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Kurze Fragen zur Elektrostatik und Influenzwirkung

 
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Sowasaberauch



Anmeldedatum: 09.04.2008
Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Mi Feb 04, 2009 4:37 pm    Titel: Kurze Fragen zur Elektrostatik und Influenzwirkung Antworten mit Zitat

Hallo,

Sch** Elektrostatik...

Irgendwie nie leicht zu überlegen...

Kurze Frage:

Wenn ich eine isolierte Metallkugel habe und diese Lade, dann übt ja diese Ladung auch auf neutrale Luftpartikel, bedingt durch die Influenz, eine Anziehungskraft aus. D.h. neutrale Luftpartikel werden in Richtung Kugel beschleunigt. (Nehmen wir Mal an, es gäbe nur neutrale Partikel, und vergessen ionisierte)
Sehe ich das richtig, dass sich durch die angesammelten influenzierten neutralen Partikel die geladene Energie in meiner Kugel erniedrigt? D.h. der Kondensator wird dadurch etwas entladen?
Von "Aussen" gesehen verändert sich die gesehene Ladung (E-Feld) ja nicht, oder?
Wenn ich nun die Kugel wieder entlade auf neutral, so wird die Influenzwirkung ja vorzu kleiner. D.h. bis zum Schluss müsste keine Influenz mehr vorhanden sein. Das müsste doch aber heissen, dass ich wieder die ganze elektrische Energie die ich reingesteckt habe in den Kondensator wieder erhalten habe, oder?
oder gibt es eben bedingt durch die Influenz insgesamt weniger Energie zurück? Würde doch eigentlich Sinn machen.

Ich glaube das läuft analog auf diesen Fall hinaus:
Nehmen wir einmal an, man hat einen Zylinderkondensator (Zylinder in Zylinder). Man lädt diesen. Nun nimmt man einen weitern Zylinderkondensator (Zylinder in Zylinder) und lädt diesen, wobei der innere Zylinder dieses Kondensators grösser ist, als der äussere Zylinder des vorherigen, sodass man diese nun ineinanderstecken kann.
Frage: Was passiert nun mit den Ladungen der Zylinder wenn diese ineinander gesteckt werden?
Die Problematik, die sich bei mir hier bei den Überlegungen ergibt ist der Fakt dass so ein Zylinder ja eine Art Faraday-Käfig (Faraday-Cup) ist. D.h. das E-Feld innerhalb eines Zylinders ist homogen. D.h. müsste es dann dem inneren Zylinderkondensator nicht scheissegal sein, ob da noch ein Zylinder ausserhalb ist?
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Frank



Anmeldedatum: 22.01.2009
Beiträge: 395

BeitragVerfasst am: Mi Feb 04, 2009 6:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat
Wenn ich eine isolierte Metallkugel habe und diese Lade, dann übt ja diese Ladung auch auf neutrale Luftpartikel, bedingt durch die Influenz, eine Anziehungskraft aus. D.h. neutrale Luftpartikel werden in Richtung Kugel beschleunigt.
Zitat Ende

Ich wäre mir da nicht so sicher. Soweit ich das mit der Influenz in Erinnerung habe braucht es dafür einen Stoff, an dem in gewissen Maße eine Ladungstrennung, oder wenigstens Ladungsverschiebung möglich ist (z.B.Metall)
Bei Luft (neutrale Stickstoffmoleküle) kann ich mir das eigentlich nicht vorstellen.
Außerdem sollten durch Influenz auf neutrale Körper höchstens Abstoßungskräfte hervorgerufen werden, da beim Verdrängen/Verschieben der Elektronen im sonst elektrisch neutralen Material Arbeit verrichtet werden muß.
Ionisierte Moleküle verhalten sich im E-Feld natürlich anders. Das hat dann aber nichts mit Influenz zu tun.
_________________
MfG Frank
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Sowasaberauch



Anmeldedatum: 09.04.2008
Beiträge: 833

BeitragVerfasst am: Mi Feb 04, 2009 6:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich wäre mir da nicht so sicher. Soweit ich das mit der Influenz in Erinnerung habe braucht es dafür einen Stoff, an dem in gewissen Maße eine Ladungstrennung, oder wenigstens Ladungsverschiebung möglich ist (z.B.Metall)
Bei Luft (neutrale Stickstoffmoleküle) kann ich mir das eigentlich nicht vorstellen.


