forum.hcrs.at Foren-Übersicht forum.hcrs.at
Freier Gedankenaustausch zur
HCRS Home Labor Page

 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Warum drehen sich Elektronen um Nuklide ?

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    forum.hcrs.at Foren-Übersicht -> Physik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Raven



Anmeldedatum: 22.07.2007
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: Mo Jul 30, 2007 10:51 pm    Titel: Warum drehen sich Elektronen um Nuklide ? Antworten mit Zitat

In der Schule wird gelehrt, dass ein Atom aus einem Nuklid und mindestens einem Elekrton besteht. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Elektronen um das Nuklid kreisen.

Ich frage mich jetzt, warum das so ist. Denn, wenn das Elektron negativ und das Nuklid positiv geladen ist, müssten sie sich doch eigentlich anziehen.
Jaja, ich weiß schon. Jetzt werden die meisten sagen, dass das Elektron so schnell ist, dass sich die Kräfte in der Wage halten. Wink

Aber wenn das Elektron jetzt eine ständige zentrifugale Kraft erfährt, muss ihm doch immer wieder Energie zugeführt werden, um diese, trotz der Anziehungskraft des Neuklids, aufrechrecht zu erhalten.

Woher kommt diese Energie?
und
In wie weit entspricht das Modell der Realität ?

mgf Raven
_________________
(: Komplexität vereinfacht Smile
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
uli.paul



Anmeldedatum: 04.02.2006
Beiträge: 669
Wohnort: Augsburg

BeitragVerfasst am: Di Jul 31, 2007 3:10 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Raven,

das hat Anfang des 20.ten Jahrhunderts Myriaden von Forschen auf den Plan gerufen. Denn eines ist klar: wenn ein Elektron um einen Kern kreist, dann gibt es Energie ab. Aber die Elektronen kreisen ohne Ende - das wussten auch die schon damals. Also kam Bohr: Der Typ forderte einfach, dass es bestimmte Bahnen gibt auf denen der o.g. Satz nicht gilt - sie geben also doch keine Energie ab. Bis jetzt noch - mehr oder minder - in's Blaue hinein.

Und dann kommt Planck: Und er erklärt, warum es nur bestimmte "Elektronenabstände" (Achtung: Anführungszeichen beachten!) geben kann, nämlich nur solche, die eine Vielzahl von seinem Wirkungsquantum sind. Und er postuliert echt frech, dass Elektronen auf diesen Bahnen keine Energie abstrahlen - und er behält recht. Bis heute.

Aber man hat festgestellt, dass sein Gesetz nicht so absolut gilt - Elektronen können sich ein bisschen darum herummogeln: wenn ein externes Feld anliegt.

Darum funktionieren Laser &Co, aber sie stehen in keinem Gegensatz zu Planck.
_________________
Jeder Schwachkopf kann behaupten - aber nur wenige können beweisen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raven



Anmeldedatum: 22.07.2007
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: Di Jul 31, 2007 11:48 am    Titel: Antworten mit Zitat

Danke uli.paul,

Ich hab mir mal was über das planksche Wirkungsquantum durchgelesen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Wirkungsquantum ).
Ich hab zwar nicht alles verstanden, trotzdem kommt dadurch wenigstens ein wenig Licht ins Dunkel. Wink

Nur eine Frage bleibt noch :

Wenn es in dem bohrschen Model, das ja auch an der Schule gelehrt wird, nach Plank eine Ausnahme im Bezug auf Energieaufrechterhaltung gibt, dann ist doch eigentlich das ganze Theorem des Energiesatzes hinfällig.
Denn, wenn es eine Anomalie oder einen Widerspruch in einer Theorie gibt, dann zerbricht sie doch, ODER ?

mfg Raven
_________________
(: Komplexität vereinfacht Smile
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
uli.paul



Anmeldedatum: 04.02.2006
Beiträge: 669
Wohnort: Augsburg

BeitragVerfasst am: Di Jul 31, 2007 10:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, da hast Du etwas missverstanden. Nochmal in anderen Worten:

Mitte des 19.Jh. hat Rutherford festgestellt, dass ein Atom weitgehend aus Nichts besteht. Ein relativ kleiner Kern und eine riesige Elektronenhülle und dazwischen ist Nichts. Vorher hatte man nämlich angenommen, dass die Elektronen sich ebenfalls im Kern befinden. Klingt logisch, da sich Protonen und Elektronen anziehen.

