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"Ein neues und so noch nicht beschriebenes Phänomen''

 
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Artur_X



Anmeldedatum: 18.05.2010
Beiträge: 191
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: Mo Nov 01, 2010 8:12 pm    Titel: "Ein neues und so noch nicht beschriebenes Phänomen'' Antworten mit Zitat

http://www.youtube.com/watch?v=ebNmmBib3aI

Erstmal zum klassischen Michelson-Morley Versuch : hier wurden genau wie im Video Interferenzstreifen erzeugt und es wurde erwartet, dass sich diese im Lauf eines halben Jahres deutlich ändern, denn dann bewegt sich die Erde entgegengesetzt um die Sonne und das sollte sich in einem (ruhend gedachten) Äther auf die Lichtgeschwindigkeit auswirken. Das Ergebnis, wissen wir, war negativ. Diese Form des Äthers als Träger der Lichtausbreitung ist damit widerlegt.

Was aber will uns dieses Experiment sagen ? Es ist hier auf Telepolis eine Diskussion entstanden, die das Ganze auf mechanisches Nachgeben der Apparatur zurückführen will. Halte ich für unwahrscheinlich, das Arrangement aus Spiegel, Halbspiegel und Laserquelle sieht sehr stabil aus. Außerdem hat Martin Grusenick versprochen, ein zweites Modell zu bauen, das diese Zweifel beseitigt.

Meines Erachtens hat Grusenick aber das Richtige gemessen, genauer gesagt, ich hatte mit so etwas sogar gerechnet. Dieses Phänomen ergibt sich, wenn die Lichtgeschwindigkeit in der einen Richtung langsamer ist als in der Gegenrichtung. Wie das ?

Die Messung der Lichtgeschwindigkeit erfolgt eigentlich immer bidirektional, d.h. man lässt einen Lichtstrahl hin und her flitzen und geht davon aus, dass die Geschwindigkeit hin und zurück dieselbe ist. Dabei wird sich gern auf Albert Einstein berufen, die Stelle, an der er das gesagt haben soll, finde ich aber leider nicht. In der Tat wären direktionale Messungen von c höchst aufschlußreich, leider werden dazu keine Anstrengungen unternommen. Der einzige nennenswerte Versuch in dieser Richtung wurde von Stefan Marinov durchgeführt, der eine Apparatur mit Spiegeln auf einer Drehachse verwendete. Marinov ist kurz darauf, angeblich durch Selbstmord, aus dem Leben geschieden, worüber allerdings erhebliche Zweifel geäußert wurden.

Marinows Ergebns : die Lichtgeschwindigkeit ist in verschiedenen Richtungen variabel und deckt sich genau mit der Rot- und Blauverschiebung gegen die Hintergrundstrahlung. Wie das ?

Die Hintergrundstrahlung ist etwa 380.000 Jahre nach dem Urknall entstanden, als sich die bis dahin im Plasmazustand befindliche Materie zu Atomen zusammenfügte und das Weltall erstmals "durchsichtig" wurde. Sie trifft heute aus allen Richtungen mit fast glicher Intensität auf die Erde, mit Schwankungen von nur 1/10000 der Amplitude. Aus der dabei beobachteten Rot- und Blauverschiebung hat man dann geschlossen, dass sich die Erde mit etwa 600 km/s in Richtung auf den Herkules-Haufen zubewegt. Überlagert wird dies durch Bewegungen um die Sonne und auf das Zentrum der Galaxis zu. Also doch ein Äther ? Wer will, kann das daraus schließen, es ist aber ein ganz anderer als der, den man im 19. Jahrhundert vermutet hatte.

Was hieße das nun, wenn die gemessene Lichtgeschwindigkeit mit der Blau- und Rotverschiebung korrespondieren würde ? Wer die Sache unvoreingenommen betrachtet, wird zugeben, dass dieses Resultat die Sache eigentlich sehr vereinfacht und von allen Ergebnissen das Einleuchtendste ist. Nehmen wir an, wir befinden uns an einem Ort, an dem wir in alle Richtungen dieselbe Lichtgescheindigkeit messen. Nichts hindert uns daran, uns mit 0,2 c von diesem Ort fort zu bewegen. Wird das die Photonen in irgend einer Weise beeindrucken ? Warum sollte es ? Wir sehen dann das Licht in Fahrtrichtung blauverschoben. Warum ? Weiol es eben mit 1,2 c auf unser Auge trifft. Das Licht aus der Gegenrichtung hingegen trifft nur mit 0,8 c aufs Auge und ist deshalb rotverschoben. Das ist absolut einleuchtend, man trifft aber mit dieser Meinung auf erbitterten Widerstand bei Astronomen. Ich komme im nächsten Beitrag darauf noch zurück.

