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Bernoulli Unterdruck

 
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amdamdeath



Anmeldedatum: 16.11.2004
Beiträge: 3
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Di Aug 31, 2010 12:31 pm    Titel: Bernoulli Unterdruck Antworten mit Zitat

Hallo,

ich hab grad ein Experiment am laufen um Bernoulli zu testen. Meine Herangehensweise ist nicht sehr wissenschaftlich aber interessiert Wink

Ich dachte immer wenn ein Medium durch eine Querschnittsverengung beschleunigt wird dann entsteht automatisch als Nebeneffekt ein Unterdruck.
Also hab ich mir eine kleine Düse (1,5mm Durchmesser) gebastelt und vorne Druckluft mit 6 bar reingeschickt. An der Querschnittsvernung hab den Druck mit einem Manometer gemessen. Bei dem Experiment hat sicher aber wider erwarten kein Unterdruck eingestellt, sondern lediglich ein Druckabfall von 0,5 bar - den ich hab "nur" 5,5 bar gemessen Confused
Hier mal grafisch dargestellt:




Eigentlich wollte ich ja eine Vakuumsaugdüse nachbauen. Doch jetzt weiß ich dass die ganz anders funktionieren. Zwischen den Düsen tritt die Beschleunigung der Treibluft auf und reiß Luft aus dem 3.Anschluß mit - dort entsteht dann das Vakuum.




Und ich dachte ich könnte Übderdruck bzw Bewegungsenergie einfach in Unterdruck umsetzen.
Crying or Very sad
Eigentlich wollte ich ja Wasserdampf mittels Unterdruck "nachverdampfen", da im Vakuum dann auch die Restfeuchte "überhitzt" worden wäre. Aber mit dem Prinzip der Vakuumsaugdüse geht das wohl nicht...

Lg,
Andreas
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Di Sep 07, 2010 9:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo amdamdeath,

wenn ich mir Dein Schemabild ansehe, dann dämmert mir schon, was da nicht stimmt. Deine "Engstelle" ist eigentlich gar keine, wenn sie aus einem geraden (!) Rohrstück besteht.
Das muß kontinuierlich enger werden, hinterher kontinuierlich wieder breiter und das am besten in einer stetigen Kurve der Wandkontur.
Schau mal die Venturidüse vom unteren Bild an. So etwa. Und an der engsten Stelle kannst Du dann Druck messen.
_________________
Grüße, Stefan
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Sowasaberauch



Anmeldedatum: 09.04.2008
Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Mi Sep 08, 2010 5:33 am    Titel: Antworten mit Zitat

Mir leuchtet nicht ganz ein, wieso genau Du bei deinem obigen Experiment einen Unterdruck erwartet hast.
Was Du erwarten könntest ist eben ein Druckabfall+ein Temperaturabfall
Hier nochmals ein Link, welcher IMHO in kürze die Fallstricke von Bernoulli erklärt:
http://user.uni-frankfurt.de/~weltner/Mis6/mis6.html

Zitat:
An der Querschnittsvernung hab den Druck mit einem Manometer gemessen.


Die grosse Frage ist zusätzlich noch, wie Du den Druck misst. Denn Du darfst den Druck auf keinen Fall in Luftrichtung messen, sonst misst Du den Staudruck. (Zur korrekten Messung des statischen Druckes, siehe auch obigen Link)

Zitat:
Zwischen den Düsen tritt die Beschleunigung der Treibluft auf und reiß Luft aus dem 3.Anschluß mit - dort entsteht dann das Vakuum.


Yep, nennt sich Vakuum-Ejektor.(http://de.wikipedia.org/wiki/Vakuum-Komponente#Ejektor)

BTW: Das -0.9bar ist in der obigen Zeichnung an der falschen Stelle eingezeichnet. Absicht?
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amdamdeath



Anmeldedatum: 16.11.2004
Beiträge: 3
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Fr Sep 24, 2010 9:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@sowasaberauch

stimmt, der Unterdruckausgang im 2.Bild ist an der falsche Stelle eingezeichnet.

---------------------------
Heute habe ich eine interessante Beobachtung gemacht. Um die abbröckelnde Klarlackschicht eines Autoteils einfacher zu enfernen hab ich das Teil mit Druckluft abgeblasen. Dazu bin ich ganz knapp über der Lackoberfläche entlangegefahren.
Dabei ist mir aufgefallen, dass die Luftpistole richtig an der Oberfläche "klebt" wenn ich ganz knapp ranging. Shocked
War aber auch nur 1mm Abstand war der Effekt weg, nur wenn die Pistole qasi auflag "saugte" sie sich während des Ausströmes der Druckluft an. Der Druck lag wohl so bei 6bar. Ich hab dann auch probiert ein Blatt Papier mit der Methode aufzuheben, was mir leider nicht glückte.
-----------------------------
Ich leite aus diesem Zufallsfund die Erkenntnis ab das meine Dimensionen viel zu groß gewählt waren. Die Bohrung musz in einer 1/10 Dimensione sein, und nicht 1,5mm. Aber wie macht man sowas mit Handwerker-Bordmitteln?

Lg,
Andreas
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sswjs



Anmeldedatum: 21.09.2008
Beiträge: 1148

BeitragVerfasst am: Sa Sep 25, 2010 3:30 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Zitat:
Aber wie macht man sowas mit Handwerker-Bordmitteln?
Tja, wenn dir 0,6mm reichen gibt's 'ne Lösung: Bohren.
Hartmetallbohrer dieses Durchmessers setz ich für Durchkontaktierungsbohrungen bei Leiterplatten ein.
Es soll noch 0,5mm Bohrer geben, aber ich hab sie noch nie eingesetzt.



Immer noch Dünnbrettbohren...
sswjs
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