Der Witz bei Influenz ist ja eben, dass das bei jedem Stoff der Fall ist, da im schlimmsten Fall die Ladungstrennung dadurch erfolgt, dass die Atome selbst polarisiert werden. Ist übrigens ganz gut in Wiki erklärt, wenn es dich interessiert unter dem Begriff "Verschiebungspolarisation".
Es gibt einige die definieren die Influenz als nur die Polarisation von Leitern, ich empfinde diese Einteilung jedoch als falsch. Nichstdestotrotz bleibt der Effekt derselbe ob man ihn nun Influenz oder Polarisation nennt...

Aber ich glaube das kennt eigentlich jeder, der schon HV-Experimente gemacht hat. Da werden auch die best-isolierendsten Stoffe angezogen...
Wobei die Sache mit kleinen Leitfähigen Stoffen noch lustiger ist, da diese zuerst angezogen werden und sobald sie die HV berühren sich laden und dann blitzartig abgestossen werden...


Zitat:
Außerdem sollten durch Influenz auf neutrale Körper höchstens Abstoßungskräfte hervorgerufen werden, da beim Verdrängen/Verschieben der Elektronen im sonst elektrisch neutralen Material Arbeit verrichtet werden muß.


Laughing Diese Logik erschliesst sich mir definitiv nicht wirklich...Was hat das Arbeit verrichten mit Abstossung oder Anziehung zu tun?
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Frank



Anmeldedatum: 22.01.2009
Beiträge: 395

BeitragVerfasst am: Mi Feb 04, 2009 7:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat
Der Witz bei Influenz ist ja eben, dass das bei jedem Stoff der Fall ist, da im schlimmsten Fall die Ladungstrennung dadurch erfolgt, dass die Atome selbst polarisiert werden.
Zitat Ende

Da magst Du recht haben. Eine solche Ladungsverschiebung innerhalb eines frei beweglichen Atoms oder Moleküls (Stickstoff) führt dann aber nicht zur Beschleunigung auf die Kugel, sondern richtet das Molekül höchsten aus, da es von außen immer noch elektrisch neutral ist.

Zitat
Diese Logik erschliesst sich mir definitiv nicht wirklich...Was hat das Arbeit verrichten mit Abstossung oder Anziehung zu tun?
Zitat Ende

Ich gehe davon aus, dass wenn ich meine negativ geladene Kugel z.B. einem metallischem Objekt nähere, dann die Elektronen von der der Kugel zugewandten Seite zur abgewandten Seite hin verdrängt werden, da sich die Elektronen ja gegenseitig abstoßen. Da sie das nicht freiwillig tun, muß ich Arbeit verrichten, was sich als abstoßende Kraft bemerkbar macht.

Die von Dir beobachtete Anziehung von kleinen Teilen rührt eher daher, das diese Teile vorher negative Ladungen (Elektronen) durch Influenz an Objekte in der Umgebung abgegeben haben und damit eine insgesamt positive Ladung erhalten haben. In diesem Falle sind sie aber schon nicht mehr elektrisch neutral. Ob das auch mit Stickstoff (Luft) klappt weiß ich nicht.

Ich glaub bei Tesla gibt es so eine Lampe (irgendwas mit Karbonknopf), bei der Teilchen so zwischen Karbonknopf und Glaskolben ständig hin und hergeschickt werden, bis sich der Knopf erwärmt hat und leuchtet. Die Teilchen geben dann ständig ihre Ladung ab oder nehmen neue Ladung auf. Das hat aber nichts mit Influenz auf neutrale Teilchen zu tun.
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MfG Frank
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Sowasaberauch



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BeitragVerfasst am: Mi Feb 04, 2009 8:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Da magst Du recht haben. Eine solche Ladungsverschiebung innerhalb eines frei beweglichen Atoms oder Moleküls (Stickstoff) führt dann aber nicht zur Beschleunigung auf die Kugel, sondern richtet das Molekül höchsten aus, da es von außen immer noch elektrisch neutral ist.


LOL. Der Witz ist jetzt ja aber, dass wenn ich z.B. eine positiv geladene Kugel habe, und ein "was auch immer" jetzt dadurch polarisiert wird, der negativ geladene Teil des nun erzeugten Dipols näher an meiner Kugel ist als der positive, d.h. die anziehenden Kräfte sind stärker als die abstossenden, deshalb fliegt das Ding in Richtung Kugel.
Nochmals simpelstes bekanntes Schul-Beispiel:
Nimm eine Styroporkugel und bringe sie in die Nähe eines HV-geladenen Körpers -> Die Kugel wird angezogen, obwohl sie neutral ist...