Ich habe übrigens selbst einen Versuch zum Thema gemacht, der sich durch absolute Einfachheit auszeichnet. Das Licht, so die Annahme, wird sich ja durch irgendwelche Baulichkeiten nicht stören lassen, seine Geschwindigkeit ist im Zimmer genau dieselbe, wie die eines parallel im freien fliegendes Photons. Dasselbe müsste ergo in einem Schukarton der Fall sein und in einem solchen habe ich eine brennende Taschenlampe befestigt und auf der Gegenseite ein kleines Solarmodul, wie man sie heute sehr billig bekommt. Der Gedanke war, dass sich bei unterschiedlicher Lichtgeschwindigkeit in verschiedenen Richtungen auch die abgegebene Spannung verändern müsste, denn die Energie eines Photons ist bekanntlich proportional zu seiner Frequenz. Richtig, genau das zeigt sich, die Spannung hat in eine Richtung ein eindeutiges Maximum, auf der Gegenseite ein Minimum. Diese Richtung ändert sich beständig, wie auch Martin Grusenik festgestellt hat. Kein Wunder, die Erde dreht sich ja.

Was das alles zu bedeuten hat, wenn es zutrifft, behandle ich dann im nächsten Beitrag.

Gruß Artur
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Sowasaberauch



Anmeldedatum: 09.04.2008
Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Mo Nov 01, 2010 8:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Dasselbe müsste ergo in einem Schukarton der Fall sein und in einem solchen habe ich eine brennende Taschenlampe befestigt und auf der Gegenseite ein kleines Solarmodul, wie man sie heute sehr billig bekommt. Der Gedanke war, dass sich bei unterschiedlicher Lichtgeschwindigkeit in verschiedenen Richtungen auch die abgegebene Spannung verändern müsste, denn die Energie eines Photons ist bekanntlich proportional zu seiner Frequenz.


Geile Idee!!!

Ein Problem sehe ich dabei jedoch: Nach meinem Kenntnissstand wirst Du durch eine Frequenzerhöhung der Photonen bei einem Solarmodul nicht grossartig mehr Energie erhalten. Alle Photonen ab einer bestimmten Mindestenergie lösen einen Stromfluss aus. (ähnlich dem Photo-Effekt)
Das Problem bei Solarmodulen ist ja, dass man um möglichst viele Photonen ausnutzen zu können, diese Schwelle (Energie, die es benötigt um ein Elektron ins Leitungsband zu bringen) relativ tief ansetzt. Das hat jedoch zur Ursache, dass bei den höherfrequenten energiereichen Photonen viel Energie nur in Wärme umgesetzt wird. Erst wenn die Strahlung wieder genügend Energie hat um gleich mehrere Elektronen ins Leitungsband zu bekommen, gibt es einen höheren Stromfluss. Deshalb werden die Solarmodule, bei denen Effizienz alles ist (z.B. bei Satelliten) mehrschichtig gebaut, bei denen die verschiedenen Schichten verschiedene Minimal-Energien benötigen. So kann man den Wirkungsgrad nochmals drastisch nach oben schrauben. Dafür sind diese Module halt einfach sehr teuer und deshalb für die terrestrische Photovoltaik nicht interessant.
D.h. höchstens diejenigen Photonen, welche vorher eine zu tiefe Frequenz hatten, um überhaupt die Minimum Schwelle zu erreichen würden nun zusätzlich Strom erzeugen. Von den anderen würde man wohl fast kein mehr an Strom sehen, nur ein mehr an Wärme. Der Effekt dürfte also einiges kleiner sein, als wenn man andere Verfahren zur Helligkeitsmessung verwenden würde. Aber messbar sollte es totzdem auch so sein.
Soll aber nur ein kleiner Hinweis sein und auch dieser ist mit Vorsicht zu geniessen, da ich mit der genauen Funktionsweise vom Photovoltaik-Prozess immernoch Probleme habe. Wär nett, wenn das einer, der mehr darüber weiss kommentieren könnte.

