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Wilde Stromversorgung für LED an 220 Volt

 
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Do Jan 08, 2009 9:04 pm    Titel: Wilde Stromversorgung für LED an 220 Volt Antworten mit Zitat

Ich habe mir mal was ausgedacht, wie ich relativ einfach aber ohne Vorwiderstand eine LED am Netz betreiben könnte. Das sieht folgendermaßen aus:

Links stell ich mir die beiden Netzklemmen vor.
Nach rechts hängt an beiden Netzklemmen je ein Kondensator, entsprechend spannungsfest fürs Netz.
An die beiden offenen rechten C-Enden hänge ich die Eingangsseite eines Brückengleichrichters.
An die Ausgangsseite der Brücke hänge ich die LED.
Die Größe der Cs ist so bemessen, daß durch die LED der passende Strom fließt.

Jetzt unabhängig davon, ob es elegantere Lösungen gibt - das müßte doch (flackernd, ich weiß..) eigentlich funktionieren, oder?
_________________
Grüße, Stefan
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Value



Anmeldedatum: 01.10.2008
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: Do Jan 08, 2009 9:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, denkst du die aktuellen 230V-LED-Lampen werden "nur" mit Vorwiderstand betrieben? Weisst du wieviel der Widerstand verheizen müsste? Was du in Gedanken hast ist quasi ein Schaltnetzteil, was natürlich in jeder 230V-LED-Lampe drin ist.
Das mit einem Widerstand wegzuheizen wäre eher eine Heizung. Wenn in den Lampen ein Transformator drinwäre, dann wären selbst bei guten Transformatoren ca. 20% Energieverlust (und es würde wohl auch brummen). Man kann die Dinger nur mit Schaltnetzteilen ausstatten. Mit der Anzahl Bauelementen, die du beschreibst wäre das vielleicht möglich, wäre dann aber ein ganz schön uneffizientes Flackerlicht.
PS: Ich wollte eigentlich noch schreiben, dass die LED trotzdem einen Vorwiderstand haben sollte... für Spitzen und so... aber das nur so am Rande.
PS2: Bevor ich berichtigt werde ^^: Es gibt Varianten, wo ein Transformator ein Dimmen der LED möglich macht. (Die wird dann aber trotzdem noch mit Schaltnetzteil getrimmt. Der Transformator dient nur als Referenz für die Verhältnisrechnung. Die verschiedenen nicht-flackernden Dimm-Verfahren für LED-Lampen stehen aber noch am Anfang der Entwicklung und auch wenn schon verschiede Teile verkauft werden, ist die Forschung abzuwarten!)
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Fr Jan 09, 2009 9:20 am    Titel: Antworten mit Zitat

Da taucht noch eine andere Frage auf:
Was würde denn ein Stromzähler zu so einer Belastung sagen? Ist das aus Zählersicht eine (fast) rein kapazitive Last, also mit ungünstigem cos Phi?

Als Verbesserung der Schaltung würde ich vielleicht wirklich noch einen Vorwiderstand spendieren und parallel zur Diode mit Widerstand wieder einen C, der das ganze Geflacker glätten kann.

"Schalt"netzteil als Begriff finde ich schon arg weit interpretiert für das Gebastel.
_________________
Grüße, Stefan
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Value



Anmeldedatum: 01.10.2008
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: Fr Jan 09, 2009 11:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Jo Steve. Da hast du recht. "Schalt"netzteil ist wirklich weit hergeholt. Es ist aber der Ansatz eines Schaltnetzteils.. also die Grundidee ist die gleiche. Nennen wir es dann mal "Steve"netzteil. Wink

Was der Stromzähler da sagt, kann ich nicht prognostizieren, vermute aber dass ein Verlust zu ungunsten des Stromlieferanten nicht machbar ist. Wink

PS: Irre, was in einem Kompakt-Schaltznetzteil heutzutage alles drin ist. Die LITEONs, die üblicherweise zu Laptops ausgeliefert werden, können umgehen mit 100-240V, 50/60Hz, haben Überhitzungschutz und liefern egal in welcher Kombination konstante 19,0 Volt ohne Spannungsspitzen.
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uli.paul



Anmeldedatum: 04.02.2006
Beiträge: 669
Wohnort: Augsburg

BeitragVerfasst am: Sa Jan 17, 2009 6:12 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Steve,

was Du da "erfunden" hast ist ein "kapzitiver Vorwiderstand" - in der Literatur seit ca. 100Jahren beschrieben - und auch oft verwendet.

Um das cos(phi) mach Dir keine Gedanken: bis Du in kritische Bereiche vorstößt sind Deine LEDs schon lange abgebrannt.
_________________
Jeder Schwachkopf kann behaupten - aber nur wenige können beweisen.
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Steve



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: Di Jan 20, 2009 9:21 am    Titel: Antworten mit Zitat

Die von Wikipedia gelinkte Schaltung bei http://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatornetzteil
ist ziemlich genau das, was ich gemeint hatte.
Ich hatte an den Klemmen zwei Kondensatoren, damit eine unmittelbate Verbindung zum Netz nicht mehr besteht (gedacht im Sinne der galvanischen Trennung, ist aber keine echte, oder?).
Da bin ich als Nichtelektroniker schon fast a bissl stolz auf die Idee.

Mein Gedankengang war aus der Vorstellung entstanden, daß in Vorwiderständen oft überdurchschnittlich viel Energie verheizt werden muß, damit die Ausgangswerte stimmen. Cool, daß es das gibt.
_________________
Grüße, Stefan
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atom



Anmeldedatum: 22.01.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: Fr Jan 23, 2009 1:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aber eigentlich könntest du dir
den Gleichrichter auch sparen.
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Andi



Anmeldedatum: 05.04.2004
Beiträge: 1925

BeitragVerfasst am: Fr Jan 23, 2009 3:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ohne Gleichrichter flimmert es viel stärker, außerdem haben LED`s meistens nur geringe Sperrspannungen.
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