Zitat:
muß ich Arbeit verrichten, was sich als abstoßende Kraft bemerkbar macht.


Das ist wiederum nicht logisch!!! Nicht Arbeit führt zu Abstossung und Anziehung, sondern schlicht und ergreifend die Ladungen selber. Das hat vorerst keinen direkten Zusammenhang zur Arbeit...
Sicherlich, werden Elektronen in der Kugel hin und hergeschickt, und das führt sicherlich zu ohmischen Verlusten. Sicherlich werden sich auch die Elektronen beginnen asymmetrisch zu verteilen, wenn ich von einer Seite eine Influenz bekomme. Das wird sich aber irgendwo einpendeln, wo immer noch eine Influenzkraft aufgebaut wird.

Zitat:
Ich glaub bei Tesla gibt es so eine Lampe (irgendwas mit Karbonknopf), bei der Teilchen so zwischen Karbonknopf und Glaskolben ständig hin und hergeschickt werden, bis sich der Knopf erwärmt hat und leuchtet. Die Teilchen geben dann ständig ihre Ladung ab oder nehmen neue Ladung auf.


Yep, Tesla hat viel von diesen Dingern gehalten...Aber bereits Tesla hat da oft die Lampen so verwendet, dass die Elektrode in der Mitte nicht direkt angeschlossen war, sondern nur per Influenz Energie erhielt...Aber das ist ein anderes Thema.

Obwohl ich ja gerne mit dir weiter über die Grundlagen der Influenz theoretisieren mag, fände ich es doch etwas Offtopic.

Es ist klar, dass wenn man einen neg geladenen Körper in die Nähe der Kugel brächte, dies den Kugelkondensator leicht entladen würde.
Deshalb denke ich auch, dass es rel klar ist, dass auch diese Influenzpartikel denselben Effekt haben. Nur 2 Fragen haben sich da eben bei mir ergeben.
1) Spielt die Kugelumhüllungs-Geometrie dieser Partikel keinen Einfluss darauf (Faraday-Cup)?
2) Wie genau äussert sich der Fakt, dass sich bei einem späteren entladen des Kugelkondensators die Influenz abnehmen wird, und zum Schluss ganz aufhören würde...
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Frank



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BeitragVerfasst am: Mi Feb 04, 2009 9:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat
Nimm eine Styroporkugel und bringe sie in die Nähe eines HV-geladenen Körpers -> Die Kugel wird angezogen, obwohl sie neutral ist...
Zitat Ende

Nach Deiner Theorie müßte ich also der Styroporkugel vorher extra eine zusätzliche kleine negative Ladung verpassen, damit sie im E-Feld Deines HV-geladenen Körpers weder angezogen noch abgestoßen würde?
Wie groß sollte diese zusätzliche Ladung sein?

Ein Körper gilt dann als nach außen elektrisch neutral, wenn eben keine Verschiebungskräfte im E-Feld auf ihn wirken.
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MfG Frank
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Sowasaberauch



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BeitragVerfasst am: Mi Feb 04, 2009 11:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem bei all diesen Kräften ist schlicht und ergreifend, wenn diese genug gross sind, dann haben die auch auf andere neutrale Dinge Einfluss. Das kennt man ja auch vom Magnetismus. Nur ist es sehr viel schwerer solche extremen Magnetfelder zu erzeugen als die elektrischen Felder...

Zitat:
Ein Körper gilt dann als nach außen elektrisch neutral, wenn eben keine Verschiebungskräfte im E-Feld auf ihn wirken.


Nein, die Frage ist, wie genau das E-Feld aufgebaut ist. Wenn es homogen ist, dann wird nichts passieren. Ist es jedoch inhomogen (z.B. von einer Punktladung), dann gibt es eben diese Wirkung auch auf neutrale Partikel. Das kannst du verneinen soviel du willst, aber jeder einfache Versuch, z.B. wie diese welche ich erwähnt habe, oder auch etwas Studium im Netz wird Dir zeigen, dass dem so ist...

Um Dir das ganze zu vereinfachen, hier ein schönes Statement einer der ersten Hits von Google bzgl. Influenz (Physik-Seite):

Zitat:
Im inhomogenen Feld wirkt auf neutrale Körper durch Influenz oder Polarisation eine Kraft in Richtung ansteigender Feldstärke.