Aber definitiv Daumen nach oben für diese geile Idee!
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Artur_X



Anmeldedatum: 18.05.2010
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BeitragVerfasst am: Di Nov 02, 2010 6:56 am    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, es hat wesentlich besser funktioniert als ich dachte. Linear gerechnet kann man ja nur mit einer Schwankung von etwa 2 Promille der Amplitude rechnen (600 km/s sind 2 %% von c). Ich habe aus diesem Grund ein sehr feines und deswegen auch teures Meßgerät gekauft. Da hätte ich Geld sparen können, denn der Ausschlag ist so hoch, dass er auch von einem preiswerten Gerät angezeigt worden wäre.

Was nun die direktionale Messung der Lichtgeschwindigkeit angeht, tut sich auch da etwas. Es gibt ja neuerdings diese Abstandsmesser, die einen Laserstrahl aussenden und die Zeit bis zum Eintreffen des Echos messen. Da könnte man ja zwei Geräte genau gegenüber stellen und jedes meint dann, das Signal des anderen sei das eigene Echo. Nur : wie löst man die Geräte gleichzeitig aus ? Derzeit muss man noch manuell drücken, was natürlich nicht in Frage kommt. Funkgesteuerte gibt es noch nicht.

Tja, Frage an die begnadeten Elektroniker hier : gäbe es da eine Möglichkeit, um die Auslösung per Funk zu bewerkstelligen?

Gruß Artur
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berti



Anmeldedatum: 12.01.2005
Beiträge: 136

BeitragVerfasst am: Di Nov 02, 2010 10:25 am    Titel: Antworten mit Zitat

Artur_X hat Folgendes geschrieben:


Was nun die direktionale Messung der Lichtgeschwindigkeit angeht, tut sich auch da etwas. Es gibt ja neuerdings diese Abstandsmesser, die einen Laserstrahl aussenden und die Zeit bis zum Eintreffen des Echos messen. Da könnte man ja zwei Geräte genau gegenüber stellen und jedes meint dann, das Signal des anderen sei das eigene Echo. Nur : wie löst man die Geräte gleichzeitig aus ? Derzeit muss man noch manuell drücken, was natürlich nicht in Frage kommt. Funkgesteuerte gibt es noch n

Tja, Frage an die begnadeten Elektroniker hier : gäbe es da eine Möglichkeit, um die Auslösung per Funk zu bewerkstelligen?


Hallo,

das ist genau das Problem bei der Einwegmessung der LG, du darfst nicht mit Licht oder EM-Wellen synchronisieren. Genau aus diesem Grund hat Stefan Marinov vor über 30 Jahren sein " gekoppelte Scheiben " Experiment mit einer mechanischen Synchronisation aufgebaut. Dass dieser Versuch nach über 30 Jahren nicht nachgebaut und von der etablierten Physik ernst genommen wurde, war mit ein Grund für Marinovs Selbstmord.

Gruß
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Artur_X



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BeitragVerfasst am: Di Nov 02, 2010 7:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Hallo,

das ist genau das Problem bei der Einwegmessung der LG, du darfst nicht mit Licht oder EM-Wellen synchronisieren.


Na, dann habe ich zum Glück ja noch gefragt. Schade, danke aber.

Zitat:

Genau aus diesem Grund hat Stefan Marinov vor über 30 Jahren sein " gekoppelte Scheiben " Experiment mit einer mechanischen Synchronisation aufgebaut. Dass dieser Versuch nach über 30 Jahren nicht nachgebaut und von der etablierten Physik ernst genommen wurde, war mit ein Grund für Marinovs Selbstmord.


Ein Ergebnis, das wohl wirklich alle interessiert, aber aus unerfindlichen Gründen nicht wiederholt wird. Irgendwie scheint das an einen "Heiligen Gral" zu stoßen, den es in der Wissenschaft eigentlich nicht geben darf.

Da wir nun auf die Mechanik weiterhin angewisen sind, hier vielleicht noch eine Prinzipskizze von Marinovs Apparat :




Das Licht kommtt von Q her, fällt auf einen Strahlteiler und wird auf beiden Wegen von Spiegeln auf der Walze wieder zurückgeworfen. Das eicht man nun im Stillstand so, dass man schöne Interferenzstreifen hat. Dreht man nun die Walze, so wird der Spiegel rechts etwas weiter gewandert sein, während das Licht von S3 zu S4 unterwegs war. Das erhöht die Laufzeit, der Rückweg von S4 zu S3 hingegen dauert gleich lang wie im Stillstand. Ausschlaggebend für die längere Laufzeit ist also nur die Laufzeit zwischen S3 und S4, die Messung ist daher direktional.