Dann kommt Bohr daher, stellt fest, dass die Elektronen um den Kern kreisen und postuliert eines: Es gibt Bahnen, auf denen die kreisenden Elektronen keine Energie abstrahlen. Er konnte sie sogar bis zu einem Punkt vorhersagen. Danach war Schluss. Aber das stellte man erst viel später fest.

Planck kam von einer ganz anderen Seite aus ins Spiel. Er hat festgestellt, dass Energie nur in Vielfachen einer Einheit vorkommen kann: Das nach ihm benannte Wirkungsquantum. Und diese Erkenntnis hat dann auch die Atomphysiker (wie sie damals noch hießen) interessiert.

Das Atommodell von Bohr ist für den "Hausgebrauch" durchaus gültig und nützlich. Dass seine Grenzen bekannt sind, tut dem keinen Abbruch, denn es beschreibt die Phänomene hinreichend genau. Das einzig Unschöne daran ist, dass es das Postulat enthält. Erst wenn man sich um Phänomene wie den Seebeck- oder Zeeman-Effekt kümmern muss, gilt dieses einfache Modell nicht mehr. Da muss die Quantenmechanik her.
_________________
Jeder Schwachkopf kann behaupten - aber nur wenige können beweisen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
behdahh



Anmeldedatum: 15.09.2006
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: Do Dez 13, 2007 10:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
In der Schule wird gelehrt, dass ein Atom aus einem Nuklid und mindestens einem Elekrton besteht....

Ja, das finde ich extrem traurig an userem Schulsystem. In den ganzen zwölf Jahren hat sich kein Lehrer dazu herabgelassen uns zu sagen, daß die Elektronen nicht wirklich um den Kern in irgendwelchen Schalen laufen und daß es sich hier nur um nette Vorstellungsmodelle handelt, die aber nichts mit der Realität zu tun haben. Bestückt mit deratigem Halbwissen muß sich eigentlich jeder AHS-Absolvent Fragen wie "Warum kracht das Elektron eigentlich nicht in den Kern" usw. stellen und dann mühsam selbst herausfinden wie die Welt eigentlich aufgebaut ist. Ich persönlich habe erst dann mit Faszination auf physikalische Themen reagiert und erkannt daß es noch viele ungelöste Rätsel sowie äußerst faszinierende Aspekte gibt (siehe Quantenmechanik), wo der gesunde Menschenverstand einfach aussetzt und sich die Welt völlig anders verhält als man es erwarten würde. Ich finde es extrem schade, daß all diese faszinierenden Dinge den Schülern vorenthalten werden und wundere mich nicht im geringsten, daß Physik und Mathematik sehr unbeliebte und "langweilige" Fächer sind - obwohl sie mit sicherheit die interessantesten sein könnten und die Kreativität und intellekteulle Leistungsfähigkeit der Schüler enorm fordern könnten.
Warum wird der breiten Masse unserer Bevölkerung 100 Jahre Wissen und Forschung einfach vorenthalten? Evil or Very Mad
Bitte um Entschuldigung für diesen eigentlich offtopic-post, aber es mußte einfach sein. Rolling Eyes
lg,
Behdahh
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Stebinski



Anmeldedatum: 01.10.2005
Beiträge: 290

BeitragVerfasst am: Mo Dez 17, 2007 2:18 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, fals jemand irgendwann einmal eine Ausnahme im Energierhaltungssatz finden sollte, dann muss ja nicht gleich alles falsch sein.
Bis jetzt funktionieren die meisten oder alle Experimente und die Natur genau so, dann kann ja nicht plötzlich alles Falsch sein oder?!?