Besser könnte ich das jetzt nicht beschreiben...
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Frank



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BeitragVerfasst am: Do Feb 05, 2009 8:16 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat
Besser könnte ich das jetzt nicht beschreiben...
Zitat Ende



Hast ja recht. Ich war halt gedanklich nur im homogenen Feld unterwegs.

Sch** Elektrostatik...

Irgendwie nie leicht zu überlegen...

Zurück zu Deinen ursprünglichen Fragen.

Zitat
Das müsste doch aber heissen, dass ich wieder die ganze elektrische Energie die ich reingesteckt habe in den Kondensator wieder erhalten habe, oder?
oder gibt es eben bedingt durch die Influenz insgesamt weniger Energie zurück? Würde doch eigentlich Sinn machen.
Zitat Ende

Wenn bei diesem Vorgang Energie abhanden kommt, müßte man sich zuerst überlegen, wo diese denn nach Beendigung der Entladung sein sollte. Natürlich wird ein kleiner Teil in Wärme umgesetzt.
Wäre es denkbar, das die Luft, wenn sie auf die geladene Kugel hin beschleunigt wird in der Nähe der Kugel einen höhere Dichte und damit höheren Luftdruck erreicht? (Müßte sich eventuell durch optische Verzerrungen ähnlich den Wärmeschlieren bemerkbar machen). Bei Entladung der Kugel baut sich dann auch das "Hochdruckgebiet" wieder ab. Damit wären wir mal wieder in der Thermodynamik. Aber wenn ich an Deine Zylinderkondensatoren denke, ist das nicht der Effekt, auf den Du hinaus willst. Doch auch hier die gleiche Frage: Wo soll die Energie später hin sein, wenn man davon ausgeht, dass nachher keine abgetrennten Ladungen irgendwo herumschwirren?
Ich glaube schon, dass es zu Wechselwirkungen zwischen den Zylinderkondensatoren kommt. Das läßt sich leichter vorstellen, wenn man sich die Durchmesser sehr groß denkt, so dass man wenn man nun einen Ausschnitt betrachtet fast von parallelen Platten sprechen kann. Interessant wäre dabei auch die Frage wie die Kondensatoren geladen sind. (von innen nach außen +-+- oder +--+ oder -+-+ oder -++-).
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Sowasaberauch



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BeitragVerfasst am: Do Feb 05, 2009 7:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn bei diesem Vorgang Energie abhanden kommt, müßte man sich zuerst überlegen, wo diese denn nach Beendigung der Entladung sein sollte. Natürlich wird ein kleiner Teil in Wärme umgesetzt.


So wie ich das sehe ist klar, dass wenn man eben einen fest negativ geladener Körper in die Nähe meiner Kugel bringt, man den Kugel-Kondensator sicherlich nicht mehr soviel entladen könnte wie vorher. D.h. wenn man dann ein Potential von 0V an der Kugel hat, hat diese immernoch zuwenig Elektronen, eben bedingt durch die Influenzwirkung des negativ geladenen Körpers.
Die Frage wäre jetzt aber eben, dass wenn der negativ geladene Körper an der Aussenseite eben nur durch Influenzwirkung gesehen wird, wird er zusammen mit dem Entladen der Kugel kleiner werden. Sodass, wenn die Kugel dann auf einem Potential von 0V ist, diese wieder komplett neutral ist. D.h. Strom (Anzahl Elektronen) rein und raus ist definitiv derselbe.
Was ich eben glaube ist, dass eben die Spannung unter der Influenz leidet. D.h. beim Entladen sehe ich eine etwas kleinere Spannung als zuvor und erhalte deswegen nicht mehr soviel Energie zurück.
Sehen das andere auch so?

Zitat:
Wäre es denkbar, das die Luft, wenn sie auf die geladene Kugel hin beschleunigt wird in der Nähe der Kugel einen höhere Dichte und damit höheren Luftdruck erreicht?


Ich denke das müsste der Fall sein. Tesla hat glaub ich Mal sowas erwähnt, dass man damit Geräusche machen kann, also eine Art elektrostatischer Lautsprecher. (ist aber nicht dasselbe wie ein Plasma-Tweeter)

Zitat:
Wo soll die Energie später hin sein, wenn man davon ausgeht, dass nachher keine abgetrennten Ladungen irgendwo herumschwirren?


LOL...Wie ich oben beschrieben habe kann man durchaus zu Beginn und zum Schluss gleichviele Ladungsträger wieder haben, aber man erhält trotzdem weniger Energie. Die Energie wäre dann an die Luft als Bewegungsenergie abgegeben worden...