Gruß Artur
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Artur_X



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BeitragVerfasst am: Di Nov 02, 2010 8:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Fahren wir fort : das Marinov-Experiment macht noch eine zweite Aussage, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist : die Photonern in Marinovs Apparat müssen sich genau so schnell bewegt haben wie die der Hintergrundstrahlung. Verallgemeinert heißt dies, dass parallel sich bewegende Photonen stets dieselbe Gescheindigkeit haben und sich gegenseitig nicht überholen dürfen. Wobei sich ein Überholverbot im euklidischen Raum (das ist der Weltraum in sehr präziser Näherung) recht einfach definieren lässt : betrachten wir die (mitfliegende) Ebene senkrecht zur Flugrichtung des Photons, so darf diese von keinem anderen Photon in Flugrichtung durchquert werden.

Es gibt starke Hinweise, dass genau dies die eigentliche Charakteristik der Lichtausbreitung ist. Zum Beispiel in diesem Artikel : Licht von einer Galaxis war 13 Millionen Jahre zu uns unterwegs und das Licht aller Frequenzen kommt in der Reihenfolge bei uns an, wie es abgesendet wurde. Das Licht scheint die Aufgabe zu haben, Gleichzeitigkeit zwischen räumlich getrennten Ereignissen herzustellen und wie man sieht, hat es die Tendenz, Zweideutigkeiten zu vermeiden. Woraus sich ein "Überholverbot" zwingend ergibt.

http://arstechnica.com/science/news/2009/10/quantum-gravity-theories-meet-a-gamma-ray-burst.ars

So, was nützt uns das jetzt ? Wir können nun jedem Himmelskörper eine mit Betrag und Richtung festgelegte Geschwindigkeit gegen die HGS zuordnen, was von den Astronomen auch so gesehen wird, allerdings ungern. Wir können nun diese "Absolutgeschwindigkeit" für zwei Körper voneinander abziehen und erhalten dann ihre Relativgeschwindigkeit, die man ja auch schon früher ermitteln konnte. Soweit kein Gewinn, dieser zeigt sich erst, wenn wir uns mit einem Raumschiff der Lichtgeschwindigkeit nähern. Hier ist die Besatzung nun in der Lage, die eigene Geschwindigkeit zu messen und zwar aus der Differenz der Geschwindigkeit in Fahrt- und Gegenrichtung. Nehmen wir an, das Raumschiff fliege mit 0,9 c. Dann misst sie in Fahrtrichtung 0,1 c, in Gegenrichtung 1,9 c, folgend aus dem "Überholverbot".

Nebenbei : es wäre überhaupt kein Problem, im diesem Raumschiff freie Energie zu gewinnen. Wir leuchten in Fahrtrichtung mit einer Taschenlampe auf einen Spiegel. Das zurückkehrende Licht hat 19-fache Frequenz und damit auch 19-fache Energie.

All dies ist nach heutiger Diktion wesentlich komplizierter. Die Geschwindigkeit, die ein Raumschiff hat, muss von einem externen Beobachter festgestellt werden. Dieser kann nun aufgrund seiner eigenen Geschwindigkeit zu ganz anderen Ergebnissen kommen, wie ein zweiter. Der erste kann der Meinung sein, das Raumschiff bewege sich mit 0,4 c, der andere, es seien 0,7 c. Hier nun beginnt es doch sehr fragwürdig zu werden, denn aus der Geschwindigkeit resultiert ja auch die relativistische Massenzunahme. Das Raumschiff hätte also für den einen Beobachter eine andere Masse wie für den anderen. Insbesondere hat die Besatzung des Raumschiffs nicht die Möglichkeit, ihre Geschwindigkeit selbst festzustellen, sie misst auch im Raumschiff selbst in beiden Richtungen stets c.

Warum diese Komplexität ? Wenn Marinov recht hat, vereinfacht das die Sache ungemein.

Wie gesagt, es ist nach dieser Theorie möglich, einen "ruhenden" Beobachter zu definieren, das ist der, der die Hintergrundstrahlung in alle Richtungen ohne Dopplereffekt wahrnehmen kann. Das ist ein ganz heißer Kandidat für die häufig gestellte Frage "gegen was" eine Bewegung stattfindet. Gegen was dreht sich das Wasser in Newtons rotierendem Eimer ? Der Fußball zeigt Trägheit beim Dagegentreten, Trägheit gegen was ? Und immer wieder : Lichtgeschwindigkeit, gegen was ?

