 2008 8:34 am    Titel: Bin fast Fertig und Frage Hochspannungsfilter. Antworten mit Zitat

Sodele,

zurück zum eigentlichen Thema.
Käfig ist fertig, und ich hatte schon die ersten Überschläge, wenn wundert es?!

Hinweis. Eingestellte Spannung ca. 40KV. Grobe Schätzung!! da Generator mit Funkenstrecke in einigermaßen trockenen Keller eingestellt wurde.

Ich habe einen Faradyschen Käfig aus HOLZ gebaut und komplett mit Alufolie beklebt, im inneren dann die ganze Anordnung auf Zwei 4-Kant PVC-Rohren aufgebaut, rundherum im Abstand von ca 10 cm, damit es nicht so oft funkt Wink

Der Hochspannungsgenerator ist ebenfalls innen angeordnet.

Erste Versuche mit Pluspolplatte auf Grundplatte angeordnet, schöne Überschläge. Von der Platte, über die Metallschrauben, durch das Holz am Rand in den Faradayschen Käfig. Na wie gut das der geerdet ist!

Nun gut, so ging es also nicht. Dann Umbau obere Platte wird Plus und untere Metallplatte auf Plexiglasgrundplatte wird Minus. Ergebnis: Schon besser, aber die Bananenbuchsenanschlüsse sind zu nah und unisoliert gewesen. Daher diesmal Überschlag am Anschluß.

Nächste Verbesserung. Pluspolplatte an Abstandshalter nochmals mit dick Gummi isoliert, gegen Überschlag im Plexiglas. Weiterhin Anschlüsse isoliert und mit dick Gummi abgeschirmt gegen Überschlag. Resultat: Bisher keine Überschläge mehr.

Andi, danke für den Tipp mit dem immer schön sauber halten. Ich habe gemerkt das das geladene Plexiglas gerne Staub anzieht und dann funkt es wieder besser.

Ich habe nun im Ansatz eine Ahnung, was ihr bei Euren Experimenten immer alles beachten müßt, und das Isolation garnicht so einfach hinzubekommen ist, bei diesen Spannungen. Und das bei nur 40kV.

Zur Erdung habe ich mir zusätzlich noch ein sehr langes PVC-Rohr genommen und an der Spitze einen Bananenstecker angebracht der ebenfalls an die Erdung der Käfigs gesteckt ist. Die Erdung der Pluspolplatte nach jedem Versuch funktioniert ganz gut

Das einzige was mich noch etwas stört, das ich auch wenn es keine Überschläge gibt, doch ein bitzeln höre. Verglechbar Dem, bevor es irgendwann einmal blitzt. Sind die Geräusche normal?

Eine Frage hätte ich dann noch. Der Hochspannungsgenerator wird mit 13,8V gespeist. Diese kommen aus einem Netzgerät für den Autobedarf. Leistung 6/8 A. Reicht aus, da der Generator ohne Überschlag ca. 1 A zieht, und beim Überschlag ca. 5-6 A.

Nun habe ich festgestellt, das wahrscheinlich doch igendwie Spannungspitzen in das Netzgerät zurück gehen. Habt ihr eine einfache Schaltung (HV/HF-Filter) mit der ich mögliche Hochspannungspitzen rausfiltern kann?

Zur Sicherheit werde ich wohl zum vorhandenen Not-Aus noch eine Sicherung einbauen. Wenn ich beim Betrieb nicht da bin und es zu Überschlägen kommt, zieht der Generator 5A. Dann soll das ganze Ding automatisch vom Netz genommen werden.

Danke nochmals für die Tipps.

Grüße, freecell
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