Nur eben irritiert mich der Faktor der Geometrie. Da doch dies eben einfach ein Faraday-Käfig Layout hätte und deshalb innerhalb dieser influenzierten "Partikel"-Kugel kein Netto-E-Feld deswegen sein sollte
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Sowasaberauch



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BeitragVerfasst am: Fr Feb 06, 2009 2:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zitat:
Wäre es denkbar, das die Luft, wenn sie auf die geladene Kugel hin beschleunigt wird in der Nähe der Kugel einen höhere Dichte und damit höheren Luftdruck erreicht?


Ich denke das müsste der Fall sein. Tesla hat glaub ich Mal sowas erwähnt, dass man damit Geräusche machen kann, also eine Art elektrostatischer Lautsprecher. (ist aber nicht dasselbe wie ein Plasma-Tweeter)


Hmm, hab mir das nochmals näher überlegt, da dies eigentlich einen ganz interessanten Aspekt hat. Ist zwar etwas Offtopic, aber was soll's...
Wenn sich der Luftdruck ausserhalb der Kugel erhöht heisst das doch auch, dass der Auftrieb der Kugel grösser wird, da die Dichte der Luft um die Kugel grösser geworden ist.
Wobei man nach etwas Überlegung schnell dahinter kommt, dass dem wohl eher nicht so ist, da ja bedingt durch die Gravitation sich unterhalb der Kugel immer mehr Partikel befinden als oberhalb. D.h. Unten werden mehr Partikel influenziert als oben. Und da die Influenz-Anziehungskraft immer auf beide Körper wirkt, Kugel und Partikel, müsste der vermehrte Auftrieb unterhalb der Kugel wieder vernichtet werden durch die erhöhte Kraft welche die Kugel in Richtung dieser Partikel zieht...
Ist diese Überlegung korrekt?
Nichtsdestotrotz könnte man wohl trotzdem damit einen Auftrieb generieren, ganz ohne Ionenantrieb (ohne Ionisierung der Luft). Nämlich, indem man nachdem man die Kugel geladen hat, diese ganz schnell entlädt. Bedingt durch die Trägheit der Luft, wird der erhöhte Luftdruck nicht sofort weg sein, sondern etwas Zeit benötigen um zu verschwinden. Während dieser Zeit gibt es aber keine erhöhte Influenzkraft mehr nach unten, deshalb müsste jetzt die Kugel für einen kurzen Augenblick einen Auftrieb erfahren. Wenn man nun immer wieder die Kugel so pulst, müsste diese im Schnitt dadurch eine permanente Auftriebskraft erfahren...

Ich habe schon immer gedacht, dass ein Helikopter eigentlich ein beschissenes Prinzip ist, da immerzu eine grosse Menge an Energie aufgewendet werden muss, nur um den Helikopter in der Luft zu halten. Physikalisch gesehen gibt es jedoch keinen Grund Energie aufzuwenden, um seine Höhe zu halten, ist halt nur eine Frage der technischen Umsetzung. Ein Zeppelin z.B. wendet keine Energie auf um seine Höhe zu halten. Er benutzt das Prinzip, dass Luft eben einen Auftrieb hat, und sobald etwas gleich Dicht ist wie die umgebende Luft, schwebt es.
Das andere Prinzip, wie hier erwähnt wäre, dass man nicht das Luftgefährt selbst weniger Dicht macht, sonderen einfach die Umgebende Luft dichter. Dies müsste auch einen stärkere Auftriebseffekt zum Resultat haben.
Wobei ich starke Zweifel habe, dass man die Luftdichte um die Kugel so stark erhöhen könnte, dass man damit wirklich was in der Praxis brauchbares zum Schweben bringt...
Wobei die Frage wäre wie dünn darf der druckerhöhte Luftfilm um die Kugel sein, um immernoch zu funktionieren???
Sowie ich das sehe prinzipiell, sehr dünn.
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Frank



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BeitragVerfasst am: Di Feb 10, 2009 6:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Das andere Prinzip, wie hier erwähnt wäre, dass man nicht das Luftgefährt selbst weniger Dicht macht, sonderen einfach die Umgebende Luft dichter. Dies müsste auch einen stärkere Auftriebseffekt zum Resultat haben.