Herrn Grusenicks Experiment ist in diesem Sinne eine Wiederholung des Marinov-Experiments mit einfacheren Mitteln. Mit positivem Ausgang für Marinov, darf man wohl feststellen.

Gruß Artur
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sswjs



Anmeldedatum: 21.09.2008
Beiträge: 1148

BeitragVerfasst am: Mi Nov 03, 2010 8:26 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Zitat:
Irgendwie scheint das an einen "Heiligen Gral" zu stoßen, den es in der Wissenschaft eigentlich nicht geben darf.
Arthur, darf ich dich mal auf ein allzu menschliches Problem hinweisen?

Wir haben alle unseren "Heiligen Gral" und wenn daran gerüttelt wird, verlieren wir ja möglicherweiser all unsere Privilegien.
Auch in der Wissenschaft geht es eben nicht um Wissen, sondern, wie in allen anderen Bereichen des Lebens, um Macht.
Macht anderen sagen zu können, was sie tun und lassen sollen.

Man hat ja schließlich das "Rattenrennen", ein tatsächlich in der Spieltheorie gebrauchter Begriff, einmal erfolgreich durchlaufen und
will ganz bestimmt nicht noch einmal von vorn anfangen müssen.

Mit anderen Worten, einmal was leisten, immer davon leben. Die Musikindustrie macht's uns ja gerade vor, diese Prinzip mit Gewalt durchsetzen zu wollen.

Ein Zulassen komplett abweichender Erkenntnisse würde aber genau dieses "Rattenrennen" wieder erzwingen. Der Horror schlechthin...



Mal auf meine Person bezogen, ein konkretes Beispiel. Obwohl ich nie eine Uni von innen gesehen habe, hab ich eigene Theorien zu menschlichen Verhalten- und Denkweisen entwickelt, welche ich einigen mir nahestehenden Menschen gelehrt habe.
Sie sind so effektiv, daß man seine ganze Umgebung (Menschen) problemlos beherrschen kann.
Jetzt müsste man doch annehmen, daß dieses Wissen von allen gewollt wird.
Pustekuchen...

Die meisten kommen nach der ersten Stunde nicht wieder, da diese Ideen im krassen Widerspruch zu dem in unserem Unterbewusstsein angelegen Verhaltensweisen stehen.
Man will, um Verrecken, ein (korrektes) Verlieren nicht lernen.



Jetzt verliert...
sswjs
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Stebinski



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Beiträge: 290

BeitragVerfasst am: Mi Nov 03, 2010 9:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Kann vielleicht die Gravitation für den Effekt verantwortlich sein?
Denn Licht müsste ja auch ins blaue oder rote verschoben sein, wenn es von oder zur Erde geht und kommt.
_________________
Für das Perpetuum Mobile, ist scheinbar Paradox, der Energieerhaltungssatz nötig.
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Artur_X



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Beiträge: 191
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: Do Nov 04, 2010 7:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

sswjs hat Folgendes geschrieben:


Man will, um Verrecken, ein (korrektes) Verlieren nicht lernen.



Drastisch, aber wahr.

Reden wir nicht darum herum, das Ganze kratzt schon etwas an der Relativitätstheorie. Deren Kritiker nun haben nicht den besten Ruf, kann man wohl sagen, wie zum Beispiel hier zu lesen :

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31242/1.html

Für meine Person allerdings kann ich diese Bedenken zerstreuen. Dass ich demnächst über die Nichtexistenz von Sauriern schreibe, ist nicht zu befürchten.

Mir geht es wirklich nur darum, neuere Erkenntnisse, die zu Einsteins Lebzeiten nicht vorlagen, richtig zu interpretieren. Er konnte eben nichts wissen von der Hintergrundstrahlung, die ist erst zehn Jahre nach seinem Tod entdeckt worden. Er wusste nichts vom Marinov-Experiment, eine direktionale c-Messung war damals nicht möglich. Er wussten nichts vom Grusenick-Experiment und (in aller Bescheidenheit) von meinem Schuhkarton auch nichts. Es darf gefragt werden : wäre es ihm selbst denn recht, wegen der Schlechtheit seiner bisherigen Gegner nun im Gegenzug über alle Kritik erhaben zu sein ? Wohl nicht.