"Ich persönlich meine: Ausser der Urknall !?"
_________________
Für das Perpetuum Mobile, ist scheinbar Paradox, der Energieerhaltungssatz nötig.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
behdahh



Anmeldedatum: 15.09.2006
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: So Dez 23, 2007 9:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, natürlich nicht falsch - so war das nicht gemeint - nur eben unvollständig und ziemlich Rückständig. Die Wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten 100 Jahre werden einfach außen vor gelassen, und das finde ich nicht richtig. Es sollte meiner Ansicht nach zumindest im Unterricht erwähnt werden (wenn die neueren Theorien schin keinen Platz im Lehrplan haben) daß es sich bei manchen Dingen um ein Gedankenmodell und eben nicht um die Realität handelt, sowie daß es neuere Erkenntnisse zu diesem oder jenem Thema gibt, die das beobachtete Verhalten eben besser beschreiben. Uns wurde das in der Schule wie gesagt niemals vermittelt und so wundere ich mich auch nicht, daß es viele Menschen gibt die eben glauben, daß sich ein Elektron tatsächlich so bewegt wie es das Bohrsche Modell angibt, und logischerweise dadurch auf dem Holzweg sind.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
LordNaikon



Anmeldedatum: 01.08.2004
Beiträge: 219
Wohnort: berlin

BeitragVerfasst am: Mi Dez 26, 2007 1:32 am    Titel: Antworten mit Zitat

Dann warst du einfach an einer schlechten Schule , sorry!
_________________
Unter einer Supersymmetrie versteht man die Invarianz eines physikalischen Modells unter einer Transformation, deren infinitesimaler Parameter ein antikommutierendes Element einer Superalgebra ist.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
P_M



Anmeldedatum: 14.09.2007
Beiträge: 307

BeitragVerfasst am: Mi Dez 26, 2007 3:48 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Dann warst du einfach an einer schlechten Schule , sorry!


Immer diese Oberschlauen....

Hättest "DU" die Richtige besucht, müsstest du hier nicht rumnörgeln!

Bärlin hört sich an wie Bayern und deine Sig wie Resonator!
_________________
Gruß P_M

Arbeit = Kraft * Weg war Gestern, Heute baut man mechanische Energiemaschinen!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
LordNaikon



Anmeldedatum: 01.08.2004
Beiträge: 219
Wohnort: berlin

BeitragVerfasst am: Mi Dez 26, 2007 12:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich nehme das jetzt mal als nette Geste Smile

behdahh hat ja nun mehrfach darauf hingewiesen, das es an seiner Schule versäumt wurde, den Jugendlichen zu erklären oder begreiflich zu machen, das ein Modell und/oder eine Theorie, nicht zu 100% der Realität entspricht. Und wenn ich mich an meine Chemie- oder meinen Physiklehrer(in) zurückerinnern darf, dann kann ich mich sehr gut daran erinnern, wie sehr wir damit genervt wurde, das ein Modell eben nur ein Modell ist. Bohr und Rutherford, beispielsweise haben mit ihren Modellen einige Dinge begreiflich machen können und bei anderen haben sie eben versagt.

Mit der Aussage er sei an einer schlechten Schule gewesen, bezog sich das natürlich nur auf den Punkt, den ich bis jetzt von dieser Schule gehört habe, bei uns wurde auf diesen Punkt jedenfalls Wert gelegt. Mehr wollte ich damit gar nicht zum Ausdruck bringen und das behdahh sich nicht solch große Sorgen machen muss, dass es überall genauso ist Smile

Und wenn du nun meinst, wenn ich die "Richtige" Schule besucht hätte, wäre ich jetzt irgendwie Superschlau oder Megareich, dann nehm ich mir jetzt mal raus das ganz lieb zu belächeln Smile

wünsche allen noch ein besinnliches Restweihnachten , liebe Grüße aus dem "bayrischen Bärlin" Wink
_________________
Unter einer Supersymmetrie versteht man die Invarianz eines physikalischen Modells unter einer Transformation, deren infinitesimaler Parameter ein antikommutierendes Element einer Superalgebra ist.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    forum.hcrs.at Foren-Übersicht -> Physik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.


CrackerTracker © 2004 - 2019 CBACK.de

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de