Selbst wenn es gelänge die Luft um das Objekt herum durch elektrostatische Influenz soweit zu verdichten, das das Objekt "aufschwimmt", weil seine eigene Dichte entsprechend geringer ist, so würde doch das ganze System (Objekt mit umgebender dichter Luft) gemeinsam zu Boden fallen.

Der Ausweg wäre, wenn es gelingt die dichte Luft durch besondere Geometrie (und bzw. oder Dein Pulsbetrieb) oder entsprechende Mechanik (Propeller) zum Abströmen nach unten zu bewegen. Damit erzeugt man einen Impuls, der im Gegenzug das (Flug-) Objekt nach oben drückt und ihm Auftrieb verleiht. Dazu würde aber wieder ständig Energie verbraten. Der Wirkungsgrad könnte dabei durchaus besser als beim Heli sein, da sich mit dichter Luft einfacher ein größerer Impuls erzeugen lässt.
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MfG Frank
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Sowasaberauch



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BeitragVerfasst am: Do Feb 12, 2009 8:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Selbst wenn es gelänge die Luft um das Objekt herum durch elektrostatische Influenz soweit zu verdichten, das das Objekt "aufschwimmt", weil seine eigene Dichte entsprechend geringer ist, so würde doch das ganze System (Objekt mit umgebender dichter Luft) gemeinsam zu Boden fallen.


An das hab ich auch zuerst gedacht, aber da die Influenzwirkung sehr rasch auf immer neue Luftpartikel wirkt, müsste dies im Endeffekt einen konstanten Drucklayer aufrechterhalten können. Faktisch gesehen würde es natürlich darauf hinauslaufen, dass durch das, dass das Flug-Gerät nach oben schwimmt, die Luft nach unten gedrückt wird. Aber prinzipiell spielt das ja keine Rolle, da eben der Dichtefilm aufrechterhalten bleibt.

Ich erinnere mich da immer an einen Beitrag im TV, wo es um einen neuartigen Druckanzug ging, welcher mit Wasser statt Luft funktionierte.
Beim ersten Prototypen-Test hat der Erfinder zur Demonstration des Prinzips ein rohes Ei in einer Wasserflasche mitgenommen. Das Wasser war gerade so austariert, dass das Ei gerade drin schwebte.
Wenn jetzt im Flugzeug wilde hohe G Manöver geflogen wurden, blieb das Ei immer schön in der Schwebe, und wurde überhaupt nicht hin und her geschüttelt oder sowas.
Ihr erster Anzug hatte noch Unmengen an Wasser um die Personen, die späteren Typen nur noch ganz wenig, da es bei diesem Prinzip nicht darauf ankommt wieviel Wasser um das Ei ist, ein hauchdünner Film reicht bereits.

Ich persönlich denke das Problem bei meiner Überlegung könnte sein, dass zur Bildung des stärkeren Layers unterhalb des Flug-Gerätes, auch automatisch die Influenzkraft in diese Richtung grösser ist. D.h das Flug-Gerät wird deswegen stärker nach unten gezogen. D.h. gerade wenn man das E-Feld einschalten würde würde das Gerät für eine kurze Zeit nach unten gezogen. Dann wäre es im gleichgewicht, d.h. als wäre nichts, und beim abschalten würde dann das Gerät nach oben gedrückt werden. Aber wahrscheinlich wohl nur gerade um soviel, wie auch beim Einschalten nach unten gedrückt wurde...
Oder mache ich da irgendwo einen Überlegungsfehler?
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Frank



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Beiträge: 395

BeitragVerfasst am: Fr Feb 13, 2009 8:55 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das Wasser war gerade so austariert, dass das Ei gerade drin schwebte.


Das Ei schwebt im Wasser, aber das System Ei+Wasser hat deswegen insgesamt noch keine Auftrieb.

Zitat:
D.h. gerade wenn man das E-Feld einschalten würde würde das Gerät für eine kurze Zeit nach unten gezogen. Dann wäre es im gleichgewicht, d.h. als wäre nichts, und beim abschalten würde dann das Gerät nach oben gedrückt werden.


Das sehe ich genau so. Ein Auftriebseffekt kann dann nur erzeugt werden, wenn es gelingt diese "Schwingung" so zu kanalisieren, das die Luft letztendlich in eine Richtung (nach unten) fließt. (z.B. durch eine Oberfläche, die in einer Richtung einen höheren Reibwert hat, als in die Gegenrichtung., z.B. dachziegelartige Schuppen). Der Wirkungsgrad dürfte allerdings sehr bescheiden sein.
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MfG Frank
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