Eins ist mir noch eingefallen : wir können Marinovs Apparat doch noch entscheidend vereinfachen mit Hilfe dieser modernen Entfernungsmesser. Hier nochmal die Zeichnung :



Wir lassen die Spiegel S3 und S1 einfach weg und von Q her pingen wir mit dem Entfernungsmesser. Dann brauchen wir nur noch den Spiegel S4 und den auf der Welle S2. Dieser muss nicht mehr als wenige Zentimeter breit sein und die Welle nicht viel länger, womit wir die Probleme mit der Unwucht schon mal deutlich reduziert hätten.

Messen wir nun von Q her mit dem Entfernungsmesser, bekommen wir schön digitale "Entfernungen" angezeigt. Ist ja doch etwas altertümlich mit diesen wandernden Interferenzstreifen.

Ja, das müsste in Reichweite sein. Wenn ich Zeit habe, mache ich mich da einmal dran. Ich bin allerdings aus diesem Grunde mühelos überholbar und um dies gleich zu sagen, dann auch niemandem böse, wenn er mir hier zuvor kommt.

Gruß Artur
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Artur_X



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BeitragVerfasst am: Fr Nov 05, 2010 7:02 am    Titel: Antworten mit Zitat

Stebinski hat Folgendes geschrieben:
Kann vielleicht die Gravitation für den Effekt verantwortlich sein?
Denn Licht müsste ja auch ins blaue oder rote verschoben sein, wenn es von oder zur Erde geht und kommt.


Ja, aber dazu ist die Erde etwas zu klein, um hier nennenswerte Effekte zu erzielen. Säßen wir in der Nähe eines Schwarzen Lochs (dazu empfiehlt sich Schwerelosigkeit) dann sähen wir das Licht der anderen Sterne blauverschoben. Licht, das den umgekehrten Weg nimmt, ist hingegen rot-verschoben.

Was nun die Hintergrundstrahlung anbetrifft, kommt sie aus einer Richtung inn Rote, aus der anderen ins Blaue verschoben und resultiert daher aus einer Bewegung. Das ist außer Zweifel und allgemein akzeptiert. Die Frage ist nur : korrespondiert das mit verschiedenen Lichtgeschwindigkeiten in den entsprechenden Richtungen ? Heutige Wissenschaft sagt klar : nein. Das Marinov-Experiment sagt : ja. Es sollte aus diesem Grunde wiederholt werden.

Auch da ist zu sehen, dass Gravitation nicht die Ursache sein kann : deren Effekte sind stets symmetrisch, das Phänomen aber ist unsymmetrisch.

Gruß Artur
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Artur_X



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BeitragVerfasst am: Fr Nov 05, 2010 8:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt abschließend machen wir noch ein Gedankenexperiment mit relativistischen Drillingen. Normalerweise sind es nur Zwillinge, den Dritten aber brauchen wir noch, später.

Nehmen wir an, ein Raumschiff startet mit Drilling 2 und 3, während 1 auf der Erde zurück bleibt. Dass nun die Reisenden langsamer altern, setzt sich aus zwei Effekten zusammen : erstens der Beschleunigung, der wir durch die Gravitaion auf der Erde aber ebenfalls ausgesetzt sind. Dieser Effekt lässt sich neutralisieren, indem das Raumschiff mit genau 9,81 m/s*2 beschleunigt, dann altern beider Gruppen aus diesem Grunde gleich schnell. Der zweite Effekt ist der, dass die Zeit für einen Körper nahe der Lichtgeschwindigkeit langsamer vergeht. Bei v=0,9c ist der Faktor etwa 2,3 bei v=0,99c schon 7,1. Was passiert nun, wenn Nummer drei mit dem Rettungsraumschiff vorausfliegen will und das Mutterschiff angenommen mit 0,9c fliegt? Ich habe das mit Astronomen diskutiert und sie sagten, dann sei Nummer 2 im Mutterschiff der Nullpunkt eines Inertialsystems und Nummer drei könne sich in alle Richtungen gleich schnell bewegen. Auch aus Sicht des Mutterschiffs mit 0,9c in alle Richtungen, wenn es der Treibstoff zulässt. Dass dabei bei einfacher Addition bereits 1,8c herauskommen, sei kein Hindernis. Das wird mit der Lorentzformel glattgebügelt und passend gemacht. Womit aber die Falle zugeschnappt wäre : was, wenn Nummer 3 zu seinem Heimatplaneten zurück fliegt ? Dort entfernt er sich auch mit 0,9c von Nummer zwei und altert deshalb langsamer. Er sitzt aber neben Bruder 1, der definitionsgemäß schneller altert als 2. Reductio ad absurdum, würde ich sagen.

Wie sähe dieser Reise aus, wenn wir von absoluten Geschwindigkeiten ausgehen, in einem Marinov-Universum, wie ich es nennen will. Die Erde bewegt sich mit 0,002c ist also von daher "fast ruhend". Zunächst einmal ist alles gleich, nur wenn Bruder 3 das Mutterschiff verlässt, gibt es richtungsabhängige Restriktionen. Beschleunigt er in dieselbe Richtung, so beginnt es alsbald gewaltig zu bremsen wegen der relativistischen Massenzunahme. Mehr als zehn Prozent von c kann er nicht mehr zulegen, genauer gesagt nicht einmal das, denn der Treibstoffverbrauch steigt ins Unermessliche, um diese Masse noch zu beschleunigen. Kehrt er hingegen zurüch zur Erde und sitzt neben Bruder 1, so altert er gleich schnell wie dieser, nämlich wesentlich schneller als Bruder 2.

Überdies sind sich alle Beobachter der Szene, die ihre Eigengeschwindigkeit kennen und abziehen, über das Gesehene einig und kommen zu gleichen Ergebnissen, unabhängig von ihrem Ort und ihrer Geschwindigkeit.

Widerspruchsfreiheit ist der erkennbare Vorzug zur jetzt üblichen und gelehrten Sicht der Dinge. Große Einfachheit kommt hinzu.

Gruß Artur
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sswjs



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BeitragVerfasst am: Sa Nov 06, 2010 10:07 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Arthur? Wie wäre es mal mit 'ner Skizze?
Ich versuch deinen Erzählungen zwar zu folgen, aber leider ist mein Vorstellungsvermögen nicht ausreichend...
...weißt schon, nie 'ne Uni von innen und Großvater ist er auch schon *Hust*

Allerdings erinnert mich das hier sehr stark an meine eigenen Versuche, das Überwindwagenprinzip auf ein Gravi-Rad zu übertragen. Das kann sich auch keiner vorstellen, weil man da das Prinzip umkehren muss.

Kleiner Hinweiß:
Mit Hilfe der Umgebung, die, durch die Gravitation, hervorgerufenen Kraft spalten, so daß 25% in Translations- und 75% in Rotationsbeschleunigung umgesetzt werden.

Alles Klar?


denke mal, nicht...
sswjs
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Artur_X



Anmeldedatum: 18.05.2010
Beiträge: 191
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: So Nov 07, 2010 9:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

sswjs hat Folgendes geschrieben:
Moin,

Arthur? Wie wäre es mal mit 'ner Skizze?



Also mit einer Skizze wär auch nicht geholfen. Aber das mit den Drilingen müsste doch einleuchten ?

Zitat:

Allerdings erinnert mich das hier sehr stark an meine eigenen Versuche, das Überwindwagenprinzip auf ein Gravi-Rad zu übertragen. Das kann sich auch keiner vorstellen, weil man da das Prinzip umkehren muss.


Also es ist mir etwas peinlich : jetzt habe ich diesen Firefox installiert und diesen Greasemonkey dazu, aber ich kann die Formeln immer noch nicht richtig sehen. So, jetzt aber ist's gesagt.

Gruß Artur
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sswjs



Anmeldedatum: 21.09.2008
Beiträge: 1148

BeitragVerfasst am: So Nov 07, 2010 9:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Zitat:
Also es ist mir etwas peinlich : jetzt habe ich diesen Firefox installiert und diesen Greasemonkey dazu, aber ich kann die Formeln immer noch nicht richtig sehen. So, jetzt aber ist's gesagt.
Muss dir nicht peinlich sein, das Script fehlt ja noch dazu. Es ist leider schon bei File-Upload gelöscht worden.

Ich lad's nochmal hoch:
http://www.file-upload.net/download-2954293/matheboard.user.js.html
einfach anklicken, wird als Script erkannt.

Falls du mal die Latex-Programmierung ausprobieren willst, hier:
http://www.matheboard.de/formeleditor.php

sswjs
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